Ein persönlicher Aufruf des Bestsellerautors Daniel Schreiber zum aktiven Widerstand gegen eine Kultur des Hasses.
Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag? In seinem neuen Buch zeigt Daniel Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die größten politischen Revolutionen angestoßen hat. Ein Buch über Widerstand und Trost - und das Wiederfinden einer eigenen politischen Stimme.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
V
aus München
5/5
27.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Für alle, die an der aktuellen Lage verzweifeln
Ein wichtiges und aktuelles Buch. Der Autor stellt sich Fragen, die sich viele von uns stellen: Wie konnten wir als Gesellschaft an diesen Punkt kommen? Wann und wo wurden die Weichen für diesen Rechtsruck und den Verlust der Empathie im politischen Diskurs gestellt? Und, viel wichtiger: was können wir tun, um den Kurs wieder zu ändern? Kurz aber prägnant geschrieben möchte man dieses Buch dem gesamten Bekanntenkreis in die Hand drücken.
WortGewand
aus Krefeld
5/5
26.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wahre Aufrufe!
Wir erleben gesellschaftliche und politische Spannungen in Deutschland wie weltweit.
Viele Menschen reagieren mit Ohnmacht. Mit Lähmung. Mit Rückzug ins Private.
Psychologisch ist das nachvollziehbar. Wenn wir dauerhaft Krisenmeldungen ausgesetzt sind, entsteht ein Gefühl fehlender Selbstwirksamkeit. Dauerstress kann zu innerer Erschöpfung führen. Manchmal sogar zu Retraumatisierung alter Erfahrungen von Kontrollverlust. Rückzug wird zur Schutzstrategie.
Er beschreibt Ohnmacht als politisches Grundgefühl unserer Gegenwart. Und er stellt eine radikale, zugleich einfache Frage: Was, wenn Liebe eine politische Kraft sein kann?
Nicht romantisch. Nicht naiv.
Sondern als bewusste Praxis: den anderen nicht auf seine lauteste Meinung, seinen größten Fehler oder seine Andersartigkeit zu reduzieren. In Beziehungen zu investieren, gerade dort, wo es unbequem wird.
Das knüpft an Gedanken von Hannah Arendt, Erich Fromm und Martin Luther King Jr. an: Ohne die Anerkennung der Würde des anderen gibt es keinen tragfähigen Diskurs.
Nicht jede Krise braucht sofort neue Strukturen. Oft beginnt Veränderung mit Haltung. Mit innerer Stabilität. Mit der Fähigkeit, Realität anzuerkennen, ohne in Resignation zu kippen.
Akzeptanz ist dabei kein Aufgeben. Sie ist der Wendepunkt zurück zur Selbstwirksamkeit.
Dieses Buch fordert kein moralisches Heldentum. Es fordert Bereitschaft. Immer wieder neu zu beginnen. Immer wieder Menschlichkeit zu praktizieren.
Vielleicht ist Liebe in diesem Sinne kein Gefühl, sondern eine Entscheidung. Eine Haltung, die Resilienz stärkt individuell wie gesellschaftlich. Eine, die ergebnisoffen bleibt und dennoch Zuversicht ermöglicht.
Für mich ist es keine bloße Lektüre, sondern eine Einladung: Ohnmacht nicht als Endpunkt zu begreifen, sondern als Ausgangspunkt für innere Klarheit, Zukunftsmut und neues Handeln.
Petra
aus Grasbrunn
5/5
19.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mit Freundlichkeit und Menschenliebe gegen den Hass unserer Zeit
Wem geht es nicht so Angesicht der Weltlage, dass man sich resigniert abwendet von der Welt, weil man den Hass und die Menschenverachtung nicht mehr erträgt, die in Politik und Gesellschaft immer mehr Usus werden. Daniel Schreiber hat dies wohl ebenso empfunden und ruft zu aktivem Widerstand. Es muss wieder mehr Liebe zum Nächsten geben und mehr Gemeinsinn. Nur so kann man sich den rechtsradikalen Hetzkampagnen widersetzen.
Der Autor begründet seinen Aufruf zur politischen Liebe mit zahlreichen Zitaten bekannter Philosophen wie Hannah Arendt, Erich Fromm und Martin Luther King und zeigt damit auch wie zeitlos dieses Problem ist. Doch wie soll das nun in der Praxis aussehen? Wie soll Liebe die Politik ändern? Hier setzt Daniel Schreiber auf die kleinen Dinge: mehr Freundlichkeit im Alltag und die Schaffung von gemeinsamen sicheren Räumen, um sich über gesellschaftliche Grenzen hinaus in Ruhe und Empathie zu begegnen.
Das Buch hat mich sehr berührt und mir gezeigt, dass ich scheinbar nicht alleine da stehe mit meinen Sorgen. Ob die Lösung allerdings so einfach ist? Ich weiß es nicht, aber es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Und man hat nur zu gewinnen, wenn man seinen Mitmenschen mit Liebe begegnet, oder nicht?
