Produktbild: So voller Leben

So voller Leben Über meine Mutter | Die Bestsellerautorin schreibt über die bipolare Störung ihrer Mutter

1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

22117

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

2640 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644025950

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

22117

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

2640 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644025950

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    4/5

    10.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So voller Leben

    Was ist es nur, dass ich jetzt nach „Vaterlos“ von Thomas Medicus, „Mein Bruder Wolf“ von Lara Taveirne und dem großartigen „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ von Helene Bukowski schon wieder einen Roman in der Hand halte, der den Suizid eines Familienmitgliedes verarbeitet. Hatten die Verlage dieses Frühjahr einfach mehr davon in ihren Programmen, war meine Auswahl rein zufällig, oder stecken andere Gründe dahinter, die mir gerade verborgen sind. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mich auch Pascales Hugues‘ Erinnerungen und Spurensuche zum Leben und den Tod ihrer Mutter wieder sehr angerührt hat. Ähnlich wie Thomas Medicus in „Vaterlos“ beschränkt sich Hugues nicht nur auf eine persönliche und intime Geschichte, sondern erstellt gleichzeitig ein faszinierendes gesellschaftliches Porträt des vergangenen Frankreichs. Hugues Mutter Yvette wird 1929 im elsässischen Colmar geboren, erlebt den Zweiten Weltkrieg sowie die extremen Umbrüche, die die Region danach erfährt. Als erwachsene Frau durchlebt Yvette mehrfach manisch-depressive Psychosen, heute würde vermutlich die Diagnose bipolare Störung gestellt werden. Zu der Zeit, zu der ihre Symptome nicht mehr gesellschaftlich assimiliert werden können, und Yvette Behandlungen und „Erholung“ in Kliniken bedarf, sind psychische Erkrankungen noch mit großen Vorurteilen und mit sozialem Stigma belegt. „Die Depression war die Laune einer gelangweilten Bourgeoise, die nicht weiß, wie sie ihre Nachmittage verbringen soll, und zum Zeitvertreib eine Krankheit erfindet.“ Auch die junge Hugues erfährt als Kind und Jugendliche wenig von der Erkrankung der Mutter, erst viel später geht sie auf Spurensuche und recherchiert die Krankheits- und Lebensgeschichte ihrer Mutter. Sie findet eine lebenshungrige Frau, die schon als Kind in ein starres Korsett gezwungen wurde und sich nie wirklich frei entfalten konnte. Später, als junge Erwachsene, drängen sie Ehe und zwei Kinder in die nächste vorgegebene feste Rolle. Aber waren wirklich individuelle und gesellschaftliche Zwänge schuld an Yvettes psychischer Erkrankung und schließlich an ihrem Selbstmord. Hugues beschreibt die Umbrüche im Frankreich der 68er und wie sehr sich ihre Mutter für die feministische Bewegung engagierte. Ich finde diese Kapitel unglaublich interessant und super spannend angesichts von Entwicklungen in den letzten Jahren, die ich als Feministin zu beobachten glaube. Das Leben von Yvette, Hugues Mutter, endet unendlich traurig mit einer Verzweiflungstat und doch überwiegt in „So voller Leben“ nicht die Trauer. Sondern in Hugues Erinnerungen und Gedanken überwiegen die Liebe und die Lebensfreude, die Yvette genauso in ihr Umfeld gebracht hatte. Hugues schrieb „So voller Leben“ als sie bereits älter ist, als ihre Mutter jemals geworden ist. Und ich spüre förmlich wie ihr Text einen Raum für diese Frau gestalten soll und zwar nicht nicht als Mausoleum, sondern als lebendige Möglichkeit auch für uns, diese Frau und die Zeit in der sie gelebt hat kennenzulernen.

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