Produktbild: In den Flügeln das Licht

In den Flügeln das Licht Roman | Aufwachsen im Iran der Revolution – Ein bewegender Roman über Familie und Widerstand.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,4/13,3/2,2 cm

Gewicht

274 g

Farbe

Flieder

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9894106-2-6

Beschreibung

Rezension

»Ein wunderbarer Debütroman.« ("Die Presse")
»Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, wo mich die erste Seite, die ersten Sätze so gepackt, so erwischt haben. « Thea Dorn ("3sat Kulturzeit")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,4/13,3/2,2 cm

Gewicht

274 g

Farbe

Flieder

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9894106-2-6

Herstelleradresse

Gutkind Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Eine Familie im Iran der Revolution und ein Roman, der tief berührt

Bewertung am 15.05.2026

Bewertungsnummer: 3139435

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich mag das sehr, wenn ein Roman von einer Familie erzählt und man dabei ganz nebenbei so viel über die politischen Verhältnisse eines Landes versteht. Und genau das macht dieses Debüt richtig gut. Eine Geschichte über Menschen, die man beim Lesen einfach nicht mehr loswird. Im Mittelpunkt steht Kāveh, der im Iran der Revolution aufwächst. Sein Vater Sohrāb verschwindet als Oppositioneller im Evin-Gefängnis, und von da an ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Mutter Tārā versucht, für Kāveh und seinen kleinen Bruder Ābtin irgendwie Halt zu schaffen, während die Familie selbst längst aus den Fugen geraten ist. Sie ziehen zu den Großeltern, an den Rand eines Berges, und dort beginnt ein anderes Leben: mit Garten, Buchhandlung, Gefängnisbesuchen und ganz viel Schmerz, für den es eigentlich keine Worte gibt. Mich hat das Buch sehr bewegt. Vor allem diese Szenen, in denen die Kinder ihren Vater im Gefängnis besuchen müssen. Schwer auszuhalten, gerade weil Sohrāb versucht, es für sie irgendwie kleiner zu machen, fast wie ein Spiel. Als würde er irgendwann als Gewinner wieder herauskommen. Und man weiß als Leser*in von Anfang an, dass das nicht passieren wird. Das macht alles nur noch trauriger. Und dann wird der Familie nicht einmal richtig erlaubt zu trauern. Furchtbar, dass ein Regime nicht nur Leben zerstört, sondern auch noch bestimmt, wie mit Verlust umgegangen werden darf. Und mittendrin Tārā, die selbst ihren Mann und besten Freund verliert und trotzdem irgendwie weitermachen muss, weil sie gar keine andere Wahl hat. Ich mochte auch Frau Medādi sehr und die Szenen in ihrer Buchhandlung. Sie ist so eine beeindruckende Figur und wird für Kāveh auf ihre Weise zu einem wichtigen Anker. Später bekommt auch Ābtin mehr Raum, und auch das fand ich sehr schön, weil man merkt, wie unterschiedlich Menschen mit Schmerz umgehen. Bei ihm ist es vor allem die Natur, die ihm etwas gibt, woran er sich festhalten kann. Das Buch ist poetisch geschrieben, aber nie abgehoben. Eher so, dass man beim Lesen immer wieder an einzelnen Sätzen hängen bleibt. Es erzählt eindringlich, was es bedeutet, in einer Zeit aufzuwachsen, in der Kinder plötzlich Gedanken und Sorgen haben, die Kinder eigentlich nicht haben sollten. Für mich war das ein sehr berührender Roman über Familie, Verlust, Hoffnung und das Weiterleben in einem System, das Menschen klein halten will. Auf wenigen Seiten steckt hier unglaublich viel.

