Produktbild: Ich erzähle von meinen Beinen

Ich erzähle von meinen Beinen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10881

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Picus

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,8/14/4 cm

Gewicht

536 g

Farbe

Terracotta / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2166-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10881

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Picus

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,8/14/4 cm

Gewicht

536 g

Farbe

Terracotta / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2166-2

Herstelleradresse

Picus Verlag GmbH
Friedrich-Schmidt-Str 4
1080 Wien
AT

Email: info@picus.at

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  • lucieliest

    5/5

    25.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie wir wirklich sind

    Als ich "Ich erzähle von meinen Beinen" von Cornelia Travnicek gelesen habe, hatte ich oft der Gedanke: Ja, genau so fühlt sich das manchmal an. Dieses ständige Funktionieren, das Organisieren, das Denken an alles und alle. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Wally, eine Frau, die versucht, ihren Alltag zu bewältigen. Familie, Kind, Termine, Verantwortung und nach außen läuft alles scheinbar gut. Aber innerlich ist sie erschöpft, unruhig und oft völlig überfordert. Als bei ihrer Tochter ADHS festgestellt wird, beginnt sie plötzlich auch über sich selbst nachzudenken und vieles ergibt auf einmal einen neuen Sinn. Was mir an dem Buch so gefallen hat: Es ist unglaublich ehrlich. Es ist chaotisch, manchmal traurig, manchmal sogar komisch. Genau wie das echte Leben eben. Ich musste an vielen Stellen schmunzeln, weil ich manche Gedanken oder Situationen nur zu gut kannte. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Die Sprache ist besonders. Teilweise springen die Gedanken schnell hin und her, fast so, als wäre man direkt in Wallys Kopf. Das kann manchmal anstrengend sein, aber genau das macht das Buch so glaubwürdig. Man spürt ihre Müdigkeit, ihre Zweifel und diesen Wunsch, endlich einmal durchatmen zu können. Für mich ist das Buch vor allem eine Geschichte über Frauen, die jahrelang stark sein mussten und irgendwann merken, dass sie selbst dabei auf der Strecke geblieben sind. Aber es ist auch ein Buch darüber, sich selbst besser zu verstehen. "Ich erzähle von meinen Beinen" ist kein leichtes Wohlfühlbuch. Aber eines, das lange nachwirkt.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neurodivergenz von innen betrachtet

    Walburga, genannt "Wally", lebt zusammen mit ihrem Mann Matthias und der gemeinsamen 11-jährigen Tochter Valerie, "genannt Vallie", und hat ihr Leben fast so einigermaßen im Griff. Bis auf all das, was sie vergisst und verlegt und durcheinander bringt, den Staub auf den Regalen und all die Projekte, die sie in Angriff nimmt und dann wieder vergisst oder verliert, weil das nächste aufregende Thema ihren Verstand okkupiert: "Warum immer alles verschwinden musste! Gäbe es einen Weltrekord in Dinge am schnellsten unwiederbringlich verlieren innerhalb eines Radius von weniger als drei Metern, ich würde diese Tabelle für immer anführen." (S. 47) Bis jetzt wusste Wally nur über sich, dass sie etwas chaotisch zu sein scheint und die Dinge nicht so leicht geregelt zu kriegen scheint wie manche andere, weshalb sie sich auch ein zweites Kind nicht zugetraut hat, auch wenn sie ihre Tochter sehr liebt. Doch die kleine Vallie scheint ihr in vielem zu ähneln und bei ihr wurde sowohl eine Hochbegabung als auch ADHS diagnostiziert, also eine Abweichung vom Durchschnitt in zwei Bereichen, "twice exceptional", wie das heute in der Fachliteratur genannt wird. Dazu sagt die Psychiaterin in dem Buch zu Vallies Eltern: "Viele Eltern glauben, dass durch eine Hochbegabung ADHS quasi ausgeglichen wird - so ist es eben nicht. Oder eben nur beschränkt, zu einem gewissen Grad. Dazu kommt der Frust, den ein solcher Mensch spürt, wenn ihm bewusst ist: Ich hätte mehr Potenzial, aber kann es nicht umsetzen. Vielleicht können wir uns das so vorstellen: Wie ein starkes Auto, das nicht genug Grip hat, um diese Kraft auf die Straße zu bringen." (S. 87) Funktioniert Wallys Gehirn auf eine ähnliche Weise wie das ihrer Tochter und es wurde nur damals nicht erkannt? Und was bedeutet das für sie, für ihr Leben und für die Mutter-Tochter-Beziehung? In diesem sehr unterhaltsam geschriebenen, tiefgründig recherchierten und empathischen Buch befinden wir uns direkt in Wallys Kopf. Wir erleben aus der Innenperspektive ihre Bemühungen mit, eine gute Mutter, Partnerin, Freundin, Arbeitnehmerin usw. zu sein und können ihren sprunghaft-wechselnden Aufmerksamkeitsfokus, die schnell ansteigende und dann aber wieder ins Vergessen fallende Begeisterung für immer neue Themen, aber auch Selbstkritik und - verurteilungen live mitbekommen, genauso wie die große Liebe zu Partner und Tochter. Es ist eine sehr sympathische Familie, die hier porträtiert wird und wie nebenbei unterhält man sich nicht nur gut, sondern lernt eine ganze Menge über Neurodivergenz, insbesondere über ADHS und Hochbegabung. Mir ist noch kein anderes Buch untergekommen, das ADHS so authentisch nachfühlbar macht wie dieses. Ein bisschen schräg fand ich manche Entwicklungen gegen Ende des Buches, aber diese sind vermutlich Geschmackssache und dienen letztlich auch dazu, manche Herausforderungen, die mit einem Gehirn, das abweichend vom Durchschnitt funktioniert, einhergehen können, noch einmal deutlicher zu illustrieren. Insgesamt jedenfalls 5 Sterne für ein sehr gelungenes Werk von einer Autorin, die Themen gleichzeitig unterhaltsam und tiefgründig vermitteln kann und von der ich jetzt auf jeden Fall noch mehr lesen möchte!

