Produktbild: Sommerrauschen

Sommerrauschen Roman

45

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

14882

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

1350 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783755811817

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • sehr hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

14882

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

1350 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783755811817

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  • maison.tania

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    17.06.2026

    eBook (ePUB)

    Aus Stein wird Stimme

    Es gibt Bücher, die erzählen. Und es gibt Bücher, die freilegen. Sommerrauschen gehört für mich zu den Büchern, die nicht gelesen, sondern Schicht für Schicht berührt werden wollen. Ein Roman, der nicht drängt, nicht erklärt und kaum jemals laut wird – und gerade dadurch eine besondere Intensität entwickelt. Im Zentrum steht Judith, Bildhauerin, Tochter, Schwester, Mutter. Und vor allem jemand, die über Jahrzehnte gelernt hat, um einen bestimmten Kern ihres Lebens herum zu existieren. Die Rückkehr einer Person aus der Vergangenheit setzt nichts Spektakuläres in Bewegung. Kein dramatischer Umschlag, kein großes Enthüllen. Stattdessen beginnt etwas viel Schwierigeres: Erinnerungen verändern ihre Form. Das, was verborgen war, wird nicht plötzlich sichtbar, sondern kristallisiert sich langsam heraus. Dieses Buch folgt dabei einem Rhythmus, der Aufmerksamkeit verlangt. Es liest sich nicht nebenbei. Jeder Absatz wirkt gesetzt, jede Erinnerung scheint bewusst nicht vollständig ausgesprochen. Die Sprache arbeitet mit Zwischenräumen, mit Andeutungen, mit einem Vertrauen darauf, dass Lesende selbst Formen erkennen können. Sie erinnert tatsächlich an Bildhauerei: nichts wird hinzugefügt – etwas wird abgetragen, bis sichtbar wird, was längst da war. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie Vergangenheit hier nicht als abgeschlossenes Ereignis erscheint, sondern als Material, das ein Leben unmerklich weiter formt. Das verborgene Schicksal steht nicht als dramatische Enthüllung im Raum, sondern als etwas, das Beziehungen, Entscheidungen und Selbstbilder über Jahrzehnte leise mitgestaltet hat. Und dennoch bleibt dieser Roman nicht bei Schmerz oder Verlust stehen. Sein eigentliches Thema scheint mir etwas anderes zu sein: die vorsichtige Annäherung an die eigene Gestalt. Das Erkennen, dass Frieden nicht bedeutet, unversehrt zu sein, sondern aufzuhören, gegen die eigene Geschichte anzuleben. Ein besonderes Buch. Kein schnelles Weglesen. Sondern eines, das Konzentration fordert und dafür eine stille, sehr nachhaltige Form von Schönheit hinterlässt.

  • Bewertung

    5/5

    16.06.2026

    eBook (ePUB)

    Ein wunderschönes Buch

    Wie schön, es ist jetzt da! Christiane Adlung hat nach ihren beiden unter dem Pseudonym Josephine Nicolàs erschienenen herausragenden historischen Romanen „Tage mit Gatsby“ und „Das Haus am Meeresufer“, beide ebenfalls bei DuMont erschienen, nun unter Klarnamen Ihren Gegenwartsroman „Sommerrauschen“ veröffentlicht und es ist ein wunderbares Buch, eine Geschichte, oder besser: ein Flechtwerk von Geschichten, über Geheimnisse, Fluchten und Verluste innerhalb einer Familie und den mit ihr verbundenen langjährigen Freunden und Bekannten, und darüber, wie diese Geheimnisse das Leben sowie die Fähigkeit und den Willen zur Liebe bestimmen, und darüber, wie die Wahrheit obsiegt. Eingebunden in mehrere ereignisreiche Sommer im französischen Médoc, in flirrender Atmosphäre, spürbarer Hitze und fantastischer Natur nimmt die Geschichte behutsam Fahrt auf, springt zwischen den Jahren und erklärt so Schritt für Schritt, was passierte. Und das ist keine leichte Sommererzählung, sondern ein komplexes von Vermeiden, Trauer, Verzweiflung, aber auch dem Eingeständnis, sich stellen zu müssen, durchwobenes Erzählstück. Aus ihren ersten Büchern war mir Christiane Adlungs Talent zu besonders schöner, durchaus einzigartiger Sprache, angepasst an das Sujet, bereits bekannt, und in abgewandelter Form ist dies auch in „Sommerrauschen“ wieder zu finden: Die Sprache ist einfach wunderschön, Sätze sind durchdacht geformt und so erstrahlen die Protagonisten, werden auf spezielle Weise nach und nach alle zu Hauptpersonen des gemeinsamen Lebens und führen ihren Sommer in den Stelzenhäusern, an See und Fluss zu einem erstaunlichen Ende… oder Neuanfang. Und die Beschreibungen der einzigartigen Natur des Médoc suchen ihresgleichen. Meine absolute Leseempfehlung an alle Menschen, die diesen Sommer einmal mit literarischem Tiefgang für sich aufwerten wollen.

