Adalina und die Liebe zu den Büchern
Roman | Eine berührende Power-of-Friendship-Geschichte über die Macht der Bücher | Die perfekte Urlaubslektüre für den Sommer
Ein Found-Family-Roman voller Hoffnung, Lebensfreude und Small-Town-Charme
Als Adalina nach Jahren in ihr malerisches Heimatdorf in der süditalienischen Basilicata zurückkehrt, hofft sie nur auf eines: das Knattern des himmelblauen Bibliomotocarro wiederzuhören – jener kleinen fahrenden Bibliothek, mit der Maestro La Cava einst Kindern und Erwachsenen die Welt der Geschichten eröffnete. Doch das Büchermobil steht verlassen in einer staubigen Garage. Vom Maestro fehlt jede Spur.
Entschlossen, dem Büchermobil neues Leben einzuhauchen, begibt sich Adalina auf eine Reise durch enge Gassen, wilde Landschaften und zu den Erinnerungen ihrer eigenen Kindheit. Sie trifft leuchtende Kinderaugen, findet neue Freunde – und begegnet Gianluca, dessen Charme ihr Herz schneller schlagen lässt. Doch kann sie ihr Leben in Pisa wirklich hinter sich lassen?
Voller Wärme und mediterraner Leichtigkeit erzählt Tessa Hansen, wie Geschichten Herzen öffnen, Generationen verbinden – und manchmal den Mut schenken, das eigene Leben neu zu schreiben.
Inspiriert vom echten Straßenlehrer Antonio La Cava und seinem legendären Bibliomotocarro – bekannt aus der ARD-Doku »Wo Bücher die Welt bedeuten«.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Verena B.
aus Köln
5/5
26.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Hommage an das geschriebene Wort und die Fantasie
Nach acht Jahren in Pisa zieht es Adalina zurück in ihren Heimatort Ferrandina in der Basilikata, wo sie sich ganz ihrem neuen Roman widmen möchte. Mit ihrer Heimat verbindet sie nicht nur Schönes. Ihre Familie hat sie seit Jahren nicht gesehen, seit sie damals mehr oder weniger im Streit auseinandergegangen sind. Sie erinnert sich aber voller Wärme und Wehmut an die kleine rollende Bibliothek, mit der der pensionierte Maestro Antonio La Cava Bücher und Geschichten zu den Kindern der Basilikata gebracht hat, wovon auch sie selbst profitierte und in ihr den Wunsch wachsen ließ, Schriftstellerin werden zu wollen.
Während eines Spaziergangs in Ferrandina stößt sie auf das Bibliomotocarro, ebenjene himmelblaue Ape mit dem kleinen Bücheraufbau, mit der Maestro seit einem Vierteljahrhundert Kinder in den umliegenden Dörfern mit Lesestoff versorgt. Verwaist und leer steht sie in einer Garage. Adalina befürchtet das Schlimmste, denn der Maestro dürfte die 80 mittlerweile überschritten haben.
Er weilt aber nach wie vor unter den Lebenden, kann aber aufgrund eines Beinbruches zur Zeit mit der Ape nicht fahren. Da Adalina dem Maestro sehr viel zu verdanken hat, beschließt sie kurzerhand, seine Arbeit fortzuführen. Sie übernimmt das Bibliomotocarro und bringt nun selbst Bücher und Geschichten zu den Kindern…
Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist aber keine fantastische Idee der Autorin, sondern beruht auf tatsächlichen Begebenheiten Das Bibliomotocarro gibt es wirklich! Ebenso den Maestro Antonio La Cava! Und beide sind nach wie vor unterwegs, um Geschichten zu jenen zu bringen, die aufgrund der abgelegenen Lage in der Basilikata keinen Zugang zu Büchern haben! Tessa Hansen hat keine Mühen gescheut, sich selbst vor Ort einen Überblick zu verschaffen, gründlich zu recherchieren und natürlich auch Herrn La Cava persönlich zu treffen
Nun aber nochmal zur Adalinas Geschichte :
Adalinas Kindheit war von Entbehrungen geprägt. Als älteste Tochter trug sie früh Verantwortung für Haushalt und Geschwister, während ihre eigenen Wünsche wenig Raum fanden. Wie in vielen touristischen Gebieten mussten die Kinder im Sommer oft ihre Zimmer hergeben, damit Urlauber gegen Geld ein paar Tage im Ausland verbringen konnten. (Gab es auch in Deutschland btw!). Von ihr wurde ein bodenständiger Lebensweg erwartet. Doch Maestro La Cava erkannte Adalinas Talent und ermutigte sie, ihren Traum vom Schreiben zu verfolgen. Dafür legte er sogar bei ihren Eltern ein gutes Wort für sie ein, die ihren Wunsch zwar akzeptieren, Adalinas Entscheidung aber keineswegs respektieren…
Es wundert daher also nicht, dass Antonio und seine Frau Maria für Adalina so etwas wie eine Ersatzfamilie werden, während sie erst nach und nach wieder Zugang zu ihrer leiblichen Familie findet. Allmählich reift in ihr der Gedanke, länger zu bleiben oder vielleicht sogar ganz zurückzukehren. Sie hat durch die lange Abwesenheit zu ihrer Heimat, einen neuen, unverblümten Blick auf die Basilikata bekommen. Im Zuge dieser Überlegungen entscheidet sich Adalina später sogar dafür, sich ein Tiny Haus zu kaufen, welches im Garten der La Cavas stehen darf! Ein Tiny Haus!!! So etwas hätte ich total gerne!
