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Marmor, Quecksilber, Nebel Woraus die Welt gemacht ist | Drei berührende poetologische Expeditionen – ins Konkrete, ins Schillernde, ins Ungefähre

2

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5444

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.04.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20/12,4/1,7 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43201-3

Beschreibung

Rezension

»Es geht [Schalansky] eben darum: Woraus die Welt gemacht ist. Anregend.« ("Der Standard")
»Judith Schalanskys literarische Essays sind ein Feuerwerk geistesgegenwärtigen Suchens und Findens kulturhistorischer Bezüge. Wer ihren windungsreichen, verwegenen Denkspuren folgt, kann intellektuell nur belohnt werden.« ("kulturtipp")
»Es ist ein Vergnügen [Judith Schalansky] bei ihren Ausflügen zu folgen. ... Was für ein Buch!« ("DIE ZEIT")
»Judith Schalansky hält [der künstlichen Intelligenz] ein Verständnis menschlicher Weltaneignung entgegen, das sich durch das Unvorhergesehene auszeichnet. ... Ob sich so aus jedem einzelnen Ding die Welt entfalten lässt, mag dahingestellt sein. Dass bereits im Versuch eine eigene Wahrheit liegt, stellt ihr Buch eindrucksvoll unter Beweis.« ("wochentaz")
»›Nur so viel ist klar‹, heisst es in den Frankfurter Poetikvorlesungen, ›am Anfang, war nicht das Wort oder das Licht, sondern der Nebel‹. Zischender Dampf. Selten ist er schöner zu Literatur kondensiert als bei Judith Schalansky.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Ein erstaunliches, ein bezauberndes Buch, das glücklicher und klüger macht.« ("DER SPIEGEL")
»Was ist Natur? Und wie kann man darüber schreiben? Judith Schalansky zeigt beispielhaft, wie es geht.« ("WELT AM SONNTAG")
»Hier flirrt es gewaltig. Aber auf hohem Niveau. ... Während die Konstellationen von Wissen und Nicht-Wissen akademisch längst weiträumig theoretisiert sind, bringt Schalansky ein neuartiges, zwischen Essay und autobiografischem Erzählen oszillierendes Wissenserzählen ins Spiel.« ("Der Tagesspiegel")
»Auch bei Schalanskys neuem Buch handelt es sich um eine schier endlose Raumlandschaft, die immer neue Blickachsen und Fluchtpunkte erlaubt.« ("Hannoversche Allgemeine Zeitung")
»Judith Schalanskys literarische Essays sind ein Feuerwerk geistesgegenwärtigen Suchens und Findens kulturhistorischer Bezüge. Wer ihren windungsreichen, verwegenen Denkspuren folgt, kann intellektuell nur belohnt werden.« ("kulturtipp")

Produktdetails

Verkaufsrang

5444

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.04.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20/12,4/1,7 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43201-3

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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16211.marmor-merkur-mist. ernsthaft: eine würdigung.

bruekhe der trojer am 16.05.2026

Bewertungsnummer: 3139599

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

das buch wäre auch gut aufgehoben gewesen in meinem (als participant) seminar :dokufiktion: im wintersemester. dann hätte ich eine arbeit dazugeschrieben, ca: "(...) die sich einreiht [judith schalansky] in die tradition von alexander kluge, wolfgang theweleit, w. g. sebald in ihrem bestreben, eigentlich über alles einmal nachgedacht zu haben, was so..." punkt. aber was ist das, was sie dort aufgreift unter marmor-quecksilber-nebel? es sind nicht die ganz groszen themen der "menschheit" auf den ersten blick, aber alles hier rührt an menschheitsgeschichte. wir werden quer-durch geführt und lesen szsg. in alles rein. das \*ist\* die tradition der groszen... / denken Sie enzyklopädisch. machen Sie listen. haken Sie ab; aber um gottes willen Seien Sie niemals fertig! es gibt so viel zu lernen... wir bekommen hierbei sehr schöne einblicke [anreiszungen] aus allen möglichen gebieten; sogar die kybernetik taucht auf. natürlich die kunst, mexikanisches wrestling, leibniz-monaden - nein, nicht die kekse - aber immer auch wieder das, worüber man sich freut, und es zu schnell vergiszt. anekdotisch evident. eine konzentriert-persönliche rundumschau aus dem blickwinkel einer auch forscherin, die den sachen nachgeht. bibliotheken, archive... sind auch meine grosze leidenschaft; aber fr. schalansky geht das eben bis zum ende durch, wenn sie was interessiert und so lernen wir; aus dem was sie so wunderbar lesbar hier zusammengestellt hat. / natürlich ist das auch eine poetik, dh. wer sucht zu schreiben, wird hier \*moderne poetiken sind nicht so häufig, oder?\* wie bei h. murakami oder stephen king sehr fündig. es macht spasz, zu lesen und zu sehen, wie und wie sehr sie das handwerk versteht.

