"Wenn du zuhören würdest, wüsstest du es auch. Wie das Herz einer Geisterstadt schlägt. Nur dadurch lässt sich der Spuk austreiben."
London, 1867
Ivy studiert an der Königlichen Akademie für Geisteraustreibung. Als sie für die Abschlussprüfung aufgrund ihres Geschlechts übergangen wird, bleibt ihr nichts anderes übrig, als die exzentrische Dozentin Miss Feyler um Hilfe zu bitten. Die selbsternannte »Häuserflüsterin« redet nicht nur mit ihrem mechanischen Hund, sie versucht auch, mit Spukhäusern zu sprechen, um sie zu beruhigen. Ivy ist skeptisch, doch bald stellt sie fest, dass sie für ihre Berufung nicht nur Neues lernen, sondern auch alles riskieren muss ...
Magnolia Feyler hatte sich nach ihrem letzten Auftrag geschworen, nie wieder einen Fuß in ein Spukhaus zu setzen. Das ändert sich, als Ivy ihr von der irischen Geisterstadt Port berichtet. Denn Prof. Thompson und die Schüler, die vor ihnen aufgebrochen sind, unterschätzen den Fall gewaltig. Schnell realisiert Magnolia, dass Geisterstädte nach anderen Regeln spielen als ihre geliebten Spukhäuser. Und Port wird nicht ruhen, ehe sie den Fremden das Grauen begreiflich gemacht hat, das ihre Bewohner in der Großen Hungersnot erleiden mussten ...
Häuserflüsterin-Reihe:
Band 1: Die Seele eines Spukhauses
Band 2: Das Herz einer Geisterstadt
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Saskia
5/5
06.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Perle abseits des Mainstreams
Steampunk? Mystery? Starke Frauen? Und eine Stadt die eine Geschichte zu erzählen hat? Klingt gut ?
Dann kommt doch mit nach Port
In dem Buch Das Herz einer Geisterstadt erzählt die Autorin Helena Gäßler eine ganz besonders atmosphärische Geschichte.
Im Mittelpunkt der Geschichten stehen Ivy und Magnolia.
Ivy ist talentiert, wissbegierig und ehrgeizig und doch wird sie von der Abschlussprüfung ausgeschlossen weil sie weiblich ist.
Als eigentliche Notlösung gedacht erweist sich die Zusammenarbeit mit Magnolia Fyler als Glücksfall für beide Frauen.
Magnolia wollte nach traumatischen Erfahrungen eigentlich nie wieder einen derartigen Auftrag annehmen und nun wird sie in Port mehrfach an ihre Grenzen geführt.
In der Geisterstadt angekommen eröffnet sich nicht nur den beiden sondern auch dem Lesenden eine verlassene Stadt, die nicht zur Ruhe kommt. Sie ist geprägt von historischem Leid und einer großen Hungersnot, Eindringlinge verursachen unerklärliche Reaktionen und so werden Wegen verschluckt und neue erschaffen.
Die Manifestationen machen das Leid der ehemaligen Bewohner*innen deutlich und fühlbar und decken Grausamkeiten der damaligen Zeit auf.
Das Buch bietet dadurch eine tolle, emotionale Mischung aus Mystik, Magie und Historie.
Weiterhin macht sie deutlich, dass man lernen muss sich selbst zu vertrauen und es eine Punkt gibt an denen man sich seinen eigenen Grenzen und Ängsten stellen sollte, damit man befreiter weiter gehen kann.
Auch wird deutlich gemacht, dass man sich manchmal besser drauf einlassen sollte zu verstehen, was unbekanntes uns versucht zu erzählen statt es direkt sinnlos zu bekämpfen. Leise Töne verraten oft mehr als man denkt.
Ich hatte wunderbare Lesestunden mit diesem Buch und bin sehr fasziniert davon, schon wieder ein Buch abseits des Mainstreams gefunden zu haben, das außer einer guten Story in einer besonderen Welt noch so viel mehr zu erzählen hat.
Bewertung
5/5
21.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wieder ein Jahreshighlight ✨
Wie auch schon der erste Band der Reihe, Die Seele eines Spukhauses, konnte mich dieser Band auch wieder komplett in seinen Bann ziehen. Das Buch ist gruselig (Achtung Ratten) und traurig aber auch lustig. Mein Highlight war es natürlich Magnolia und Robby wieder zu treffen und mit ihnen zusammen auf ein neues Abenteuer zu gehen. Ich wünschte es gäbe noch weitere Bände, weil ich einfach nicht genug bekommen kann von dieser Welt und den Charakteren. Diese Reihe wird immer eines meiner absoluten Favoriten bleiben.
