Wer wäre als Spitzenagent der Bundesrepublik wohl besser geeignet als Armin Laschet? Nun, vermutlich sehr viele Menschen.
Armin freut sich wie ein Schneekönig, dass er nicht Kanzler geworden ist, sondern Bundespräsident sein darf. Doch schon am ersten Tag erfährt er, dass tief unter dem Schloss Bellevue die Zentrale des geheimsten Geheimdienstes der Welt liegt. Und er als Bundespräsident in Wahrheit nur eine Aufgabe hat: Agenten an Orte zu bringen, an die sie sonst nicht gelangen würden. Sogleich muss der überforderte Armin mit einer jungen Topagentin die Menschheit vor der Auslöschung retten. Sein Abenteuer führt ihn ins Schloss Windsor, an die Côte d¿Azur, nach Grönland, in den Vatikan und sogar in die Arme des Popstars Madonna. Und so erstaunlich es auch ist: Die einzige Hoffnung auf ein Überleben der Welt trägt den Namen 00-Laschet!
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Hat mir gut gefallen
brauneye29 (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 23.06.2026
Bewertungsnummer: 3175768
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Zum Inhalt:
Armin darf Bundespräsident sein! Doch schon am ersten Tag muss er feststellen, dass seine Aufgaben anders sind als er dachte. Er muss Agenten zu Orten bringen, zu denen diese sonst nicht kommen. Und die Reise geht gleich mit einer jungen Topagentin los, Armin ist überfordert, nützt aber nichts, denn er muss die Welt retten!
Meine Meinung:
Wie schon in den Merkel-Büchern habe ich wieder viel Humor erwartet und allein schon der Titel und das Cover versprechen das. Und das Beste ist, es ist so. Eine humorvolle, aber auch spannende Reise, die einen hohen Unterhaltungswert hat. Ich konnte mir Laschet förmlich vorstellen, wie er in den zum Teil absurden Situationen steckte. Lächelnd und etwas überfordert, genau so stellt man sich die Figur vor. Ich hatte das Hörbuch, dass ich auch gut gelesen fand. Ganz klare Leseempfehlung, wenn man die Merkel-Bücher auch mochte.
Fazit:
Hat mir gut gefallen
Agent wider Willen: Mit 00-Laschet auf turbulenter Mission
Nancy (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 22.06.2026
Bewertungsnummer: 3174749
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Armin Laschet hat es geschafft - allerdings nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. Statt Bundeskanzler wird er Bundespräsident und freut sich zunächst über das vermeintlich ruhigere Amt. Doch die neue Gelassenheit hält nicht lange an. Kaum hat er seinen Dienst im Schloss Bellevue angetreten, erfährt er von einem streng geheimen Geheimdienstzentrum tief unter dem Regierungssitz. Als Bundespräsident gehört es plötzlich zu seinen Aufgaben, Agenten an Orte zu bringen, an die sie offiziell gar nicht gehören.
Bevor er überhaupt begreifen kann, worauf er sich eingelassen hat, findet sich Laschet mitten in einer internationalen Verschwörung wieder. Gemeinsam mit einer Topagentin reist er um die halbe Welt, begegnet Staatsoberhäuptern, Royals, Filmstars und Musiklegenden und versucht herauszufinden, warum sich diese plötzlich vollkommen merkwürdig verhalten.
Mit „00-Laschet“ bleibt David Safier seinem bewährten Erfolgsrezept treu und liefert erneut eine herrlich verrückte Mischung aus Satire, Humor, Gesellschaftskritik und vollkommen überdrehter Unterhaltung. Wer bereits die Merkel-Romane des Autors mochte, wird sich auch hier schnell zuhause fühlen. Gleichzeitig besitzt die Geschichte genug Eigenständigkeit, um nicht wie eine bloße Kopie zu wirken. Die Grundidee ist völlig anders und entwickelt einen ganz eigenen Charme.