16211.marmor-merkur-mist. ernsthaft: eine würdigung.

bruekhe der trojer am 16.05.2026
Bewertungsnummer: 3139599
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

das buch wäre auch gut aufgehoben gewesen in meinem (als participant) seminar :dokufiktion: im wintersemester. dann hätte ich eine arbeit dazugeschrieben, ca: "(...) die sich einreiht [judith schalansky] in die tradition von alexander kluge, wolfgang theweleit, w. g. sebald in ihrem bestreben, eigentlich über alles einmal nachgedacht zu haben, was so..." punkt. aber was ist das, was sie dort aufgreift unter marmor-quecksilber-nebel? es sind nicht die ganz groszen themen der "menschheit" auf den ersten blick, aber alles hier rührt an menschheitsgeschichte. wir werden quer-durch geführt und lesen szsg. in alles rein. das \*ist\* die tradition der groszen... / denken Sie enzyklopädisch. machen Sie listen. haken Sie ab; aber um gottes willen Seien Sie niemals fertig! es gibt so viel zu lernen... wir bekommen hierbei sehr schöne einblicke [anreiszungen] aus allen möglichen gebieten; sogar die kybernetik taucht auf. natürlich die kunst, mexikanisches wrestling, leibniz-monaden - nein, nicht die kekse - aber immer auch wieder das, worüber man sich freut, und es zu schnell vergiszt. anekdotisch evident. eine konzentriert-persönliche rundumschau aus dem blickwinkel einer auch forscherin, die den sachen nachgeht. bibliotheken, archive... sind auch meine grosze leidenschaft; aber fr. schalansky geht das eben bis zum ende durch, wenn sie was interessiert und so lernen wir; aus dem was sie so wunderbar lesbar hier zusammengestellt hat. / natürlich ist das auch eine poetik, dh. wer sucht zu schreiben, wird hier \*moderne poetiken sind nicht so häufig, oder?\* wie bei h. murakami oder stephen king sehr fündig. es macht spasz, zu lesen und zu sehen, wie und wie sehr sie das handwerk versteht.