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
22.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit, Respekt und Akzeptanz
„Liebe! Ein Aufruf“ von Daniel Schreiber ist ein unglaublich wichtiges Buch. Vielleicht schreckt der Inhalt manche erstmal ab - ist Nächstenliebe nicht nur etwas für religiöse Menschen?
Doch Daniel Schreiber zeigt auf sehr persönliche und tiefgründige Art auf, um was es hier geht: Um mehr Menschlichkeit, Respekt und Akzeptanz – und gegen Hass und Menschenverachtung.
Viele von uns können wohl mit dem Autor mitfühlen: „Am besten ließ sich diese Einsicht als eine umfassende Desillusionierung beschreiben. Ich fühlte mich in der Gesellschaft, in der ich lebte, immer weniger zuhause. Die Nachrichtenlage ließ mich jeden Tag von Neuem bestürzt zurück, fassungslos und traurig. Mir war die Fähigkeit abhandengekommen, die Welt zu lieben. Und ich wusste nicht, wie ich den damit einhergehenden Gefühlen von Ohnmacht und Lähmung begegnen konnte.“
Die akuelle politische Lage weltweit, die Rhetorik des Hasses, all das prägt unser aller Leben. Doch wie kann es gelingen, dem Hass und dem aktuellen politischen Diskurs etwas entgegenzusetzen?
„Die Philosophin Martha Nussbaum etwa geht davon aus, dass wir Liebe nicht nur in unserem persönlichen, sondern auch in unserem politischen Leben zum Überleben brauchen. Damit meint sie natürlich nicht, dass wir für andere Menschen und erst recht nicht für Menschen, mit denen wir uns politisch nicht einigen können, so etwas wie romantische Liebe empfinden sollten. Wir müssten noch nicht einmal Sympathie für sie empfinden, wie wir es für unsere Freundinnen und Freunde tun, erklärt sie. Die Form der Liebe, die sie meint, besteht »lediglich darin, die andere Person als vollkommen menschlich anzusehen, als ein Wesen, das auf irgendeine Weise zum Guten und zur Veränderung fähig ist«. Was nach wenig klingt, ist bei genauerer Betrachtung genau das, was unserem politischen Miteinander seit einigen Jahren abgeht, das, was ich und viele andere Menschen in den politischen Auseinandersetzungen unserer Zeit so schmerzlich vermissen. Ohne diese Form der Liebe kann es keine Form demokratischer Zusammenarbeit geben, keinen Kompromiss, kein sinnvolles Zusammenleben, keine Hoffnung.
Ohne diese Form der Liebe kann es nur Zynismus geben. Kann es nur Auseinandersetzungen von Menschen geben, die herrschen, die siegen wollen. Ohne sie ist eine dissoziative Distanznahme von der Welt alles, was uns bleibt.“
Daniel Schreibers Art zu Schreiben, seine Wortwahl, hat mir sehr gut gefallen.
Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er auf, dass die Liebe der Schlüssel zur Veränderung sein kann.
„Welche Haltung bleibt uns, um politisch aktiv zu werden? Wie kann es uns gelingen, wieder wirksam gesellschaftlich zu handeln? Immer wenn ich darüber nachdenke, komme ich auf die Liebe zurück, auf die Liebe im Allgemeinen und die Weltliebe im Besonderen. Ich muss an Hannah Arendt denken, die ihre politische Kraft reflektierte, an die Philosophie der Antike und die Theologie des Mittelalters, die ohne Liebeskonzeptionen nicht denkbar gewesen wären, an Philosophinnen und Philosophen wie Martin Buber, Emmanuel Lévinas oder Paul Ricœur, an Albert Schweitzer, Erich Fromm, bell hooks oder Martha Nussbaum, an die politischen Reflexionen von Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder Nelson Mandela. Schon immer haben Menschen über Liebe nachgedacht, in all ihren Formen. Schon immer beriefen sich soziale, religiöse und politische Bewegungen auf ihre Kraft, oft mit überwältigendem Erfolg. Doch all die Einsichten, zu denen man kam, all die hart errungenen Wahrheiten, scheinen heute oft ungelesen als trivial oder unbedeutend abgetan zu werden.“
„Liebe! Ein Aufruf“ ist ein feines, kluges Buch, das die Hoffnung schürt, dass es anders gehen könnte.
“Letztlich stellt es keine Option dar, die Welt nicht zu lieben, auch wenn diese es einem durch ihre Ungerechtigkeit, durch Krieg, Hass und Gewalt schwer macht.”
Vielen Dank an den Hanser Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!
