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Robert Menasse

1. Die Lebensentscheidung

Die Lebensentscheidung Novelle

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5

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

230

Gesprochen von

Robert Menasse

Spieldauer

5 Stunden und 5 Minuten

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844555462

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

230

Gesprochen von

Robert Menasse

Spieldauer

5 Stunden und 5 Minuten

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844555462

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Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

Clara am 01.03.2026

Bewertungsnummer: 3062320

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

Clara am 01.03.2026
Bewertungsnummer: 3062320
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

Lebenswettlauf statt EU-Bürokratie

Bewertung aus Speyer am 27.02.2026

Bewertungsnummer: 3059857

Bewertet: eBook (ePUB)

Bereits die Lektüre des Klappentextes von Robert Menasses „Die Lebensentscheidung“ weckt unweigerlich Erinnerungen an Kafkas Texte. Kommt es so? Franz Fiala ist Beamter – mit Haut und Haar. Sein Sujet: Entwicklung des Programms zum Green-Deal der EU-Kommission. Doch davon ist er inzwischen ziemlich genervt, nicht wegen des Themas an sich, sondern wegen der von seiner Arbeit gezeitigten Ergebnissen (quasi keine), und kündigt. In dieser ohnehin „krawallig-tristen“ Stimmung fährt er zu seiner Mutter, die Geburtstag hat (es könnte der letzte sein), ist über ihren Zustand geschockt und entscheidet, ihr seine Zeit zu schenken. Doch während er noch glaubt, seine größte Sorge sei es, seine Mutter über seine Kündigung zu täuschen, wird bei ihm Krebs mit kurzer Lebensprognose diagnostiziert. Wird es ihm gelingen, seine Mutter zu überleben, um ihr das Leid zu ersparen? Wo beginnt man bei diesem Buch mit seiner Meinung? Vielleicht am einfachsten beim Genre: Ist es eine Novelle? Jain, zumindest nicht im „klassischen“ Sinne: Ja, in Franz‘ Kündigung könnte man zwar als das überraschende Moment sehen, aber letztlich kann das in der Gesamtanlage und von der Tragweiter her ja nur die Krebsdiagnose sein. Die kommt aber recht spät in der Handlung. Figuren bzw. Handlung: Franz und sein Dasein weisen definitiv kafkaeske Elemente auf (seine Resignation wegen der überbordenden Bürokratie, deren Teil er ist; die Gesamtanlage mit dem „Lebenswettlauf“ zwischen Mutter und Sohn; irgendwie auch Franz‘ Motive bzw. Kampf, zu überleben), aber wieder auch nicht, denn Menasse schreibt weniger deprimierend, sondern eher tragikomisch mit trockenem Humor. Womit wir beim Schreibstil wären: Die Geschichte liest sich nicht nur ihrer Kürze, sondern auch des lockeren Schreibstils wegen sehr schnell. Allerdings war mir der Stil streckenweise doch zu einfach (zahlreiche sehr kurze bis Ein-Wort-„Sätze“). Gesamterlebnis: Menasse bzw. „Die Lebensentscheidung“ konfrontiert seine Leserschaft auf erstaunlich leichtfüßige Art mit unangenehmen Themen: Was ist wichtig, entscheidet man wirklich selbst darüber, welches Leben man führt? Existentielle Fragen … 4,5 Sterne, die trotz des Schreibstils aufgerundet werden, weil der Text mich überraschen konnte (Wer hätte gedacht, dass man EU-Politik und den Sinn des Lebens in einem so schmalen Büchlein verquicken könnte?).

Lebenswettlauf statt EU-Bürokratie

Bewertung aus Speyer am 27.02.2026
Bewertungsnummer: 3059857
Bewertet: eBook (ePUB)

Bereits die Lektüre des Klappentextes von Robert Menasses „Die Lebensentscheidung“ weckt unweigerlich Erinnerungen an Kafkas Texte. Kommt es so? Franz Fiala ist Beamter – mit Haut und Haar. Sein Sujet: Entwicklung des Programms zum Green-Deal der EU-Kommission. Doch davon ist er inzwischen ziemlich genervt, nicht wegen des Themas an sich, sondern wegen der von seiner Arbeit gezeitigten Ergebnissen (quasi keine), und kündigt. In dieser ohnehin „krawallig-tristen“ Stimmung fährt er zu seiner Mutter, die Geburtstag hat (es könnte der letzte sein), ist über ihren Zustand geschockt und entscheidet, ihr seine Zeit zu schenken. Doch während er noch glaubt, seine größte Sorge sei es, seine Mutter über seine Kündigung zu täuschen, wird bei ihm Krebs mit kurzer Lebensprognose diagnostiziert. Wird es ihm gelingen, seine Mutter zu überleben, um ihr das Leid zu ersparen? Wo beginnt man bei diesem Buch mit seiner Meinung? Vielleicht am einfachsten beim Genre: Ist es eine Novelle? Jain, zumindest nicht im „klassischen“ Sinne: Ja, in Franz‘ Kündigung könnte man zwar als das überraschende Moment sehen, aber letztlich kann das in der Gesamtanlage und von der Tragweiter her ja nur die Krebsdiagnose sein. Die kommt aber recht spät in der Handlung. Figuren bzw. Handlung: Franz und sein Dasein weisen definitiv kafkaeske Elemente auf (seine Resignation wegen der überbordenden Bürokratie, deren Teil er ist; die Gesamtanlage mit dem „Lebenswettlauf“ zwischen Mutter und Sohn; irgendwie auch Franz‘ Motive bzw. Kampf, zu überleben), aber wieder auch nicht, denn Menasse schreibt weniger deprimierend, sondern eher tragikomisch mit trockenem Humor. Womit wir beim Schreibstil wären: Die Geschichte liest sich nicht nur ihrer Kürze, sondern auch des lockeren Schreibstils wegen sehr schnell. Allerdings war mir der Stil streckenweise doch zu einfach (zahlreiche sehr kurze bis Ein-Wort-„Sätze“). Gesamterlebnis: Menasse bzw. „Die Lebensentscheidung“ konfrontiert seine Leserschaft auf erstaunlich leichtfüßige Art mit unangenehmen Themen: Was ist wichtig, entscheidet man wirklich selbst darüber, welches Leben man führt? Existentielle Fragen … 4,5 Sterne, die trotz des Schreibstils aufgerundet werden, weil der Text mich überraschen konnte (Wer hätte gedacht, dass man EU-Politik und den Sinn des Lebens in einem so schmalen Büchlein verquicken könnte?).

