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Sister, Sister Roman. Ein Roman, der lange nachhallt: Über Schwestern, Entfremdung, Nähe und den Mut, neu zu beginnen

38

17,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,5/13,6/2,7 cm

Gewicht

385 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage 2026

Übersetzt von

Svantje Volkens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0057-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,5/13,6/2,7 cm

Gewicht

385 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage 2026

Übersetzt von

Svantje Volkens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0057-8

Herstelleradresse

Pola
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: vertrieb@luebbe.de

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  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    19.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Außergewöhnliches Buch über so manche Verdrängungen

    Achtung: nicht vom Klappentext täuschen lassen! Dieses Buch ist anders, als der Text vermuten lässt, es ist tiefgründig, größtenteils irreführend und einfach außergewöhnlich! Angekündigt wird, dass es sich um die Beziehungsentwicklung zweier Schwestern handelt. Nun, das ist tatsächlich so, aber wirklich ganz anders, als man sich erwarten würde. Da ist ein elendslanger Abschiedsbrief von Protagonistin Sigrid, sie schildert detailliert, weshalb sie ihrem Leben ein Ende setzen will. Das Leben in einer einengenden Kleinstadt, ihre Beziehung zu einer Frau, das harsche, kalte Elternhaus, das alles sind Gründe nicht mehrweiterleben zu wollen. Aber der Brief wird lang, monatelang, Sigrid lebt weiter, reflektiert über ihr unbefriedigendes Leben, aber auch über das, was sie noch an ihrer Existenz hält. Ihre Schwester Margit ist die Gute, ist die, die es aufs College geschafft hat und die Familie mit Stolz versorgt, wohingegen Sigrid alles in den Sand gesetzt hat. So ist die Erzählung des Abschiedsbrief, der sich aber im Laufe des Buches als nichts als ein Konstrukt herausstellt. Näheres kann nicht verraten werden, ohne einen schwerwiegenden Spoiler zu fabrizieren. Emily R. Austin führt die Lesenden wahrlich gekonnt in die Irre. Wahrheiten stellen sich als Lügen heraus, bis zum Schluss ist nicht klar, was fiktive Realität ist und was nicht. Äußerst gelungen sind die Perspektivwechsel und die Unterteilung des Romans. Wir lesen Sigrids Abschiedsbrief, er ist in insgesamt zwanzig Versuche untergliedert, bis uns der nächste Abschnitt mit "Die Wahrheit" erwartet. Diese entpuppt sich aber als Wahrheitsempfinden, die vor Selbstignoranz und Verdrängung nur so trieft, bis uns schließlich der letzte Teil namens "Sigrid" ganz neue Blickwinkel eröffnet. Das klingt kryptisch? Ist es auch, denn die volle Wahrheit, die es in Wahrheit gar nicht gibt, denn alles ist immer nur Selbst- und Fremdwahrnehmung, Ein wenig bleibt im Unklaren, aber einen weiteren Pluspunkt bekommt der Roman, denn es wird alle Unklarheiten aufgelöst und zwar äußerst elegant und ohne Aufdringlichkeit. Das ist ein Talent, was meines Erachtens nicht vielen Schriftstellerinnen vergönnt ist. Diese tiefgründige Verstrickung von Lüge und Wahrheit, Schein und Sein, Existenz und Nichtexistenz ist schon eine sehr außergewöhnliche Herangehensweise, wie man die Beziehung oder Nichtbeziehung zweier Schwestern aufdröseln kann. Ich persönlich habe derart noch nie gelesen und bin sehr begeistert, auch wenn ich kritisch anmerken muss, dass der Klappentext uns vortrefflich in die Irre führt. Aber irgendwie passt das auch zu dieser ganz eigen konstruierten Familiengeschichte, die tief in die Einengungen von konservativen Kleinstädten blicken und die einen wünschen lässt: lasst doch bitte Menschen so sein, wie sie sind!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Margit & Sigrid

    Die Schwestern Sigrid und Margit waren sich nie nah und dennoch haben sie eine gewisse Verbindung. Sie finden erst spät wieder zu einander, nach einem einschneidenden Erlebnis. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Roman. Erst war ich durch den ungewöhnlichen Aufbau sehr abgeschreckt, aber die beschriebenen Gedanken haben mich sehr gerührt. Sie geben Einblick in das Erwachsenwerden, die ich eigentlich fast genau so gedacht habe. Die uns zeigen, dass Kknder viel zu schnell aus dem Kindsein gerissen werden. Auch der Plot fand ich sehr gelungen! Einige Situationen haben mich berührt, als die Familie unerwartet zusammenhält, trotz aller Streits. Ein wirklich tolles und ungewöhnliches Buch.

