Julien, erfolgreicher Geschäftsführer und innerlich leer, zieht sich in ein abgelegenes Schweigekloster zurück. Hier in der Provence, wo nur der Sommerwind durch den Lavendel streicht, sucht er nach Versöhnung mit sich selbst und den Schatten der Vergangenheit. Inmitten der Stille begegnet er einer jungen Frau, schön, geheimnisvoll – und völlig ohne Worte entsteht zwischen den beiden etwas, das tiefer geht als Sprache: eine Liebe, geboren im Schweigen. Doch welche Chance hat diese Verbindung, wenn die Rückkehr in das alte Leben unvermeidlich ist?
Ein einzigartiger, sinnlicher, beglückender Roman von Bestsellerautor Alexander Oetker: über die Kraft der Liebe, das Finden im Verlorensein – und über die Magie eines neuen Anfangs.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
5/5
02.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was geschieht nach dem Schweigen?
Mitten in der Provence, zwischen blühenden Lavendelfeldern, treffen verschiedene Menschen in einem Schweigekloster aufeinander. sie wollen eine Woche lang, ohne ein einziges Wort auskommen und sich auf sich selbst besinnen. Mitten in der Geschichte treffen wir Julien ,einen erfolgreichen,aber innerlich ausgebrannten Mann und Emma ,die ihrem alten Leben zu entkommen versucht.
Zwischen beiden entsteht sofort eine innere Verbindung, in der auch nach kurzer Zeit die erotische Anziehungskraft eine große Rolle spielt.
Ohne ein einziges Wort ,ohne den Anderen zu kennen,oder etwas über sein Leben zu wissen,verbringen sie eine intensive Woche miteinander.
Wie wird es weitergehen,wenn das Schweigen endet?
Der Autor ist ein sehr guter Beobachter und so breitet er eine Geschichte von unglaublicher Tiefe aus,deren Anziehungskraft ich völlig verfallen war.Neben der Liebesgeschichte geht es auch um die Probleme der Vergangenheit und Gegenwart ,die Kulinarik und den besonderen Charme der Umgebung.
Ich habe diese besondere ,stille Geschichte sehr genossen,was nicht zuletzt auch am Vortrag von Sascha Tschorn lag.Von mir fünf Sterne und eine Empfehlung.
clematis
5/5
31.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liebe ohne Worte
Mitten in den Lavendelfeldern der Provence treffen ganz unterschiedliche Menschen im Schweigekloster aufeinander. Sie suchen einen Weg zu sich selbst, Lösungen für innere Konflikte und Abstand zum Alltag. Julien und Emma finden überdies noch einander, in der Stille der Woche entsteht eine besondere Zuneigung. Aber wird so eine Liebe ohne Worte auch fortan existieren können?
Überwiegend aus dem Blickwinkel der beiden Hauptfiguren, Julien und Emma, erzählt Autor Alexander Oetker diese einzigartige Geschichte. Er ist ein Meister der Beobachtung und schildert wunderbare Details, sodass man auch als Leser vollkommen eintauchen kann ins Geschehen. Die Menschen sitzen nicht einfach irgendwie in der Leseecke, nein, man erfährt genau, wer wie sitzt, die Beine beispielsweise fest am Boden abgestellt oder locker übereinandergeschlagen, der Blick ins Buch vertieft oder durch den Raum schweifend. Im Speisesaal werden einfache Gerichte angeboten, dennoch läuft einem schnell das Wasser im Munde zusammen, wenn man Oetkers Beschreibungen folgt, die saftigen tiefroten Tomaten vor Augen hat und der dunkle Thunfisch sein Meeresaroma am Gaumen entfaltet. Ähnlich verhält es sich mit den Beziehungen unter den einzelnen Teilnehmern der Schweigewoche. Perfekt bringt Oetker die Veränderungen auf den Punkt, welche durch die Kommunikation ohne Sprache zutage tritt. Verblüffende Erkenntnisse offenbaren sich hier, besonders die Intensität, welche die Verbindung zwischen dem Geschäftsmann und der geheimnisvollen Frau kennzeichnet. Auf ungeahnte Weise wird der Leser in den Bann der Zeilen gezogen, darf er miterleben, wie sich die Stille auf das Erleben und die Selbstwahrnehmung der zehn Gäste auswirkt.
