Da wird der Tee kalt: der Norder Strickzirkel ermittelt!
Tödliche Teepause: Nach einer turbulenten Betriebsversammlung bricht der Norder Immobilienunternehmer Büsing tot zusammen. Doch was wie ein Infarkt aussieht, entpuppt sich als heimtückischer Giftmord. Durch das neueste Mitglied involviert, stürzt sich der Strickzirkel rund um Seniorin Sefa und Ex-Kommissar Derk in die Ermittlungen. Zunächst deuten alle Hinweise auf eine junge Kollegin, aber viele hatten Grund, dem cholerischen Chef und Patriarchen den Tod zu wünschen. Zwischen Gebäck, Tee und Wolle rauchen die Köpfe, um auch diesen Fall zu lösen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Kreis Recklinghausen
5/5
28.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Der Strickzirkel ermittelt wieder und der Buchtitel ist Programm
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Man weiß gleich wo man sich befindet. Dies ist der 2. Band, der Autorin Manuela Sanne, aber wenn man den 1. Teil nicht kennen sollte ist das nicht so schlimm. Alle Figuren und auch die neu dazu gekommenen Charaktere, werden am Anfang des Buches gut beschrieben. Sie bilden den Strickzirkel.
Die Kapitel sind durchnummeriert und mit kleinen Wollknäulen versehen. Ich bin leider unbegabt was das Stricken angeht, aber auch für Nicht-Stricker ist dieses Buch geeignet und wunderschön zu lesen.
Wie der Klappentext schon verrät geht es um einen Mord in der Teepause im beschaulichen Norden. Hier wird selbstverständlich direkt das Interesse des Strickzirkels geweckt, die auch sogleich die Ermittlungen aufnehmen. Es gibt viel Tee und Gebäck und selbstverständlich wird auch gestrickt, im Fall und um den Fall herum. Aber ich will hier den Inhalt der Story gar nicht verraten. Die Orte sind sehr bildhaft beschrieben Besonders habe ich auch die Schafe ins Herz geschlossen, schon alleine die Namen Flocke und Plüsch sowie Gerti. Sie haben aber leider nur eine Nebenrolle. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Sie sind stark, einfühlsam und manchmal gibt es auch Gefühlsduselei und Gefühlsausbrüche. Man kann sich prima in den Fall hineinversetzen und miträtseln. Natürlich erfährt man am Ende auch wer der Mörder war, aber das werde ich hier auch nicht verraten. Spannend und lustig zugleich, einfach ein wunderbarer Nordsee-Krimi.
Am Ende des Buches gibt es noch einen kleinen Übersetzer, damit auch jeder Leser weiß was Sefa da auf Plattdeutsch von sich gibt.
Auch wenn dieser Teil unabhängig vom ersten Teil gelesen werden kann, würde ich dennoch empfehlen auch diesen zu lesen. Das macht das Lesevergnügen noch runder.
Für mich war das Buch mal wieder ein Highlight und wie ich erfahren habe, wird es auch noch einen dritten Teil geben, der in der Weihnachtszeit spielen wird. Ich hatte wunderbare Lesestunden und vergebe sehr gerne 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.
Bewertung
aus Essen
5/5
02.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Toller 2. Fall
„Tod zur Teetied“ von Manuela Sanne ist schon der 2. Fall für den Strickzirkel aus der „Wollstuuv“ (so einen Laden hätte ich in meiner Nähe auch sehr gerne)
Sefa und natürlich der Rest des Strickzirkels treten wieder in Aktion, als der cholerische Chef eines ostfriesischen Immobilienunternehmens plötzlich an seinem Arbeitsplatz stirbt. Was zunächst wie ein Herzinfarkt aussieht, entpuppt sich als Giftmord: Sein Teegebäck war vergiftet.
Zwischen Tee, Gebäck und Stricknadeln sammeln die Hobbydetektive Hinweise und stehen dabei rege im Austausch mit Derks Tochter, die wieder offiziell ermittelt. Ruhig und beharrlich kommen sie der Wahrheit Schritt für Schritt näher und das ist einfach herrlich mitzuverfolgen.