  • MarieOn

    5/5

    16.06.2026

    eBook (ePUB)

    Ich bin begeistert.

    Judith sitzt auf den Stufen der Veranda und trinkt Espresso. Sie blickt auf die verschlossenen Läden des Nachbarhauses. Natascha und sie trafen sich jeden Sommer in den Ferien und wurden beste Freundinnen. Wie viele Tage sie am Strand verbrachten, auf die Flut warteten und sich ihre Wünsche erzählten. Mit der freien Hand verscheucht sie ihre Gedanken und ist sich der Albernheit ihrer Geste bewusst. Sie müsste arbeiten. Ihre Kuratorin ruft sie in immer kürzeren Abständen an, ob sie dem Direktor schon erste Zeilen für den Katalog vorlegen dürfe. Judith vertröstet. Am Nachmittag soll es regnen, das wäre die Gelegenheit, erste Entwürfe zu Papier zu bringen. Vielleicht. Sie steht auf, geht ins Haus und stolpert über Zeitschriften und achtlos hingeworfene Sandalen. Hier Ordnung zu schaffen scheint niemand im Stande. Virginia Woolf liegt aufgeschlagen auf dem Tisch. Ihre beiden Mädchen, gerade sechzehn geworden, haben neue Interessen entwickelt. Abends liegen sie vor dem Kamin, dem Herzstück des Hauses und lesen sich gegenseitig vor. Sie reden und lachen so wie Natascha und sie damals. Alles wiederholt sich. Auf der Ablage steht die kleine Dose aus Guatemala, sie erinnert sich nicht, wie die hierhergekommen ist. Sie öffnet sie und sieht die gewickelten Figuren aus Papier, denen Lola in den Sommern ihre Sorgen anvertraute und unter das Kopfkissen legte. Ihre Schwester ist zehn Jahre jünger als sie. Judith hatte sie ihre ersten Schritte machen sehen. Sie fühlte sich zuständig, wollte ihren Vater entlasten, der oben seine Bücher schrieb und die Mutter, die keine Mutter sein wollte. Sie wünschte, Lola würde herkommen, ihre trüben Gedanken vertreiben, sie kann das, aber sie wird nicht kommen. Fazit: Die Autorin Christiane Adlung hat mich vollkommen eingenommen. Ihre Protagonistin fährt jeden Sommer mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und ihrer Mutter in ihr Sommerquartier an die Atlantikküste. Das alte Ferienhaus trägt ihre Familiengeschichte, die sie erinnert. Mit enormem Feingefühl entwickelt die Autorin einen psychologischen Plot, der Judiths Befürchtungen, nicht die zu sein, für die sie sich ausgibt, erklärt. Allmählich entblättert sie die Gründe für die Sprengkraft in der Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Als Natascha nach Jahrzehnten wieder Judiths Leben betritt, ist das Gefühlschaos in Judith riesig, denn Natascha kennt Judiths Geheimnis. Am Ende fast jeden Kapitels schlägt sie mich erneut in ihren Bann, indem sie meine Erwartungen mit einem „Cliffhanger“ weckt. In diesem Sommer sollte das alles enden. S. 58 Die Sprache finde ich großartig: Die Musik war zu laut, die Leute mit ihrem Lachen, ihrer Kleidung, ihrem elaborierten Code in jene herablassende Arroganz gehüllt, die Intellekt beanspruchen wollte. S. 56 Ich hätte einfach elitär geschrieben und damit die ganze Stimmung verschenkt. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich kapitelweise ab. Der Schluss hat mich umgehauen. Mit ihrer französischen Stimmfarbe gießt sie Geschichte und Technik in eine Form, die mich absolut begeistert hat. Das ist perfekte Literatur, ohne den Anspruch zu erheben.

