Produktbild: Kaputt Mundi

Kaputt Mundi Kriminalroman. Ein Martin-Bora-Roman (2)

Aus der Reihe Ein Martin-Bora-Roman
2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/3,7 cm

Gewicht

584 g

Auflage

1

Übersetzt von

Sylvia Höfer + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20987-9

Beschreibung

Rezension

»Kein Krimi üblicher Dimension, aber einer, der absolut lesenswert ist und einen noch lange nach der Lektüre gedanklich nicht loslassen will.« ("3sat")
»Von Seite zu Seite steigt die Spannung, und seltsam geborgen fühlt man sich bald in der klaren Prosa, gefesselt von einer Gestalt, deren Schmerz auf den Punkt gebracht wird: Bora kämpft für sein Land, aber ebenso mit seinem Gewissen.« ("Nordwest-Zeitung")
» Kaputt Mundi beschreibt eine subtile und manchmal schmerzhafte moralische Gratwanderung.« ("taz")
»Ein Roman, den man mit Hingabe und Bewunderung liest und der die Faszination an einer widersprüchlichen Figur wie Martin Bora nährt, einem fragilen Fixpunkt verlorener Menschlichkeit im unbändigen Wirbelsturm der Geschichte.« ("La Stampa")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/3,7 cm

Gewicht

584 g

Auflage

1

Übersetzt von

  • Sylvia Höfer
  • Barbara Krohn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20987-9

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
produktsicherheit@beck.de

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Wenn Rom brennt und das Gewissen flüstert

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 13.06.2026

Bewertungsnummer: 3166599

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Rom 1944, Geschützdonner vor der Stadt, Angst in den Gassen und mittendrin ein deutscher Offizier, der nicht nur einen Todesfall klären muss, sondern gefühlt auch seine eigene Seele sortiert. Kaputt Mundi ist kein Krimi, der mit Blaulicht um die Ecke biegt und einem die Lösung auf dem Silbertablett serviert. Das hier ist eher ein Glas schwerer Rotwein bei Kerzenschein, nur dass draußen der Krieg tobt und man beim Lesen öfter denkt: Uff, das sitzt. Ben Pastor baut eine Atmosphäre auf, die richtig unter die Haut geht. Dieses besetzte Rom wirkt nicht wie Kulisse, sondern wie eine eigene Figur. Schön, kaputt, stolz, gefährlich. Martin Bora fand ich dabei besonders spannend, weil er kein einfacher Held ist. Er ist Teil eines Systems, trägt Schuld, hat Loyalitäten, aber eben auch Gewissen. Genau diese innere Reibung macht ihn so interessant. Der Fall um Magda Reiner ist dabei nicht nur ein Mordrätsel, sondern ein Türöffner in eine Welt voller Macht, Angst, Verrat und persönlicher Abgründe. Manchmal musste ich mich etwas konzentrieren, weil viele Namen, politische Interessen und historische Ebenen zusammenkommen. Das ist kein Buch für nebenbei zwischen zwei Sprachnachrichten. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man belohnt. Besonders gefallen hat mir, dass der Roman nicht billig schockt. Die Spannung kommt leise, fast schleichend, und plötzlich merkt man, wie sehr einen diese Geschichte gepackt hat. Kaputt Mundi ist düster, klug und bitter, aber auch unglaublich faszinierend. Kein Wohlfühlkrimi, eher ein Gewissenskrimi mit Herzklopfen.

