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Produktbild: Liefern

Liefern Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

69

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

14830

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3757 KB

Auflage

3. Auflage, 2026

Übersetzt von

Anne Birkenhauer

Sprache

Deutsch

EAN

9783608125962

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

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  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • ausführliche Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Verkaufsrang

14830

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3757 KB

Auflage

3. Auflage, 2026

Übersetzt von

Anne Birkenhauer

Sprache

Deutsch

EAN

9783608125962

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  • Hornita

    aus Augsburg

    4/5

    15.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Interessant mit Abschweifungen

    Mir hat gut gefallen, dass die Geschichten auf vielen verschiedenen Kontinenten und in vielen verschiedenen Städten spielen. Der Perspektivwechsel zu den Fahrern war bereichernd und hat die menschlichen Themen im Hintergrund eindrücklich beleuchtet. Ich fand es auch interessant, wie unterschiedlich die Anbieter und Apps in den verschiedenen Ländern gehandhabt werden. Einige Geschichten haben auf mich etwas unfertig und unvollendet gewirkt, da ich gerne mehr über die menschlichen Schicksale erfahren hätte und nicht nur das Schicksal der Lieferung, um die sich die Erzählung drehte. Die Verflechtung der verschiedenen Geschichten wird erst nach und nach klar, der Roman dreht sich nicht nur ums Liefern, sondern auch um die Lebensgeschichten, was mir gut gefallen hat. Gleichzeitig wird einem auch bewusst, wie viele Daten und Informationen die Lieferdienste über ihre Kunden haben, was nachdenklich macht. Das Ganze hat sich gut lesen lassen, war aber auch stellenweise etwas sehr abschweifend und zu ausführlich. Als Leser hätte ich es gut gefunden, die Zusammenhänge früher verstehen zu können und mehr Fokus zu haben. Daher vier Sterne von mir.

  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    14.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein lose gestrickter, wichtiger Roman mit Anspruch

    Tomer Gardi war mir zuvor kein Begriff und ich weiß auch nicht, ob ich seine zukünftigen Werke weiterverfolgen werde, obwohl „Liefern“ einen durchaus wertvollen Beitrag in der literarischen Welt darstellt. Sprachlich war er jedoch anspruchsvoll geschrieben und hat mir deshalb einiges an Fokus abverlangt. Die sechs Episoden hängen inhaltlich nicht wirklich zusammen, nehmen immer neue Menschen und Städte in den Blick. Lose verbunden werden sie durch etwas, das viel zu selbstverständlich zum modernen Stadtbild zu gehören scheint: die sogenannten Rider der diversen Lieferdienste. Was scheinbar ebenso selbstverständlich zu deren Arbeitsrealität gehört, thematisiert Gardi fast wie nebenbei in seinen essayhaften Texten. Ich mochte diesen nebensächlichen Anschein, der fast spielerisch die Realität hervorhebt. Hier mal schnell noch ein Essen bestellt, weil der Tag wieder zu wenige Stunden hatte, dort den Einkauf wegen des schlechten Wetters nach Hause bringen lassen - über die Personen, die diese Wege übernehmen, machen wir uns wohl nur in den seltensten Fällen wirklich Gedanken.