Vanessa Eichner
5/5
26.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schaurig-düstere Steampunk-Geistergeschichte
Schneeflocken fielen aus einem grauen Himmel und schmolzen auf dem Pflaster der Stadt. Ivy saß am Fenster und beobachtete, wie sie vorbeischwebten. Die Kristalle tanzten und wirbelten durch die Winterluft, wild und frei. - 2%
Es ist schon rund 4 Jahre her, dass ich "Die Seele eines Spukhauses" von Helena Gässler gelesen habe. Ich war so begeistert von dem Buch, habe die unheimliche Atmosphäre geliebt, die Geister-Story mit Steampunk-Elementen war so spannend und auch die Charaktere fand ich grandios.
Als ich dann vor ein paar Monaten erfahren habe, dass mit "Das Herz einer Geisterstadt" eine Fortsetzung erscheinen wird, habe ich mich so unfassbar gefreut!
"Das Herz einer Geisterstadt" spielt ein paar Jahre nach "Die Seele eines Spukhauses". Hier geht es um Ivy, die an der königlichen Akademie für Geisteraustreibung studiert und kurz vor ihrer Abschlussprüfung steht. Einzig und allein aufgrund der Tatsache, dass sie eine Frau ist, wird sie bei dieser Prüfung allerdings übergangen.. und ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich an Magnolia Feyler (Hauptfigur aus dem ersten Band) zu wenden und diese um Hilfe zu bitten. Magnolia hat sich geschworen, nie wieder ein Spukhaus zu betreten, doch als sie von Ivy hört, dass Prof. Thompson mit 2 seiner Schüler in die Geisterstadt Port reisen will und diesen Fall vollkommen unterschätzt, macht sie sich zusammen mit Ivy ebenfalls auf den Weg dorthin. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass sich Geisterstädte ganz anders verhalten, als Spukhäuser.
Nachdem mich "Die Seele eines Spukhauses" ja sehr begeistern konnte, hatte ich unbewusst echt ein bisschen Angst, dass mich "Das Herz einer Geisterstadt" nicht so überzeugen oder mich sogar enttäuschen könnte. Glücklicherweise war das vollkommen unbegründet, es war sogar das genaue Gegenteil der Fall und ich würde schon fast behaupten, dass mir "Das Herz einer Geisterstadt" noch einen Ticken besser gefallen hat.
Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen im Bann dieser Geschichte. Die Atmosphäre ist auch hier wieder wunderbar schaurig und düster und hat mich gefangen genommen.
Helena Gässlers Schreibstil las sich wunderbar flüssig und ich habe beim Lesen teilweise vollkommen die Zeit vergessen, bin nur so durch die Seiten geflogen. Sie erzählt die Geschichte sowohl aus Sicht von Ivy als auch aus Sicht von Magnolia im personalen Erzähler und fügt immer wieder Einträge aus den Logbüchern der beiden Frauen ein, was ich wirklich toll finde.
Ivy gefiel mir als Protagonistin richtig gut. Die junge Frau kommt aus gutem Hause und ist Studentin an der Akademie für Geisteraustreibung, was nicht bei jedem gut ankommt. Als Frau ist sie immerhin nicht geeignet für den Beruf als Exorzistin und sollte lieber heiraten und Kinder bekommen. Neben der Geistergeschichte behandelt Helena Gässler hier also auch gesellschaftskritische Themen wie die Erwartungshaltung an junge Frauen im 19. Jahrhundert. Ivys Entwicklung im Lauf des Buches hat mir richtig gut gefallen, sie hat mich vollkommen von sich überzeugt und konnte mich sehr mitreißen.
Magnolia kennen wir schon aus "Die Seele eines Spukhauses" und hier spielt sie als Mentorin von Ivy erneut eine wichtige Rolle. Mittlerweile ist sie Dozentin und hat seit ihrem letzten Fall kein Spukhaus mehr betreten. Ab und zu wird Bezug auf die Geschehnisse in "Die Seele eines Spukhauses" genommen, man kann die Bände aber problemlos unabhängig voneinander lesen. Magnolia mochte ich wieder sehr gern und auch sie ist eine vollkommen überzeugende Figur, die mich mitreißen konnte.