Wenn Wissenschaft poetisch wird

Bories vom Berg aus München am 29.05.2026

Bewertungsnummer: 3152280

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das gerade erschienene Buch der Schriftstellerin Judith Schalansky mit dem Titel «Marmor, Quecksilber, Nebel« und dem Untertitel «Woraus die Welt gemacht ist» trägt keine Genrebezeichnung. Es ist ähnlich wie bei ihrem erfolgreichen Bildungsroman «Der Hals der Giraffe» eine Mischung aus Essay und Fiktion, wobei die Thematik naturwissenschaftlicher Art ist, es geht dabei um Erkenntnisse und Empfindungen die Materie betreffend. Damit gehört die Autorin als jüngste zu den populärsten deutschen Vertretern des Natur Writing, wobei das deutlich gewachsene Umweltbewusstsein natürlich auch das zunehmende Interesse an dieser Art Literatur erklärt. Dazu passt wohl auch, dass Judith Schalansky in Jahre 2023 die Ehre zuteil wurde, als bisher neunte Schriftstellerin ein neu geschaffenes, unveröffentlichtes Werk an die norwegische ‹Future Library› in Oslo übergeben zu dürfen. Damit gehört es zum Bestand von 100 Texten, die erst im Jahre 2114 veröffentlich werden sollen. Alle eingereichten Manuskripte werden in der Osloer Bibliothek äußerst streng unter Verschluss gehalten und in Glasvitrinen ausgestellt. Eine Ehrung post mortem also! Ein parallel dazu gepflanzter Wald nahe Oslo ist im Rahmen dieser Aktion als Ausgleich für den Papierverbrauch beim künftigen Druck dieser 100 Werke vorgesehen. Wie schön, dass es solch kreative Idealisten gibt! Die drei Kapitel des vorliegenden Buches gingen aus drei im Jahre 2025 von der Autorin gehaltenen Vorträgen im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen hervor. Dabei ging es ihr um die Frage, inwieweit sich Weltgeschichte auf einen einzelnen Gegenstand zurückführen lässt. So ist es zu Beginn ein Marmorblock, der ihr bei einer Fahrt mit der Fähre durch das Thrakische Meer auffällt. Es sind gleich mehrere Tieflaster mit solch tonnenschweren Blöcken, die sie im Transportdeck bestaunt, wobei sie einem Aufdruck entnimmt, dass so ein Marmorblock 27 Tonnen wiegt. Ihre Gedanken beginnen, um dessen Beschaffenheit und seine Materialeigenschaften zu kreisen. Gerade der hier transportierte, schneeweiße Thrakische Marmor sei ja der begehrteste, stellt sie fest, weil er keine Maserung aufweist und damit für Statuen ideal geeignet ist. Die Gedanken der Ich-Erzählerin kreisen auch um dieses Material als bis in die Antike zurückreichender, begehrter Baustoff. Sie nennt einige berühmte Gebäude, in denen viel Marmor verbaut wurde, und erzählt von deren Geschichte. Sogar in ihrer heimischen Berliner Staatsbibliothek, die sie täglich aufsucht, findet sie überraschend viele Marmorflächen. In ihrem Buch verknüpft die Autorin gekonnt die Geschichte des Marmors mit einer Vortragsreise zur Uni in Guadalajara sowie einem Ausflug auf den Brocken im Harz. Dabei stellt speziell der Nebel auf dem Berg die Verbindung her zu historischen Betrachtungen über die Welterschließung, zum Beispiel in Form von Orakelsprüchen, löst aber auch skeptische Reflektionen der KI gegenüber aus. Am Beispiel Marmor zeigt sie die Gemeinsamkeit zur Schreibarbeit auf: In beiden Fällen liege zu Beginn ein unbehauener Block vor, der intensiv und sorgfältig bearbeitet werden muss, um dann in Vollkommenheit erstrahlen zu können. Wie die Statue im Marmor, so lag für die Autorin ihr Text bereits im Stofflichen vor, sie musste ihn für dieses Buch nur herausarbeiten wie Michelangelo seinen David. Der Text ist angereichert mit vielen Querverweisen und Reflexionen in die Kulturgeschichte, die allesamt zur Unterstützung ihrer verschiedenen Thesen dienen sollen, denn jeder Aspekt zieht eine neue Betrachtung nach sich. «Wenn ich wüsste was ich tue» hat Judith Schalansky dem Tagesspiegel gestanden, «dann täte ich es nicht». Daraus kann man folgern, sie sei mitgerissen worden von einem Gedankenstrom bei ihrem Text, der die materiellen Rahmenbedingungen von Literatur zum Gegenstand hat. Dazu gehört auch die bange Frage: Wo liegt die Zukunft des Buches? Viele Leser dürften mit den wild wuchernden Assoziationen dieses von vermeintlichen Erkenntnissen geradezu strotzenden Werkes ihre Probleme haben, - andere werden jubeln!

