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Schöne Ruinen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2026

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/4 cm

Gewicht

499 g

Auflage

1

Originaltitel

Beautiful Ruins

Übersetzt von

Friedrich Mader

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-311-10181-9

Beschreibung

Rezension

»Magisch! Jess Walter hat der Liebe und ihren Verrücktheiten ein Denkmal gesetzt.«
The New York Times

»Warum viele Worte machen?
Schöne Ruinen
ist ein absolutes Meisterwerk!«
Richard Russo

»Jess Walter gehört zu meinen amerikanischen Lieblingsautoren.«
Nick Hornby

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2026

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/4 cm

Gewicht

499 g

Auflage

1

Originaltitel

Beautiful Ruins

Übersetzt von

Friedrich Mader

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-311-10181-9

Herstelleradresse

Verlegerdienst München
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
DE

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  • Silke - Buchgespür -

    4/5

    10.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hollywood-Glam trifft auf einsames, italienisches Dorfleben

    Schöne Ruinen hat bei mir keine romantische Stimmung hinterlassen, sondern eher eine bedrückende. Nicht wegen des Endes, sondern wegen des Gefühls, ständig mitzuerleben, wie Menschen Chancen verpassen und Träume an ihnen vorbeiziehen. Auf mehreren Zeitebenen folgen wir Pasquale, der in einem italienischen Küstendorf aufwächst, das so klein und verschlafen ist, dass es irgendwann sogar von der Landkarte verschwindet. Aus seinem Hotel wird nie das, was er sich erhofft. Währenddessen wird Dee Moray eine Karriere genommen, bevor sie überhaupt richtig beginnen kann und Michael Deane hängt seinen früheren Erfolgen hinterher und hat mindestens genauso große Angst vor dem Älterwerden wie davor, in Hollywood keine Rolle mehr zu spielen. Nur Claire, seine Assistentin, scheint mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Mich hat wirklich fasziniert, wie Jess Walter die vielen Zeitebenen am Ende zusammenführt. Für sich genommen haben mich die einzelnen Handlungsstränge schon gepackt. Zu sehen, wie daraus nach und nach ein großes Ganzes entsteht, fand ich erzählerisch unglaublich stark. Etwas kürzer hätten für meinen Geschmack allerdings sowohl der Hollywood Handlungsstrang der Sechzigerjahre als auch die Gegenwart ausfallen dürfen. Zwischendurch hat sich die Geschichte doch ein wenig gezogen. Bei mir bleiben viel mehr als die eigentliche Handlung die Gedanken hängen, die der Roman auslöst. Wie oft treffen wir Entscheidungen aus Vernunft und fragen uns Jahre später, ob wir mutiger hätten sein sollen? Umso mehr hat mich überrascht, welche Wege die Protagonisten am Ende einschlagen. Jess Walter lässt diese Kopf-Entscheidungen zu den richtigen werden, was ich unglaublich erfrischend finde. In vielen Romanen gewinnt am Ende das Herz und alle sind zuckerwattenglücklich. Aber was bedeutet es eigentlich auf ein glückliches Leben zurückzublicken? Sind es immer die wilden Entscheidungen, die uns glücklich machen? Ich finde diese Gedankengänge und Lebenswege der Figuren so tiefgreifend, dass ich richtig ins Nachdenken kann. Mag ich !

  • Jürg K.

    4/5

    06.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Herzgeschichte

    Dieser Roman hat mich mit einer stillen Wucht getroffen, weil er zeigt, wie hartnäckig manche Träume in uns weiterleben, selbst dann, wenn das Leben längst andere Wege eingeschlagen hat. Als 1962 das Boot der jungen amerikanischen Schauspielerin, Dee Moray, in Porto Vergogna anlegt, scheinen Pasquales kühnste Träume wahr zu werden. Eine echte Schauspielerin in seinem verschlafenen Fischerdorf, in der Pension, die er von seinem Vater übernommen hat. Gerade die Kollision zwischen Hollywood und der rauen Küste macht die Geschichte so berührend. Was mich besonders fasziniert hat, ist die Zeitspanne von fünfzig Jahren. Wie selten gestehen wir uns ein, dass manche Begegnungen uns ein Leben lang begleiten, selbst wenn sie nur kurz waren. Pasquales Entscheidung, Jahrzehnte später über den Atlantik zu reisen, ist kein romantischer Impuls, sondern ein Akt der Selbstbehauptung: Er will wissen, was aus diesem flüchtigen Traum geworden ist und vielleicht auch, was aus ihm selbst geworden ist. Die Figuren, die ihn auf dieser Reise begleiten, wirken wie Spiegel verschiedener Lebensentwürfe, alle auf ihre Weise beschädigt und doch hoffnungsvoll. Für mich ein Roman über verpasste Chancen, über die Schönheit des Unvollkommenen und darüber, dass manche Geschichten erst Jahrzehnte später ihren wahren Sinn offenbaren.

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