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Walküre Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.02.2026

Verlag

Leykam

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/2,8 cm

Gewicht

406 g

Farbe

Goldfarben / Rost

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8395-1

Beschreibung

Rezension

»Ich finde, dass Daniel Zipfel mit Walküre ein Buch geschrieben hat, das ist wie der Wassertropfen, in dem sich die ganze Welt spiegelt.« — Liane Billerbeck, DLF Kultur
»Schonungslos und punktgenau hält Daniel Zipfel unserer Gesellschaft einen Spiegel vor.« — Michael Stavarič
»Das liest sich ernsthaft und gleichzeitig unangestrengt.« — Juliane Fischer, FALTER
»Parallelmontage, gute Dialoge und aufregende Plot Twists.« – Juergen Weber, Literaturhaus Wien
»"Walküre" stellt an entscheidender Stelle die richtigen Fragen [...].« — Martin Pieper, FM4
»unglaublich differenziert geschrieben [...]. Ein großartiges Buch, für mich eines der besten Bücher dieses Frühjahrs« — Johannes Kößler
»Die "Walküre" ist ein ganz starkes Stück Literatur und ein Beweis dafür, wie sehr sie sich dafür eignet, gesellschaftliche Probleme aufzugreifen und in Bilder und Geschichten zu übersetzen, die sich nicht so einfach verdrängen lassen wie bloße Zahlen.« Wolfgang Huber-Lang, APA
»Der Autor versteht es einzigartig Mikro- und Makrogeschichte in einem lebensnahen Plot zu verweben und situativ zu verdichten wie gesellschaftlich einzuordnen.« — Walter Pobaschnig 

Produktdetails

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.02.2026

Verlag

Leykam

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/2,8 cm

Gewicht

406 g

Farbe

Goldfarben / Rost

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8395-1

EU-Ansprechpartner

Leykam Buchverlagsges.m.b.H. & Co. KG
Lichtenauergasse 1/8
1020 Wien
AT
office@leykamverlag.at

Herstelleradresse

Leykam Buchverlagsges.m.b.H. & Co. KG
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT
office@leykamverlag.at

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Sehr empfehlenswert

beavielleser aus Bayreuth am 08.06.2026

Bewertungsnummer: 3161984

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Benjamin arbeitet 2015 in einer Beratungsstelle für Flüchtling. Er kämpft täglich gegen die Empathielosigkeit im Alltag der Behörden an. Als er den Fall eines Syrers von seinem Kollegen übernimmt, setzt er sich sehr für diesen ein, doch dann gibt es Hinweise auf Kriegsverbrechen, die er begangen haben soll. Nun ist Benjamin gezwungen sein Tun und Denken zu hinterfragen. Zeitgleich findet er bei seiner Großmutter einen Karton mit alten Dokumenten. Was er da über seine Großeltern erfährt, macht ihm zusätzlich schwer zu schaffen. Benjamin's Zwiespalt wird vom Autor glaubwürdig dargestellt, wem soll er glauben? Ein Buch mit Tiefgang, das kritisch mit dem Thema Asylrecht umgeht und auch die Überforderung der Behörden aufzeigt. Die Szenen, die in der Vergangenheit spielen, waren nicht immer einfach zu lesen, da sie die Gräueltaten der Nazis sehr deutlich schildern.

Sehr empfehlenswert

beavielleser aus Bayreuth am 08.06.2026
Bewertungsnummer: 3161984
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Benjamin arbeitet 2015 in einer Beratungsstelle für Flüchtling. Er kämpft täglich gegen die Empathielosigkeit im Alltag der Behörden an. Als er den Fall eines Syrers von seinem Kollegen übernimmt, setzt er sich sehr für diesen ein, doch dann gibt es Hinweise auf Kriegsverbrechen, die er begangen haben soll. Nun ist Benjamin gezwungen sein Tun und Denken zu hinterfragen. Zeitgleich findet er bei seiner Großmutter einen Karton mit alten Dokumenten. Was er da über seine Großeltern erfährt, macht ihm zusätzlich schwer zu schaffen. Benjamin's Zwiespalt wird vom Autor glaubwürdig dargestellt, wem soll er glauben? Ein Buch mit Tiefgang, das kritisch mit dem Thema Asylrecht umgeht und auch die Überforderung der Behörden aufzeigt. Die Szenen, die in der Vergangenheit spielen, waren nicht immer einfach zu lesen, da sie die Gräueltaten der Nazis sehr deutlich schildern.

