• Produktbild: 33 Place Brugmann
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33 Place Brugmann Roman | »Das größte Leseerlebnis seit Jahren.« Oprah Daily

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.03.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/4 cm

Gewicht

478 g

Farbe

Messing / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Frauke Brodd

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397656-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.03.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/4 cm

Gewicht

478 g

Farbe

Messing / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Frauke Brodd

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397656-4

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Marlen

    aus Dresden

    4/5

    29.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    (Über-)Leben, wenn die Welt am Abgrund steht

    Ein Haus erzählt seine Geschichte. Diese Grundidee ist nicht neu, erst vor kurzem ist in der deutschsprachigen Literatur mit „Treppe aus Papier“ ein ähnlicher Plot erzählt worden. Und dennoch sind die Bücher ganz unterschiedlich. In „33 Place Brugmann“ ist die Adresse der Ausgangspunkt, um die Schicksale der Bewohner dieses Hauses zu verfolgen. Einige werden stärker beleuchtet, einige weniger. Aber alle sind Rädchen in einem großen Uhrwerk und versuchen in einer Zeit, in der Menschlichkeit abhanden kommt, zu leben und zu überleben.   Der Roman lebt von der Atmosphäre, von den Charakteren der Hausbewohner, deren Leben auf vielfältige Weise miteinander verwoben sind. Am nächsten habe ich mich Charlotte gefühlt, einer Kunststudentin, die ein Geheimnis hütet – denn sie ist farbenblind. Und dennoch versucht sie ihren Traum zu leben und ist eine mutige junge Frau, die ihren Platz in der Welt sucht.   Zu Beginn des Buches rüttelt ein Ereignis an den Grundfesten der Bewohner: die Raphaels, eine jüdische Familie aus dem 3. Stock, ist von einem Tag auf den anderen verschwunden. Das bekannte Gefüge beginnt sich zu verändern, jeder macht sich einen anderen Reim auf die Geschehnisse, die im Licht der politischen Situation mehr als bedrohlich wirken. Wie es nach diesem Zeitpunkt mit jedem der Bewohner weitergeht, erzählt das Buch wie ein Kaleidoskop, während es hin und wieder auch in Rückblenden auf die bisherige Geschichte der Protagonisten eingeht.   So wirkt der Plot nicht rasant und durchgetaktet, sondern eher fließend, aber er stellt gekonnt die Verflechtungen und Beziehungen der Personen in den Mittelpunkt und beleuchtet damit den Zeitraum des Nationalsozialismus aus mehreren Perspektiven (z. B. ist einer der Bewohner ein Kunsthändler, ein anderer ist Anwalt). Das Buch reflektiert moralische Dilemmas genauso wie Entscheidungen vor dem Hintergrund von Zwang oder Widerstand. Es setzt Denkanstöße, aber nimmt dem Leser das Denken nicht vorweg. Damit ist es kein Roman zum „Durchsuchten“, sondern eher ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Durch die vielen unterschiedlichen Figuren, die ihre Gedanken aus der Ich-Perspektive schildern, ist man sehr nah an ihnen dran, allerdings setzt sich dadurch auch nur langsam eine wirkliche Handlung zusammen. Damit bin ich persönlich nicht ganz so gut zurechtgekommen wie ich es mir erhofft hatte.   Ich empfinde das Buch insbesondere als passend für Leser*innen, die über den Tellerrand hinausschauen und ein vielschichtiges Bild des zweiten Weltkriegs aus vielen Perspektiven in nur einem Buch erhalten wollen. Wer handlungsgetriebene Plots liebt, sollte aber eher zu einem anderen Buch greifen.

