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Renata wasweißich Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/2,7 cm

Gewicht

307 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Renata n'importe quoi

Übersetzt von

Olga Radetzkaja

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397654-0

Beschreibung

Rezension

[...] Olga Radetzkajas deutsche Übersetzung holt diese unangestrengte Sprachbewegung, die den Lesenden volle Konzentration auf den Text ermöglicht, tongenau und geschmeidig ein. ("perlentaucher")
[...] Renata [lockt] mit ihrem bockigen, ungeformten, aber beharrlichen Geist auf eine Denkspur, die zu verfolgen sich lohnt ("perlentaucher")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/2,7 cm

Gewicht

307 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Renata n'importe quoi

Übersetzt von

Olga Radetzkaja

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397654-0

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Freiheit bis zum Äußersten

Bewertung (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 08.06.2026

Bewertungsnummer: 3161835

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Renata wasweißich“ ist ein seltsames, radikales und wirklich eigenwilliges Buch. Der Roman erschien ursprünglich schon 1967 in Frankreich und ist erst jetzt auf Deutsch erschienen. Unglaublich eigentlich, aber vielleicht passt er gerade heute besonders gut. Renata kündigt ihre Stelle und will frei sein. Nicht ein bisschen frei, sondern total frei. Frei von Arbeit, von Geld, von Regeln, von Häusern, von Menschen, die ihr helfen wollen, von allem, was irgendwie über sie bestimmen könnte. Das klingt zuerst fast komisch und auch sympathisch, weil Renata so gar nicht in diese Welt passt. Sie ist eine Außenseiterin, eine, die nicht funktionieren will. Der Stil ist dabei mindestens so wichtig wie die Geschichte. Das ganze Buch ist wie ein einziger langer Monolog geschrieben, ohne normale Punkte, nur durch Kommas getrieben. Dadurch entsteht ein starker Sog. Man ist fast die ganze Zeit in Renatas Kopf, jeder kleine Schritt, jeder Gedanke, jede Beobachtung wird mitgezogen. Das ist sehr ungewöhnlich und manchmal denkt man auch: Okay, ich habe jetzt verstanden, wie sie tickt. Aber gerade diese Konsequenz macht das Buch so besonders. Was mich wirklich beeindruckt hat: Catherine Guérard denkt Renatas Freiheitsbegriff bis zum Ende durch. Und dieses Ende ist nicht bequem. Renata ist nicht einfach eine sympathische Freiheitsheldin. Sie ist übertrieben, ungerecht, teilweise neurotisch, manchmal auch gefährlich. Aber genau das macht den Roman stark. Er zeigt nicht Freiheit als schönen Traum, sondern Freiheit in extremis. Besonders nahe ging mir, dass Renata so radikal nicht in diese Welt passt. Sie ist keine Figur, die man einfach sympathisch finden muss, aber sie ist eine, die sich nicht passend machen lässt.  Ein Buch, wie ich es so wirklich noch nie gelesen habe. Nicht leicht einzuordnen, nicht schön bequem, aber sehr stark. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

Freiheit bis zum Äußersten

Bewertung (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 08.06.2026
Bewertungsnummer: 3161835
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Renata wasweißich“ ist ein seltsames, radikales und wirklich eigenwilliges Buch. Der Roman erschien ursprünglich schon 1967 in Frankreich und ist erst jetzt auf Deutsch erschienen. Unglaublich eigentlich, aber vielleicht passt er gerade heute besonders gut. Renata kündigt ihre Stelle und will frei sein. Nicht ein bisschen frei, sondern total frei. Frei von Arbeit, von Geld, von Regeln, von Häusern, von Menschen, die ihr helfen wollen, von allem, was irgendwie über sie bestimmen könnte. Das klingt zuerst fast komisch und auch sympathisch, weil Renata so gar nicht in diese Welt passt. Sie ist eine Außenseiterin, eine, die nicht funktionieren will. Der Stil ist dabei mindestens so wichtig wie die Geschichte. Das ganze Buch ist wie ein einziger langer Monolog geschrieben, ohne normale Punkte, nur durch Kommas getrieben. Dadurch entsteht ein starker Sog. Man ist fast die ganze Zeit in Renatas Kopf, jeder kleine Schritt, jeder Gedanke, jede Beobachtung wird mitgezogen. Das ist sehr ungewöhnlich und manchmal denkt man auch: Okay, ich habe jetzt verstanden, wie sie tickt. Aber gerade diese Konsequenz macht das Buch so besonders. Was mich wirklich beeindruckt hat: Catherine Guérard denkt Renatas Freiheitsbegriff bis zum Ende durch. Und dieses Ende ist nicht bequem. Renata ist nicht einfach eine sympathische Freiheitsheldin. Sie ist übertrieben, ungerecht, teilweise neurotisch, manchmal auch gefährlich. Aber genau das macht den Roman stark. Er zeigt nicht Freiheit als schönen Traum, sondern Freiheit in extremis. Besonders nahe ging mir, dass Renata so radikal nicht in diese Welt passt. Sie ist keine Figur, die man einfach sympathisch finden muss, aber sie ist eine, die sich nicht passend machen lässt.  Ein Buch, wie ich es so wirklich noch nie gelesen habe. Nicht leicht einzuordnen, nicht schön bequem, aber sehr stark. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

