Produktbild: Immergrün

Immergrün Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2026

Verlag

Pfaueninsel

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/2,5 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Khaki

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-691-31007-8

Beschreibung

Rezension

»Ein lesenswertes Buch über Exil, Scheitern und Neubeginn.« MDR »IMMERGRÜN handelt von einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung und von Verlorenheit im Exil.« Die Presse am Sonntag »Wie kann ein Leben gelingen, wenn alle Wurzeln durchtrennt, wenn alle Fähigkeiten nicht anerkannt und alle Möglichkeiten verbaut sind? Und doch geht eine große Kraft von dieser autobiografischen Lebensgeschichte aus.« fraeuleinneugier/Instagram

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2026

Verlag

Pfaueninsel

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/2,5 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Khaki

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-691-31007-8

Herstelleradresse

Pfaueninsel
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: webmaster@bastei-luebbe.de

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  • Sommer

    aus Nordhorn

    5/5

    25.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr einfühlsam erzählt

    Immergrün, so heißt der Roman der Autorin Ruth Olshan, die hierin ihre eigen Familiengeschichte erzählt. Die Handlung beginnt damit, dass Ruth nach Litauen reist um dort die Urnen ihrer Mutter Vida und die der Großmutter beizusetzen. Eine lange Reise, die sie unternimmt, um den Toten die letzte Ehre zu erweisen. Der Weg zum Grab ist, erstmal in Litauen angekommen, nicht einfacher zu finden. Die Autorin schwenkt dann zwischendurch zurück, und erzählt aus ihrer Kindheit, die Zeit in Israel und im Westen Berlins. In Israel lebten sie nur kurz, weil ihre Mutter einen israelischen Regisseur geheiratet hat, Ruths Vater, Israel. Ihr Großvater wiederum starb früh, er nahm sich selbst das Leben, er war in einem KZ und hat dort schlimmes erlebt. Das musische Talent hat Ruths Mutter von ihm. Eben diese Berufung führte dazu, dass sie Israel kennenlernte. Die Zeit in Deutschland, die sich mit Ruths Kindheit beschäftigt, zeigt, dass sie es dort nicht leicht hatten. Die Familie hatte wenig Geld, Streitereien an der Tagesordnung. Im weiteren Verlauf erlebt der Leser wie schwer diese Zeit für Ruth war. Sie hat sich im Gegensatz zu den Eltern recht gut eingelebt in Deutschland, muss aber den Kampf und das Leid der Eltern mit auffangen. Ihre Mutter bekommt Depressionen, so das Ruth gezwungen ist viel zu helfen und zu kaschieren, damit die Probleme der Familie nicht nach außen dringen. Das Ende dieses Buches weist eine große Lücke auf, denn es fehlt definitiv noch einiges aus dieser Familiengeschichte. Daher würde es mich sehr freuen, wenn die Autorin diese Lücke in einem weiteren Buch schließen würde, denn es hat mir gut gefallen wie sie dem Leser ihre Geschichte erzählt. Sie hat dabei in meinen Augen nicht vor mit Familienmitgliedern abzurechnen. Obwohl sie es nicht leicht gehabt hat, schwingt doch auch Verständnis für die schwierige Lage durch. Auch die Rückblicke haben mir gut gefallen. Für mich ist dies ein gelungenes und einfühlsames Debüt, gerne mehr davon!

  • Bewertung

    5/5

    24.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Kindheit

    Ruth Olshan ist ein Erzähltalent mit literarischer Qualität und großer sprachlicher Kraft. Ihr Buch "Immergrün" ist spannend von der ersten Seite an. Sie geht tief in die Betrachtung des Lebens, bleibt nie nur an der Oberfläche , sie schreibt stetig reflektierend, sieht genau hin, erkennt genau, berührt die Seele tief. Sie sieht das Wesentliche, sowohl inder inneren, als auch in der äußeren Welt. Im Laufe der Jahre hat sie Abstand gewonnen zu einer teils erschütternden Kindheit, sie konnte alles was sie erlebt hat in große Stärke verwandeln, ohne ihr Mitgefühl und Verständnis zu verlieren. Ihre Erkenntnis der Liebe hat alles Schwere überdauert. Ruth Olshan ist das Kind von jüdisch-litauischen Emigranten. Sie erlebt das, was viele Emigrantenkinder der ersten Generation kennen. Die Angst vor staatlichen und mitmenschlichen Untiefen ist groß, Sprach- und Hilflosikeit, können die Familien in größte Schwierigkeiten aller Couleur bringen. Oft leben die Eltern rückwärtsgewand, doch die Kinder müssen nach vorne leben in ihre Zukunft hinein. Ein großes Bündel an Konfliktstoff wird dadurch geschnürt. Die Kinder, die ihre Rettung in Büchern finden können, so wie Ruth, werden es schaffen nicht zerrissen zu werden. Ein lesenswertes, wunderbares Buch!