  • Sagota

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    24.08.2026

    eBook (ePUB)

    Familienzusammenkünfte im sommerlichen Médoc

    “Sommerrauschen” von Christiane Adlung (HC, geb., 281 S.) erschien 2026 im Dumont-Verlag, Köln. Ausgehend vom Buchtitel wie auch vom Cover, habe auch ich eine interessante und eher leichte Sommerlektüre vermutet, jedoch eine ganz andere Geschichte gefunden. "Seit Kindheitstagen reist Judith in das Sommerquartier ihrer Familie im Médoc. Der Atlantik, die Wälder und Seen hinter den Dünen - der August verhieß einst endlose Wochen gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester und Natascha, dem Mädchen aus dem Nachbarhaus. Das Schicksal zerbrach die besondere Freundschaft, die Heranwachsenden verloren sich aus den Augen. Heute bewohnt Judith, mittlerweile eine erfolgreiche Bildhauerin, mit Robert, den beiden Töchtern und ihrer Mutter das Quartier. der Verkauf des leer stehenden Nachbarhauses scheint Robert Gelegenheit, die beengten Räumlichkeiten zu erweitern. In Judith jedoch rühren jene vier Wände mit ihren Geschichten an lang Vergangenem. Als Natascha unvermittelt in Begleitung ihres Mannes eintrifft, kehren all die Erinnerungen, denen Judith seit jenem Sommer vor vierzig Jahren zu entkommen versucht, jäh zurück." (Quelle: Klappentext des Verlages) Meine Meinung: Die Themen des Romans sind vielfältig: Sie führen über Kunst und Bildhauerei, Freundschaft, Loyalität und Liebe bis hin zu Unaufrichtigkeit, Trauma, Schuld und Lügengeflechte innerhalb einer Familie, die jedes Jahr im Sommer ihren Urlaub an der Atlantikküste verbringt, die atmosphärisch sehr gut von der Autorin beschrieben wird (mich allerdings auch betroffen machte, da genau in der Zeit, in der ich diesen Roman las, verheerende Waldbrände in besagter Gegend aufflammten, die allerdings in den 70er und 80er Jahren wohl nicht vermutet werden konnten. Ich fand diesen Roman, auch wenn er eine gewisse Tiefe besitzt und “zwischen den Zeilen” vieles zu lesen ist, recht anstrengend zu lesen, da ein roter Faden sehr lange fehlte - ebenso wie die Spannung; das Romanende fand ich ziemlich verstörend; von leichter Sommerlektüre also eher keine Rede. Ein weiteres Problem bestand darin, dass ich keinen wirklichen Zugang zu den Figuren fand; Oda (die Mutter von Judith, der Hauptprotagonistin) gar selbstsüchtig, auf sich bezogen, dominant gegenüber dem sanften Vater, dessen “Dichterjacke” noch nach seinem tragischen Tod am Nagel hing und demzufolge die Tochter-Mutter-Beziehung sehr schwierig war. Gegen Ende des Romans lösen sich dann manche Fragen, die mit dem jähen Ende einer tiefen, aufrichtigen Freundschaft zwischen Judith und Natascha zu tun haben und bedauernd kann man nur zu Notiz nehmen, wohin unaufgelöste Traumata führen können, wenn es Jahrzehnte dauert, die Wahrheit zu sagen. Andere von Schuld zu befreien, die gar nicht die Schuldigen sind, sich jedoch stets so gefühlt haben, dass sie dieses Kapitel stets weggeschoben haben. Leider blieben mir die Protagonisten eher fremd, die zeitlichen Sprünge machten das Lesen eher anstrengend denn aufklärend und die ganz am Ende aufkommende Spannung konnte den Roman für mich auch nicht mehr retten, manches blieb auch lückenhaft. Bei “Sommerrauschen” handelt es sich um einen (für mich eher schwer verdaulichen) Beziehungs- und Familienroman, dessen Inhalt mich eher verstört denn begeistert hat. Dem jedoch sicher ein gewisser Wahrheitsgehalt (wie sich Menschen verhalten können) zugrunde liegt. Von mir knappe 3*

