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Unter Freunden Roman | Ein psychologisches Meisterwerk - Sommer-Leseempfehlung der New York Times

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25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Verlag

Claassen

Seitenzahl

336

Maße (B/H)

12,8/20,9 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Camel / Braun

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

Among Friends

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10107-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Ein ruhiger, scharf beobachteter Roman über Macht, Klasse und Freundschaft.« ("Kulturaustausch. Zeitschrift für internationale Perspektiven")
»Es ist ein nachdenklich machendes Buch, das eindringlich zeigt, wie eineTat das Leben vieler plötzlich verändern kann.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Verlag

Claassen

Seitenzahl

336

Maße (B/H)

12,8/20,9 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Camel / Braun

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

Among Friends

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10107-3

Herstelleradresse

Claassen-Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • Lust_auf_literatur

    4/5

    05.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überraschend tiefgängig

    Ich lese viel mehr Romane über Frauenfreundschaften als über Männerfreundschaften. Und sie gefallen mir in der Regel auch besser. „Unter Freunden“ von Hal Ebbott ist die Ausnahme von dieser Regel, ich fand den Roman großartig! Ja, er liest sich meiner Meinung nach etwas hochgestochen und fast holprig in seiner altmodisch anmutenden Ausdrucksweise, zumindest wenn ich den Stil mit zeitgenössischen Romanen vergleiche, die sonst in letzter Zeit gelesen habe. Aber die Geschichte ist einfach fesselnd und mitreißend. Und eigentlich passt der von Hal Ebbott gewählte Schreibstil auch perfekt zum Setting. Wir bewegen uns nämlich in gehobeneren Kreisen. Man hat zumindest gute, und gediegene Berufe, genügend Geld und eine äußerst wohlgeratene kleine Familie. Man ist in diesem Fall Amos und Emerson. Die beiden Männer sind gerade über fünfzig Jahre alt und sind seit ihrer Jugendzeit die besten Freunde. Dass ihre Herkunfts- und Familiengeschichte äußerst unterschiedlich ist, merkt man ihrem Lebensstil heute nicht mehr an. Ihre ebenfalls wohlhabenden Ehefrauen aus gutem Hause sind befreundet, beide haben Teenagertöchter im gleichen Alter und bewegen sich in den gleichen wohlhabenden New Yorker Gesellschaftskreisen. Aber unter der Oberfläche dieser Freundschaft gären alte Abhängigkeiten, Gefühle und Rivalitäten der beiden Männer. Beide sind jeweils in Bezug auf den anderen verletzlich. Als Emerson Amos und seine Familie zur Feier seines 52. Geburtstags für ein Wochenende auf sein Landgut einlädt, kommt es zu einem gewalttätigen Vorfall, der alles plötzlich in Frage stellt und die unterdrückten Gefühle aus der Vergangenheit in die Gegenwart katapultiert. Nicht nur die Freundschaft der beiden Männer steht plötzlich am Scheideweg, sondern die Ehen und Familien gleichermaßen. Die Tat und das daraus resultierende moralische Dilemma (sofern es denn eines wäre) ist sicher eines, das ich schon in unzähligen Romanen, Filmen und Serien so ziemlich in der gleichen Konstellation schon gesehen habe und mich nicht überrascht. Überraschend finde ich, was Hal Ebbott daraus macht. Er eröffnet mit dem Vorfall einen tiefen Blick in die Psyche der Männer und darauf, wie sie und ihre Freundschaft wurden, was sie sind. Dass die Innenwelten der Frauen und Töchter nur weitaus oberflächlicher beleuchtet werden und nur als Kulisse für die Männer dienen, würde ich hier nicht kritisieren. Ich fand es wirklich sehr gelungen, wie Ebbott in den Kern dieser Männerbeziehung eintaucht und seine Charaktere entblößt. Auch den Schluss finde ich in dieser Gratwanderung zwischen Utopie und Realität sehr passend und mit viel Können aufs Papier gebracht. Also sicher kein neuer Stoff (falls es so etwas überhaupt geben sollte) und auch mit dem Schreibstil hatte ich so meine Berührungsschwierigkeiten, und dennoch war ich hingerissen von der psychologischen Machart von Ebbotts Geschichte.