Neben dieser Entwicklung gewährt der Roman auch Einblicke in das Schreiben selbst und in den Alltag einer Autorin. Er erzählt von Schreibblockaden, fehlender Inspiration, Vertrauen in das eigene Geschriebene, Deadlines...
So entsteht eine leise, stimmungsvolle Geschichte voller italienischem Flair, die von Zugehörigkeit, Freundschaft und Herkunft erzählt und vor allem davon, welche Kraft in Büchern steckt, wenn sie Menschen Hoffnung schenken und Horizonte erweitern.
Gerade in der zweiten Hälfte des Buches nimmt das beschauliche Leben in Ferrandina an Fahrt auf. Dient das Buch zu Beginn eher der „Orientierung“, des Kennenlernens, so erleben wir auf den letzten 200 Seiten, was passiert, wenn man mutig ist, den ersten Schritt zu wagen; sich einzugestehen, dass es so nicht weitergeht; einen Neuanfang zu wagen; die Liebe einziehen zu lassen…
Die Figuren im Buch fand ich alle sehr authentisch. Wer jetzt tatsächlich noch existiert, z.B. Vinzenzo, weiß ich nicht, aber genau so könnte es gewesen sein Auch das Cover finde ich überaus gelungen!
Tessa Hansen hat mit ihrem neuen Roman, der einen leicht schön-melancholischen Touch hat, ein wunderschönes Sommerbuch geschrieben ( wenngleich der Roman im Dezember beginnt ). Wer auf der Suche nach etwas Ruhigem ist, macht mit diesem Buch alles richtig! Er ist eine Hommage an das geschriebene Wort, an all die Geschichten, die sich jemand ausgedacht hat, um sie anderen zu erzählen! Dazu passen dann auch die „weißen Bücher“, die der Maestro an die Schüler ausgeteilt hat, um sie mit Leben zu füllen…
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
26.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Bücherliebe auf italienisch
Tessa Hansen entführt uns in ihrem neuen Buch Adalina und die Welt der Bücher nach Italien. Passend zu dem aktuellen sommerlichen Wetter, fahren wir ins Land der tollen Weine, der langen Abende und des leckeren Essen. Adalina versucht das kleine Büchermobile namens Bibliomotocarro zu retten. Es fährt nicht mehr, wieso weiß sie nicht, denn sie entdeckt es, kaputt in einer Garage. Danach nimmt alles seinen Lauf und nicht nur bei allem rund um das kleine Büchermobil wird es interessant, nein, auch bei Adalina privat ergeben sich so einige Dinge.
Das Buch hat einen ganz tollen Flair, die Atmosphäre ist so richtig schön mediterran. Egal ob unsere Hauptprotagonistin durch die Orte schlendert oder mit dem Auto durch die Landschaft fährt, immer hat man das Gefühl, das ist Italien. Als wäre man selbst dort. Dazu kommen wunderschöne Ortsbeschreibungen und auch allgemein der Schreibstil ist einfach wunderbar. Die Hauptfigur Adalina und auch der Maestro La Cava haben mir unglaublich gut von der Ausarbeitung gefallen, genauso wie alle anderen Protagonisten. Sie sind sympathisch aber dennoch realistisch und nicht kitschig geschrieben. Dazu die vielen Italienischen Beschreibungen u.a. der leckere Caffé, einfach fabelhaft. Das Buch beruht auf weitestgehend wahren Begebenheiten jedenfalls falls das Bibliomotocarro betrifft
Tessa Hansen wagt sich nach der Bücherschiff-Reihe an eine ganz andere Art von Buch und ich finde es ist ihr gänzlich gelungen, ganz anders als die ersten Bücher aber nicht weniger gut!
