Produktbild: Heimgehen

Heimgehen Ein Episodenroman in vierundzwanzig Stunden

2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Dörlemann

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,1/12,4/2 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Messing

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03820-187-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Dörlemann

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,1/12,4/2 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Messing

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03820-187-8

Herstelleradresse

Verlegerdienst München
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
DE

Email: webmaster@verlegerdienst.de

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24 Stunden, die alles verändern

Buch_im_Koffer aus Münster am 10.05.2026

Bewertungsnummer: 3134430

Bewertet: Buch (Paperback)

24 Kapitel, 24 Stunden, ein ganzer Tag. Ein Tag, der das Leben von so vielen Menschen für immer verändern wird. Gerade noch saßen sie im Café, arbeiteten im Pflegeheim, fiebern dem Treffen mit ihrem Vater entgegen. Und dann, nach einer furchtbaren Gewalttat, einem Amoklauf, ist nichts mehr, wie es war. Was im Verborgenen bleibt: Tat und Täter. Hier geht es nicht um sie. Hier geht es um die Opfer, ihre Geschichte, ihre Familien, Freunde, Angehörigen. Um ihr Leben und das, was sie im Moment der Tat bewegte. Was ist es, das diese gerad einmal 187 Seiten so unglaublich fesselnd macht? Für mich ist es die Tatsache, dass Elke Cremer das gesamte Geschehen auf ein Minimum reduziert und doch so viel über ihre Figuren preisgibt. Dass man trotz des Wenigen emotional komplett eingebunden ist. Dass jede Stunde eine ganze Geschichte erzählt, in die man tiefer eintauchen möchte. Jede Figur hat ihre eigene Stimme, ihren eigenen Ton, mal einfühlsam und sensibel, mal rasant und eindringlich. Wie häufig kommen die Opfer zu Wort? Erfahren wir aus den Medien ihre Geschichte, was sie berührte, wen sie liebten, was ihnen wichtig war? Tat und Täter werden akribisch seziert und jedes noch so kleine Detail kommt ans Licht. Aber die Unschuldigen, deren Leben von einem Moment auf den anderen komplett aus der Bahn geworfen, vielleicht sogar tragisch beendet wird, diese Menschen werden auf eine Zahl von Toten, Verletzten reduziert. Ganz zu schweigen von den vielen Beteiligten, die die Erinnerungen nicht loslässt. Elke Cremer stellt all diese Opfer in den Mittelpunkt ihres Buches und für diese Perspektive bin ich ihr sehr dankbar.

24 Stunden, die alles verändern

Buch_im_Koffer aus Münster am 10.05.2026
Bewertungsnummer: 3134430
Bewertet: Buch (Paperback)

24 Kapitel, 24 Stunden, ein ganzer Tag. Ein Tag, der das Leben von so vielen Menschen für immer verändern wird. Gerade noch saßen sie im Café, arbeiteten im Pflegeheim, fiebern dem Treffen mit ihrem Vater entgegen. Und dann, nach einer furchtbaren Gewalttat, einem Amoklauf, ist nichts mehr, wie es war. Was im Verborgenen bleibt: Tat und Täter. Hier geht es nicht um sie. Hier geht es um die Opfer, ihre Geschichte, ihre Familien, Freunde, Angehörigen. Um ihr Leben und das, was sie im Moment der Tat bewegte. Was ist es, das diese gerad einmal 187 Seiten so unglaublich fesselnd macht? Für mich ist es die Tatsache, dass Elke Cremer das gesamte Geschehen auf ein Minimum reduziert und doch so viel über ihre Figuren preisgibt. Dass man trotz des Wenigen emotional komplett eingebunden ist. Dass jede Stunde eine ganze Geschichte erzählt, in die man tiefer eintauchen möchte. Jede Figur hat ihre eigene Stimme, ihren eigenen Ton, mal einfühlsam und sensibel, mal rasant und eindringlich. Wie häufig kommen die Opfer zu Wort? Erfahren wir aus den Medien ihre Geschichte, was sie berührte, wen sie liebten, was ihnen wichtig war? Tat und Täter werden akribisch seziert und jedes noch so kleine Detail kommt ans Licht. Aber die Unschuldigen, deren Leben von einem Moment auf den anderen komplett aus der Bahn geworfen, vielleicht sogar tragisch beendet wird, diese Menschen werden auf eine Zahl von Toten, Verletzten reduziert. Ganz zu schweigen von den vielen Beteiligten, die die Erinnerungen nicht loslässt. Elke Cremer stellt all diese Opfer in den Mittelpunkt ihres Buches und für diese Perspektive bin ich ihr sehr dankbar.

Bildreiche Inszenierung

MarieOn am 07.04.2026

Bewertungsnummer: 3101697

Bewertet: Buch (Paperback)

