Produktbild: Hofsommer

Hofsommer Roman

4

25,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30253

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.04.2026

Verlag

Heyne

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,2/13,3/2,9 cm

Gewicht

383 g

Farbe

Mokka / Elfenbein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27531-7

Beschreibung

Rezension

»Unglaublich einfühlsam erzählter Roman, der auf persönlichen Erlebnissen basiert.« Für Sie

Produktdetails

Verkaufsrang

30253

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.04.2026

Verlag

Heyne

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,2/13,3/2,9 cm

Gewicht

383 g

Farbe

Mokka / Elfenbein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27531-7

Herstelleradresse

Heyne Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotional

    Doreen lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in München. Aufgewachsen ist sie auf dem Hof Fallera im Osten Deutschlands. Damals wollte sie unbedingt weg, sich ein eigenes Leben aufbauen. Jetzt kommt sie zurück. Zurück zu ihren Großeltern, die beschlossen haben zu sterben. Die Großmutter ist schwer krank, hat keinen Lebenswillen mehr. Ihr Großvater möchte nicht ohne seine Frau sein, baut auch immer mehr ab. Doreen kehrt nicht nur in ihre Heimat zurück, sondern auch an einen Ort, der nie mehr so sein wird wie in ihrer Erinnerung. Ein stiller Roman über Abschied, Selbstbestimmung und Heimat. Doreen ist hin- und hergerissen. Sie sehnt sich nach ihrer Kindheit auf dem Dorf. Hat sich aber auch in München ein Leben aufgebaut. Sie kann die Großeltern nicht verstehen, möchte nicht ohne sie sein und versucht verzweifelt sie umzustimmen. Hanna Heim schreibt sehr atmosphärisch. Die Pferde, der Stall, der Geruch von Sommerregen, war für mich fast spürbar. Erzählt wird eher ruhig, ohne dramatische Wendungen. Einzig in den Dialogen wird die Sprache manchmal dramatischer. Die Beschreibungen des Pferdehofs sind fast schon zärtlich. Doreens emotionale Verbindung wird gerade dadurch sehr deutlich. Die Verbindung zwischen ostdeutscher und persönlicher Geschichte ist toll umgesetzt. Wandel, Verlust, Familie, Dorfgemeinschaft. Richtig stark. Ich bin in der DDR aufgewachsen, am Wochenende auf dem Dorf. Da kam mir einiges sehr bekannt vor. Der Wunsch nach dem selbstbestimmten Tod der Großeltern lässt sicher keinen Leser kalt und regt zum Nachdenken an. Manchmal bedeutet Liebe vielleicht auch Loslassen. Ein intensiver und berührender Roman, der nachdenklich macht. Empfehle ich euch sehr gern weiter.

  • Arietta

    aus Traben-Trarbach

    5/5

    09.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der letzte Sommer

    Meine Meinung zur Autorin Es war mein erster Roman von Hanna Heim, sie erzählt darin Ihre Familengeschichte und dem Tod ihrer Großeltern. Die Geschichte ist sehr respektvoll und real erzählt .Ich konnte Doreen nachempfinden wie es ihr ging, sie hängt mit allen Fasern an ihren Großeltern und hätte am liebsten wenn sie ewig leben würden. Ich habe meine Großmutter auch sehr geliebt, sie war wie eine Mutter für mich , aber sehr krank, ich habe es akzeptiert dass sie sterben wollte, 1983 ging das nicht so einfach wie heute. Aber ich habe gebetet dass sie erlöst wird, es war ihr letzter Wunsch an mich. Deshalb verstehe ich Doreen, spüre ihre innere Zerrissenheit, vielleicht sehe ich es heute deshalb auch anders. Doreen ist ganz aus dem Häuschen als sie vom Wunsch ihrer Großeltern Maria und Helmut erfährt zusammen sterben zu wollen. Sie fährt von München aus in die ehemalige DDR nach Fallera dem Pferdehof, den ihre Großeltern aufgebaut haben. Sie will die beiden von dem Plan unbedingt abbringen, Maria ist sehr dickköpfig und Doreen steht ihr in dem Nach. Sie kann es denn beiden noch so schmackhaft machen, sie gehen nicht darauf ein. Nein ihre Enkeltochter soll die Alleinerbin sein, die will nicht ihr Mann und die beiden Kinder sind in München, und auch ihre Arbeitsstelle. Sie stellt alles mögliche an, backt mitten im Sommer mit den Großeltern Weihnachtsgebäck. Auch Doreen Mutter Sahra , versucht Ihrer Tochter bei zu stehen. Es war sehr emotional Doreen zu begleiten, ob Pferdehof, die Gegend, auf ihrem Lieblingsbank draußen zu sitzen. Ihre Gefühle und Ängste , endgültig Abschied zu nehmen, und ob sie die Zukunft auf Fallera meistern kann. Eine sehr schöne,,ergreifende und emotionale Geschichte.

