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Schnell leben Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt. »Ein bewegendes Buch.« (Elke Heidenreich)

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.03.2026

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

27,8/22,9/1,8 cm

Gewicht

216 g

Farbe

Beige / Dunkelrot

Auflage

1

Originaltitel

Vivre Vite

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00348-7

Beschreibung

Rezension

»Brigitte Giraud erzählt eine tragische Liebesgeschichte und fragt nach Schicksal und Schuld. Klingt spannend? Dann bitte lesen!«

WDR

»Sie arbeitet das klug, und nicht larmoyant und voller Liebe für ihren Mann auf. Deswegen hat das Buch den Prix Goncourt bekommen.«

»Es ist fast tröstlich, wie sie das erzählt.«

»Es hilft uns, mit Dingen zu versöhnen, die wir nicht ändern können.«

»Ein spannendes und bewegendes Buch.«

WDR4

»Brigitte Giraud wurde für ihr autofiktional geprägtes Werk schon vielfach ausgezeichnet. Für ›Schnell leben‹ erhielt sie nun den Prix Goncourt. Eine gelungene Entscheidung.«

WDR5

»Brigitte Giraud schreibt klar, anschaulich und genau. Eine gelungene Mischung aus persönlicher Tragöde, selbstkritischer Autobiografie, spannender Erzählung und essayistischem Abschweifen.«

br24

»Was ist wichtig im Leben? Auch darum geht es in dieser facettenreichen, eindrucksvollen Lesung.«

Deutschlandfunk Kultur

»›Schnell leben‹ ist ein autofiktionaler Text, der von Beginn an in Bann schlägt. Es ist eine Sprache, so unverschnörkelt und unrhetorisch wie die von Annie Ernaux.›Schnell leben‹ setzt sich auf packende Art und Weise mit der Tatsache auseinander, wie Zufälle unser Leben bestimmen. Dass dieser Text im Grunde seines Herzens eine einzige Liebeserklärung an einen Mann ist, der nichts so sehr liebte wie die Musik: Das geht unter die Haut.«

Badische Zeitung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.03.2026

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

27,8/22,9/1,8 cm

Gewicht

216 g

Farbe

Beige / Dunkelrot

Auflage

1

Originaltitel

Vivre Vite

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00348-7

Herstelleradresse

Frankfurter Verlags-Anst.
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt
DE

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Verlust und Schuldfragen

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 27.08.2024

Bewertungsnummer: 2277319

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Frau schaut in „Schnell leben“ auf den Verlust. Das Warum schwebt im Raum. Und auch dieses: Was wäre gewesen, wenn?. Auch noch viele Jahre später geistert genau dies durch ihren Kopf. Zutiefst menschlich und auf jeden Fall berührend und sehr intensiv. Man bemerkt diese starke Liebe. Was traurig und schön ist. Aber Brigitte Giraud dringt nicht vollkommen zu mir durch. Normalerweise wäre dies ein Thema, welches mich mitnimmt. Aber hier verbleibe ich etwas distanziert. Es war ein Motorradunfall mit einer sehr schnellen Maschine. Gefährlich. Definitiv. Dies weiß diese Frau. Dennoch geistert die Frage der Schuld durch ihren Kopf. Was durchaus nachvollziehbar ist. Denn der Verlust von Claude war hart. Er war noch jung. 3 Tage nach dem Unfall zieht die junge Mutter mit ihrem kleinen Sohn in das gemeinsam gekaufte Haus, ein neuer Lebensabschnitt beginnt, doch dieser hätte anders verlaufen müssen.  Zwanzig Jahre später muss sie genau dieses Haus verkaufen und der Verlust ist nach wie vor da. Er zehrt an der Frau. Die Liebe ist noch stark. Dieser Verkauf des Hauses, das danach dem Erdboden gleich gemacht werden soll, kommt der Frau vor, wie ein nachträglicher Anschlag auf ihren Mann. Ebenso verstehbar. Denn somit hat dies noch weniger Sinn, wenn man dies überhaupt so ausdrücken darf. Aber genau dies trifft die Gefühlslage der Erzählerin. Auch wenn das Wort Sinn bei einem Verlust vielleicht völliger Unsinn ist. Den wo ist da der Sinn? Dennoch sind die Gefühle nachvollziehbar.  Denn hier muss die Frau ja aktiv werden, selber agieren. Womit eine Schuldfrage angesprochen wird. Die ja sowieso schon da sein wird. Denn sie wird sich immer wieder fragen, hätte sie selbst nicht doch den Unfall von Claude verhindern können.  In den Gedanken der Erzählerin kommt diese unschöne Situation, ihr Kampf mit diesem Verlust, mit diesem Schmerz zum Vorschein. Berührend und sehr traurig. Dennoch verbleibe ich seltsam am Rande der Geschichte. Liegt es an der Situation? Sicher nicht. Also ist es die Erzählerin. Hier kann ich weder ja noch nein sagen. Die Erzählstimme triggert mich nicht, aber irgendetwas stört mich hier sicher. Denke ich zumindest, auch wenn ich nicht benennen kann, was dies hier genau ist.  Dieses Buch ist der Prix Goncourt Preisträger von 2022, für mich ist dies nicht so nachvollziehbar, denn von einem Preisträger erwarte ich, dass er mich umhaut, mich anzündet. Und dies geschieht hier nicht. Bei anderen Lesern ist dies sicher anders. Von daher, bitte selbst lesen und sich ein eigenes Urteil zu diesem preisgekrönten Buch bilden.