Genau dazu verleitet uns der Autor allerdings hier deutlich, ohne dabei allzu wertend zu sein. Manchen mag das zu schonend vorkommen, für mich war es ausreichend. Denn aus seinen Worten spricht sehr wohl eine kritische Komponente, die in mir stark resoniert hat. Über die kapitalistische Ausbeutung der Rider hat mensch vielleicht schon mal etwas gehört, Gardi gibt ihnen darüber hinaus aber auch ein interessantes Profil. Die Leben und Erfahrungen der Rider im Buch stehen für sich und sind so divers wie die Personen selbst. Ihr Beruf ist ein Teil dieser Leben, der gleichermaßen wichtig wie nebensächlich erscheint. So sehr ich die politische Dimension dieses Werks mochte, so herausfordernd fand ich den Sprachstil. Tomer Gardi erzählt alles andere als stringent, er springt nicht nur zwischen den einzelnen Episoden, sondern teilweise auch mittendrin von Figur zu Figur. Das erfordert ein aufmerksames Lesen und ich musste mich immer wieder zur Ordnung rufen, weil mein Gehirn versucht hat, den verbindenden roten Faden zwischen den Charakteren zu finden. Dass es ihn nicht so wirklich gibt und sie ein Teil ihrer Realität dennoch verbindet, fand ich ebenso faszinierend wie anstrengend. In den einzelnen Abschnitten konnte ich mich oft auch irgendwann einfinden in die Erzählung und für den hohen Anspruch liest sich der Text erstaunlich gut. Ich hätte mir allerdings trotzdem etwas mehr Zugänglichkeit und Präzision gewünscht bei einem wichtigen Thema wie diesem. Seine politische Schlagkraft entfaltet der Roman im Subtilen, was nicht verkehrt ist, mich aber dennoch überwiegend mit ein paar Fragezeichen zurücklässt.

  • Buechervorhersage

    aus Dortmund

    3/5

    10.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Wichtiges Thema, jedoch stilistisch nicht gut umgesetzt

    3,5 Sterne Ich habe zu dem Buch gegriffen, weil ich die Thematik der Ausbeutung von Essenslieferanten wichtig und interessant finde. Außerdem wollte ich mich in diesem Jahr erstmals an die Bücher der Longlist des Deutschen Buchpreises herantrauen. Bisher war ich immer durch die anspruchsvollen Themen und Schreibweisen sowie den weniger ansprechenden Covern davon abgeschreckt worden. Bei diesem Buch musste ich leider schnell feststellen, dass mir der Schreibstil nicht zusagt. Der Autor wiederholt gerne Sätze und Aussagen und springt ohne Ankündigung zwischen den verschiedenen Geschichten und Perspektiven hin und her, so dass es für mich schwierig war, mir ein Bild zu den einzelnen Perspektiven zu machen und sowohl die einzelnen Geschichten sowie das große Ganze zu betrachten. Noch dazu kam, dass mir die Emotionalität gefehlt hat, ich konnte mit den Schicksalen nicht mitfühlen, da sie so emotionslos erzählt werden. Außerdem habe ich mich zum Schluss noch gefragt, wie viel Roman und wie viel Sachbuch in der Geschichte stecken, kurzum die Frage: wie nah ist die Erzählung an der Realität. Hier hätte ich mir noch mehr Hintergrundinfos gewünscht. Insgesamt behandelt das Buch ein wichtiges Thema und gewährt interessante Einblicke, doch die Umsetzung trifft meinen Geschmack leider nicht.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    03.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Krass

    LIEFERN Tomer Gardi ET: 14.02.26 Tomer Gardi nimmt uns mit in die unterschiedlichsten Städte: nach Delhi, Tel Aviv, Berlin, Istanbul und Buenos Aires. Überall begegnen wir sogenannten „Riders“, Essenslieferanten, die unter enormem Zeitdruck durch die Straßen fahren. Ihre Arbeit wird von Bewertungen bestimmt, von denen nicht selten ihre Existenz abhängt. Ein Unfall, Stau oder ein defektes Fahrrad kann schnell zum Problem werden. In sechs Episoden erzählt Gardi von ganz unterschiedlichen Menschen, bei denen man zunächst kaum vermutet, was sie miteinander verbindet. Da ist Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist und als Lieferant arbeitet, um Geld für seine Frau und Tochter zu verdienen. In Berlin lernen die beiden Deutsch bei Nina, die für ein Austauschsemester nach Delhi reist und sich dort in den Argentinier Ramón verliebt. Und auch Istanbul und Buenos Aires werden Teil dieses großen Netzes aus Geschichten und Schicksalen. Fein spinnt Gardi seine Fäden und verknüpft die einzelnen Lebensgeschichten immer weiter miteinander. Dabei erzählt er von Migration, Ausbeutung und Rassismus, aber auch von Liebe, Familie und der Sehnsucht nach einem besseren Leben. Ein rasanter Roman über Menschen, die in einem globalisierten System ständig gegen die Zeit und um ihre Existenz kämpfen. Fazit: Tomer Gardi hat mit LIEFERN einen großartigen zeitgenössischen Roman geschrieben. Besonders gefallen hat mir, wie er die einzelnen Geschichten miteinander verwoben und erst nach und nach sichtbar gemacht hat, wie eng die Schicksale zusammenhängen. Mir wird dieses Buch bestimmt lange in Erinnerung bleiben und für mich völlig verdient auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026.

