Alle sieben Jahre blüht der Wald. So auch 1940 bei der Geburt von Babette Koller in einem Bergbauernhof oberhalb von Berchtesgaden. Seitdem ist ihr Leben eng mit dem Rhythmus der Natur verbunden.
Immer wenn der Wald blüht, nimmt Babettes Leben eine entscheidende Wende.
Von der Mutter gedrängt, heiratet sie mit 21 in eine angesehene Familie, obwohl sie einen anderen liebt. Nur ihrer kleinen Tochter Anna zuliebe fügt sie sich 14 Jahre in eine Ehe, die ihr kaum Freiraum lässt. Ganz anders ihre Schulfreundin Burgi, die früh der Enge ihres Elternhauses entflieht und ihrem Drang nach Freiheit unbeirrt folgt. Beide Frauen zahlen einen hohen Preis, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber sie gehen konsequent ihren Weg.
Zwei ergreifende Frauenschicksale.
Ein uraltes Handwerk.
Ein Leben im Einklang mit der Natur.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
8 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
In den Bergen wohnt die Freiheit
Ele aus xxx am 24.05.2026
Bewertungsnummer: 3147742
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Im Jahr der Waldblüte, Familiensaga, EBook, dtv Verlag
Zwei ergreifende Frauenschicksale.
Babette und Burgi sind Freundinnen, sie wurden in den frühen 40er Jahren im Berchtesgadener Land geboren. Babette beugt sich dem willen ihrer Mutter und heiratet in eine angesehene Berchtesgadener Familie, Während Burgi dem ihr angedachten und von den Eltern ausgesuchten, um einige Jahre älteren Mann verschmäht und von daheim flüchtet. Beide Frauen zahlen einen hohen Preis um ein eigenständiges Leben zu führen, doch entgegen aller Widerstände halten sie an ihrem selbstbestimmten Leben fest.
Als Babette geboren wird blühte der Wald und immer wieder, wenn bedeutende Wendungen in ihrem Leben anstanden, hat der Wald geblüht. Bettina Seidl kann hervorragend erzählen, über das Leben im Einklang mit der Natur, über das harte und schwierige Leben in vergangener Zeit, auf einem Einödhof, hoch in den Bergen, gerade für Frauen. Bildhaft schildert sie über die traditionelle Arbeit im Berchtesgadener Land. Spanschachteln zu bemalen, über das Imkern, das Gärtnern und das Versorgen der Familie, die Stellung einer verheirateten Frau. Dazu im Gegensatz, das Leben von Burgi, in einer großen Stadt als junges Mädchen, ohne Angehörige, die als Krankenschwester großstädtisch und alleinstehend ihr Leben lebt.
Das Buch handelt von einer großen Liebe die niemals erfüllt wird, das war sehr emotional und traurig. Mich hat das Schicksal beider Frauen zutiefst berührt, ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich keine Stelle gefunden habe, an der ich es aus der Hand legen wollte. Der Roman besteht aus 74 Kapiteln, in mehreren Zeitebenen, jedes Kapitel ist mit Zeitangabe versehen, damit der Leser den Überblick nicht verliert. Schwer getan habe ich mich mit den Frauen in Babettes Familie, immer wieder musste ich überlegen wer nun Mutter Oma oder Tochter ist, mit der Zeit konnte ich mich jedoch orientieren, und Babette erst als Mädchen, dann als Frau und später als Oma einordnen. Dazwischen immer wieder Kapitel mit der Überschrift „heute“. Den Übergang von damals in die Gegenwart, den hat die Autorin gefühlvoll und authentisch erzählt. Neuerungen, vom Kohleherd zum elektrischen Herd. Kleidung, Fahrzeuge, Fremdenverkehr, die Entwicklung um Berchtesgaden ist nachvollziehbar und interessant geschildert. Dazu passt auch, wie sich die bemalten Spanschachteln mit der Zeit verändert haben.
Die Figuren sind so echt geschildert, man meint sie persönlich zu kennen. Leni Babette und auch Rosa, die sind mir so lieb geworden, vor allem Babette wie sie konsequent ihr Leben gemeistert hat, hat mir viel Hochachtung abverlangt. Dagegen Irmingard, die die böse Schwiegermutter gibt, mit ihrer gesamten Familie, haben mich mitunter sehr zornig gemacht.
Ich habe schon die Dorflehrerin-Bücher von Seidl, die in der gleichen Gegend spielen, genossen. Diese beschriebene Region ist mir selber lieb und vertraut. Genauso wunderschön, wild und atmosphärisch hat die Autorin, die Landschaft ihre Heimat, bildhaft dargestellt. Das prägt auch den Charakter der Handelnden.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung
Eine sehr berührende Geschichte
Shilo aus Ulm am 17.03.2026
Bewertungsnummer: 3079967
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Auf einem Bergbauernhof über Berchtesgaden wächst Babette Koller auf. Ihr Leben ist eng mit der Natur verbunden, und der Rhythmus des Waldes prägt viele Momente. Alle sieben Jahre blüht der Wald und dieses seltene Ereignis zieht sich durch ihr Leben und gibt der Geschichte einen besonderen Rhythmus.
Die Familie stellt klare Erwartungen, und Babette heiratet mit einundzwanzig in eine angesehene Familie, obwohl sie eigentlich einen anderen liebt. Vierzehn Jahre lebt sie in dieser Ehe, vor allem für ihre Tochter Anna. Ganz anders macht es ihre Freundin Burgi. Sie verlässt früh das Elternhaus und geht ihren eigenen Weg. Das macht sichtbar, wie sehr Lebenswege auseinandergehen können.
Die Geschichte spielt in der Bergwelt. Der Alltag auf dem Hof, die Arbeit und ein altes Handwerk werden so beschrieben, dass alles glaubwürdig wirkt. Man spürt, wie eng Arbeit, Natur und Tradition verbunden sind.
Besonders auffällig wird das Motiv der Waldblüte im Verlauf der Geschichte. Immer wenn der Wald blüht, entstehen Wendepunkte in Babettes Leben. Dieses Bild verbindet die einzelnen Lebensabschnitte miteinander und prägt den Verlauf der Geschichte.
Der Roman erzählt alles ruhig und ohne große Dramatik. Viele Szenen wirken nah am Leben, weil sie zeigen, wie schwer es manchmal ist, eigene Wünsche und die Erwartungen anderer unter einen Hut zu bringen. Die Figuren entwickeln sich glaubwürdig, und die Bergwelt verleiht der Geschichte eine besondere Stimmung. So entsteht eine berührende Geschichte über Mut, Entscheidungen und den Wert von Freiheit. Für diese einfühlsam erzählte Geschichte gebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Leserinnen, die Interesse an historischen Frauenleben haben.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.