  • Bewertung

    aus St.Pölten

    5/5

    27.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman über Chaos im Kopf

    Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Besonders schön fand ich schon beim Lesen, dass die Autorin aus meiner Region kommt – das macht ein Buch gleich noch einmal ein bisschen besonderer. Ich möchte auch demnächst die vorherigen Romane von Cornelia lesen. Das Thema ADHS und Neurodivergenz wird hier auf eine sehr zugängliche und verständliche Weise erzählt. Auch für Leserinnen und Leser ohne Vorkenntnisse gelingt es der Autorin, die Gedankenwelt und das innere Chaos der Hauptfigur nachvollziehbar zu machen. Dabei ist der Roman keineswegs schwer oder belehrend geschrieben, sondern verbindet Humor, Leichtigkeit und ernste Themen sehr gelungen. Insgesamt ein kluger, unterhaltsamer Roman, der ein wichtiges gesellschaftliches Thema aufgreift und es literarisch sehr überzeugend umsetzt. Für mich eine wirklich gelungene Lektüre.

  • Bewertung

    5/5

    23.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toller Schreibstil, präzise Sprache

    Ich mochte das Buch von A-Z und kann es nur empfehlen. Ich finde es super geschrieben. Es ist witzig, berührend, liebevoll. Man kann sich vorstellen, wie es Wally geht, lernt sie immer besser kennen und verstehen.

  • stina23

    5/5

    18.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neurodivergent und gut so!

    Der Alltag und vor allem der Schulalltag gestaltet sich für Valerie und auch für ihre Mutter Wally manchmal herausfordernd. Es wird angeregt die Zehnjährige testen zu lassen, wobei sich herausstellt, dass das Mädchen ADHS hat. Daraufhin stellen sich der Familie viele Fragen, wie zum Beispiel zur Gabe von Medikamenten. Wally fällt einige Entscheidungen im Alleingang, kämpft für und mit ihrer Tochter. Doch auch in ihrem Leben, besonders in ihrem Inneren, gibt es viele Herausforderungen, die Konzentration und Organisation angehen. All das und noch einige unvorhergesehene Geschehnisse führen dazu, dass es zu der immer wieder in kurzen Absätzen angekündigten Katastrophe kommt. In Rückblicken erzählt die Autorin mit Wally als Ich-Erzählerin, wie sich die Ereignisse aneinanderreihen, die zu ihrem Nervenzusammenbruch und der Überschwemmung führen. Die dreiköpfige Familie lebt recht idyllisch in einem Haus am Land nahe einer größeren Stadt. Alles scheint gut zu laufen, doch Wally kosten viele Dinge des Alltags mehr Energie, wo sie doch andererseits nur so vor Ideen und Energie sprudelt. Ihrer Tochter Valerie geht es da ähnlich und bei ihr wird ADHS diagnostiziert. Die Leserschaft darf Wallys täglichen Überlegungen, ihrem Leben in einem kleinen Dorf, dem Anderssein, den vielzähligen Ideen, die auf Umsetzung warten und ihren Bemühungen alles schaffen zu müssen folgen. Das Buch ist in kurzen Kapiteln und noch kürzeren Einschüben aus Zitaten, Gedanken oder vorausschauenden Erklärungen aufgebaut. Für mich war das interessant und spielgelt auch die Struktur, der ein neurodivergentes Gehirn folgen kann. Mich hat es überaus berührt, wie sehr ich mich in Wallys alltäglichen Abläufen, Gedanken und Problemen wiederfand. Einige Worte der Autorin drückten aus, was auch in mir schlummert, sich jedoch noch nicht bis zur Oberfläche durchgearbeitet hat und sie sprach mir damit oft aus dem Herzen. Die Themen Mental Load, Alltag mit Beruf und Familie, schulische Herausforderungen für Kind und Eltern, die sich von denen neurotypischer Familien sehr unterscheiden können und das fehlende Verständnis des Umfeldes fand ich sehr gut recherchiert (oder sind sie selbst erlebt, denn diesen Eindruck hatte ich oft wegen der präzisen Beschreibungen?). Dabei wohnt der Geschichte auch viel Humor inne, der das Buch zu einer schön und leicht zu lesenden Lektüre macht. Danke für das verständnisvolle, tröstende, tiefgründige und humorige Buch!

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  • Zum Bewerterprofil von Tamara Zoltan

    Tamara Zoltan

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein beeindruckender Roman über Neurodivergenz

    Wally lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter Vallie in einem kleinen Dorf. Als bei ihrer Tochter ADHS diagnostiziert wird, kommt auch bei Wally einiges an die Oberfläche. Ist sie nur zerstreut und überfordert durch die alltäglichen Anforderungen mit Familie und Beruf oder ist da mehr? In Rückblenden erfahren wir von einem Hochwasser und das Wally einen Nervenzusammenbruch hatte. War die alleinige Ursache dafür die Überschwemmung? Oder war schon vorher etwas geschehen? Zwischen den Kapiteln sind Gedankeneinschübe, von denen ich nicht nur einen notiert habe. Präzise Gedanken in einer schönen Sprache, einfach auf den Punkt gebracht. Ich denke, dass sich viele in dieser Geschichte wiederfinden und es ihnen gut tut, dieses Buch zu lesen.

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