Verzweiflung zwischen Aktendeckeln: Berührender, hochaktueller Roman

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 11.02.2026

Bewertungsnummer: 3042537

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Walküre“ von Daniel Zipfel ist ein anspruchsvoller Gegenwartsroman, der mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die Geschichte spielt 2015, inmitten der chaotischen Fluchtbewegung. Der Protagonist Benjamin, beruflich Jurist in einer Asylrechtsberatung, holt gerade seine energische, aber leicht demente Oma aus Deutschland nach Wien; sie ist die titelgebende „Walküre“ mit einer fragwürdigen politischen Vergangenheit. Ben ist geschieden, hatte kürzlich eine Auszeit wegen psychischer Überlastung. Auch aktuell kann er sich schwer abgrenzen von den Schicksalen seiner Klienten.   „Die Schlaflosigkeit war furchtbar. Müde zu sein, todmüde, trotzdem nur dazuliegen, sich von einer Seite auf die andere zu wälzen und keinen Schlaf zu finden, an die Decke zu starren und auf die Wand, auf die Dunkelheit vor und hinter den Augen. Und gleichzeitig die Angst davor, einzuschlafen. Im Schlaf, im Traum kam nämlich alles zurück, aber unkontrolliert, ungefiltert, und man hatte nicht einmal die Mauern der Vernunft zwischen sich und all den Dämonen, die ungehindert losstürzten. Während des Krankenstands war es besser geworden mit dem Schlafen, da waren die Geschichten der Klienten weit weg, all die toten Verwandten, die detaillierten Schilderungen und die Foltergutachten. ‚Abgrenzungsproblematik‘ hatte es die Teamleiterin genannt. Ich müsse an der professionellen Distanz arbeiten, alles andere beeinträchtige, verunmögliche meine Tätigkeit als Berater. ‚Wir tanzen alle am Abgrund“, hatte Milena gesagt.“   Dem ehemaligen Dolmetscher seines Vereins, einem Syrer, werden Kriegsverbrechen vorgeworfen, was seinen Aufenthaltsstatus gefährdet. Ben möchte ihm helfen, gerät aber in ein moralisches Dilemma. Sein Klient versteht sich bestens mit seiner immer pflegebedürftiger werdenden Oma, für die es keinen Platz im Heim gibt. Kann Ben belastende Wahrheiten verschweigen?   Gleichzeitig muss Ben sich mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinandersetzen. Es wurde nie geredet über das Leben seiner Großeltern damals im Nationalsozialismus, und das Schweigen setzt sich bis in die Gegenwart fort: „‘Es wundert mich nicht, dass in deiner Familie über so etwas nicht geredet wird.“ […] „Das ganze Schweigen. Hinter Schweigen gibt es immer noch mehr, immer etwas, was dahintersteckt. Wie bei den Antragstellern.“   Man merkt, dass der Autor selbst einen juristischen Hintergrund im Bereich Asylrecht hat; einerseits kam das dem Roman zugute, andererseits sind manche rechtliche Passagen für Leser*innen ohne Vorwissen schwer zu erschließen. Dennoch sie die bürokratischen Vorgänge sowie die (leider immer noch aktuellen) Missstände und Überlastungen im Asylsystem schmerzhaft authentisch dargestellt. „All ihre Verzweiflung, die Angst und die Emotionen wurden hier zwischen Kartondeckel gefügt.“   „Walküre“ ist ein berührender, kluger Roman über Verantwortung, Schuld und familiäre Altlasten, der sicher noch lange in mir nachhallen wird. Daniel Zipfel schafft es, bei diesen ernsten Themen Tiefgang mit Leichtigkeit zu kombinieren, auch wenn das Lesen stellenweise wirklich weh tut, gerade auch bei den Passagen aus der Vergangenheit.   Von mir bekommt „Walküre“ eine ganz klare Leseempfehlung!   Vielen Dank an den Leykam Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Verzweiflung zwischen Aktendeckeln: Berührender, hochaktueller Roman