Sefa ist für mich einfach das Herz des Krimis. Warmherzig, klug und mit einer beneidenswerten inneren Ruhe ausgestattet. Ganz ehrlich: Wenn ich im Alter nur ansatzweise so sein darf wie sie, habe ich vieles richtig gemacht. Ihre Liebe zum Stricken ist nicht nur Hobby, sondern Ausdruck von Gemeinschaft, und damit bin ich sofort emotional angedockt. Jeder, der meinen Account kennt, weiß: Stricken ist meine zweite große Leidenschaft.
Aber die anderen Charakteren sind natürlich nicht zu vergessen, die das Ganze einfach komplettieren und ich freue mich, dass sich Derk und Sefa näher kommen.
Ich hatte eine spannende und humorvolle Lesezeit in Ostfrieland, die hoffentlich bald fortgeführt wird
Fazit:
„Tod zur Teetied“ ist für mich eine klare Empfehlung für alle, die Cosy-Krimis mögen, gern Zeit mit starken Figuren verbringen und sich beim Lesen ein bisschen fühlen wollen, als hätten sie selbst eine Tasse Tee in der Hand und ein Strickzeug auf dem Schoß.
Und dann sind da natürlich noch die Schafe Gerti, Flocke und Plüsch. Ich sage es, wie es ist: Ich hätte sie auch gerne in meinem Garten stehen.
Andys_bücherecke
aus Leverkusen
5/5
28.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Der zweite Fall für den liebenswerten Strickzirkel
Joachim Büsing, Chef einer Immobilienfirma, stirbt in der Teepause. Erst sieht es nach Herzinfarkt aus, doch schnell wird klar: er wurde vergiftet. Der unsympathische Choleriker wurde von jedem in Firma und Familie gehasst – wer war der Mörder?
Immer wieder kommen neue Fakten ans Licht, der Prolog und kurze Kapitel sind sogar aus Tätersicht geschrieben. Ich hatte eine dunkle Ahnung, wer der Mörder oder die Mörderin sein könnte, aber das Motiv hat mich überrascht. Ein interessanter Fall mit einigen Plottwists. Der Strickzirkel kommt den Ermittlern wieder kräftig in die Quere. Für alle, die Band 1 nicht kennen (oder sich nicht mehr erinnern) gibt es am Anfang einen Steckbrief der Beteiligten.
Mich hat natürlich interessiert, ob sich zwischen Derk und Sefa mehr als Freundschaft entwickelt, aber dazu will ich hier nichts verraten.
Eine tolle Reihe,die ich für alle Cosy Crime–Liebhaber sehr empfehlen kann. Die Bücher sind zwar unabhängig, aber man lernt die Personen besser kennen, wenn man mit Band 1 startet.
MAG
Thalia Book Circle Community
5/5
28.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Rentner-Strickzirkel löst „seinen“ 2. Kriminalfall in Norden/Norddeich!
Statt ofwachten un Tee drinken heißt es doon deit lehren! Et word Frojahr!
Nachdem ich vor einigen Monaten den Start dieser „Der Strickzirkel ermittelt“-Reihe gelesen habe, war ich auf Band 2, „Tod zur Teetied“, sehr gespannt, weil die Atmosphäre, die die Autorin an der Nordsee und mit ihren Charakteren entstehen lässt, einfach ein Genuss ist.
Die Protagonisten, eine Ermittlungsgruppe der Polizei und natürlich ;-) eine kleine Gruppe von mehr oder weniger strickenden Rentnerinnen und einem Rentner, die allesamt noch vor einem kurzen, aber prägnanten Prolog vorgestellt werden, haben es wieder mit einem undurchschaubaren Fall zu tun, in dem es gilt, Zeugen zu befragen, Verdächtige herauszufiltern und die Tatperson schlussendlich zu überführen.