Ein großartiges Erlebnis bietet dieser tiefgründige Roman, die Ruhe aus der Geschichte legt sich über die Zeit des Lesens und lässt einen ein wenig der Veränderung auch selbst spüren. Liebe ohne Worte, Sprechen mit den Augen – das sollte man durchaus einmal probieren. Wer das Ungewöhnliche sucht, gepaart mit einem phantastischen Schreibstil, der muss ins Lavendelkloster kommen. Absolute Empfehlung meinerseits!
hasirasi2
aus Dresden
4/5
17.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
No-Talk
„… wie soll man sich denn verlieben, wenn man zum Schweigen verdammt ist?“ (S. 222)
In einem abgelegenen Schweigekloster in der Provence begegnen sich Julien und Emma – zwei Fremde, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen für eine Woche aus der Welt zurückgezogen haben, um wieder zu sich selbst zu finden. Sie kennen weder die Namen noch die Geschichten des jeweils anderen, und doch ist da vom ersten Moment an eine leise, aber unübersehbare Anziehung, der sie sich kaum entziehen können. Aus der geplanten inneren Einkehr entwickelt sich schnell ein intensives „No-Talk“: Blicke, ein kaum merkliches Heben der Augenbraue oder eine zufällige Berührung gewinnen plötzlich eine Bedeutung, die Worte niemals erreichen könnten – und werden zu stillen Versprechen.
„Abschalten, die Ruhe genießen, den Gedanken nicht mehr nachjagen, sondern ihnen vielleicht wirklich nachspüren können.“ (S. 21)
Julien hat sein Leben bislang ganz der Arbeit und dem Erfolg gewidmet und dabei sein Privatleben verloren. Nun steht er an einem Punkt, an dem er nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Von Beziehungen hat er eigentlich genug, doch Emma, die geheimnisvolle Fremde, zieht ihn unweigerlich in ihren Bann. Ausgerechnet in der Stille, ohne seine gewohnte Souveränität, ohne Worte und Auftreten, scheint er ihr näherzukommen, als er es je für möglich gehalten hätte.
„Ich möchte zu mir finden – und endlich den Mut haben, von dem ihr alle denkt, dass ich ihn schon lange habe.“ (S. 34)
Auch Emma trägt ihre eigenen Brüche mit sich. Gefangen in einem Leben, das sie so nie wollte, fehlt ihr bislang der Mut, grundlegende Entscheidungen zu treffen und neue Wege zu gehen. Der Rückzug ins Kloster ist für sie mehr als nur eine Pause, er ist der erste Schritt zu einer Veränderung, die längst überfällig ist.
Unabhängig voneinander erfahren beide, wie die Stille nicht nur zur Selbstreflexion zwingt, sondern auch die Wahrnehmung schärft. Plötzlich rückt das Wesentliche in den Fokus: die Natur, die einfachen Abläufe des Alltags, das bewusste Erleben jedes einzelnen Moments. Jede Mahlzeit wird zu einem kleinen Ritual, zu einem „Seelenessen“, das nährt und heilt. Ebenso intensiv ist die schweigend geteilte Zeit zwischen ihnen – eine stille Intimität, die in der Abgeschiedenheit wachsen darf, frei von Erwartungen und äußeren Einflüssen.
Doch was bleibt nach dieser einen Woche? Kehren sie einfach in ihre alten Leben zurück – oder ist aus der wortlosen Verbindung etwas entstanden, das auch außerhalb der Klostermauern Bestand haben kann?
Mit „Das Lavendelkloster“ erzählt Alexander Oetker einen Liebesroman der leisen Töne. Es wird kaum gesprochen, und gerade darin liegt seine besondere Stärke. Statt Dialogen stehen Gedanken und Gefühle im Mittelpunkt, die den Lesern die Figuren auf eindringliche Weise nahebringen. Gleichzeitig entfaltet sich das sinnliche Panorama der Provence: der Duft von Lavendel, die Weite der Landschaft, die Ruhe und Magie des Ortes. Wie in all seinen Büchern verbindet Oetker auch hier Genuss, Atmosphäre und Emotion zu einer Geschichte, die lange nachklingt.
Anna
4/5
30.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
In der Stille entfaltet sich die Seele
Ein Mann und eine Frau treffen in einem Schweigekloster inmitten der blühenden Provence aufeinander. Sofort fühlen sie sich zueinander hingezogen.
Ohne auch nur ein einziges Wort miteinander zu reden, ohne zu wissen, wer genau der andere ist, verbringen sie Tage und Nächte zusammen, angeheizt vom flirrenden Sommer und dem Zauber der Gegend.
