Eine Stadt in Angst und Schrecken Ein Kriminalroman
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.11.2025
Verlag
BoD – Books on DemandSeitenzahl
140
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,1 cm
Gewicht
213 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-695-13561-5
Die Mutter des Säuglings konnte sie aber auch nicht sein, dazu war sie zu alt. Vielleicht hat die richtige Mutter den Säugling auf der Bank abgelegt, weil sie dachte, wegen der mangelnden Lebensmittel das Kind nicht ausreichend ernähren zu können. Es gab auch die Möglichkeit, dass die alte Frau das ungewollte Kind ihrer Tochter auf die Bank vor dem Kloster legte. Letztlich war es nicht unwahrscheinlich, dass eine Prostituierte aus dem Umkreis die Verhütung vergessen hatte, und das Kind wegen ihrer speziellen Arbeit nicht behalten konnte. Ob der Säugling wirklich auf der Bank lag, oder die abgebende Frau es nur behauptete, um weiteren Fragen zu entgehen, war nicht sicher.
Es wurde zwar eine Suche nach der Mutter durchgeführt und man interessierte sich dabei für eine noch vor kurzer Zeit schwangere Frau, die aber jetzt kein Kind hat. In der gesamten Nachbarschaft um das Kloster wurde die Mutter gesucht, aber nicht gefunden. Systematisches Suchen und Befragen der Bewohner in den großen Wohngebäuden und in den kleineren Einzelhäusern dauerte lange, führte aber nicht zu einem Ergebnis. Dabei vergaß man auch nicht, die Gebiete zu durchsuchen, wo sich Prostituierte in der Regel aufhalten. Nach langer Suche trat die Vermutung auf, die Frau mit dem Säugling ist vielleicht aus einem anderen Ort, fernab von Kielce gekommen. Man würde sie nie finden.
In der Stadtzeitung wurde ein Bild des Säuglings abgedruckt. Unter dem Bild stand geschrieben, wo man den Säugling gefunden, wie groß er ist und wie er angezogen war, als man ihn fand. Außerdem war die Adresse der Polizeistation angegeben, wo man sich melden sollte, wenn man etwas zu der Geschichte erzählen konnte. Niemand meldete sich. Alles Suchen blieb ohne Erfolg. Die Polizei musste auch wieder zu ihrer eigentlichen Tätigkeit zurückkehren. Dort hatten sich die Fälle in Aktenordnern gestapelt, weil die komplette Polizei-Mannschaft bis auf zwei Bereitschaftspolizisten auf der Suche nach der Mutter des Säuglings war.
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