All das passiert weder reißerisch noch blutrünstig, sehr wohl aber spannend und zum Mitermitteln einladend. Es geht in heimeliger Atmosphäre eher gemütlich zu, obwohl man, mit der Nase im Buch steckend, meinen könnte, in Ostfriesland und zwischen Norddeich und Norden unterwegs zu sein, den Wind zu spüren, die Schafe auf dem Deich trappeln und die Nordseewellen hören zu können.
Die Schilderungen der Landschaft, Wege und Orte sowie die Beschreibungen der Personen und deren Handlungen sind wunderbar bildhaft und auch diejenigen, die Band 1 nicht kennen, können sich problemlos zurechtfinden und die Lektüre genießen.
Dieser Wohlfühlkrimi lebt vor allem von den Mitgliedern des Strickzirkels, von deren Leben und Wirken, deren Gedanken, Konversationen und Aktivitäten und von deren engagierter, nicht immer gern gesehener Einmischung in die Ermittlungen der Polizei.
Inhaltliches werde ich hier nicht wiedergeben, möchte jedoch gerne erwähnen, wie sehr ich es genossen habe, die Mitglieder des Strickzirkels nicht nur in ihrem Privatleben, sondern auch bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Wie die strickenden Rentner, die teilweise auch familiär mit der Polizei verbunden sind, in die kriminelle Geschichte verstrickt werden, wie sie es schaffen, mal einen Verdächtigen fallenzulassen wie eine Strickmasche, mal ein Tatmuster zu erkennen oder eine andere potentielle Täterin ins Visier zu nehmen, das ist so humorvoll in Szene gesetzt, dass neben der Lösung des Falls und der zielstrebigen Arbeit der Polizei die privaten Ermittlungen phasenweise an unterhaltsamster Bedeutung gewinnen.
„Tod zur Teetied“, Band 2 dieser Ostfriesland-Nordsee-Wohlfühl-Krimi-Reihe, ist eine herrlich humorvolle und wunderbar leichte Lektüre, die dank des angenehmen Schreibstils flüssig zu lesen ist und die mit den von der Autorin ins Leben gerufenen Figuren, deren täglichem Leben mit Kind und Kegel, Katze, Schafen und Schmetterlingen im Bauch sowie selbstredend dank selbstgestrickter ;-) Ermittlungen köstlich amüsiert.
Ein wenig Plattdeutsch rundet die ostfriesische Atmosphäre dabei genauso harmonisch ab wie Fahrradfahren, Teetrinken und Krintstuut essen. Keine Sorge, das Platt erklärt sich stets aus dem Zusammenhang heraus und wird zudem in einem Anhang noch einmal aufgelistet und erklärt. Und wer beim Lesen Hunger bekommt, findet sogar ein Rezept für den schon erwähnten Rosinenstuten.
Dieses Buch macht Lust auf Nordsee, Deiche, Wind und Wellen, auf mehr Ostfriesland, Tee und Stuten und lässt schon jetzt die Hoffnung und eine zugegebenermaßen etwas ungeduldige Vorfreude entstehen auf einen weiteren Fall des ermittelnden Strickzirkels!
Sandhaas
aus Bodenheim
5/5
28.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Tod des unbeliebten Chefs
Das der Chef nicht immer bei allen Mitarbeitern beliebt sein muss, ist klar. Wenn er aber bei fast allen Mitarbeitern als cholerisch und böse wahrgenommen wird, ist es nicht verwunderlich, dass bei einem unnatürlichen Tod viele Täter in Frage kommen. Genau darauf baut Autorin Manuela Sanne ihren Cozy-Krimi von der Nordeseeküste aus Norden in Ostfresland auf. Da passt es natürlich sehr gut, dass der pensionierte Kriminalbeamte Derk in der Wollstuuv an den regelmäßigen Treffen der Kriminalfall begeisterten Strick-Damen teilnimmt. Die Strickdamen haben ihren Augen und Ohren überall, sonst gäbe es bei den Treffen ja nichts zu schnacken. Und damit ist die Basis für einen sehr guten Wohlfühlkrimi gelegt. Ein Thriller ist das natürlich nicht, aber Futter für entspannte Leseabende.
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