Wenn Rom brennt und das Gewissen flüstert

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 13.06.2026
Bewertungsnummer: 3166599
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Rom 1944, Geschützdonner vor der Stadt, Angst in den Gassen und mittendrin ein deutscher Offizier, der nicht nur einen Todesfall klären muss, sondern gefühlt auch seine eigene Seele sortiert. Kaputt Mundi ist kein Krimi, der mit Blaulicht um die Ecke biegt und einem die Lösung auf dem Silbertablett serviert. Das hier ist eher ein Glas schwerer Rotwein bei Kerzenschein, nur dass draußen der Krieg tobt und man beim Lesen öfter denkt: Uff, das sitzt. Ben Pastor baut eine Atmosphäre auf, die richtig unter die Haut geht. Dieses besetzte Rom wirkt nicht wie Kulisse, sondern wie eine eigene Figur. Schön, kaputt, stolz, gefährlich. Martin Bora fand ich dabei besonders spannend, weil er kein einfacher Held ist. Er ist Teil eines Systems, trägt Schuld, hat Loyalitäten, aber eben auch Gewissen. Genau diese innere Reibung macht ihn so interessant. Der Fall um Magda Reiner ist dabei nicht nur ein Mordrätsel, sondern ein Türöffner in eine Welt voller Macht, Angst, Verrat und persönlicher Abgründe. Manchmal musste ich mich etwas konzentrieren, weil viele Namen, politische Interessen und historische Ebenen zusammenkommen. Das ist kein Buch für nebenbei zwischen zwei Sprachnachrichten. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man belohnt. Besonders gefallen hat mir, dass der Roman nicht billig schockt. Die Spannung kommt leise, fast schleichend, und plötzlich merkt man, wie sehr einen diese Geschichte gepackt hat. Kaputt Mundi ist düster, klug und bitter, aber auch unglaublich faszinierend. Kein Wohlfühlkrimi, eher ein Gewissenskrimi mit Herzklopfen.

Ein Wehrmachtsoffizier ermittelt in Rom

Magdalena aus Köln am 10.05.2026

Bewertungsnummer: 3133868

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kaputt Mundi von Ben Pastor ist erstmalig vor zwanzig Jahren auf Deutsch bei Piper erschienen, aus dem Englischen von Silvia Höfer und Barbara Krohn. Die Reihe über den deutschen Wehrmachtsoffizier Martin Bora besteht aus zwölf Bänden, von denen bisher drei ins Deutsche übersetzt und vor kurzem vom Unionsverlag neu aufgelegt wurden. Rom ist im Jahr 1943/44 von den Deutschen besetzt. Wehrmachtsoffizier Martin Bora soll den Fenstersturz einer Sekretärin der Deutschen Botschaft aufklären. Bei seinen Ermittlungen wird er vom italienischen Polizisten Guidi unterstützt. Die Tagesabläufe der beiden werden parallel geschildert. Bora wohnt im Hotel, Guidi zur Untermiete bei einem älteren Ehepaar. Er verliebt sich in seine Mitbewohnerin Francesca, die im Widerstand tätig ist. Die Frauen in Boras und Guidis Leben schneiden nicht gut ab. Boras Frau teilt ihm per Feldpost mit, dass sie sich von ihm trennen will: „In fünf Jahren haben wir zwei oder drei Monate zusammen verbracht, und das auch nicht am Stück. Was für eine Art von Ehe soll das denn sein? So etwas kann ich nicht akzeptieren.“ (S. 79) Als er fragt, ob sie ihn verlässt, weil er kriegsversehrt ist, nachdem ihm in Russland eine Hand amputiert wurde, antwortet sie: „Es wäre für dich besser gewesen, wenn du gestorben wärest. Für uns beide. Wärest du gestorben, müsste ich das alles nicht durchmachen.“ (S. 80) So ein eiskaltes Biest! Alleine, um herauszufinden, warum er dieses Miststück geheiratet hat, werde ich den vorherigen Band lesen, der fünf Jahre zuvor in Krakau spielt. Der Einstieg ins Buch ist mir nicht leichtgefallen, da bereits zu Beginn sehr viele Charaktere samt ihren militärischen Rängen + Kardinäle aus dem Vatikan + Guidis italienische Kollegen vorgestellt werden. Ich hätte lieber mehr über Martin Bora erfahren, doch es scheint, dass hier vorausgesetzt wurde, dass man ihn aus den vorherigen Bänden kennt. Das Buch endet mit der Befreiung Roms durch die Amerikaner und dem Abzug der Deutschen. Im Nachwort erfahren wir, warum die Autorin einen deutschen Soldaten zum Helden ihrer Romanreihe gemacht hat. Sie wollte „Angehörige der deutschen Wehrmacht ehren, die den Mut hatten, moralische Entscheidungen zu treffen. Wegen seines heimlichen, jedoch faktisch wirksamen Widerstands gegen die Barbarei gerät Bora immer mehr in das Fadenkreuz von SS und Gestapo.“ Ich habe das Buch gern, wenn auch sehr langsam gelesen. Ein Personenverzeichnis wäre hilfreich gewesen. Interessanter als die Ermittlungen in den beiden Todesfällen fand ich die Figur des Protagonisten, dessen Schicksal ich weiterverfolgen möchte, und das Leben in Rom unter nationalsozialistischer Besatzung.