Eine Familie im Iran der Revolution und ein Roman, der tief berührt

Bewertung am 15.05.2026
Bewertungsnummer: 3139435
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich mag das sehr, wenn ein Roman von einer Familie erzählt und man dabei ganz nebenbei so viel über die politischen Verhältnisse eines Landes versteht. Und genau das macht dieses Debüt richtig gut. Eine Geschichte über Menschen, die man beim Lesen einfach nicht mehr loswird. Im Mittelpunkt steht Kāveh, der im Iran der Revolution aufwächst. Sein Vater Sohrāb verschwindet als Oppositioneller im Evin-Gefängnis, und von da an ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Mutter Tārā versucht, für Kāveh und seinen kleinen Bruder Ābtin irgendwie Halt zu schaffen, während die Familie selbst längst aus den Fugen geraten ist. Sie ziehen zu den Großeltern, an den Rand eines Berges, und dort beginnt ein anderes Leben: mit Garten, Buchhandlung, Gefängnisbesuchen und ganz viel Schmerz, für den es eigentlich keine Worte gibt. Mich hat das Buch sehr bewegt. Vor allem diese Szenen, in denen die Kinder ihren Vater im Gefängnis besuchen müssen. Schwer auszuhalten, gerade weil Sohrāb versucht, es für sie irgendwie kleiner zu machen, fast wie ein Spiel. Als würde er irgendwann als Gewinner wieder herauskommen. Und man weiß als Leser*in von Anfang an, dass das nicht passieren wird. Das macht alles nur noch trauriger. Und dann wird der Familie nicht einmal richtig erlaubt zu trauern. Furchtbar, dass ein Regime nicht nur Leben zerstört, sondern auch noch bestimmt, wie mit Verlust umgegangen werden darf. Und mittendrin Tārā, die selbst ihren Mann und besten Freund verliert und trotzdem irgendwie weitermachen muss, weil sie gar keine andere Wahl hat. Ich mochte auch Frau Medādi sehr und die Szenen in ihrer Buchhandlung. Sie ist so eine beeindruckende Figur und wird für Kāveh auf ihre Weise zu einem wichtigen Anker. Später bekommt auch Ābtin mehr Raum, und auch das fand ich sehr schön, weil man merkt, wie unterschiedlich Menschen mit Schmerz umgehen. Bei ihm ist es vor allem die Natur, die ihm etwas gibt, woran er sich festhalten kann. Das Buch ist poetisch geschrieben, aber nie abgehoben. Eher so, dass man beim Lesen immer wieder an einzelnen Sätzen hängen bleibt. Es erzählt eindringlich, was es bedeutet, in einer Zeit aufzuwachsen, in der Kinder plötzlich Gedanken und Sorgen haben, die Kinder eigentlich nicht haben sollten. Für mich war das ein sehr berührender Roman über Familie, Verlust, Hoffnung und das Weiterleben in einem System, das Menschen klein halten will. Auf wenigen Seiten steckt hier unglaublich viel.

Widerstand und Hoffnung

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 30.04.2026

Bewertungsnummer: 3124504

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman „In den Flügeln das Licht“ von Aidin Halimi spielt in den 80er Jahren, zur Zeit der islamischen Revolution. Der Autor erzählt von den Grausamkeiten des Regimes, von Angst, aber auch von Hoffnung.   Kāveh und sein Bruder Ābtin sind noch klein, als ihr Vater Sohrāb, ein Oppositioneller, verhaftet wird. Ihre Mutter Tārā muss von nun an den Alltag meistern, das Geld ist knapp, die Angst allgegenwärtig. Die Familie zieht zu den Großeltern in ein Haus am Rande eines Berges. Kāveh findet Halt in der Liebe zu Büchern, Ābtin mag keine Buchstaben, er findet Zerstreuung in der Natur. Nur selten dürfen sie den Vater im Gefängnis besuchen, wo er nach Jahren hingerichtet wird. Sein Leichnam verschwindet in einem Massengrab.   „Die Bitterkeit der Erkenntnis aller Erkenntnisse schmeckte seltsam süßlich. Sohrāb hätte sich die Ankunft des Todes spektakulärer vorgestellt. Auffällig und laut. Aber der Tod war viel banaler. Er lag zwischen zwei Atemzügen, zwischen zwei Schritten oder hinter einem Augenblinzeln. Und zwar schon immer, und er hatte ihn nicht gesehen. Wie unbedeutend der Tod doch daherkam! Wie langweilig!“   Der leise, aber sehr eindringliche Schreibstil des Autors machen die Traumata der Menschen sehr nahbar. Die Hoffnung, die sie damals hatten, die aber schnell ernüchtert wurde.   Die Grausamkeiten des Regimes sind schwer zu ertragen beim Lesen; und doch gaben die Menschen nicht auf, sie hofften und hoffen weiterhin auf ein besseres, freies Leben.   „Wie viele Schmerzen kann ein Mensch ertragen, um keine Informationen preiszugeben, und wie viele Informationen kann ein Mensch verraten, um Schmerzen zu vermeiden? Die Erinnerungen wagten einen unmöglichen Sprung in die Zukunft. Es war keine Vorstellung, wie die Zukunft sein wird, sondern die Gewissheit, sie miterlebt zu haben.“   Aidin Halimi hat in seinem autofikionalen Roman eine persönliche Familiengeschichte mit der politischen Geschichte des Irans verwoben.   „Fiktion ist, wenn ich mir eine Welt ausdenke. Dabei kann ich auf die Wirklichkeit ganz verzichten oder sie nur teilweise berücksichtigen. Aber um ehrlich zu sein, kann sich niemand eine Welt ausdenken, die rein gar nichts mit der eigentlichen Welt zu tun hat. Ich nehme mir die Welt, wie ich sie durch meine Erfahrungen und Erkenntnisse sehe als Vorlage für die Welt, die ich mir ausdenke. In der Fiktion bereichere ich die wirkliche Welt mit meiner Vorstellungskraft. Ich stelle mir die Frage: Wie könnte die Welt noch aussehen? Wenn wir beim Bild der Wahrheit bleiben, ist Fiktion wie ein Gemälde der Wirklichkeit, das ich nach meinen eigenen Vorstellungen verändere. Ich kann Farben neu mischen, Linien verschieben, neue Details hinzufügen oder Bekanntes ausblenden oder stärker in den Vordergrund rücken. In einer fiktiven Welt gilt die Freiheit deiner Vorstellungskraft.“     „In den Flügeln das Licht“ ist ein leiser, sehr berührender Roman, der den vielen Opfern des autoritären Regimes eine Geschichte gibt.   Vielen Dank an den Gutkind Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Widerstand und Hoffnung