  • wiechmann8052

    aus Belm

    4/5

    26.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Handeln

    Belgien 1939, kurz vor der Besetzung. Die Bewohner des Hauses 33 Place Brugman, sind gewöhnliche Menschen, Familien, Witwer, alleinstehend überwiegend gehören sie der jüdischen Religion an. Bisher war das für niemanden wichtig, da sie moderat religiös sind. Trotzdem sind sie sehr aufmerksam auf das Geschehen, Sie sehen die Gefahr und was besonders zu anderen Romanen aus dieser Zeit ist, sie agieren aktiv und warten nicht ab, sie erwarten das Schlimmste und denken nicht, so können Menschen nicht handeln. Es wird immer von einer Partei berichtet, den Raphaels die auf einmal verschwunden sind. Charlotte und ihr Vater oder der Madmoiselle die als Schneiderin ihre Lebensunterhalt verdient. Durch diese verschiedenen Perspektiven die anscheinend erstmal nichts miteinander gemein haben ( außer dem gemeinsamen Wohnsitz ) ist es nicht einfach einen roten Faden zu finden. Dann verfolgt man aber gespannt die Schicksale, dieses nicht aufgeben, dieses Kämpfen auch wenn wenig Aussicht auf Erfolg oder unter großer Gefahr, es ist eine andere Sichtweise auf die Zeit. Vor allem weil es immer mit dem Blick auf Kunst geschieht. Kunst ist überall, in Bildern, in der Natur, manchmal im Handeln gegenüber den Mitmenschen. Der Blick richtet sich auf Mut, Feigheit und Verrat. Die Autorin beobachtet ihre Protagonisten, lässt sich ihre Eindrücke und Gefühle berichten und gibt sie ungeschirmt an uns Leser weiter. Eine andere Art des Schreibens, fast wie ein Dokummentarfilm.

  • Bewertung

    3/5

    10.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend, aber auch schwere Kost

    Ein Haus in Belgien und seine Bewohner im Wandel von Zeit, Kultur, Sozialstruktur. In Besatzung und Krieg. Das ist ein spannender und nahbar gewählter Erzählansatz, da die Bewohner sehr unterschiedlich aufgestellt sind und von verschiedenen Schicksalen ereilt werden. So bekommt man einen interessanten Blick auf das Leben in Brüssel unter Besatzung und Krieg. Es fiel mir nicht so richtig leicht, mich auf diese Geschichte einzulassen, es gibt viele Figuren und Schicksale, nicht alle davon sympathisch oder tatsächlich ansprechend. Da gab es die mit denen ich mitgefiebert habe, wie zB die Raphaels und Charlotte, Figuren um die es mir einfach leidtat wie Masha, solche wo ich die Augen verdreht habe wie Mme Hobert oder den Colonel und solche, wo ich nicht so richtig mit warm geworden bin wie Francois. ich fand die Geschichte fast ein bisschen übervoll. Ich wäre gerne an einigen Stellen noch verweilt. Dabei waren die einzelnen Kapitellängen durchaus gut gewählt, aber eben weil ich nicht alle Perspektiven unbedingt interessant fand, kam es mir zeitweise anstrengend vor, den einzelnen Handlungssträngen zu folgen. Das Thema ist natürlich emotional sehr aufgeladen und ergreifend geschildert, aber eben auch keine leichte Kost und so war das für mich kein Buch, das man mal eben so nebenbei liest. ich musste mich schon konzentrieren um folgen zu können.

  • Silke - Buchgespür -

    5/5

    05.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Hinter jeder Tür ein Schicksal

    Die dicken Mauern des Hauses am Place Brugmann wirkten auf mich wie ein Schutzraum. Doch wie die Realität Schritt für Schritt hinter die Türen dieses Hauses dringt, fand sie auch ihren Weg in meine Gedanken. Was zunächst wie die Geschichte einer Hausgemeinschaft beginnt, entwickelt sich zu einem eindringlichen Porträt einer Gesellschaft, die sich unter deutscher Besatzung neu orientieren muss. Im Mittelpunkt steht ein Wohnhaus in Brüssel und seine überwiegend wohlhabenden Bewohner, deren Perspektiven wir als Leser folgen. Sie erleben den Einmarsch der deutschen Besatzer in Belgien aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild einer Gesellschaft im Ausnahmezustand. Charlotte, Masha und die jüdische Familie Raphaël, allen voran Léo haben sich am tiefsten in mein Herz gelesen. Gleichzeitig sorgen Figuren wie die böswillige Agathe dafür, dass die Spannung nie nachlässt. In diesem Haus begegnen sich Mut und Feigheit, Mitgefühl und Eigennutz, Widerstand und Anpassung auf engstem Raum. Der Stellenwert der Kunst im Krieg nimmt einen besonderen Raum ein, was mich schon immer fasziniert hat. Gemälde, Architektur, kulturelles Erbe und den systematischen Kunstraub der Nationalsozialisten teilen sich die Seiten mit den Protagonisten. Kunst wird hier zu Erinnerung, Identität und Widerstand, was u.a. die Tiefe des Romans zeigt. Gleichzeitig wird deutlich, was verloren geht, wenn Menschen nicht nur um ihr Leben, sondern auch um ihre Kultur und Geschichte fürchten müssen. Die sorgfältige Recherche, die flüssige Sprache und der Blick der Autorin für die großen Zusammenhänge machen dieses Buch für mich zu einem Pageturner. Dabei zeichnet Alice Austen (und im Roman stellvertretend für sie Charlotte auf Papier) das Bild einer Gesellschaft im Ausnahmezustand am Beispiel einer Hausgemeinschaft. Was Charlotte auf der Leinwand bewahrt, bewahrt der Roman in Worten. Die Bewohner des Hauses, ihre Hoffnungen, ihre Ängste, ihre Fehler und ihre Menschlichkeit. So entsteht aus vielen einzelnen Schicksalen ein großes Gesamtbild.