Ein Wehrmachtsoffizier ermittelt in Rom

Magdalena aus Köln am 10.05.2026
Bewertungsnummer: 3133868
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kaputt Mundi von Ben Pastor ist erstmalig vor zwanzig Jahren auf Deutsch bei Piper erschienen, aus dem Englischen von Silvia Höfer und Barbara Krohn. Die Reihe über den deutschen Wehrmachtsoffizier Martin Bora besteht aus zwölf Bänden, von denen bisher drei ins Deutsche übersetzt und vor kurzem vom Unionsverlag neu aufgelegt wurden. Rom ist im Jahr 1943/44 von den Deutschen besetzt. Wehrmachtsoffizier Martin Bora soll den Fenstersturz einer Sekretärin der Deutschen Botschaft aufklären. Bei seinen Ermittlungen wird er vom italienischen Polizisten Guidi unterstützt. Die Tagesabläufe der beiden werden parallel geschildert. Bora wohnt im Hotel, Guidi zur Untermiete bei einem älteren Ehepaar. Er verliebt sich in seine Mitbewohnerin Francesca, die im Widerstand tätig ist. Die Frauen in Boras und Guidis Leben schneiden nicht gut ab. Boras Frau teilt ihm per Feldpost mit, dass sie sich von ihm trennen will: „In fünf Jahren haben wir zwei oder drei Monate zusammen verbracht, und das auch nicht am Stück. Was für eine Art von Ehe soll das denn sein? So etwas kann ich nicht akzeptieren.“ (S. 79) Als er fragt, ob sie ihn verlässt, weil er kriegsversehrt ist, nachdem ihm in Russland eine Hand amputiert wurde, antwortet sie: „Es wäre für dich besser gewesen, wenn du gestorben wärest. Für uns beide. Wärest du gestorben, müsste ich das alles nicht durchmachen.“ (S. 80) So ein eiskaltes Biest! Alleine, um herauszufinden, warum er dieses Miststück geheiratet hat, werde ich den vorherigen Band lesen, der fünf Jahre zuvor in Krakau spielt. Der Einstieg ins Buch ist mir nicht leichtgefallen, da bereits zu Beginn sehr viele Charaktere samt ihren militärischen Rängen + Kardinäle aus dem Vatikan + Guidis italienische Kollegen vorgestellt werden. Ich hätte lieber mehr über Martin Bora erfahren, doch es scheint, dass hier vorausgesetzt wurde, dass man ihn aus den vorherigen Bänden kennt. Das Buch endet mit der Befreiung Roms durch die Amerikaner und dem Abzug der Deutschen. Im Nachwort erfahren wir, warum die Autorin einen deutschen Soldaten zum Helden ihrer Romanreihe gemacht hat. Sie wollte „Angehörige der deutschen Wehrmacht ehren, die den Mut hatten, moralische Entscheidungen zu treffen. Wegen seines heimlichen, jedoch faktisch wirksamen Widerstands gegen die Barbarei gerät Bora immer mehr in das Fadenkreuz von SS und Gestapo.“ Ich habe das Buch gern, wenn auch sehr langsam gelesen. Ein Personenverzeichnis wäre hilfreich gewesen. Interessanter als die Ermittlungen in den beiden Todesfällen fand ich die Figur des Protagonisten, dessen Schicksal ich weiterverfolgen möchte, und das Leben in Rom unter nationalsozialistischer Besatzung.

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