Verlust und Schuldfragen

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 27.08.2024
Bewertungsnummer: 2277319
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Frau schaut in „Schnell leben“ auf den Verlust. Das Warum schwebt im Raum. Und auch dieses: Was wäre gewesen, wenn?. Auch noch viele Jahre später geistert genau dies durch ihren Kopf. Zutiefst menschlich und auf jeden Fall berührend und sehr intensiv. Man bemerkt diese starke Liebe. Was traurig und schön ist. Aber Brigitte Giraud dringt nicht vollkommen zu mir durch. Normalerweise wäre dies ein Thema, welches mich mitnimmt. Aber hier verbleibe ich etwas distanziert. Es war ein Motorradunfall mit einer sehr schnellen Maschine. Gefährlich. Definitiv. Dies weiß diese Frau. Dennoch geistert die Frage der Schuld durch ihren Kopf. Was durchaus nachvollziehbar ist. Denn der Verlust von Claude war hart. Er war noch jung. 3 Tage nach dem Unfall zieht die junge Mutter mit ihrem kleinen Sohn in das gemeinsam gekaufte Haus, ein neuer Lebensabschnitt beginnt, doch dieser hätte anders verlaufen müssen.  Zwanzig Jahre später muss sie genau dieses Haus verkaufen und der Verlust ist nach wie vor da. Er zehrt an der Frau. Die Liebe ist noch stark. Dieser Verkauf des Hauses, das danach dem Erdboden gleich gemacht werden soll, kommt der Frau vor, wie ein nachträglicher Anschlag auf ihren Mann. Ebenso verstehbar. Denn somit hat dies noch weniger Sinn, wenn man dies überhaupt so ausdrücken darf. Aber genau dies trifft die Gefühlslage der Erzählerin. Auch wenn das Wort Sinn bei einem Verlust vielleicht völliger Unsinn ist. Den wo ist da der Sinn? Dennoch sind die Gefühle nachvollziehbar.  Denn hier muss die Frau ja aktiv werden, selber agieren. Womit eine Schuldfrage angesprochen wird. Die ja sowieso schon da sein wird. Denn sie wird sich immer wieder fragen, hätte sie selbst nicht doch den Unfall von Claude verhindern können.  In den Gedanken der Erzählerin kommt diese unschöne Situation, ihr Kampf mit diesem Verlust, mit diesem Schmerz zum Vorschein. Berührend und sehr traurig. Dennoch verbleibe ich seltsam am Rande der Geschichte. Liegt es an der Situation? Sicher nicht. Also ist es die Erzählerin. Hier kann ich weder ja noch nein sagen. Die Erzählstimme triggert mich nicht, aber irgendetwas stört mich hier sicher. Denke ich zumindest, auch wenn ich nicht benennen kann, was dies hier genau ist.  Dieses Buch ist der Prix Goncourt Preisträger von 2022, für mich ist dies nicht so nachvollziehbar, denn von einem Preisträger erwarte ich, dass er mich umhaut, mich anzündet. Und dies geschieht hier nicht. Bei anderen Lesern ist dies sicher anders. Von daher, bitte selbst lesen und sich ein eigenes Urteil zu diesem preisgekrönten Buch bilden.

