Geheimdienste, die über Leichen gehen. Eine Regierung, die schweigt. Eine junge Journalistin, die die Wahrheit sucht - aktueller, brisanter und kritischer kann ein Thriller gerade nicht sein.
Carla Bergmann, als junge Praktikantin neu in der Lokalredaktion der Morgenpost, geht einer Meldung im Polizeibericht nach und stößt auf Ungereimtheiten. Bei regimekritischen Exilrussen wurde eingebrochen. Es liegt nahe, dass der russische Geheimdienst dahintersteckt. Aber warum wollten deutsche Behörden den Fall vertuschen? Nachdem ein Informant vor Carlas Augen ermordet wird, erhält sie Unterstützung von Jan Koller, Hauptstadtkorrespondent der Morgenpost und einstmals gefeierter Investigativjournalist. Alle Spuren führen nach Kiew. Welche Rolle spielt dort ein großer deutscher Rüstungskonzern? Auf der Suche nach der Wahrheit stoßen Carla und Jan auf immer größere Widerstände, selbst im eigenen Haus. Und schneller, als es ihnen bewusst ist, befindet sich auch ihr eigenes Leben in Gefahr.
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Politthriller, packend mit bedrohlichem Zukunftsszenario
Ilses Lesetipps aus Wien am 06.06.2026
Bewertungsnummer: 3160103
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Die Praktikantin“ von Horst Eckert ist ein packender Polit-Thriller, der im Journalisten-Milieu angesiedelt ist.
Das 2026 erschienene Buch gliedert sich pro Handlungstag in neun Abschnitte bzw. in 87 extrem kurz gehaltene Kapitel. Deren Kürze bzw. die jeweiligen Orts- und Perspektivenwechsel jagen einen als Leser regelrecht durch die Handlung. Der Schreibstil ist flüssig, von Beginn an mitreißend, spannungsgeladen, abwechslungs- und temporeich. Die Handlung spielt in der Gegenwart, gewährt sowohl einen eindrucksvollen Einblick in den Arbeitsalltag von Journalisten als auch in politische Machenschaften und Ranküne. Gekonnt fließen Fiktion und reale Hintergründe ineinander über, wobei manche Zukunftsvisionen nicht nur bedenklich, sondern regelrecht bedrohlich wirken, schockieren und nachdenklich stimmen.
Das Buch ist ab der ersten Seite fesselnd. Man wird regelrecht hineingezogen in das Geschehen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Personen, die beim Zeitungsverlag „Morgenpost“ beschäftigt sind: die junge Praktikantin Carla Bergmann und der routinierte Investigativjournalist Jan Koller, aus deren Sicht man den Ermittlungen folgt. Aus einer kurzen, unscheinbaren Meldung im Polizeibericht, der Carla nachgeht, entwickelt sich eine höchst gefährliche Recherche. Bevor Carla sich mit ihm treffen kann, wird ein Interviewpartner vor ihren Augen getötet. Trotzdem verfolgen Jan und Carla Spuren bis nach Kiew und entdecken, dass ein deutscher Rüstungskonzern zweifelhafte Ziele verfolgt.
Jan und Carla sind sympathische Protagonisten, aus tiefstem Herzen und mit vollem Einsatz Journalisten. Jan ist ein alter Hase, der über langjährige Erfahrung und maßgebliche Beziehungen verfügt, aber Carla als Newcomerin beeindruckte mich noch mehr mit ihrer Zielstrebigkeit, exzellentem journalistischen Spürsinn, Mut und Idealismus. Die beiden bilden ein exzellentes Team. Ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung, denn ich möchte gerne noch weitere Fälle mit ihnen lesen.
Mich hat dieser Thriller vollauf begeistert, hat mich kaum losgelassen, bot alles, was ich mir von diesem Genre erwarte: stetige Spannung, Action, Gänsehautfeeling, Mitfiebern, überzeugende Ermittler, überraschende Wendungen und schlüssige Lösungen. Dazu kommt noch der hochaktuelle Bezug.
Eine unbedingte Leseempfehlung! 5 Sterne!
Brisanter Polit-Thriller
Martin Schult aus Borken am 17.05.2026
Bewertungsnummer: 3141409
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der erste Tag von Carla Bergmann als Praktikantin in der Lokalredaktion der Morgenpost könnte nicht spannender beginnen. Ein scheinbar belangloser Einbruch bei investigativen Exilrussen landet auf Carlas Tisch und ihre Recherchen ergebn, dass die gefassten Täter schnell wieder auf freien Fuss gesetzt wurden. Was steckt hinter der Aktion? Eventuell Geheimdienstaktivitäten in Verbindung mit dem immer noch andauernden Ukraine-Russland-Konflikt? Der Fall wird zunehmend komplexer und Carla bekommt die Hilfe von Jan Koller, einen in der Öffentlichkeit akzeptierter Investigatvjournalist. Die Spur führt in die Ukraine und für die beiden wird das Ganze auch persönlich immer gefährlicher...
Der deutsche Autor Horst Eckert ist für mich ein Garant für packende und hochaktuelle Polit-Thriller. Er konnte mich schon mehrfach begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich nach wenigen Seiten bereits in den Bann ziehen konnte. Dabei arbeitet Horst Eckert mit vielen kurzen Kapiteln, die mit ihren jeweiligen Perspektivwechseln das Tempo des Thrillers noch weiter anstacheln. Der Spannungsbogen wird mit dem mysteriösen Einbruch sehr gut aufgebaut und über den sich daraus entwickelnden Geschehnissen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Sehr gut gefallen hat mir der Bezug zu aktuellen politischen Themen im eigenen Land, wie in diesem Fall der Zusammenbruch der Koalition und dem Ringen um die Macht im Land. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale, welches für mich fast ein wenig plötzlich daherkam, fesseln.
Insgesamt reiht sich "Die Praktikantin" für mich nahtlos in die Liste hervorragend recherchierter und packender Polt-Thriller aus der Feder von Horst Eckert ein. Es gelingt ihm mal wieder die aktuelle Brisanz in der Politk zum Thema einer spannenden Geschichte zu machen und so den Leser aufgrund der erschreckend realistischen Darstellung zum Nachdenken anzuregen. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung und natürlich die vollen fünf von fünf Sternen.
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