  • Loly/ Book-Souls

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    01.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ratten auf dem Jahrmarkt

    Zum Inhalt: In ihrer Kindheit stellten sich die Schwestern Sigrid und Margit gemeinsam der Kälte ihres Elternhauses. Als jedoch Sigrid jedoch ihren Abschluss nicht schaffte und mit ihrer besten Freundin auf der Suche nach einem Zugehörigkeitsgefühl durch die Kleinstadt zog und Margit für das College die Stadt verlässt, änderte sich die Beziehung der Schwestern. Während Margit Ordnung und Kontrolle bevorzugt, weiß Sigrid nicht, wo sie hingehört, und hat das Gefühl, dass sie einander nicht mehr verstehen. Erst ein tragisches Ereignis bringt die beiden dazu, sich der Wirklichkeit und der Frage, wer sie eigentlich sind, zu stellen und sich wieder anzunähern. Mein Eindruck: Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Premierenlesung lesen und wusste nicht genau, was mich erwarten würde. Als ich das Buch aufschlug und die Triggerwarnung las, befürchtete ich, dass es ein trauriges Buch werden würde – doch ich lag falsch. „Sister Sister” ist in drei größere Bereiche gegliedert, was mir wirklich gut gefallen hat, da dadurch mehrere Perspektiven auf das Leben von Margit und Sigrid geboten werden. Im gesamten Buch finden sich kurze Tagebucheinträge oder Briefe, in denen sich die beiden Schwestern mit unterschiedlichen Erlebnissen oder Gedanken auseinandersetzen. Der Schreibstil ließ sich gut lesen und durch die kurzen Abschnitte hatte ich den Eindruck, schnell voranzukommen. An manchen Stellen bin ich über etwas bizarre Analogien gestolpert, die mich jedoch nicht wirklich gestört haben. Sigrid und Margit haben keine optimale Schwesternbeziehung und sind unter weniger erfreulichen Bedingungen aufgewachsen. Mit dieser Geschichte hat Emily Austin aufgezeigt, in welche Richtung sich Kinder entwickeln können, die in einem von Gewalt und Streit geprägten Haushalt aufwachsen, und sie hat die Vor- und Nachteile des Kleinstadtlebens beleuchtet. Sigrid und Margit sind beide spannende und komplexe Charaktere, denen ich gerne zugehört habe. Sie sind sich ähnlicher, als ich erwartet hatte. Kurz dachte ich sogar, dass sie ein und dieselbe Person wären, doch dem war nicht so. Was den eigentlichen Wendepunkt der Handlung anbelangt, so habe ich ihn nicht kommen sehen und mich sehr darüber gefreut. Emily Austin hat eine äußerst runde Geschichte geschrieben, in der einige Elemente regelmäßig auftreten oder sich auf bestimmte Ereignisse mehrmals bezogen wird, ohne repetitiv zu sein. Ich bin nur wenige Jahre älter als die Schwestern und finde, dass man sich als junge Erwachsene in manchen Sorgen und Problemen gut verstanden fühlt. Es hatte zum Teil auch eine melancholische Wirkung auf mich, wenn es um die Kindheit ging. Mir haben die philosophischen Passagen gut gefallen, die Austin in die Geschichte eingebaut hat. Obwohl es nur kurz war, fand ich es gut, dass sie wichtige und ernsthafte Themen, wie Psychotherapie in ihr doch recht verspieltes Buch eingebunden hat. „Sister Sister” hat mich positiv überrascht. Es ist intelligent, humorvoll und reflektiert das Erwachsenwerden mit all seinen Höhen und Tiefen. Ich kann es wärmstens empfehlen – zumindest für diejenigen, für die die Triggerwarnung kein Problem darstellt.