Kiki2705
5/5
24.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Die Liebe zu Büchern kennt keine Grenzen!
Bücher sind meine Leidenschaft und ich habe unbeschwerten Zugriff in den hiesigen Bibliotheken oder Buchhandlungen, doch wie sieht es in den einsamen abgelegenen Bergdörfern im Süden Italiens aus? Hier können die Menschen nicht einfach ums Eck gehen, um sich mit Wissen und schönen Geschichten zu versorgen. Umso wertvoller ist die Idee des Antonio La Cava, der nach seiner Pensionierung als Lehrer (Maestro) das Bibliomotocarro gegründet und mit dieser fahrenden Bibliothek seinen Weg zu den abgelegensten Dörfern gefunden hat, um dort vor allem den Kindern einen neuen Blick auf die Welt und bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.
Im Roman „Adalina und die Liebe zu Büchern“ von Tessa Hansen kehrt Adalina zu ihren Wurzeln zurück, um ihren nächsten Roman zu schreiben. Als sie durch die Gassen ihrer Heimat streift, entdeckt sie das scheinbar stillgelegte Bibliomotocarro und macht sich auf die Suche nach dem Maestro, der ihr in ihrer Kindheit mit seinen Touren, seiner Liebe zu den Büchern und mit Rat und Tat zur Seite stand. Adalina stellt schnell fest, dass sie zur Tat schreiten muss, um die Idee der fahrenden Bücherei zu retten.
Tessa Hansen erzählt eine sehr warmherzige Geschichte, die gleichzeitig auf die Probleme der abgehängten Dörfer und die Einsamkeit der Bevölkerung aufmerksam macht.
Der Roman basiert auf der wahren Geschichte des Antonio La Cava und gibt auf sehr anschauliche Weise die Gegebenheiten der Bergdörfer, aber auch die Langsamkeit des Bibliomotocarro wieder, welche Tradition und Demut vermitteln sollte.
Man erlebt die Geschichte aus der Sicht von Adalina, jedoch werden regelmäßig Tagebucheinträge von Antonio eingebaut, die eine gute Sicht auf seine Vergangenheit und seine Überlegungen werfen. Diese Mischung hat mir besonders gut gefallen.
Adalina als Protagonistin gefiel mir in ihrer energischen Art. Auch wenn ich anfangs über ihr in meinen Augen etwas übergriffiges Verhalten verwundert war, zeigt sich doch schnell, mit wie viel Leidenschaft und Liebe sie bei der Sache ist.
Gleichzeitig wird ihre nicht ganz so schöne Kindheit, das Zerwürfnis mit der eigenen Familie, den Erwartungen und Traditionen gezeigt. Ich fand diesen Part sehr schön, auch wenn er gleichzeitig traurig war, da er beide Sichtweisen zeigte und für mich die wichtige Botschaft vermittelt, sich auch in sein Gegenüber hineinzuversetzen.
Antonio La Cava ist mittlerweile schon 80 Jahre alt und gebrechlicher als er selbst zugeben mag. Dieser ältere Herr ist für mich ein wunderbares Beispiel für jemanden, der an etwas glaubt und dafür alles gibt. Auch seine Ehefrau Maria, die hinter den Kulissen alles für das Wohlbefinden ihres Ehemannes tut und dabei trotz eigener gesundheitlicher Gebrechen nie jammert, war beeindruckend.
Beide empfangen Adalina in ihrem Haus mit Herzlichkeit und ganz viel Wärme.
Insgesamt war diese Geschichte für mich ein traurig-schöner Wohlfühlroman, der mich zwischenzeitlich leicht melancholisch gestimmt hat. Die Mischung aus Realität und Fiktion ist der Autorin wunderbar gelungen und ich hatte die kleine fahrende Bücherei förmlich vor Augen und hätte mich als Kind riesig über den Besuch des Maestro gefreut.
