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Insel der Ratten Roman | Über eine Welt, in der sich jeder selbst der Nächste ist | hochklassige Spannung von Bestsellerautor Jo Nesbø!

87

21,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

45

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,7/11,5/2,4 cm

Gewicht

260 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rotteøya og andre fortellinger

Übersetzt von

Günther Frauenlob

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20153-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

45

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,7/11,5/2,4 cm

Gewicht

260 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rotteøya og andre fortellinger

Übersetzt von

Günther Frauenlob

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20153-0

Herstelleradresse

Ullstein
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

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  • gürkchen

    5/5

    30.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Pandemic Apocalypse Now!

    Wir treffen die Juristen Will Adams und den steinreichen Unternehmer Colin Lowe auf dem Dach eines mächtigen Hochhauses, wo sie sich unterhalten. Es sind die letzten Minuten, bevor der Hubschrauber die wenigen Privilegierten mit einem Flugticket auf eine sichere Insel bringen wird – weg von dem tödlichen Virus und seinen verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Während unten der Mob tobt, wird oben über die Macht des Geldes philosophiert und über ein notwendiges Strafmaß auf Basis einer demokratischen Verfassung debattiert. Die „Insel der Ratten“ war der Rückzugsort für Lowes Familie – ohne seinen tyrannischen Sohn. Dieser bevorzugte es, aus dem goldenen Gefängnis auszubrechen und selbst ein Imperium aufzubauen: mit Gier und Gnadenlosigkeit. Justitia, die römische Göttin und Personifikation der Gerechtigkeit und des Rechtswesens, spielt für mich eine unterschwellige tragende Rolle. Auf den Motorradhelmen der gewaltbereiten Gang „Chaos“ um ihre Anführer Brad, den Sohn von Colin, und Yvonne prangt eine ausgeknockte Justitia mit einem Schuss zwischen den Augen. Das steht sinnbildlich für die Verrohung der Gesellschaft im gegenwärtigen Kampf „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Zart besaitet sollte man bei der Lektüre von Nesbø generell nicht sein, denn er scheut sich in seinen Beschreibungen nicht, das dreckige Ungetüm im Innersten der Menschheit nach außen zu kehren. In „Insel der Ratten“ wird die Gewalt noch einmal hochgeschraubt, wobei man vermutlich vor allem über die Brisanz erschaudert, wenn aus Hunger und Verzweiflung geplündert wird und Vergewaltigungen und Totschlag an der Tagesordnung sind. Angesichts der Ereignisse rund um die Corona-Pandemie herrscht weltweit mehr denn je ein rauer Ton, und der Weltfrieden hängt an einem seidenen Faden. Wie weit würde man im Ernstfall selbst gehen, wenn den nächsten Verwandten Gewalt oder Schlimmeres widerfährt? Nesbø hat seinen Roman psychologisch geschickt aufgebaut und zieht uns als Zuschauer mühelos in die ungewöhnliche Männerfreundschaft hoch über der brennenden Stadt hinein. Die Sympathien sind klar verteilt, und mit jeder gelesenen Seite neigt sich die Waage von Justitia mehr zu dem gutmütigen Adams. Wie zwei aufmerksame Raubtiere in piekfeinen Anzügen, die sich auf den Sprung vorbereiten, schleichen die beiden Familienväter umeinander herum. Sie sind gefangen zwischen der Loyalität ihrer Freundschaft aus Kindertagen und der Verzweiflung wegen der Angst um ihr erstgeborenes Kind. Am liebsten würde ich den Plot mit einem Schachspiel vergleichen. Colin ist der König im weißen Gewand und hat somit den Vorteil des ersten Zuges. Dank seiner Stellung ist er durch seine Dame („Vermögen“), Türme („Sicherheitspersonal“) und Springer („Kontakte“) gut geschützt und kann die Partie überschauen. Adams muss mit seinen geringeren Mitteln darauf hoffen, lange genug im Spiel zu bleiben, um ein faires Ergebnis zu erzielen. Kann ein einfacher Bauer einen König in Bedrängnis bringen? Schach! Matt?

  • Bewertung

    aus Iserlohn

    5/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nesbo mal anders

    Jo Nesbo überrascht mich immer wieder wie vielfältig seine erzählerische Fantasie ist, diesmal zeigt der Autor eine vollig andere Seite von sich. Nesbo beschreibt hier die Auswirkungen einer Pandemie und was diese aus den Menschen macht. Jede Form von Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde, Empathie gehen verloren, es herscht Gewalt und Hass, Egoismus und Gier, jeder versuchtzu überleben, ohne Rücksicht auf seine Mitmenschenn. Nur der Reiche und starke hat eine Überlebenschance. Die Ausarbeitung der Charaktere ist hervorragend gelungen, es zeigt die Abgründe des menschlichen Charakters. Bei mir überwiegt nicht der Thrillerefekt, auch wenn das Buch mit einigen harten Elementen bestückt ist, sondern der gesellschaftskritische Effekt, wenn auch sehr überspiezt dargestellt. Ich habe mich sehr gefreut, dieses Buch als Rezessionsexemplar lesen zu dürfen, gerne vergebe ich 5 Sterne, leider empfinde ich den Preis für dieses Buch mit 127 Seiten (ebook) sehr hoch.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    27.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend

    Nach einer Pandemie brechen alle Gesellschaftssysteme zusammen, das Chaos regiert, rücksichtslose Banden ziehen durch die Städte, die Polizei ist machtlos. Einige reiche Menschen haben ein großes Schiff organisiert, auf dem sie drei bis vier Jahre überleben können, ohne an Land zu gehen. Das hat natürlich seinen Preis und man muss schon sehr reich sein, um sich die Flucht leisten zu können. Brad Lowe, der Sohn eines dieser reichen Menschen, hat ebenfalls eine Bande unter sich und greift die Familie von Will an, dem besten Freund seines Vaters. Dabei kommt die Tochter des Freundes ums Leben. Will sinnt auf Rache, aber er will seine Menschlichkeit und seinen Glauben an die Gerechtigkeit nicht verlieren. Ein schlimmes Dilemma! Das Buch ist ganz anders als die früheren Bücher von Nesbo, eine düstere und grausame Dystopie und sicher nicht für zarte Gemüter geeignet. Dabei ist es spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man fragt sich unwillkürlich, ob es das ist, was die Weltuntergangspropheten wie Peter Thiel, Elon Musk und die blaubraue Bande wollen. Dadurch ist das Buch extrem aktuell und politisch. Ein hervorragendes Buch!