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 30.04.2026
Bewertungsnummer: 3124504
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman „In den Flügeln das Licht“ von Aidin Halimi spielt in den 80er Jahren, zur Zeit der islamischen Revolution. Der Autor erzählt von den Grausamkeiten des Regimes, von Angst, aber auch von Hoffnung.   Kāveh und sein Bruder Ābtin sind noch klein, als ihr Vater Sohrāb, ein Oppositioneller, verhaftet wird. Ihre Mutter Tārā muss von nun an den Alltag meistern, das Geld ist knapp, die Angst allgegenwärtig. Die Familie zieht zu den Großeltern in ein Haus am Rande eines Berges. Kāveh findet Halt in der Liebe zu Büchern, Ābtin mag keine Buchstaben, er findet Zerstreuung in der Natur. Nur selten dürfen sie den Vater im Gefängnis besuchen, wo er nach Jahren hingerichtet wird. Sein Leichnam verschwindet in einem Massengrab.   „Die Bitterkeit der Erkenntnis aller Erkenntnisse schmeckte seltsam süßlich. Sohrāb hätte sich die Ankunft des Todes spektakulärer vorgestellt. Auffällig und laut. Aber der Tod war viel banaler. Er lag zwischen zwei Atemzügen, zwischen zwei Schritten oder hinter einem Augenblinzeln. Und zwar schon immer, und er hatte ihn nicht gesehen. Wie unbedeutend der Tod doch daherkam! Wie langweilig!“   Der leise, aber sehr eindringliche Schreibstil des Autors machen die Traumata der Menschen sehr nahbar. Die Hoffnung, die sie damals hatten, die aber schnell ernüchtert wurde.   Die Grausamkeiten des Regimes sind schwer zu ertragen beim Lesen; und doch gaben die Menschen nicht auf, sie hofften und hoffen weiterhin auf ein besseres, freies Leben.   „Wie viele Schmerzen kann ein Mensch ertragen, um keine Informationen preiszugeben, und wie viele Informationen kann ein Mensch verraten, um Schmerzen zu vermeiden? Die Erinnerungen wagten einen unmöglichen Sprung in die Zukunft. Es war keine Vorstellung, wie die Zukunft sein wird, sondern die Gewissheit, sie miterlebt zu haben.“   Aidin Halimi hat in seinem autofikionalen Roman eine persönliche Familiengeschichte mit der politischen Geschichte des Irans verwoben.   „Fiktion ist, wenn ich mir eine Welt ausdenke. Dabei kann ich auf die Wirklichkeit ganz verzichten oder sie nur teilweise berücksichtigen. Aber um ehrlich zu sein, kann sich niemand eine Welt ausdenken, die rein gar nichts mit der eigentlichen Welt zu tun hat. Ich nehme mir die Welt, wie ich sie durch meine Erfahrungen und Erkenntnisse sehe als Vorlage für die Welt, die ich mir ausdenke. In der Fiktion bereichere ich die wirkliche Welt mit meiner Vorstellungskraft. Ich stelle mir die Frage: Wie könnte die Welt noch aussehen? Wenn wir beim Bild der Wahrheit bleiben, ist Fiktion wie ein Gemälde der Wirklichkeit, das ich nach meinen eigenen Vorstellungen verändere. Ich kann Farben neu mischen, Linien verschieben, neue Details hinzufügen oder Bekanntes ausblenden oder stärker in den Vordergrund rücken. In einer fiktiven Welt gilt die Freiheit deiner Vorstellungskraft.“     „In den Flügeln das Licht“ ist ein leiser, sehr berührender Roman, der den vielen Opfern des autoritären Regimes eine Geschichte gibt.   Vielen Dank an den Gutkind Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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In den Flügeln das Licht

von Aidin Halimi

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