Sommer, Sonne, Gambas - so hat sich Katze Frau Merkel ihre dreimonatige Mallorca-Auszeit mit Kommissar Steinböck vorgestellt. Doch kaum auf der Insel, entdeckt sie im Nachbar-Bungalow einen Münchner YouTuber mit einer Kugel im Kopf. Comisario Ferrer aus Palma bittet Steinböck um Amtshilfe. Seine Spuren führen ihn vom Villenviertel bis in den Yachthafen von Palma. Als dort eine weitere Leiche aus dem Hafenbecken gefischt wird, ist es mit der Idylle endgültig vorbei - adiós Erholung, denn dieser Urlaub wird mörderisch spannend! Und Frau Merkel? Weiß mal wieder alles besser ...
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Spannender Katzenkrimi
Jürg K. am 19.02.2026
Bewertungsnummer: 3050793
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Sommer, Sonne, Gambas, so hat sich Katze Frau Merkel ihre dreimonatige Mallorca-Auszeit mit Kommissar Steinböck vorgestellt. Und dann liegt da plötzlich ein YouTuber mit einer Kugel im Kopf im Nachbarbungalow. Mallorca bleibt sonnig, warm, voller Leben und gleichzeitig ein Schauplatz, an dem sich menschliche Eitelkeiten, Gier und Geheimnisse entblättern. Was mich an Mallekatz sofort berührt, ist dieses Gefühl, dass Urlaub manchmal genau das Gegenteil von Erholung ist, vor allem, wenn man versucht, dem eigenen Leben zu entkommen. Steinböck und Frau Merkel reisen nach Mallorca, als wollten sie sich selbst beweisen, dass sie auch mal loslassen können. Aber schon die ersten Seiten zeigen, sie nehmen sich selbst mit. Ihre Eigenheiten, ihre Dynamik, ihre liebevolle Reibung. Comisario Ferrer ist ein herrlicher Gegenpol: mediterran, gelassen, aber mit einem wachen Blick, der zeigt, dass er Steinböck sofort durchschaut. Und dann ist da Frau Merkel. Sie ist nicht nur Sidekick, sie ist ein eigenes Naturereignis. Sie bringt Steinböck regelmäßig an den Rand des Wahnsinns. Aber genau in dieser Reibung liegt die Wärme des Buches. Als die zweite Leiche auftaucht, wird klar, dass hier jemand mit einer Botschaft unterwegs ist und dass Steinböck mitten hineingeraten ist, ob er will oder nicht. Die Spur führt in die glänzenden Fassaden eines Lebensstils, der oft mehr Schein als Sein ist. Diese Geschichte ist für jeden Leser ein sonniger, witziger, aber zugleich spannender Krimi, der zeigt, dass selbst im Urlaub die Wahrheit nicht schläft. Ein Roman, der warm ums Herz macht, ohne die Schatten zu ignorieren.
Amüsanter Krimi mit ernstem Hintergrund
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 23.05.2026
Bewertungsnummer: 3147114
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„…Willenlos ließ er sich zur Sauna führen. Fast liebevoll drückte sie ihn auf die Holzbank. […] Dann schloss sie die Tür hinter sich, schob den schweren Holzstuhl davor und klemmte ihn unter den runden Türknauf…“
Die Geschichte geht gleich heftig los. Der Autor hat wieder einen spannenden Krimi geschrieben. Der Schriftstil sorgt für den hohen Spannungsbogen, die Kommentare der Katze Frau Merkel für Humor und Sarkasmus.
Frau Merkel ist für drei Monate mit Steinböck auf Mallorca. Sie stammt ja von dort.
„…Wir sind schon sechs Wochen hier, und von meinen Vorfahren habe ich bisher niemanden getroffen…“
Frau Merkel dachte an Erholung, doch bei einem Spaziergang findet sie einen Toten mit einem Schuss im Kopf. Und der stammt ausgerechnet aus München und ist im Kommissariat kein Unbekannter.
„…Er hat ein hässliches Loch in der Stirn und reagiert nicht auf meine Krallen. Vielleicht täusche ich mich auch…“
Das Kommissariat in Palma ist chronisch unterbesetzt. Deshalb bittet Commissario Ferrer Steinböck, ihn zu unterstützen. Dabei stoßen sie auf zwei weitere Tote.
Die Geschichte liest sich sehr amüsant. Frau Merkel muss damit leben, dass die Pathologin aus Palma sie versteht. Sie stammt eigentlich aus der früheren DDR.
Der Fall allerdings gibt viele Rätsel auf. Immer wieder tauchen neue Fragen auf, obwohl die alten noch nicht beantwortet sind. Steinböck lässt Ilona und Phan aus München einfliegen.
Ganz nebenbei gestattet mir der Autor ab und an einen Blick in die Sauna, wo der Protagonist aus dem Prolog um sein Leben kämpft ohne die mindeste Ahnung, wem er das zu verdanken hat.
Am Ende wird alles logisch aufgeklärt.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten.
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