Grenzenlose Schwesternschaft? Die bundesdeutsche Nicaragua-Solidaritätsbewegung aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive, 1977–1992
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
14.09.2026
Abbildungen
mit ca. 11 schwarzweissen - Abbildungen
Herausgeber
Sarah Albiez-Wieck + weitereVerlag
Böhlau KölnAuflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-412-53269-7
Das Bild strahlender Guerilleras und das Versprechen einer gerechteren Gesellschaftsordnung im sandinistischen Nicaragua inspirierte weltweit die Gründung transnationaler Solidaritätsbewegungen. Anhand der bundesdeutschen Nicaragua-Solidarität untersucht Friederike Apelt die Genese einer frauenpolitisch motivierten Kooperation zwischen nicaraguanischen und bundesdeutschen Akteur*innen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit und der transnationale Austausch über geschlechterpolitische Positionen und Forderungen transzendierte dabei die Grenzen des Kalten Krieges, spiegelte diese aber auch wider. Es wird deutlich, dass (feministische) Solidarität kein einseitiger Prozess war, bei dem Ideen, Theorien und Ressourcen ausschließlich vom Globalen Norden in den Globalen Süden transferiert wurden. Vielmehr handelte es sich um einen komplexen, multidirektionalen Austausch, den die Akteur*innen des Globalen Südens maßgeblich beeinflussten, der jedoch nie frei von asymmetrischen Machtstrukturen war.
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