  • Bewertung

    aus Quickborn

    3/5

    31.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    „Nichts außer Charlotte.“

    „Nichts außer Charlotte.“ denkt François Sauvin, ihr Vater. Und er hat recht. In diesem Roman von Alice Austen begegnet der Leser vielen Bewohnern des Hauses 33 Place Brugmann in Brüssel, aber am Ende ist es zumindest für mich nur diese Charlotte Sauvin, die mich fesselte. Der Roman beginnt mit dem Protokoll der Bewohner von 33 Place Brugmann am 2. April 1939, nur eine Person ist gestrichen, weil verstorben. Am 20. Januar 1942 wird sie aktualisiert, wie sie nach Kriegsende aussehen wird, bleibt der Phantasie der Leser überlassen. Zwischen diesen beiden Daten liegt eine Welt. Alice Austen nimmt die Hausbewohner in die Pflicht, jeder berichtet aus seiner Sicht von Ereignissen, Gerüchten, Liebe, Verrat, einem Hund namens Zipper und der verschwundenen jüdischen Familie Raphaël, von Kleidern, die genäht werden und Köpfen, die für Hüte vermessen werden, und von einem ungeborenen Kind. Anfänglich fiel es mir nicht leicht, den unterschiedlichen Personen und ihren Gedankengängen zu folgen, aber ich gewöhnte mich an den ungewöhnlichen Stil. Und ich gewöhnte mich an Charlotte, die als Halbwaise bei ihrem Vater aufwächst, künstlerisch sehr begabt ist, aber vollkommen farbenblind. Die Zeit, in der der Roman angesiedelt ist, lässt schon 1939 nichts Gutes ahnen, der Faschismus wirft seine Schatten voraus, als im Mai 1940 das neutrale Belgien von deutschen Truppen überfallen wird und Ende Mai kapituliert, wäre es für die Familie Raphaël wohl sehr viel schwieriger geworden, in Sicherheit zu kommen. Die Rechtzeitigkeit ihres Verschwindens bedeutet aber für Charlotte auch, dass sie den geliebten Jugendfreund Julian verliert. Aber noch bleibt ihr Masha, eine Schneiderin, die als staatenloser Flüchtling mit einem Nansen-Pass Zuflucht gefunden hat in diesem Haus, direkt unter dem Dach, als Ersatzmutter und Freundin. Auch sie wird misstrauisch beäugt, wie fast jeder Bewohner sich vom anderen beobachtet fühlt. Die einen still, die anderen laut, so wie das ganze Haus. Die surreale Lage, in der sich die Hausbewohner ebenso wie die Deutschen befinden, wird mit Hilfe von Traumsequenzen noch verstärkt. Die ständig wechselnden Perspektiven erleichterten mir die Rezeption des Buches nicht. Das Davor und Danach machen es aber leichter, sich die Brüsseler Welt im Kleinen vorzustellen. Der Roman wurde schon im Vorfeld hochgelobt, auf der Umschlagrückseite ist zu lesen: »Das größte Leseerlebnis seit Jahren.« Oprah Daily. In der Originalfassung gibt es mindestens 20 Auszüge aus lobenden Rezensionen, bevor der Roman überhaupt beginnt. Nun sind Buchempfehlungen in jedem Fall sehr subjektiv, ich würde den Satz von Ophra Daily jedenfalls nach dem Lesen nicht verkünden. Mir hat das Buch nur teilweise gefallen, Euphorie hat es nicht ausgelöst. Und das, obwohl ich mich sehr häufig mit der Thematik Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg beschäftige. Oder gerade deshalb. Die originale Leseprobe (von amazon.de) habe ich auch noch gelesen, sie hat mir gut gefallen, ersetzt aber natürlich nicht den Eindruck für das gesamte Buch. Frauke Brodd hat den Roman aus meiner Sicht so authentisch und gut lesbar wie möglich ins Deutsche übersetzt. Fazit: Ich möchte keine ausdrückliche Leseempfehlung geben, aber empfehle das Lesen von anderen Rezensionen. Da wird vielleicht das Interesse dann doch geweckt. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

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