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 11.02.2026
Bewertungsnummer: 3042537
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Walküre“ von Daniel Zipfel ist ein anspruchsvoller Gegenwartsroman, der mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die Geschichte spielt 2015, inmitten der chaotischen Fluchtbewegung. Der Protagonist Benjamin, beruflich Jurist in einer Asylrechtsberatung, holt gerade seine energische, aber leicht demente Oma aus Deutschland nach Wien; sie ist die titelgebende „Walküre“ mit einer fragwürdigen politischen Vergangenheit. Ben ist geschieden, hatte kürzlich eine Auszeit wegen psychischer Überlastung. Auch aktuell kann er sich schwer abgrenzen von den Schicksalen seiner Klienten.   „Die Schlaflosigkeit war furchtbar. Müde zu sein, todmüde, trotzdem nur dazuliegen, sich von einer Seite auf die andere zu wälzen und keinen Schlaf zu finden, an die Decke zu starren und auf die Wand, auf die Dunkelheit vor und hinter den Augen. Und gleichzeitig die Angst davor, einzuschlafen. Im Schlaf, im Traum kam nämlich alles zurück, aber unkontrolliert, ungefiltert, und man hatte nicht einmal die Mauern der Vernunft zwischen sich und all den Dämonen, die ungehindert losstürzten. Während des Krankenstands war es besser geworden mit dem Schlafen, da waren die Geschichten der Klienten weit weg, all die toten Verwandten, die detaillierten Schilderungen und die Foltergutachten. ‚Abgrenzungsproblematik‘ hatte es die Teamleiterin genannt. Ich müsse an der professionellen Distanz arbeiten, alles andere beeinträchtige, verunmögliche meine Tätigkeit als Berater. ‚Wir tanzen alle am Abgrund“, hatte Milena gesagt.“   Dem ehemaligen Dolmetscher seines Vereins, einem Syrer, werden Kriegsverbrechen vorgeworfen, was seinen Aufenthaltsstatus gefährdet. Ben möchte ihm helfen, gerät aber in ein moralisches Dilemma. Sein Klient versteht sich bestens mit seiner immer pflegebedürftiger werdenden Oma, für die es keinen Platz im Heim gibt. Kann Ben belastende Wahrheiten verschweigen?   Gleichzeitig muss Ben sich mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinandersetzen. Es wurde nie geredet über das Leben seiner Großeltern damals im Nationalsozialismus, und das Schweigen setzt sich bis in die Gegenwart fort: „‘Es wundert mich nicht, dass in deiner Familie über so etwas nicht geredet wird.“ […] „Das ganze Schweigen. Hinter Schweigen gibt es immer noch mehr, immer etwas, was dahintersteckt. Wie bei den Antragstellern.“   Man merkt, dass der Autor selbst einen juristischen Hintergrund im Bereich Asylrecht hat; einerseits kam das dem Roman zugute, andererseits sind manche rechtliche Passagen für Leser*innen ohne Vorwissen schwer zu erschließen. Dennoch sie die bürokratischen Vorgänge sowie die (leider immer noch aktuellen) Missstände und Überlastungen im Asylsystem schmerzhaft authentisch dargestellt. „All ihre Verzweiflung, die Angst und die Emotionen wurden hier zwischen Kartondeckel gefügt.“   „Walküre“ ist ein berührender, kluger Roman über Verantwortung, Schuld und familiäre Altlasten, der sicher noch lange in mir nachhallen wird. Daniel Zipfel schafft es, bei diesen ernsten Themen Tiefgang mit Leichtigkeit zu kombinieren, auch wenn das Lesen stellenweise wirklich weh tut, gerade auch bei den Passagen aus der Vergangenheit.   Von mir bekommt „Walküre“ eine ganz klare Leseempfehlung!   Vielen Dank an den Leykam Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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