  • MarieOn

    3/5

    24.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterhaltsam aber nicht überzeugend

    Doreen klaubt Amelie vom Boden auf. Die will bei achtzehn Grad Außentemperatur ihre gefütterten Einhornstiefel anziehen. Doreen hat keine Zeit, das auszudiskutieren. Sie hat ihr die Turnschuhe übergestreift, ihr brüllendes Kind auf die Arme gehoben und lässt sich jetzt treppabwärts von kleinen Fäusten auf die Brust hämmern. Ab in den Kindergarten mit dem Energiebündel. Die SMS ihrer Mutter hatte sie gerade überflogen. Es geht um Maria und Helmut und es scheint dringend. Helmut liegt im Bett, hört das Scharren der Hufe, das Schnaufen der Nüstern, das Wiehern und Grasen. Warum sollte er aufstehen, in seinem Alter pfeift ihn niemand mehr aus dem Bett. Alles im Leben war ihm passiert. Das Schmieden genau wie die Fohlenzucht. Die große Verwirrung am Ende der DDR. Nur Maria war ihm nicht passiert, für sie hatte er sich entschieden. Das feine Mädchen mit den vielen braunen Haaren und den langen Beinen. 1956 bei der Kartoffelernte hatte er am Besteck neben ihr gestanden. Sie trug ein selbst genähtes Städterinnenkleid in Rosa mit blauen Blumen. Ihre Arme voller Staub, der sich mit ihrem Schweiß vermischt hatte. Nur ihre gewaschenen Hände mit den langen Fingern waren schneeweiß. Jetzt liegt sie neben ihm und atmet schwer. Lunge, Endstadium. Sie haben sich entschieden, zusammen zu gehen. Ihre Tochter Sandra wird einen Weg finden und sie wird es Doreen sagen müssen. Fazit: Die Wirtschaftsjournalistin Hanna Heim hat nach dem Tod ihrer Großeltern ihre Familiengeschichte aufgearbeitet. Ihre Protagonistin Doreen wuchs auf dem Pferdehof ihrer Großeltern im Osten Deutschlands, in Fallera auf. Später hat sie in München eine Familie gegründet. Ihre Mutter ist Kommunalpolitikerin in Fallera und kämpft gerade mit einem Skandal. Als ihre Eltern sich für einen assistierten Doppelsuizid entscheiden, will ihre Enkelin ihnen mit allen Mitteln das Leben wieder schmackhaft machen. Ich bin hin und her gerissen. Wirklich gut gefallen haben mir Helmuts Rückblicke. Ich erfahre realistisch, wie es war, in der DDR zu leben, kein Individuum zu sein, sondern ein winziges Rädchen im Getriebe gegen den Imperialismus. Das Thema finde ich interessant, der Wunsch in Würde zu altern und wenn das nicht mehr möglich ist, früher zu gehen. Ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht anfreunden. Da war mir zu viel Pathos, der an Hysterie grenzte und die Dialoge waren flach: „Bereit Baby?“ „Was meinst du Liebste?“ „Wer von euch zwei Schnuckies will denn anfangen?“ Grundsätzlich fand ich das Buch unterhaltsam und die Idee gut, aber der Stil hat mich nicht überzeugt.

