Achtsam geht die Welt zugrunde
»Ein glänzendes Stück Aufklärung.« Harald Welzer — Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert
Kathrin Fischer, Host des Podcasts »Erschöpfung statt Gelassenheit«, setzt sich kritisch mit dem Achtsamkeits- und Selbstfürsorgetrend auseinander. »Ein glänzendes Stück Aufklärung.« Harald WelzerMeditation, Journaling, Atemübungen – immer mehr Menschen nutzen Achtsamkeitspraktiken als Zuflucht vor den Krisen unserer Zeit. Doch statt zu mehr Ruhe und innerer Stärke zu führen, treiben diese Techniken nicht selten noch tiefer hinein in das Hamsterrad aus Selbstoptimierung und Erschöpfung. Achtsamkeit ist längst nicht mehr bloß eine persönliche Praxis, sondern hat sich zur Ideologie entwickelt, die gesellschaftliche Missstände individualisiert, negative Gefühle als unzulässig darstellt und die Gesellschaft weiter spaltet. Scharfsinnig seziert Kathrin Fischer in ihrem augenöffnenden Buch den Achtsamkeitstrend und plädiert dafür, sich nicht länger ins Private zurückzuziehen, sondern gemeinsam eine gerechtere Zukunft zu gestalten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
26.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Super interessant!
Absolut lesenswert. Ich lese es schon zum 2. Mal, allerdings hat es für mich nicht soviel mit Spiritualität zu tun. Geht mehr um den Hype darum...aber nicht um das wirkliche Bedürfnis sein Seelenheil zu pflegen. Insofern irgendwie irreführender Titel.
Aber toll die Wut der Frau, packender Schreibstil.
Bewertung
4/5
18.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Irreführender Titel
Zu Egoismus konvergierende Achtsamkeit führt zur strukturellen Gefährdung des sozialen Gesellschaftsgefüges.
Kathrin Fischer ist keine Gegnerin bi der Achtsamkeit, Psychohygiene oder Selbstwahrnehmung - im Gegenteil.
In diesem Buch wird verständlich beschrieben, wie der liberale Individualismus die fundamental wichtigen Sozialstrukturen in unserer Gesellschaft schwächen.
Bewertung
aus Zürich
3/5
04.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schöner Motzen ohne Relevanz
Das Buch ist inhaltlich so irrelevant wie der Titel blöd. Weder geht die Welt zugrunde, noch blockiert Achtsamkeit den Wandel. Dieser Titel hat nur insofern was mit der Realität zu tun, als dass sich Sätze wie im Titel gut vermarkten.
Und damit bringt sich das Buch selbst schon auf den Punkt: Nicht als Anleitung für irgendwas oder gar Lösung, sondern Ausdruck des deutschen, pseudoakademischen Mittelstands, der sich auf der Rolltreppe nach unten in der Benennung von abstrakten und sehr allgemeinen Problemen erschöpft, und damit genau der Ursache allen Übels eine Stimme gibt: Stress durch praktische Lebensunfähigkeit.
Wer immer nur – wie die Autorin im Buch – im Ungefähren schwurbelt, ideologisch verallgemeinert, lösungsfrei ausserhalb der eigenen Expertise motzt und glaubt, es wäre Pflicht, sich auch als Individuum – anstatt sich in der Yogastunde eine Auszeit zu gönnen, sich noch mehr mit allem dauernd befassen zu müssen, und zu allem eine Meinung nicht nur zu haben, sondern sie auch anderen aufzudrängen, muss sich ja geradezu überfordert und damit auch gestresst fühlen. Und DAFÜR ist sicher nicht die Achtsamkeit schuld, so wie die Autorin implizit suggeriert, sondern die zur Norm gewordene Lebensblödheit, sich permanent mit mehr befassen zu wollen, als man verstehen kann und tut.
Die Autorin ist weder Projektleiterin, noch Changemanager, weder C-Level noch trägt sie Personalverantwortung, noch hat sie irgendwas auf die Reihe gebracht, was mit der Lösung der von ihr über 80 % im Buch angeprangerten Probleme zu tun hätte.
Kein Wunder, findet man deshalb auch keinen einzigen praktischen Ratschlag, was denn nun zu tun wäre. Aber motzen kann sie hervorragend.
Handwerklich ist die Autorin top. Wenn ich dem Buch für den Inhalt nur zwei Sterne gegeben hätte, erhält es von mir den dritten dafür.
Das Buch liest sich leicht und die Sätze sind schön und werden sicher auch gern gelesen.
Sie werden deshalb gern gelesen, weil sie den Deutschen wohl aus der Seele sprechen. Und DAS dokumentiert dann auch schön, das aus meiner Sicht eigentliche Problem, weshalb es in Deutschland nach unten geht: Motzen ohne Ende, ohne auch nur einen einzigen Lösungsvorschlag, oder auch nur mal EIN angemotztes Thema bis zum Ende durchzudenken, anstatt die ewig gleichen interpretativen Abkürzungen des denkfaulen, ideologisch verrannten linksgrünen Mittelstands zu bemühen.
Fazit: Dieses Motz-Buch gibt zwar keine Ratschläge für irgendwas und auch keine Fakten, was sich nicht auch selbst googeln liesse, gibt aber dafür umso besser den aktuellen deutschen Zeitgeist wieder.
Wer nichts Neues lernen will, sondern einfach nur eine Blaupause braucht, um sich am deutschen links-grünen Stammtisch thematisch in die Echokammer der permanent Unzufriedenen einzusortieren, ist mit diesem Buch sicher super bedient.
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