  • MarieOn

    4/5

    16.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Psychologisch großartig

    Amos und Claire haben sich kennengelernt, weil Emerson, ein langjähriger Freund von beiden, sie bekannt gemacht hatte, das liegt nun schon mehr als zwanzig Jahre zurück. Natürlich hätte Amos, der aus armen und ebenso tragischen Familienverhältnissen stammt, ohne Claires finanziellen Hintergrund nie seine eigene Praxis eröffnen können, aber er würde sagen, dass sie immer noch glücklich sind. Er liebt sie, bewundert ihren kühl kalkulierten Verstand. Sicher, manchmal gibt sie ihm das Gefühl, er gehöre nicht dazu. Nicht dorthin, wo sie, ihre Familie und auch Emerson stehen, doch damit lässt sich leben. Und ihre Tochter Anna ist sein ganzer Stolz, er liebt sie mehr, als Claire sie je lieben könnte, sieht sie so, wie sie ist. Emerson hatte einen Unfall, eine Frau war ihm vor das Auto gesprungen. Er hat sich nichts vorzuwerfen, war voll in die Bremsen gegangen, aber es sieht nicht gut für sie aus. Als er es am Abend Retsy erzählt, überrascht sie ihn nicht. Retsy hatte die richtigen, die erwartbaren Worte gesagt, doch es gab eine Grenze, über die sie nicht hinauskam. In Sachen Denken glich sie einer Person, die zwar aufräumte, aber nicht richtig putzte. Seite 19 Amos, Claire und Anna fahren zu Emersons Geburtstagsfeier. Er wird zweiundfünfzig. Das wird ein Fest. Sie kennen sich seit den Anfängen aus ihrer Highschool. Amos hat ihn schon immer bewundert. Beim Abendessen erfahren die drei von dem Unfall. Während des Gesprächs entgeht Amos Emersons Selbstgefälligkeit nicht, wie er sich stets in Szene setzt. Die Frau hatte sein Auto tragischerweise mit dem Wagen ihres Geliebten verwechselt, der die Liaison gerade beendet hatte. Auch Emersons moralische Erhabenheit, der selbst kein anzügliches Angebot ausschlägt, nervt Amos. Emerson hingegen findet Amos Intellekt, die gezielten Fragen, die er stellt, immer schon ermüdend. Fazit: Hal Ebbott hat in seinem Debüt ein psychologisches Meisterwerk geschaffen. Er zeichnete eine Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen Männern. Amos, der in einfachen Verhältnissen aufwuchs, sein Vater war Automechaniker und verstarb früh an Wundbrand, verbrachte die meiste Zeit seiner Kindheit bei seiner hysterischen Mutter, die unter Verarmungswahn litt. Er hat einen scharfen Verstand, ist einfühlsam und hegt tief verwurzelte Selbstzweifel. Emerson ist mit dem goldenen Löffel im Mund geboren und geht mit einem Selbstverständnis durch die Welt, dass an Überheblichkeit kaum zu übertreffen ist. Der ehrgeizige, erfolgsbesoffene Mann wird alt und das macht ihn verbissen und wütend. Claire, die erfolgreiche Medizinerin, hat ein ebenso großes Selbstverständnis wie Emerson den richtigen Platz in der Welt gefunden zu haben. Retsy pariert die Boshaftigkeiten Emersons mit einer gewissen Spitzfindigkeit, hat sich aber in ihrem behaglichen Leben eingerichtet. An Emersons Geburtstag passiert etwas, mit dem ich nie gerechnet hätte. Die Folgen offenbaren alle Abhängigkeiten, Ressentiments und Abgründe. Die Konsequenzen haben mich nachdenklich gestimmt. Obwohl dieser Roman nicht perfekt ist, hat er Spuren bei mir hinterlassen. Ich erfahre nicht nur in Rückblicken, was die beiden verbindet, nein, der übergeordnete Erzähler lässt mich ständig in die Köpfe aller Beteiligter blicken. Die Sprache ist sperrig, teils schwer zugänglich, einige Metaphern sind unterirdisch. Meine Schwäche für böse Buben hat mich bei Laune gehalten. Wenn es dir genauso geht, ist dies das richtige Buch für dich. Für alle, die gerne Sally Rooney lesen.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Freundschaft plötzlich Risse bekommt