Schon die Ausgangssituation ist typisch Safier: eine absurde Prämisse, die eigentlich viel zu verrückt klingt, um zu funktionieren und die gerade deshalb so gut funktioniert. Ausgerechnet Armin Laschet wird zum Geheimagenten wider Willen und stolpert von einer Katastrophe in die nächste. Dabei gelingt es Safier hervorragend, die reale Person als Ausgangspunkt zu nehmen und daraus eine literarische Figur zu erschaffen, die deutlich sympathischer, nahbarer und liebenswerter wirkt, als viele sie aus der politischen Berichterstattung kennen dürften. Sein Laschet ist überfordert, gutmütig, manchmal tollpatschig, oft ratlos, aber immer bemüht, das Richtige zu tun. Dadurch entsteht eine Hauptfigur, mit der man überraschend gerne Zeit verbringt.
Besonders gelungen ist natürlich wieder der Humor. Safier setzt nicht auf einzelne große Gags, sondern feuert beinahe pausenlos Pointen ab. Mal sind es bissige Kommentare zur Politik, mal Anspielungen auf gesellschaftliche Debatten, aktuelle Entwicklungen oder mediale Aufgeregtheiten. Viele Spitzen sind herrlich überspitzt, treffen aber dennoch einen wahren Kern. Gerade diese Mischung aus Überzeichnung und Realität macht einen großen Teil des Reizes aus.
Der lockere Schreibstil trägt ebenfalls enorm zum Lesespaß bei. Die Kapitel lesen sich flüssig und leicht, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Safier versteht es ausgezeichnet, Szenen pointiert aufzubauen und genau im richtigen Moment die nächste absurde Wendung einzustreuen. Dadurch entsteht kaum Leerlauf. Stattdessen reiht sich ein skurriler Moment an den nächsten.
Auch das Setting sorgt für viel Abwechslung. Die Handlung beschränkt sich nicht auf Berlin, sondern entwickelt sich zu einer internationalen Agentengeschichte mit zahlreichen Ortswechseln, die immer wieder frischen Wind reinbringen. Kaum hat man sich an einen Schauplatz gewöhnt, geht es schon weiter zum nächsten verrückten Ereignis. Dadurch bleibt die Handlung jederzeit unterhaltsam und kurzweilig.
Natürlich sollte man bei einem Roman wie diesem keine realistische Agentengeschichte erwarten. Die Handlung ist bewusst überdreht, stellenweise völlig absurd und oft weit von jeder Wahrscheinlichkeit entfernt. Doch genau darin liegt ein großer Teil des Vergnügens. Gleichzeitig spielt Safier immer wieder mit dem Gedanken, dass vielleicht doch nicht alles so unmöglich ist, wie es zunächst erscheint. Wer weiß schließlich schon, was tatsächlich hinter verschlossenen Türen geschieht? Diese kleine Prise „Vielleicht könnte es ja doch sein“ verleiht der Geschichte zusätzlichen Reiz.
Darüber hinaus funktioniert der Roman auch atmosphärisch wieder hervorragend. Die Stimmung ist leicht, humorvoll und charmant, verliert aber nie völlig den roten Faden. Trotz aller Verrücktheit wirkt die Geschichte erstaunlich rund und stimmig. Die zahlreichen Gags stehen nicht einfach lose nebeneinander, sondern fügen sich in eine durchgängige Handlung ein, die bis zum Ende trägt.
Fazit
Insgesamt ist „00-Laschet“ genau das, was man von David Safier erwartet: intelligente Unterhaltung, die politische und gesellschaftliche Themen humorvoll verarbeitet, ohne belehrend zu wirken. Der Roman bietet abermals jede Menge Witz, Ironie, Satire und absurde Situationen, dazu eine sympathische Hauptfigur und viele gelungene Anspielungen auf die Gegenwart. Wer bereits Safiers Merkel-Romane mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen.
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