  • Bewertung

    aus Pinneberg

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mon Dieu …

    «Ferienzeit ist Lesezeit », zumindest bei mir. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich in meinem Frankreich-Urlaub den Roman « Sommerrauschen » von Christiane Adlung eingepackt habe, da er in dieser Region spielt. Das Cover ist wunderschön gestaltet und « in meinen Augen » ein wahrer Eyecatcher. Als Beobachter sieht man eine Strandszene, mit zwei Bikinimädchen auf knallroten Badetüchern. Die beiden wirken sehr vertraut und scheinen in die Ferne zu blicken. Sie sind dem Betrachter abgewendet. Am linken Bildrand sieht man Teile einer weiteren Person. Der Ausschnitt wirkt wie ein glänzendes Polaroid-Foto auf mich. Der Titel « SOMMERRAUSCHEN » ist in leuchtend rot und wirkt sehr auffällig und besorgniserregend, auf mich. Rot ist irgendwie immer eine starke Signalfarbe und steht auch für drohende Gefahr, besonders am Strand und beim Baden ! Das Buch startet mit einem Zitat von Simone de Beauvoir : … Die Gegenwart ist kein Warten auf das Gestern, sie ist der Augenblick der Entscheidung … Als Leser mag ich solche Einsteiger immer besonders. Auch hier rätsele ich, was es wohl zu bedeuten hat. Aber ich vermute mal, dass es den Ansporn geben soll, im „hier und jetzt“ zu leben und nicht zu sehr in die Vergangenheit abzudriften. Gespannt fange ich an zu lesen und werde nicht enttäuscht. Der Plot hat es in sich und bietet auch einige Trigger, wie Suizid oder Medikamentenmissbrauch, so viel sei vorab verraten. Ich empfehle daher ein Lese-Alter ab zirka 16 Jahren und für nicht allzu Zartbesaitete. Die Protagonisten im Roman sind Judith, ihre Schwester Lola und Natascha aus dem Nachbarhaus. Für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen deren „eigenartigen“ Familien und besonders „Oda und Georg“ sollte man als Bücherwurm im Blick behalten. Der Schreibstil von Christiane Adlung gefällt mir sehr gut. Er ist sehr bildgewaltig, geheimnisvoll und lässt das Kopfkino schnell anspringen. Die Handlung hat mehrere Erzählstränge, wie die Gegenwart oder Rückblicke in die Vergangenheit. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Unterteilungen. Als Leser macht man sich unweigerlich Gedanken über die Bedeutung von Freundschaft, Unausgesprochenem, erster gleichgeschlechtlicher Liebe, Versprechen und deren Auswirkungen usw. Das Buch geht unter die Haut und ist kein leichter, lockerer Sommerroman, wie man auf den ersten Blick erwartet. Er ist eher düster, dramatisch und etwas verstörend. Aber es punktet auch durch Facettenreichtum und Vielfältigkeit und ein praktisches und nützliches Lesebändchen. …Die Lüge, hatte man erst einmal mit ihr begonnen, war eine treue Begleiterin … Durchgängig atmosphärisch geschrieben und ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, damit es für den nächsten Leser noch attraktiv bleibt. Aber soviel sei verraten, dass es durchaus spannend ist, zu erfahren, wie unterschiedlich Judith und Natascha mit dem tragischen Verlust „von Lola“ umgegangen sind. Ich hatte beim Lesen eine leichte Gänsehaut und war teilweise erschrocken, was dort passiert ist. Für mich passt daher das französische „Mon Dieu » - « Meine Güte » perfekt zu diesem Roman und ich könnte mir dieses Werk auch gut als Film im Sommerkino vorstellen. Genug Potential dazu, ist meines Erachtens, vorhanden. Viel Spaß beim Lesen und à bientôt ! Fazit: ***** Der Roman „Sommerrauschen“ von Christiane Adlung ist im Dumont Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 282 Seiten die mich nach und nach in den Bann gezogen und über Familien-Geheimnisse, Schuld und Verlust nachdenken lassen haben.

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