  • Bewertung

    aus Sundern

    5/5

    26.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnlich

    Wer bei Jo Nesbø einen klassischen Kriminalroman mit Ermittlungen, Spuren und einem Kommissar wie Harry Hole erwartet, wird von Die Insel der Ratten zunächst überrascht sein. Der norwegische Autor verlässt hier weitgehend das vertraute Krimi-Terrain und präsentiert stattdessen einen düsteren Gesellschaftsroman. Ausgangspunkt ist eine Pandemie, die die bestehende Ordnung zerstört hat. In der Stadt herrschen Chaos und Anarchie. Banden kontrollieren das Leben auf den Straßen. Das Recht des Stärkeren bestimmt den Alltag. In dieser beklemmenden Welt flieht der wohlhabende Colin auf die ehemalige Gefängnisinsel „Insel der Ratten“, während sein Sohn Brad als Anführer einer brutalen Bande selbst Teil des Zusammenbruchs der Gesellschaft geworden ist. Brad entführt mit Hilfe seiner Gang Amy, der Tochter von Colins Freund Will. Nesbø zeichnet ein erschreckendes Szenario, das gerade deshalb wirkt, weil es nicht völlig unrealistisch erscheint. Die Pandemie dient dabei weniger als eigentliche Bedrohung als vielmehr als Auslöser, der verborgene gesellschaftliche Spannungen sichtbar macht. Im Mittelpunkt stehen Macht, Geld, soziale Ungleichheit und die Frage, wie schnell zivilisatorische Errungenschaften verschwinden können, wenn staatliche Strukturen zusammenbrechen. Der Roman lebt von seiner düsteren Atmosphäre und den schonungslosen Beobachtungen menschlichen Verhaltens in Extremsituationen. Wer Spannung ausschließlich in Form eines klassischen Kriminalfalls sucht, könnte enttäuscht sein. Wer jedoch bereit ist, sich auf eine finstere Zukunftsvision einzulassen, findet einen nachdenklich stimmenden Roman, der lange nachwirkt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zeigt, dass Nesbø auch außerhalb des Krimigenres eindrucksvolle Geschichten erzählen kann.

  • Bewertung

    5/5

    25.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmende Dystopie

    „Insel der Ratten“ zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die unter dem Druck von Angst, Knappheit und Gewalt ihre moralischen Maßstäbe verliert. Jo Nesbø verbindet eine düstere Zukunftsvision mit der Frage, wie Menschen handeln, wenn Recht und Ordnung kaum noch existieren. Die Geschichte ist schonungslos erzählt und enthält Szenen, die verstören können. Gerade diese Härte macht die Handlung jedoch eindringlich und glaubwürdig. Besonders gelungen fand ich die kritische Betrachtung von Macht, Privilegien und sozialer Spaltung. Keine leichte Lektüre, aber eine intensive Geschichte, die zum Nachdenken anregt und lange im Gedächtnis bleibt. Trotz der Kürze entwickelt die Erzählung eine enorme Sogwirkung. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet und zeigen, wie schnell Angst und Verzweiflung Menschen verändern können. Gerade diese psychologische Tiefe hat mich beeindruckt.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Johannes Altenberger

    Johannes Altenberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    4/5

    23.06.2026

    eBook (ePUB)

    Filmreife Dystopie

    Jo Nesbø hat mit diesem Roman ein alternatives, dystopisches Szenario einer Pandemie entworfen. Die Weltbevölkerung wurde durch ein Virus drastisch reduziert und der verbliebene Rest kämpft ums nackte Überleben, wobei sich die Reichen in Sicherheit bringen. Anarchie bestimmt fortan das tägliche Leben. Die Geschichte ist packend und filmreif erzählt, zugleich grausam und erschreckend. Sie entwickelt sich rasend schnell - kaum angefangen zu lesen, ist man schon mittendrin. Unterhaltsam war die „Insel der Ratten“, doch fehlten mir Details und Tiefe des Romans. Außerdem war mir das Buch ein bisschen zu kurz.
  • Zum Bewerterprofil von Andrea Resch-Krenn

    Andrea Resch-Krenn

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    4/5

    28.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grausame Dystopie

    Jo Nesbøs “Insel der Ratten” ist eine konsequent düstere Dystopie, in der der Zerfall gesellschaftlicher Ordnung im Mittelpunkt steht. Es herrscht das Gesetz des Stärkeren, während Moral und Regeln nur noch bruchstückhaft existieren. Der Mensch wird dabei zunehmend zum Tier. Die Wirkung einzelner Szenen ist sehr stark: Nesbø deutet vieles nur an und verzichtet auf Details, was die Grausamkeit aber oft noch intensiver macht. Das Buch ist harte Kost und nichts für empfindliche Leserinnen und Leser. Trotz der Kürze wirkt die Geschichte erstaunlich groß und nachhallend. Ich habe es in etwa zwei Stunden gelesen, aber es bleibt deutlich länger im Kopf.

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