  • Magdalena

    aus Köln

    3/5

    16.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Langes Leiden oder doch ein vorzeitiges schnelles Ende?

    In dem Roman Hofsommer von Hanna Heim verarbeitet die Autorin ihre Familiengeschichte. Ihre Großeltern, alt und krank, möchten ihr Leben beenden, um ihr Leiden abzukürzen und mit Würde zu sterben. „Er empfindet keine Freude mehr am Leben. Seine Angst vor dem Sterben ist größer als seine Angst vor dem Tod.“ (S. 44) Helmut und Maria betreiben seit Jahrzehnten den Pferdehof Fallera im Osten Deutschlands. Maria kämpft seit vier Jahren gegen ihre Krebserkrankung an. Die beiden sind seit fast sechzig Jahren verheiratet, Helmut kann sich ein Leben ohne Maria nicht vorstellen. Sie informieren ihre Tochter Sandra und Enkelin Doreen über ihren Entschluss. Sandra akzeptiert die Entscheidung ihrer Eltern und sieht „wie wichtig die Eltern einander gewesen waren. Wie sie verwelkten, wie ihnen der Lebenswille entglitt, wie sie nur noch die Tage abwarteten und hofften, dass der Tod endlich käme.“ (S. 112) Doreen ist verheiratet und hat zwei kleine Töchter. Als sie vom Entschluss ihrer Großeltern erfährt, fährt sie sofort zu ihnen, sie will alles dafür tun, damit sie am Leben bleiben. Beim Lesen des Romans musste ich an meine Großeltern und meine Eltern denken. Meine Großeltern waren sechsundsechzig Jahre verheiratet, meine Eltern sind es seit 1967. Nachdem meine Oma gestorben ist, hatte mein Opa keinen Lebenswillen mehr. Er hatte seine Medikamente nicht mehr eingenommen und fast nichts mehr gegessen, wenige Monate später ist er ihr gefolgt. Ich denke, dass meine Eltern auch nicht ohne einander leben möchten. Nun zu dem Roman. Ich fand Doreen unreif und egoistisch, sie dachte nur an den Verlust und den Schmerz, den sie erleiden wird, wenn die geliebten Großeltern nicht mehr da sind. Ihre Mutter Sandra hatte mehr Verständnis, was wahrscheinlich an ihrer Lebenserfahrung und ihrem Alter lag. Sie hat ihren Eltern ihren letzten Wunsch erfüllt und einen Arzt kontaktiert, der alles Erforderliche in die Wege geleitet hatte. Der Roman hat mich mit offenen Fragen zurückgelassen. Warum war Sandras Sohn Jonathan außen vor? Er tauchte erst zur Trauerfeier auf. Was war der Grund für das eher distanzierte Mutter-Tochter-Verhältnis? Leider konnte mich das Buch emotional nur selten erreichen. Schön fand ich die Kapitel mit Helmuts Erinnerungen an das Kennenlernen seiner Maria und die Vertreibung aus dem Sudetenland. Helmuts und Marias Leiden und Gebrechlichkeit wurden emotional beschrieben, mit über 80 ist das Leben kein Zuckerschlecken mehr, was mir bei jedem Besuch meiner Eltern bewusst wird. Trotz des mit 284 Seiten relativ geringen Umfangs des Buches habe ich fast eine Woche dafür gebraucht, ich fand es anstrengend, mich darin zu vertiefen, es konnte mich nicht fesseln. Aber macht euch eine eigene Meinung zu dieser Geschichte über das Leben und Sterben.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

0

3

2

2

0

1

0

Bewertungen (4)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Hofsommer