Dieses Buch ist ein Fest der Sinne, was ich von Oetkers Aquitaine-Krimis schon kenne, insbesondere im Hinblick auf Kulinarik und Landschaft. Hier kommt aber noch eine erotische Komponente hinzu. Das hat mich etwas erstaunt, vervollständigt aber die Geschichte und ist zudem niveauvoll geschrieben.
„Das Lavendelkloster“ ist ein ruhiger und gleichzeitig aufregender Liebesroman. Er zeigt, dass Stille es ermöglicht, in sich selbst zu versinken. Ängste, Zweifel, destruktive Gedanken weichen plötzlich dem Erleben des Augenblicks und dem Gefühl der absoluten Hingabe. Natürlich stellt sich die Frage, ob diese Liebe auch nach der Zeit im Kloster Bestand haben wird, aber das ist über weite Strecken gar nicht so wichtig, weil auch das Lesen vom Augenblick lebt.
Schöne, leichte, tiefe, sinnliche Unterhaltung. Empfehlung!
Jürg K.
4/5
30.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein eindrücklicher Roman
Dieses Buch ist mir wegen dem Cover aufgefallen. Alexander Oetker hat einen einzigartigen sinnlichen, beglückenden Roman über die Kraft der Liebe, das Finden im Verlorensein und über die Magie eines neuen Anfangs verfasst. Julien, erfolgreicher Geschäftsführer und innerlich leer, zieht sich in ein abgelegenes Schweigekloster zurück. Inmitten der Stille begegnet er einer jungen Frau, schön, geheimnisvoll und völlig ohne Worte entsteht zwischen den beiden etwas, das tiefer geht als Sprache, eine Liebe, geboren im Schweigen. Was mich besonders berührt, ist die Art, wie der Roman zeigt, dass Stille nicht Leere bedeutet, sondern Raum. Raum für Erinnerungen, für Schuld, für das, was man sich selbst nie eingestehen wollte. Diese Verbindung der beiden wirkt wie ein Wunder und gleichzeitig wie etwas Zerbrechliches. Denn beide wissen, dass das Kloster nur ein Zwischenort ist, ein Schutzraum, kein Zuhause. Die Frage, ob Liebe bestehen kann, wenn der Alltag zurückkehrt, schwebt über allem wie der Duft des Lavendels, schön, aber vergänglich. Für mich ein Roman über das Wiederfinden nicht nur eines anderen Menschen, sondern des eigenen inneren Kerns. Über die Magie eines Anfangs, der im Schweigen geboren wird. Und über die Hoffnung, dass man manchmal gerade dort, wo man sich verloren glaubt, am ehesten zu sich selbst zurückkehrt. Doch welche Chance hat diese Verbindung, wenn die Rückkehr in das alte Leben unvermeidlich ist? Ein Buch das ich empfehlen kann.
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5/5
14.06.2026
eBook (ePUB 3)
Tiefgehend
Wenn der eine Punkt im Leben erreicht ist an dem ein Stopp nötig ist, dann ist die beste Option das Schweigekloster in der Provinz.
Hier trifft man Menschen, lernt sie kennen ohne zu sprechen.
So auch Julien und Emma- jeder mit ihren Laster und Problemen, Träumen und Gefühlen.
Wie tief kann man sich ohne Worte lieben lernen?
Ein tolles Buch, welches einem selsbt in sich gehen lässt und Lust auf so einen Klosterbesuch macht.
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3/5
19.04.2026
Hörbuch-Download
nette Hörunterhaltung, die mich nur teilweise überzeugte
Das Lavendelkloster – konnte mich nicht 100%ig überzeugen – zwar wäre die Geschichte gut – auch die Protagonisten /die beiden Hauptpersonen – aber für mich hat sich der Autor etwas verirrt (oder ich hab mir was anderes vorgestellt beim Hörverlauf, Smile) – dann auf einmal verabschieden wir uns von den Hauptpersonen – greifen auf Personen und ihre Geschichte zurück, die nur kurz gestreift wurden und so gar nichts mit den beiden zu tun haben – sich aber auch eine Auszeit gaben im Kloster, durchaus interessant, die Beweggründe zu erfahren, aber für mich war ein Break mitten in der Geschichte der Beiden. Nach diesem "Ausflug" wird dann wieder auf die Hauptpersonen geschwenkt und ein „Happy“ End nimmt uns bis ans Ende mit. Naja – Alexander Oetker war für mich schon besser – Smile – aber trotzdem eine nette Hörunterhaltung.
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