  • Bewertung

    4/5

    21.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Naja

    Sigrid und Margit sind Schwestern. In ihrer Kindheit haben sie sich noch etwas verstanden, im Erwachsenenalter entfernen sie sich immer mehr voneinander. Während Margit ihr Leben scheinbar gut meistert, kämpft Sigrid mit Einsamkeit und zweifelt an sich selbst. Die Kindheit der beiden war schwierig, doch gehen beide unterschiedlich damit um. Nach einem tragischen Ereignis müssen sie wieder in Kontakt treten und beginnen sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Eine schonungslos ehrliche Geschichte über Familie und psychische Gesundheit. Lange wusste ich nicht was das Buch mit mir vor hat. Begonnen wird mit den 21 Versuchen von Sigrids Abschiedsbrief. Ein Einblick in ihre Gefühlswelt, Rückblicke in die Vergangenheit. In diesem Abschnitt gab es einige Wiederholungen und er wirkte für mich auch etwas durcheinander. Danach wurde das Buch für mich besser. Der Schreibstil hat mir dann richtig gut gefallen. Feinfühlig verbindet Emily Austin sehr ernste Themen mit trockenem Humor. Dadurch wirkt das Buch nicht sehr dramatisch, sondern sehr authentisch. Sigrid ist vielschichtig beschrieben, Margit blieb eher nebensächlich . Die Schwestern müssen sich mit sich auseinandersetzen. Das hätte für mich gern noch ausführlicher geschrieben werden können. Insgesamt ein kluges und berührendes Buch. Unbedingt sehr aufmerksam lesen. Das ist nichts für nebenbei.

  • Bewertung

    4/5

    15.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Kann man dieser Erzählerin trauen?

    "Ich versuche, positive Erinnerungen aufzuschreiben, damit ihr euch gut fühlt, aber ich schieße ständig am Ziel vorbei. Irgendetwas Trübes schleicht sich immer ein." Stell dir vor, deine Schwester möchte nicht mehr leben. Und weil sie wenige gut schreiben kann als du, bittet sie dich in ihrem Abschiedsbrief selbigen zu überarbeiten. Und du tust es. Du schreibst und schreibst und schreibst, in dem verzweifelten Versuch, der Sinnlosigkeit einen Sinn zu verleihen. Das ist der Rahmen von Emily R. Austins herausforderndem Roman "Sister, Sister". In einundzwanzig Versuchen versucht Sigrid (oder ihre Schwester?), den Hinterbliebenen zu erklären. warum ihr Tod gar nicht zu bedauern ist und dass sie ein gutes Leben gelebt habe. Doch mit Anfang zwanzig geht es nicht mehr. Das hat zahlreiche Gründe, unter anderem den Verlust der Kindheit und der Fantasie oder das Gefühl, mit dem Leben nicht mehr zurecht zu kommen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über den Inhalt verraten, denn "Sister, Sister" lebt von Überraschungen. Die liegen weniger in der Handlung selbst, als in der grandiosen Idee hinter dem Roman begründet: Wir haben es mit einer im doppelten Sinne unzuverlässigen Erzählerin zu tun und mit zwei (oder sogar drei?) Erzählstimmen, die sich aber nicht gleich als solche zu erkennen geben. Schon im ersten Teil von Sigrid wird dem Lesenden schnell klar, dass nicht alles stimmt, was da steht. Denn schon im nächsten Kapitel dreht die Verfasserin den Lesenden eine lange Nase: Ha, alles nur ausgedacht. So ist es doch nicht. Was denn dann stimmt, möchte man wissen. Was ist denn nun der Grund? Austin gelingt es, ihre Leser mit der Frage nicht allein zu lassen. In späteren Buchteilen erfährt der Lesende einige Hintergrundinformationen, die helfen, dass Puzzle Stück für Stück zusammenzusetzen und sich ein Bild zu machen. Hier steht dann vor allem das Aufwachen in instabilen Familien in einer konservativen Kleinstadt im Vordergrund. Inhaltlich ist diese Erklärung vielleicht nicht neu, aber ihre literarische Umsetzung ist innovativ. Leider hat das Buch aber gerade zu Beginn ein paar Längen. Wenn man noch nicht genau weiß, was man da liest, sind die zahlreichen Reflexionen von Sigrids Leben recht kontext los. Oft habe ich mich in den ersten Kapiteln gefragt, was die Autorin da eigentlich erzählen will. Aus diesem Grund bin ich auch eher schlecht in den Roman hineingekommen. Das Durchhalten hat sich aber gelohnt.

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