  • Linda

    aus Berlin

    4/5

    26.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    authentische Migrationsgeschichte

    Zwei Urnen. Mutter und Großmutter. Beide sollen wieder in ihre Heimat. Die Protagonistin Ruth wird nicht nur mit behördlichen Hindernissen konfrontiert ,sondern nimmt auch eine lange Reise in Kauf, während derer sie zurückblickt auf ihre eigene Biografie. Historische Fakten vermischen sich mit einer Familiengeschichte, die Elemente von Hoffnung und Tragik bereithält. Geboren in der damaligen Sowjetunion fühlt sich Ruths Familie mit jüdischem Glauben inmitten des Kommunismus nicht mehr sicher. Eine Ausreise ist geplant und führt zunächst nach Israel. Ruths Eltern hält es jedoch auch hier nicht lang und sie siedeln nach Westdeutschland über. Jahre später sollte auch mit das Aufnahmelager Marienfelde in West-Berlin ein Begriff werden, als meine Eltern mit uns aus der DDR offiziell ausreisen durften. Ein bisschen fühle ich mit Ruth mit, wenn auch ich damals keine Sprachbarrieren hatte. Ruth passt sich schnell an. Ihrer Mutter fällt es schwerer. Der Autorin gelingt es wunderbar, dass ich mich als Leserin spielend leicht in das Kind hineinversetze. Ich kann die Stimmung des Aufbruchs mit der gleichzeitigen Unsicherheit so gut spüren. Die kleine Ruth kommt mit manches Mal sehr verloren vor. Die Eltern sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass Ruth viel mit sich selbst beschäftigt ist. Ein bisschen bestätigt es auch das Klischee, dass Kinder migrantischer Familien irgendwann das Organisatorische managen. Was für ein Zwiespalt für ein Kind - Kind sein wollen aber oft genug nicht Kind sein können. Ruth Olshan schreibt so, als wäre ich direkt dabei. Nicht nur bloße Zuschauerin. Ich fühle mit. Bin so nah dran. Auch bei der Mutter, deren Träume in Deutschland zerplatzen. Manchmal bin ich auch wütend. Muss die kleine Ruth shon die Holocaust Serien sehen? Sich allein uns Essen kümmern. Die Schule managen. Irgendwann wird klar, die Mutter kann nicht anders. Ich will auch gar nicht so viel vorweg nehmen, aber ich kann nur sagen, lest dieses Buch. Es ist ein Buch über Träume, über Migration, über verlorene Kindheiten. Was ich sagenhaft finde, trotz der Themen wirkt dieses Buch nie schwer, als wäre das immer auch Licht an Ende des Tunnels.

  • Kat

    aus Augustusburg

    4/5

    16.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefer Schmerz und größter Optimismus