  • Eva

    5/5

    11.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Epos der Gegenwart über globale Ausbeutung und Menschlichkeit

    In Liefern schickt Tomer Gardi seine Held*innen auf zwei Rädern durch ein globalisiertes Ausbeutungssystem. Er entwirft ein anspruchsvolles, globales Netz aus Personen und Schauplätzen. Berlin, Tel Aviv, Istanbul, Delhi, Naivasha, Buenos Aires. Menschen in prekären Lebenssituationen. Da ist Filmon, er flüchtet aus Eritrea nach Tel Aviv. Ohne Arbeitserlaubnis arbeitet er unter falschem Namen als Lieferant. So geht es weltweit vielen. Angestellt von mafiösen Zwischenhändlern fahren sie in Delhi oder Berlin gegen die Zeit, die schlechten Online-Bewertungen, den Algorithmus. Sie sind überall, und sie werden kalkuliert ignoriert, entlarven den Komfort der Wohlstandsgesellschaft. Sie leuchten in Neonfarben, tragen den Globus als Kubus auf dem Rücken, arbeiten für Ratzfatz, Go Go, Şipşak, Foodiesya und IndieGo. Der Job ist hart und lebensgefährlich. Sie bilden Netzwerke, organisieren sich und können doch nichts ausrichten gegen das skrupellosen System, gegen die Online-Bewertungen, gegen die mitleidlose Ökonomie der digitalen Plattformen. Angestellt von erpresserischen Zwischenhändlern müssen die Boten in Delhi oder Istanbul immer gegen die Zeit fahren Tomer Gardis Stil ist einzigartig. Die Sprache ist direkt und klar, angereichert mit den multilingualen Biegungen seiner Protagonist*innen, poetisch, intelligent, witzig, kreativ und eigenwillig brüchig. Der Text lebt, vibriert wie die Straßen der Metropolen, spiegelt die blanke Ungerechtigkeit hinter Firmen, die sich an Migration und dem verletzlichen Status emigrierter Menschen bereichern. Ein auf hebräisch verfasster Texttteil in der Mitte des Romas wurde von Anne Birkenhauer übersetzt. Tomer Gardi wollte Geschichten erzählen. Er hat für seinen Roman in allen Städten Lieferant*innen interviewt, ihre Erzählungen in sein Gegenwartsepos einfließen lassen. Organisch, komisch, und herzzerreißend menschlich gelingen die vielfältigen Charaktere, kommen beim Lesen ganz nah, werden zu überraschend realen Figuren. Sie alle haben Ängste und Sorgen, erleben Peinliches und Absurdes, krümmen sich unter langen Arbeitstagen, lachen, sinnieren und helfen einander. Liefern spielt mit Leseerwartungen und Erzählperspektiven. Es ist kosmopolitisch und dabei sehr nah am Individuum. Es erzählt von Einsamkeit und dem Wunsch, anzukommen, fängt gegenwärtige politische Miseren und macht daraus eine brandaktuelle, leichtfüßige und tiefsinnige globale Erzählung. Das ist brillant.

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