Von mir gibt es für diese wunderschöne Geschichte eine klare Leseempfehlung und definitiv 5 von 5 Sternen!
leseHuhn
Thalia Book Circle Community
5/5
22.07.2026
Buch (Taschenbuch)
~ eine traumhafte Erzählung, die auf einer wahren Begebenheit basiert
Adalina und die Liebe zu den Büchern, von Tessa Hansen, erschienen im Insel Verlag am 23. Juni 2026
Taschenbuch 348 Seiten
Klappentext
- siehe Buchbeschreibung
Inhalt
Adalina kehrt in ihre Heimat zurück, um endlich ihr Buch zu schreiben. Aber dann entdeckt sie das Bibliomotocarro aus ihrer Kindheit. Doch die Entdeckung bringt sie in Unruhe, und somit begibt sie sich auf die Suche des Maestros. Gemeinsam mit ihm, bringt sie das Bibliomotocarro wieder auf die Straße und den Fahrten zu den Kindern in die entlegenen Dörfern Süditaliens steht nichts mehr im Wege. Aber was geschieht mit dem Buch? Und weshalb hat das Bibliomotocarro überhaupt so lange in der Garage gestanden?
Meine Meinung und Fazit
Tessa Hansen, die Autorin, führt ihre Leserschaft nach Süditalien. Dort existieren zahlreiche kleine Bergdörfer und -schulen sowie ein Maestro, dessen Ziel es ist: “Die Welt ist den Kindern in der Begrenztheit ihrer Bergdörfer fern, also bringe ich die Welt eben zu den Kindern. In Form von Büchern - Büchern, die die Welt bedeuten.” - Zitat auf Seite 65
Die Autorin lernte den Maestro persönlich kennen und reiste mit ihm in die Bergdörfer. Wir dürfen nun an der Geschichte teilhaben, die aus wahren Begebenheiten und fiktiven Elementen entstanden ist. Und jede gelesene Seite bringt uns näher nach Süditalien, zum Maestro, und seiner Ape, dem Bibliomotocarro. Dank Adalina, die als Kind das Bibliomotocarro geliebt hat, wird die Ape wieder funktionsfähig gemacht, und den Fahrten in die Bergdörfer steht nichts mehr im Weg.
Die Geschichte von Adalina und ihrer Liebe zu Büchern ist warmherzig, tiefgründig und humorvoll. Ihre Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen; sie haben Ecken und Kanten und ein großes Herz. Wer an dieser Stelle eine große Liebesgeschichte sucht, wird nicht fündig. Doch für eine Kleine, hat der Pfeil des Amor das Herz zweier Protagonisten erwischt. Im Hauptteil der Geschichte stehen jedoch Erinnerungen, Freundschaft, Familie und Zusammenhalt im Mittelpunkt. Uns werden Impressionen aus Vergangenheit und Gegenwart vorgestellt. Die Geschichte wird durch diesen fortwährenden Wechsel stark belebt.
Tessas Schreibstil weist ebenso Herzlichkeit auf, wie die Geschichte. Im gesamtem Buch finde ich viele wunderschöne Zitate, von denen einige meiner Meinung nach nicht unerwähnt bleiben sollten.
Zum Beispiel auf Seite 34:
- “Egal, wie schnell der Körper reist, die Seele reist mit der Geschwindigkeit eines akturischen Mega-Kamels.” ( aus dem Film: Per Anhalter durch die Galaxies)
oder auf Seite 41:
-“Hin und wieder lese ich Absätze oder auch schon einmal ein ganzes Kapitel ein zweites Mal, vor allem wenn die Satzmelodie oder die Poesie zwischen den Zeilen mein Herz zum Schwingen bringt.”
In vielerlei Hinsicht könnte dies mit diesem Buch passieren. Hier ist es wertvoll, einen Moment innezuhalten und das Gelesene Revue passieren zu lassen. Und genau aus diesem Grund vergebe ich hier 5 freudige Hühnchen und eine absolute Leseempfehlung.
M
5/5
21.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Richtig schön
Ein Wohlfühlroman mit Found-Family, Büchern, Italien und Small-Town-Charme!
Adalina hat nur gute Erinnerungen an das Bibliomotocarro, eine kleine fahrende Bibliothek, mit der Maestro La Cava den Kindern Bücher bringt. Doch als sie nach einigen Jahren zurück in die Heimat kommt, steht das Büchermobil und sie macht sich Sorgen …
Adalina nimmt schnell Kontakt mit dem Maestro auf und aus kindlicher Bewunderung wird eine Ersatzfamilie, denn der Maestro und seine Frau nehmen sie super lieb auf!
Die Liebe zu Büchern und das weitergeben dieser Liebe zu Geschichten an Kinder steht im Vordergrund!
Der Maestro ist ein total lieber Charakter, der sich voll der Sache widmet und viel Herzblut in das Projekt steckt.
Adalina hilft beim Büchermobil mit, will mit ihrer Familie wieder Kontakt aufnehmen und versucht gleichzeitig neue Kontakte zu knüpfen.
Eine richtig schöne Geschichte!
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