"Das Herz einer Geisterstadt" spielt, wie man am Titel schon erahnen kann, in einer Geisterstadt, die sich allerdings als gefährlicher herausstellt als gedacht. Diese Gefahr spürt man unterschwellig die ganze Zeit, im Verlauf kommt diese dann immer mehr und mehr an die Oberfläche. Nicht nur die Atmosphäre ist schaurig und düster, auch die Story hält einiges bereit und ist gruselig und stellenweise sehr grausam. All das Unrecht, das der Stadt und ihren Bewohnern widerfahren ist, all diese Wut... Das Buch hat mich kaum losgelassen und ich glaube, wenn es mir möglich gewesen wäre, hätte ich das Buch in einem Rutsch verschlungen. Es ist so spannend, so packend, Helena Gässler konnte mich nicht nur ein Mal mit dem, was hier passiert, überraschen. Ein richtiger Pageturner.
Mein Fazit:
"Das Herz einer Geisterstadt" ist eine grandiose Fortsetzung, die dem ersten Band in absolut nichts nachsteht. Die schaurig-düstere Atmosphäre hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen, die Geistergeschichte mit Steampunk-Einflüssen hat mich nicht mehr losgelassen und die Charaktere haben mich vollkommen von sich überzeugt. Ich kann euch das Buch, das sich theoretisch unabhängig lesen lässt, NUR ans Herz legen, aber auch den ersten Band kann ich wirklich von Herzen empfehlen.
Mia
5/5
26.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bist du bereit dem Spuk nach Port zu folgen?
Nach "Die Seele eines Spukhauses" folgt der zweite Band von Helena Gässler. Dieses Mal begleiten wir Magnolia Feyler in die Geisterstadt Port - doch sie ist nicht alleine! Neben ihrem treuen Hund Robby, bekommt sie tatkräftige Unterstützung. Die eigentliche Protagonistin des Buches ist Ivy, eine junge Studentin der Akademie, die allen gesellschaftlichen Widrigkeiten zum Trotz Exorzistin werden möchte. Ivy ist fest entschlossen und lässt sich auch von ihren eigenen Vorurteilen nicht aufhalten. Warum sucht man sich auch die exzentrische, eigenbrödlerische Dozentin Miss Feyler aus, um ihre Abschlussprüfung zu bestreiten. Genau diese führt die beiden Frauen nach Port! Mehr möchte ich nicht verraten...
Mal abgesehen davon, dass das Buch unglaublich gut die gesellschaftlichen Probleme von Frauen in für "sie nicht vorgesehenem Beruf" widerspiegelt - mein Gott wie oft wollte ich ins Buch greifen und einen der Herren am Kragen schütteln - so entspinnt sich eine vielschichtige Geschicht. Wer "die Seele eines Spukhauses" gelesen hat, der weiß, dass Spukhäuser einen eigenen Kopf und ganz eigene Beweggründe für ihre Taten haben. Doch was passiert, wenn es nicht mehr um ein einzelnes Haus geht, in dem sich Spuk manifestiert? Was passiert, wenn das Unrecht, dass einer ganzen Stadt widerfahren ist, sich bahn bricht und gegen diejenigen richtet, die gekommen sind, um zu helfen?
Ivy und Magnolia sind - nach anfänglichen Startschwierigkeiten ein unschlagbares Team. Magnolia mit ihren exzentrischen Methoden und Ivy mit ihren Vorurteilen gegenüber diesen entwickeln eine wundervolle, ganz eigene Dynamik. Die Charaktere sind liebenswert und ich kann mich nicht entscheiden, wer die eigentliche Protagonistin ist - vielleicht ist es die Synergie, die sich ergibt, wenn zwei starke Frauen versuchen, das Blatt zum Guten zu wenden. Wer das Spukhaus und Magnolia geliebt hat, wird auch die Geisterstadt Port lieben - ich tue es jedenfalls. Die Gesichte ist vielschichtig, wohl durchdacht und nicht so vorhersehbar, wie ich am Anfang gedacht hatte - der Spuk ist gefährlich, der Ausgang ungewisse, also bist du bereit dem Spuk nach Port zu folgen?
Bewertung
5/5
31.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gruselig, interessant und spannend!
Diese Geschichte hat mich nicht losgelassen, obwohl ich sie ab und zu zur Seite legen musste einfach weil der Schreibstil so realistisch für mich war.
Ich hab mich gegruselt.
Ich habe ebenfalls versucht die Stadt zu verstehen
Ich habe auch die Angst gespürt und die Zweifel.
Hier passiert einiges und interessante Fragen werden aufgeworfen.
Die beiden Perspektiven haben mir richtig gut gefallen, weil sie so unterschiedlich sind und die Entwicklungen dadurch wirklich erlebbar waren.
Aber: Jetzt will ich Band 1 nochmal lesen, auch wenn dieser gruseliger war, aber genauso unter die Haut gehend wie die Geisterstadt.
Und wer weiß: Vielleicht bekommen wir noch einen weiteren Band, einfach weil ich wieder in diese Welt eintauchen möchte!
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