    Hinter der eleganten Fassade dieses Romans brodelt es von Anfang an. Unter Freunden erzählt von Menschen, die nach außen alles haben: Wohlstand, Familien, langjährige Verbundenheit und dieses scheinbar mühelose Leben, das so sicher wirkt, bis ein einziger Abend alles ins Wanken bringt. Mich hat besonders diese leise Spannung gepackt. Nichts wirkt laut oder übertrieben, vielmehr schiebt sich das Unbehagen langsam zwischen die Zeilen. Amos und Emerson sind keine einfachen Figuren, sondern Männer mit alten Verletzungen, unausgesprochenen Rivalitäten und einer Freundschaft, die vielleicht längst mehr Gewohnheit als echte Nähe ist. Der Roman ist psychologisch fein beobachtet und manchmal fast unangenehm ehrlich. Es geht um Loyalität, Macht, Schuld, Schutzinstinkt und darum, wie schnell Menschen bereit sind, Wahrheit zu verbiegen, wenn das eigene Leben bedroht ist. Ganz leicht war das Buch für mich nicht. Manche Passagen ziehen sich, und die kühle Erzählweise schafft etwas Abstand. Trotzdem bleibt die Geschichte im Kopf, weil sie genau dort weh tut, wo Beziehungen eigentlich sicher sein sollten. Unter Freunden ist kein Wohlfühlroman, sondern ein stilles, kluges und düsteres Buch über Freundschaft, Familie und die Frage, was am Ende wirklich zählt.

  • Anna

    4/5

    05.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geburtstagfeier mit Folgen

    Das Buch hat meine Neugierde geweckt, und so habe ich es auch zügig gelesen, denn ein Spannungsbogen vor und nach dem unsäglichen Ereignis an Emersons 52. Geburtstag, das er mit seiner eigenen und einer befreundeten Familie feiert, ist vorhanden. Allerdings hätte ich mir mehr Lesefluss gewünscht. So gibt es viele Zeitsprünge und wechselnde Perspektiven, was zwar durchaus Sinn macht, zeitweise aber auch herausfordernd wirkte. Doch insgesamt hat mich „Unter Freunden“ schon überzeugt, weil es von der Psychologie her eine große Nummer ist und emotional hohe Wellen schlägt. Mich hat es jedenfalls bewegt, wütend gemacht und zum Nachdenken angeregt. Ein Buch über Freundschaft, Familie, Vertrauen und und einem Verrat, der in der Luft hängt wie ein Feuerball. Bietet garantiert viel Gesprächsstoff!!!

  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    30.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Männerfreundschaft

    Das Romandebüt eines vielversprechenden US-Amerikanischen Autors. Es beginnt ziemlich ruhig und langsam. Der Roman zeigt zwei lange befreundete Männer und ihre Familien. Das etwas passieren wird, ist schon von Anfang an klar und daraus zieht sich die Spannung. Wirken die Familien anfangs perfekt, spürt man schließlich die dysfunktionalität. Die Gefühlslage wird dargestellt. Es gibt aber auch Grenzen und man die zwei Hauptfiguren nicht richtig verstehen. Das psychologische Moment verfängt sich nicht ganz. Trotzdem ist es ein interesanter Roman.

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