    Ruth Olshans Roman „Immergrün“, ist die Familiengeschichte der Autorin, die in einer ruhigen, reflektieren Sprache über Emigration und die Suche nach Identität erzählt. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und insbesondere die beiden Handlungsstränge gemocht. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Erzählerin Ruth, die sich auf eine Reise nach Litauen begibt und deren Geschichte wir von ihrer Kindheit bis zur Einlösung ihres Versprechens in Litauen verfolgen. Im Auto transportiert sie die Urnen ihrer Mutter und Großmutter, um sie in der alten Heimat der Familie beizusetzen. Während dieser Fahrt blickt sie auf ihre eigene Lebensgeschichte zurück und erinnert sich an die wechselvolle Vergangenheit ihrer Familie. Diese führte sie von Litauen nach Israel und schließlich nach West-Berlin. Besonders prägend ist dabei das Verhältnis zur Mutter Vida, die einst als talentierte Sängerin auftrat, später jedoch zunehmend mit persönlichen Krisen und Depressionen zu kämpfen hatte. Ruth wächst zwischen verschiedenen Kulturen, Sprachen und Erwartungen auf und versucht dabei, ihren eigenen Platz im Leben zu finden. Der Roman lebt weniger von dramatischen Wendungen als von seinen eindringlichen Erinnerungen, fein beobachteten Momenten und emotionalen Zwischentönen. Ruth Olshan gelingt es, die Themen Migration, Entwurzelung und familiäre Bindung sensibel und nachvollziehbar darzustellen. Gleichzeitig zeigt die Geschichte auch, wie Musik, Kunst und persönliche Stärke helfen können, schwierige Erfahrungen zu verarbeiten. Mir haben besonders die einfühlsame Sprache und die authentische Darstellung der Familiengeschichte gefallen. Gerade weil der Schreibstil distanziert ist und auch Lücken in der Geschichte bleiben, fühlt sich die Erzählung für mich authentisch und stark an. Ich bin selbst in einem Land aufgewachsen, welches es nicht mehr gibt, musste mich nur innerdeutsch neu orientieren, kann aber deshalb die Gefühle der Autorin gut nachvollziehen. Dieser Teil des Buches, der sich mit der Wende und der Zeit danach beschäftigt, hat mir besonders zugesetzt. Aber allgemein hat mich sehr geschmerzt, wie einsam Ruths Erwachsenwerden mit der depressiven Mutter und dem irgendwie abwesenden Vater und den immerwährenden Streitigkeiten der Beiden war. Der Selbstmordversuch der Mutter hat mir fast das Herz gebrochen! Ich habe auch viel über Sozialhilfe und staatliche Verantwortung nachgedacht, was ist ein Staat seinen Bürgern schuldig und was sollte oder muss jeder Einzelne beitragen. Insgesamt ist „Immergrün“ ein stiller, aber sehr eindrucksvoller Roman, der emotionale tief, stilistisch jedoch etwas sperrig ist. Ich konnte mich gut auf diese lose Struktur einlassen, habe mit Ruth mitgefühlt, mitgelitten und vieles für mich mitgenommen.

  • ikatzhorse2005

    aus Suhl

    4/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Last der Verantwortung

    Immergrün ein Roman von Ruth Olshan (Bastei Lübbe AG Pfaueninsel Verlagsgesellschaft) Diese Feierlichkeit verflog mit jedem Kilometer meiner Fahrt, weil ich mich erinnerte, weil ich mich in Gedanken verstrickte und weil ich wütend darüber war. Dass die Welt so tat, als sei nichts gewesen, als sei meine Mutter nicht gestorben, als hätte ich mit ihrem Tod meine Vergangenheit nicht verloren. Die Autobahn war schuld. Sie führte mich in diese meine tobende Innenwelt. S.37 Ruth Olshan erzählt von einer Odyssee, die die Protagonisten, als Baby, von Moskau über Israel und in späteren Jahren nach Deutschland führt. Mit den Urnen ihrer Mutter und Großmutter kommt sie endlich in der Litauen an und der Kreis schließt sich in dieser, ihrer verloren Heimat. Drei Generationen im Überlebenskampf zwischen Sprachbarrieren, Bürokratie, Religion und Kultur. Die Autorin erzählt vorrangig von ihrer kleinen Familie, ihrer Mutter, ihrem Vater und sich selbst. Sie beschreibt in einem gut geschrieben Text von den Schwierigkeiten, Streitereien der Eltern und der wachsenden Problembewältigung eines Teenagers sowie in späteren Jahren, die einer jungen Frau. Diese geht ihren Weg, trotz der Bürde vergangener und präsenter Generationen, einem Zwiespalt des Glaubens und einem allem Gerecht werden Wollen und Müssen. Sie muss zeitig Verantwortung übernehmen aus der Not heraus und aus Schwäche sowie Desinteresse ihrer Lieben. Dennoch fühlt sich allein. Oder gerade deswegen, als die Frauen aus ihrem Leben scheiden. Die verschiedenen Figuren platzieren sich in der Geschichte unterschiedlichster Staaten, arrangieren sich und passen sich an; manche schaffen es besser, andere schlechter. Das ist wohl auch Charaktersache und tragend in der Erzählung. Fazit: Ich habe ein sehr bewegendes Buch gelesen. Es animiert den Leser zu einem anderen Blickwinkel, heraus aus der Komfortzone und hinein in ein anderes, fremdes Leben. Trotz der zahlreichen Wiederholungen und den intensiven Beschreibungen mancher Szenen habe ich diesen Roman sehr gern gelesen und kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Autorin offenbart ihr Inneres und das sollte man würdigen und ernst nehmen.

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