CK
aus Raum Stuttgart
4/5
22.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Plädoyer für mehr…
Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit, Respekt und Akzeptanz „Liebe! Ein Aufruf“ von Daniel Schreiber ist ein unglaublich wichtiges Buch. Vielleicht schreckt der Inhalt manche erstmal ab - ist Nächstenliebe nicht nur etwas für religiöse Menschen? Doch Daniel Schreiber zeigt auf sehr persönliche und tiefgründige Art auf, um was es hier geht: Um mehr Menschlichkeit, Respekt und Akzeptanz – und gegen Hass und Menschenverachtung. Viele von uns können wohl mit dem Autor mitfühlen: „Am besten ließ sich diese Einsicht als eine umfassende Desillusionierung beschreiben. Ich fühlte mich in der Gesellschaft, in der ich lebte, immer weniger zuhause. Die Nachrichtenlage ließ mich jeden Tag von Neuem bestürzt zurück, fassungslos und traurig. Mir war die Fähigkeit abhandengekommen, die Welt zu lieben. Und ich wusste nicht, wie ich den damit einhergehenden Gefühlen von Ohnmacht und Lähmung begegnen konnte.“ Die akuelle politische Lage weltweit, die Rhetorik des Hasses, all das prägt unser aller Leben. Doch wie kann es gelingen, dem Hass und dem aktuellen politischen Diskurs etwas entgegenzusetzen? „Die Philosophin Martha Nussbaum etwa geht davon aus, dass wir Liebe nicht nur in unserem persönlichen, sondern auch in unserem politischen Leben zum Überleben brauchen. Damit meint sie natürlich nicht, dass wir für andere Menschen und erst recht nicht für Menschen, mit denen wir uns politisch nicht einigen können, so etwas wie romantische Liebe empfinden sollten. Wir müssten noch nicht einmal Sympathie für sie empfinden, wie wir es für unsere Freundinnen und Freunde tun, erklärt sie. Die Form der Liebe, die sie meint, besteht »lediglich darin, die andere Person als vollkommen menschlich anzusehen, als ein Wesen, das auf irgendeine Weise zum Guten und zur Veränderung fähig ist«. Was nach wenig klingt, ist bei genauerer Betrachtung genau das, was unserem politischen Miteinander seit einigen Jahren abgeht, das, was ich und viele andere Menschen in den politischen Auseinandersetzungen unserer Zeit so schmerzlich vermissen. Ohne diese Form der Liebe kann es keine Form demokratischer Zusammenarbeit geben, keinen Kompromiss, kein sinnvolles Zusammenleben, keine Hoffnung. Ohne diese Form der Liebe kann es nur Zynismus geben. Kann es nur Auseinandersetzungen von Menschen geben, die herrschen, die siegen wollen. Ohne sie ist eine dissoziative Distanznahme von der Welt alles, was uns bleibt.“ Daniel Schreibers Art zu Schreiben, seine Wortwahl, hat mir sehr gut gefallen. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er auf, dass die Liebe der Schlüssel zur Veränderung sein kann. „Welche Haltung bleibt uns, um politisch aktiv zu werden? Wie kann es uns gelingen, wieder wirksam gesellschaftlich zu handeln? Immer wenn ich darüber nachdenke, komme ich auf die Liebe zurück, auf die Liebe im Allgemeinen und die Weltliebe im Besonderen. Ich muss an Hannah Arendt denken, die ihre politische Kraft reflektierte, an die Philosophie der Antike und die Theologie des Mittelalters, die ohne Liebeskonzeptionen nicht denkbar gewesen wären, an Philosophinnen und Philosophen wie Martin Buber, Emmanuel Lévinas oder Paul Ricœur, an Albert Schweitzer, Erich Fromm, bell hooks oder Martha Nussbaum, an die politischen Reflexionen von Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder Nelson Mandela. Schon immer haben Menschen über Liebe nachgedacht, in all ihren Formen. Schon immer beriefen sich soziale, religiöse und politische Bewegungen auf ihre Kraft, oft mit überwältigendem Erfolg. Doch all die Einsichten, zu denen man kam, all die hart errungenen Wahrheiten, scheinen heute oft ungelesen als trivial oder unbedeutend abgetan zu werden.“ „Liebe! Ein Aufruf“ ist ein feines, kluges Buch, das die Hoffnung schürt, dass es anders gehen könnte. "Letztlich stellt es keine Option dar, die Welt nicht zu lieben, auch wenn diese es einem durch ihre Ungerechtigkeit, durch Krieg, Hass und Gewalt schwer macht." Vielen Dank an den Hanser Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!
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5/5
01.04.2026
eBook (ePUB)
Wie Zusammenhalt unsere Gesellschaft retten kann
Was bedeutet Liebe in einer Zeit, in der Hass und gesellschaftliche Spaltung immer lauter werden? Daniel Schreiber sucht in seinem Buch nach Antworten und denkt die Liebe radikal neu - als politische Kraft und als Haltung des Handelns - und sieht darin einen notwendigen Rettungsanker für den Zusammenhalt. Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine neue politische Kultur, in der Empathie und Zuwendung nicht als naiv, sondern als überlebenswichtiges Korrektiv verstanden werden.
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