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Die Lebensentscheidung

von Robert Menasse

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Claudia Settele

Thalia Linz – Landstraße

Zum Portrait

5/5

Diagnose hoffnungslos?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In seiner Novelle nutzt Robert Menasse das Schicksal eines einzelnen Beamten als Metapher für den Zustand und die Zukunft der EU und verknüpft die "Lebensentscheidung" einer persönlichen Tragödie mit der politischen Realität in einer Zeit, in der Europa vor existenziellen Herausforderungen steht. Der Kampf des unheilbar kranken Sohnes, seine betagte Mutter zu überleben, steht aber im Mittelpunkt dieser Geschichte und bewegt mit versöhnlichem, fast heiteren Ton trotz des düsteren Themas und der melancholischen Stimmung,
  • Claudia Settele
  • Buchhändler/-in

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5/5

Diagnose hoffnungslos?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In seiner Novelle nutzt Robert Menasse das Schicksal eines einzelnen Beamten als Metapher für den Zustand und die Zukunft der EU und verknüpft die "Lebensentscheidung" einer persönlichen Tragödie mit der politischen Realität in einer Zeit, in der Europa vor existenziellen Herausforderungen steht. Der Kampf des unheilbar kranken Sohnes, seine betagte Mutter zu überleben, steht aber im Mittelpunkt dieser Geschichte und bewegt mit versöhnlichem, fast heiteren Ton trotz des düsteren Themas und der melancholischen Stimmung,

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Marie F.

Thalia Pasching – Plus City

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4/5

Die Lebensentscheidungen trifft ein Anderer

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

...denn Manches liegt nur in den Händen des Schicksals. So auch Franz Fialias Lebensentscheidungen - die Frage, ob es Schicksal war das ihn aus dem Wirrwarr der europäischen Bürokratie trieb oder doch sein Eigenwille, möchte ich hier schon postulieren. Denn ähnlich wie die fast schon symbiotische Beziehung mit seiner 89 jährigen Mutter, lebt auch Franz Fiala in einer Symbiose mit seiner Umwelt. Mit den vier Wänden seiner Brüssler Wohnung, die er zurücklässt; der Garconnier in Wien, die ihm Schutzort aber nie Heimat war; der elterlichen Wohnung, die zugleich Chronologe des Verfalls der Mutter, als auch des Zerfalls seiner Lebensrealität ist. Und so beschäftigt sich Menasse in seiner neuen Novelle mit der Symbiose zwischen Leben und Tod, zwischen Kind und Elternteil, zwischen menschlichem Wille und Schicksal. Und unseren Lebensentscheidungen, die wir in diesem ewigem Wechselspiel der Mächte treffen.
  • Marie F.
  • Buchhändler/-in

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4/5

Die Lebensentscheidungen trifft ein Anderer

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

...denn Manches liegt nur in den Händen des Schicksals. So auch Franz Fialias Lebensentscheidungen - die Frage, ob es Schicksal war das ihn aus dem Wirrwarr der europäischen Bürokratie trieb oder doch sein Eigenwille, möchte ich hier schon postulieren. Denn ähnlich wie die fast schon symbiotische Beziehung mit seiner 89 jährigen Mutter, lebt auch Franz Fiala in einer Symbiose mit seiner Umwelt. Mit den vier Wänden seiner Brüssler Wohnung, die er zurücklässt; der Garconnier in Wien, die ihm Schutzort aber nie Heimat war; der elterlichen Wohnung, die zugleich Chronologe des Verfalls der Mutter, als auch des Zerfalls seiner Lebensrealität ist. Und so beschäftigt sich Menasse in seiner neuen Novelle mit der Symbiose zwischen Leben und Tod, zwischen Kind und Elternteil, zwischen menschlichem Wille und Schicksal. Und unseren Lebensentscheidungen, die wir in diesem ewigem Wechselspiel der Mächte treffen.

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