»Schnell leben« kreist sich…

Kata_____Lović aus Bremen am 14.10.2023

Bewertungsnummer: 2828490

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Schnell leben« kreist sich um einen großen Verlust. Sie hatten gerade ein Haus gekauft, eines, das ihr der Zeitgeist einflüsterte, da passiert es. Girauds Mann und Vater des gemeinsamen Sohnes stirbt. Ein Motorradunfall, dessen genauen Hergang und Vorboten die Autorin immer wieder versucht zu rekonstruieren, doch es bleibt eine Leerstelle und sie löst sich nicht auf. Ebensowenig wie ihre »Liternei des Wenn«, die sie Jahrelang quälte und Ausgangspunkt der Geschichte ist. »Wenn ich die Wohnung nicht hätte verkaufen wollen... Wenn sich mein Großvater nicht gerade in dem Augenblick umgebracht hätte, als wir Geld brauchten. Wenn wir den Schlüssel zu dem Haus nicht schon vor dem Einzug ausgehändigt bekommen hätten. Wenn meine Mutter nicht meinem Bruder angerufen hätte, um ihn zu sagen, dass wir über eine Garage verfügen... Wenn es geregnet hätte...« |19f Jedes Kapitel von »Schnell leben« beschäftigt sich mit einem der Wenns, geht Schritt für Schritt die Ereignisse ab, bettet die scheinbar individuellen Entscheidungen und Bedürfnisse in einer recht französischen Art in kulturelle Praktiken der Zeit und läuft auf die Katastrophe zu, die sie weder hat sehen, noch verhindern können, aber durch die Obsession der Wenns zumindest im Nachhinein versucht unter Kontrolle zu bekommen. Das Suchen und Finden von Erklärungen und Kontexten führen zu einem gelassenen und akzeptierenden Tonfall. »Schnell leben« könnte genau so gut »Weiter leben« heißen, denn zwischen den Zeilen lässt sich das weitere erfüllende Leben in einem umarmenden und hellen Sound erspüren. Brigitte Giraud erhielt für diesen runden und lebensbejahenden Roman 2022 den Prix Goncourt.

»Schnell leben« kreist sich…

Kata_____Lović aus Bremen am 14.10.2023
Bewertungsnummer: 2828490
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Schnell leben« kreist sich um einen großen Verlust. Sie hatten gerade ein Haus gekauft, eines, das ihr der Zeitgeist einflüsterte, da passiert es. Girauds Mann und Vater des gemeinsamen Sohnes stirbt. Ein Motorradunfall, dessen genauen Hergang und Vorboten die Autorin immer wieder versucht zu rekonstruieren, doch es bleibt eine Leerstelle und sie löst sich nicht auf. Ebensowenig wie ihre »Liternei des Wenn«, die sie Jahrelang quälte und Ausgangspunkt der Geschichte ist. »Wenn ich die Wohnung nicht hätte verkaufen wollen... Wenn sich mein Großvater nicht gerade in dem Augenblick umgebracht hätte, als wir Geld brauchten. Wenn wir den Schlüssel zu dem Haus nicht schon vor dem Einzug ausgehändigt bekommen hätten. Wenn meine Mutter nicht meinem Bruder angerufen hätte, um ihn zu sagen, dass wir über eine Garage verfügen... Wenn es geregnet hätte...« |19f Jedes Kapitel von »Schnell leben« beschäftigt sich mit einem der Wenns, geht Schritt für Schritt die Ereignisse ab, bettet die scheinbar individuellen Entscheidungen und Bedürfnisse in einer recht französischen Art in kulturelle Praktiken der Zeit und läuft auf die Katastrophe zu, die sie weder hat sehen, noch verhindern können, aber durch die Obsession der Wenns zumindest im Nachhinein versucht unter Kontrolle zu bekommen. Das Suchen und Finden von Erklärungen und Kontexten führen zu einem gelassenen und akzeptierenden Tonfall. »Schnell leben« könnte genau so gut »Weiter leben« heißen, denn zwischen den Zeilen lässt sich das weitere erfüllende Leben in einem umarmenden und hellen Sound erspüren. Brigitte Giraud erhielt für diesen runden und lebensbejahenden Roman 2022 den Prix Goncourt.

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von Brigitte Giraud

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