Wenn Wissenschaft poetisch wird

Bories vom Berg aus München am 29.05.2026
Bewertungsnummer: 3152280
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das gerade erschienene Buch der Schriftstellerin Judith Schalansky mit dem Titel «Marmor, Quecksilber, Nebel« und dem Untertitel «Woraus die Welt gemacht ist» trägt keine Genrebezeichnung. Es ist ähnlich wie bei ihrem erfolgreichen Bildungsroman «Der Hals der Giraffe» eine Mischung aus Essay und Fiktion, wobei die Thematik naturwissenschaftlicher Art ist, es geht dabei um Erkenntnisse und Empfindungen die Materie betreffend. Damit gehört die Autorin als jüngste zu den populärsten deutschen Vertretern des Natur Writing, wobei das deutlich gewachsene Umweltbewusstsein natürlich auch das zunehmende Interesse an dieser Art Literatur erklärt. Dazu passt wohl auch, dass Judith Schalansky in Jahre 2023 die Ehre zuteil wurde, als bisher neunte Schriftstellerin ein neu geschaffenes, unveröffentlichtes Werk an die norwegische ‹Future Library› in Oslo übergeben zu dürfen. Damit gehört es zum Bestand von 100 Texten, die erst im Jahre 2114 veröffentlich werden sollen. Alle eingereichten Manuskripte werden in der Osloer Bibliothek äußerst streng unter Verschluss gehalten und in Glasvitrinen ausgestellt. Eine Ehrung post mortem also! Ein parallel dazu gepflanzter Wald nahe Oslo ist im Rahmen dieser Aktion als Ausgleich für den Papierverbrauch beim künftigen Druck dieser 100 Werke vorgesehen. Wie schön, dass es solch kreative Idealisten gibt! Die drei Kapitel des vorliegenden Buches gingen aus drei im Jahre 2025 von der Autorin gehaltenen Vorträgen im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen hervor. Dabei ging es ihr um die Frage, inwieweit sich Weltgeschichte auf einen einzelnen Gegenstand zurückführen lässt. So ist es zu Beginn ein Marmorblock, der ihr bei einer Fahrt mit der Fähre durch das Thrakische Meer auffällt. Es sind gleich mehrere Tieflaster mit solch tonnenschweren Blöcken, die sie im Transportdeck bestaunt, wobei sie einem Aufdruck entnimmt, dass so ein Marmorblock 27 Tonnen wiegt. Ihre Gedanken beginnen, um dessen Beschaffenheit und seine Materialeigenschaften zu kreisen. Gerade der hier transportierte, schneeweiße Thrakische Marmor sei ja der begehrteste, stellt sie fest, weil er keine Maserung aufweist und damit für Statuen ideal geeignet ist. Die Gedanken der Ich-Erzählerin kreisen auch um dieses Material als bis in die Antike zurückreichender, begehrter Baustoff. Sie nennt einige berühmte Gebäude, in denen viel Marmor verbaut wurde, und erzählt von deren Geschichte. Sogar in ihrer heimischen Berliner Staatsbibliothek, die sie täglich aufsucht, findet sie überraschend viele Marmorflächen. In ihrem Buch verknüpft die Autorin gekonnt die Geschichte des Marmors mit einer Vortragsreise zur Uni in Guadalajara sowie einem Ausflug auf den Brocken im Harz. Dabei stellt speziell der Nebel auf dem Berg die Verbindung her zu historischen Betrachtungen über die Welterschließung, zum Beispiel in Form von Orakelsprüchen, löst aber auch skeptische Reflektionen der KI gegenüber aus. Am Beispiel Marmor zeigt sie die Gemeinsamkeit zur Schreibarbeit auf: In beiden Fällen liege zu Beginn ein unbehauener Block vor, der intensiv und sorgfältig bearbeitet werden muss, um dann in Vollkommenheit erstrahlen zu können. Wie die Statue im Marmor, so lag für die Autorin ihr Text bereits im Stofflichen vor, sie musste ihn für dieses Buch nur herausarbeiten wie Michelangelo seinen David. Der Text ist angereichert mit vielen Querverweisen und Reflexionen in die Kulturgeschichte, die allesamt zur Unterstützung ihrer verschiedenen Thesen dienen sollen, denn jeder Aspekt zieht eine neue Betrachtung nach sich. «Wenn ich wüsste was ich tue» hat Judith Schalansky dem Tagesspiegel gestanden, «dann täte ich es nicht». Daraus kann man folgern, sie sei mitgerissen worden von einem Gedankenstrom bei ihrem Text, der die materiellen Rahmenbedingungen von Literatur zum Gegenstand hat. Dazu gehört auch die bange Frage: Wo liegt die Zukunft des Buches? Viele Leser dürften mit den wild wuchernden Assoziationen dieses von vermeintlichen Erkenntnissen geradezu strotzenden Werkes ihre Probleme haben, - andere werden jubeln!

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Marmor, Quecksilber, Nebel

von Judith Schalansky

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