Ein waghalsiges, zeitloses Buch

Jürg K. am 13.05.2026

Bewertungsnummer: 3136986

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman, fühlt sich an wie ein Riss im Alltag. Ein Moment, in dem eine Frau plötzlich innehält, die Luft anhält und dann einfach losläuft, ohne sich umzudrehen. Catherine Guérard erzählt Renatas Befreiung nicht als heroischen Aufbruch, sondern als stille, fast trotzig-poetische Geste. Eine Frau, die jahrzehntelang unsichtbar war, steht eines Morgens auf und entscheidet, dass sie nicht mehr funktionieren will. Dieser Impuls wirkt radikal, aber auch zutiefst menschlich. Was mich besonders fasziniert hat, ist die Art, wie Renata durch die Stadt streift. Nicht als Rebellin, sondern als jemand, der sich selbst neu ertastet. Die Begegnungen mit dem Handschuhverkäufer, dem Busfahrer, dem Zeitungsjungen sind wie kleine Kollisionen. Renata fegt sie nicht aus Bosheit aus ihrem Weg, sondern weil sie plötzlich nicht mehr bereit ist, sich klein zu machen. Ihr Freiheitsdrang ist roh, ungeschliffen, manchmal rücksichtslos, aber immer ehrlich. Der Roman zeigt, wie befremdlich die Welt wird, wenn man sich aus ihrem Korsett löst. Freiheit klingt verlockend, doch Catherine Guérard macht spürbar, dass sie auch Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und den Verlust von Zugehörigkeit bedeutet. Renata wird fremd in ihrem eigenen Leben und gerade darin liegt die Kraft des Textes. Für mich ein waghalsiges, zeitloses Buch über den Preis der Unabhängigkeit. Ein literarischer Befreiungsschlag, der nicht erklärt, sondern spürbar macht, wie es ist, wenn eine Frau endlich aufhört, sich selbst zu verleugnen.

Ein waghalsiges, zeitloses Buch

Jürg K. am 13.05.2026
Bewertungsnummer: 3136986
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman, fühlt sich an wie ein Riss im Alltag. Ein Moment, in dem eine Frau plötzlich innehält, die Luft anhält und dann einfach losläuft, ohne sich umzudrehen. Catherine Guérard erzählt Renatas Befreiung nicht als heroischen Aufbruch, sondern als stille, fast trotzig-poetische Geste. Eine Frau, die jahrzehntelang unsichtbar war, steht eines Morgens auf und entscheidet, dass sie nicht mehr funktionieren will. Dieser Impuls wirkt radikal, aber auch zutiefst menschlich. Was mich besonders fasziniert hat, ist die Art, wie Renata durch die Stadt streift. Nicht als Rebellin, sondern als jemand, der sich selbst neu ertastet. Die Begegnungen mit dem Handschuhverkäufer, dem Busfahrer, dem Zeitungsjungen sind wie kleine Kollisionen. Renata fegt sie nicht aus Bosheit aus ihrem Weg, sondern weil sie plötzlich nicht mehr bereit ist, sich klein zu machen. Ihr Freiheitsdrang ist roh, ungeschliffen, manchmal rücksichtslos, aber immer ehrlich. Der Roman zeigt, wie befremdlich die Welt wird, wenn man sich aus ihrem Korsett löst. Freiheit klingt verlockend, doch Catherine Guérard macht spürbar, dass sie auch Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und den Verlust von Zugehörigkeit bedeutet. Renata wird fremd in ihrem eigenen Leben und gerade darin liegt die Kraft des Textes. Für mich ein waghalsiges, zeitloses Buch über den Preis der Unabhängigkeit. Ein literarischer Befreiungsschlag, der nicht erklärt, sondern spürbar macht, wie es ist, wenn eine Frau endlich aufhört, sich selbst zu verleugnen.

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Renata wasweißich

von Catherine Guérard

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