Donnerstag 13 Uhr Seine Nachricht kam überraschend. Sie hat ihn seit Kindertagen nicht mehr gesehen. Sie versucht sich seine Stimme vorzustellen. Kann es nicht. Angst und Vorfreude. Sie könnte jetzt durch ihr lichtdurchflutetes Arbeitszimmer gehen und die unfertigen Bilder vollenden oder Manuels Geruch einsaugen. Sie muss weg, hat sie ihm gesagt. Eine Auszeit, hat die Unterrichtsstunden abgesagt, den Anrufbeantworter ausgestellt und Manuel um Geduld gebeten. Er hat es nicht gut aufgenommen und sie dann doch ziehen lassen. Sie läuft durch die Straßen dieser Stadt, von der sie noch nichts gesehen hat. Blaulicht flimmert am Himmel, Martinshörner drängen sich von hinten an ihr Ohr. Eine Frau in schwarzer Lederjacke, schwarzen Haaren läuft eilig über den Asphalt. Sie spürt einen stechenden Schmerz. Ein Knall drückt sie zu Boden, fühlt eine warme Flüssigkeit, die klebrig auf den Boden rinnt, schließt die Augen. Donnerstag 14 Uhr Fragmente. Der erste Schuss trifft sein Trommelfell. Er wirft sich über Rico, der am Boden liegt und zittert. Erinnerung an das Gespräch mit den Sanitätern, die hektisch herumlaufen. Eine Gewehrmündung. Rico, dem er sanft auf die Wange klopft, flüchtende Passanten. Nur ein Streifschuss, so ein Glück, haben sie gesagt. Sie können jetzt nach Hause gehen. Kreislaufstabil entlassen. Dann Zuhause reagiert Rico nicht. Seine Augen schwarze Löcher, in die er sich zurückgezogen hat. Rico ist kalt, er deckt ihn zu, sagt: „Rico, du bist Zuhause, es ist der zehnte September, du bist in Sicherheit. Er wiederholt es mantramäßig und plötzlich fluten Ricos Lider. Fazit: Elke Cremer, Autorin und Filmbeschreiberin, hat in eindringlichen Episoden das Leben von 12 Menschen in 24 Stunden beschrieben. Gegen Mittag schießt ein Amokläufer auf mehrere Menschen. Der Einzeltäter hat es zuvor im Netz angekündigt und konnte doch nicht aufgehalten werden. Seine Mutter hat schon lange keinen Zugang mehr zu ihm. Zu seinem Vater hat er keinen Kontakt, er ist es, dem er mit seiner Tat imponieren will. Von Anfang an baut die Autorin eine spannende Szenerie auf. Und doch ist die Tat eher ein Hintergrundrauschen. Viel faszinierender ist, wie die Autorin die Beteiligten miteinander verwebt. Ich bekomme einen Einblick in jedes dieser Leben, was die Menschen ausmacht, was sie bewegt. Nebenbei ereignet sich eine ganz andere Katastrophe und am Ende schließt sich der Kreis und ich verstehe, in welchen Zusammenhängen die Leute verbunden sind. Das hat mich ganz stark an den Film „Short Cuts“ erinnert. Interessantes Thema, feiner Schreibstil, bildreiche Inszenierung.

Bildreiche Inszenierung

MarieOn am 07.04.2026
Bewertungsnummer: 3101697
Bewertet: Buch (Paperback)

Donnerstag 13 Uhr Seine Nachricht kam überraschend. Sie hat ihn seit Kindertagen nicht mehr gesehen. Sie versucht sich seine Stimme vorzustellen. Kann es nicht. Angst und Vorfreude. Sie könnte jetzt durch ihr lichtdurchflutetes Arbeitszimmer gehen und die unfertigen Bilder vollenden oder Manuels Geruch einsaugen. Sie muss weg, hat sie ihm gesagt. Eine Auszeit, hat die Unterrichtsstunden abgesagt, den Anrufbeantworter ausgestellt und Manuel um Geduld gebeten. Er hat es nicht gut aufgenommen und sie dann doch ziehen lassen. Sie läuft durch die Straßen dieser Stadt, von der sie noch nichts gesehen hat. Blaulicht flimmert am Himmel, Martinshörner drängen sich von hinten an ihr Ohr. Eine Frau in schwarzer Lederjacke, schwarzen Haaren läuft eilig über den Asphalt. Sie spürt einen stechenden Schmerz. Ein Knall drückt sie zu Boden, fühlt eine warme Flüssigkeit, die klebrig auf den Boden rinnt, schließt die Augen. Donnerstag 14 Uhr Fragmente. Der erste Schuss trifft sein Trommelfell. Er wirft sich über Rico, der am Boden liegt und zittert. Erinnerung an das Gespräch mit den Sanitätern, die hektisch herumlaufen. Eine Gewehrmündung. Rico, dem er sanft auf die Wange klopft, flüchtende Passanten. Nur ein Streifschuss, so ein Glück, haben sie gesagt. Sie können jetzt nach Hause gehen. Kreislaufstabil entlassen. Dann Zuhause reagiert Rico nicht. Seine Augen schwarze Löcher, in die er sich zurückgezogen hat. Rico ist kalt, er deckt ihn zu, sagt: „Rico, du bist Zuhause, es ist der zehnte September, du bist in Sicherheit. Er wiederholt es mantramäßig und plötzlich fluten Ricos Lider. Fazit: Elke Cremer, Autorin und Filmbeschreiberin, hat in eindringlichen Episoden das Leben von 12 Menschen in 24 Stunden beschrieben. Gegen Mittag schießt ein Amokläufer auf mehrere Menschen. Der Einzeltäter hat es zuvor im Netz angekündigt und konnte doch nicht aufgehalten werden. Seine Mutter hat schon lange keinen Zugang mehr zu ihm. Zu seinem Vater hat er keinen Kontakt, er ist es, dem er mit seiner Tat imponieren will. Von Anfang an baut die Autorin eine spannende Szenerie auf. Und doch ist die Tat eher ein Hintergrundrauschen. Viel faszinierender ist, wie die Autorin die Beteiligten miteinander verwebt. Ich bekomme einen Einblick in jedes dieser Leben, was die Menschen ausmacht, was sie bewegt. Nebenbei ereignet sich eine ganz andere Katastrophe und am Ende schließt sich der Kreis und ich verstehe, in welchen Zusammenhängen die Leute verbunden sind. Das hat mich ganz stark an den Film „Short Cuts“ erinnert. Interessantes Thema, feiner Schreibstil, bildreiche Inszenierung.

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Heimgehen

von Elke Cremer

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