Der Bestseller von Judith W. Taschler über die Brugger-Familie. »Macht große Umbrüche hautnah erlebbar.« ORF
Elisabeth ist das jüngste der vier Brugger-Kinder. Im Ersten Weltkrieg arbeitet sie als Lazarettschwester, nach dem Krieg studiert sie Medizin. Sie heiratet den Sohn einer alteingesessenen Wiener Ärztefamilie, der versehrt von der Südfront zurückgekehrt ist. Die beiden führen gemeinsam eine Praxis. Elisabeth kann die Augen nicht verschließen vor dem Elend der Frauen, die in ihrer Verzweiflung eine Engelmacherin aufsuchen. Sie muss sich die Frage stellen, wie weit sie bereit ist zu gehen … Eine besonders enge Beziehung hat sie zu ihrem Bruder Eugen, sie ist die Einzige, die von seiner Affäre mit der Frau seines Zwillingsbruders Carl weiß. Als Eugen eine Familie vor der SS versteckt, wird er selbst zum Gesuchten. War es Carl, der ihn verraten hat?
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Lebensbilanz
Bewertung am 20.07.2025
Bewertungsnummer: 2544887
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte der Elisabeth Brugger hat mir sehr gut gefallen, wie die einzelnen Erzählstränge und historischen Ereignisse miteinander verwoben sind, empfinde ich als sehr authentisch. Zeitsprünge und Einschübe gibt es einige, diese sind jedoch nicht störend, sondern folgen eben dem
Muster des Erinnerns, nicht geradlinig, sondern sprunghaft, punktuell und doch absolut ausreichend. Am Ende hat man das Gefühl, alles zu wissen, was Elisabeth in ihrem Leben so erlebt und empfunden hat, eine wunderbar interessante Lebensbilanz!
Einblicke in das Leben der Elisabeth Brugger
Bewertung aus Berlin am 19.11.2024
Bewertungsnummer: 2345371
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Autorin Judith W. Taschlers, erzählt in ihrem neuen Roman “Nur nachts ist es hell“, eine berührende Geschichte über Elisabeth, die Schwester der Zwillinge Carl und Eugen Brugger, aus dem Roman „Über Carl reden wir morgen“ (der als erster Band vorausging) und setzt die Geschichte der Familie Brugger fort.
Inhalt:
Elisabeth ist das jüngste der vier Brugger-Kinder. Im Ersten Weltkrieg arbeitet sie als Lazarettschwester, nach dem Krieg studiert sie Medizin. Sie heiratet den Sohn einer alteingesessenen Wiener Ärztefamilie, der versehrt von der Südfront zurückgekehrt ist. Die beiden führen gemeinsam eine Praxis. Elisabeth kann die Augen nicht verschließen vor dem Elend der Frauen, die in ihrer Verzweiflung eine Engelmacherin aufsuchen. Sie muss sich die Frage stellen, wie weit sie bereit ist zu gehen … Eine besonders enge Beziehung hat sie zu ihrem Bruder Eugen, sie ist die Einzige, die von seiner Affäre mit der Frau seines Zwillingsbruders Carl weiß. Als Eugen eine Familie vor der SS versteckt, wird er selbst zum Gesuchten. War es Carl, der ihn verraten hat?
Meine Meinung:
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Elisabeth, die im Jahr 1972 mit ihren 77 Jahren auf ihr bewegtes Leben voller Höhen und Tiefen zurückblickt. Sie erzählt ihre Geschichte auf nüchterne, ehrliche Weise in der Ich-Perspektive und richtet dabei ihre anspruchsvolle aber nicht immer chronologisch aufgebaute Erzählung an ihre Großnichte Christina. Oft schweifen ihre Gedanken ab, die Zeitsprünge sind groß, kehren aber zwischendurch immer wieder zurück um am Ende sich glücklicherweise zu einem Ganzen zusammenzufügen.
Elisabeth, wurde im Jahr 1895 im Mühlviertel bei Linz geboren und lebte ein privilegiertes Leben in der Belle Époque, jener glanzvollen Ära, die mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs ihr jähes Ende fand. Diese Zeit ist geprägt von kulturellem Aufschwung, künstlerischer Blüte und technologischem Fortschritt, aber auch eine Phase des gesellschaftlichen Wandels, insbesondere für die Rolle der Frau. Während des Ersten Weltkriegs arbeitet Elisabeth als Lazarettschwester an der Front und studiert danach Medizin.
Elisabeth heiratet Georg, den Sohn einer alteingesessenen Wiener Ärztefamilie, der versehrt von der Südfront zurückgekehrt ist. Elisabeth und ihr Mann übernehmen eine Praxis und bekommen zwei Söhne. Aus dem Kaiserreich wird eine Republik, es folgt das 3. Reich und der Zweite Weltkrieg.
Gespannt habe ich Elisabeths Werdegang hier verfolgt und natürlich auch, was aus Carl und Eugen geworden ist. Doch der Fokus liegt eindeutig auf Elisabeth, der Medizingeschichte und auf Frauen und Frauenrechte zu der damaligen Zeit.
Die Autorin ist es gelungen, sowohl persönliche als auch historische Themen hervorragend miteinander zu verweben
Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine berührende Geschichte, Schnörkellos, tiefgründig, direkt und sprachlich unglaublich gut an die Situationen angepasst, zu erzählen. Sie erzählt die Geschichte aus Sicht Elisabeths in der Ich-Perspektive und lässt somit einen wunderbaren tiefen Blick auf das Innerste ihrer Protagonistin zu. Durch die ständigen Zeitsprünge in der Geschichte, geht die Spannung nie verloren. Mich konnte dieser Roman, mit der ich viele schöne Lesestunden hatte, von der ersten Zeile an, überzeugen.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung!
Es wäre empfehlenswert den Vorgängerroman "Über Carl reden wir morgen" vorab zu lesen.
Hier erzählt Elisabeth Brugger, die jüngere Schwester der Zwillingsbrüder Carl und Eugen, ihrer Großnichte ihre Lebensgeschichte. Die Autorin springt von Kapitel zu Kapitel in verschiedene Zeitebene. Elisabeth arbeitet im 1. Weltkrieg in einem Feldlazarett, wo sie auf ihren großen Schwarm aus Schulzeiten stößt. Die beiden verlieben sich, doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen und der Krieg nimmt ihr nicht nur den Lieblingsbruder Gustav sondern auch ihre Liebe.
Nach dem Krieg studiert Elisabeth Medizin und muss mit viel Gegenwind seitens ihrer Eltern, Mitstudenten und Professoren rechnen. Trotz aller Widrigkeiten wird sie eine angesehene Ärztin und heiratet den Freund ihres Bruders Gustav, der aus einer alteingesessenen Wiener Ärztefamilie stammt. Sie betreiben gemeinsam eine Praxis und Elisabeth hat es nicht leicht, sich als Frau zu behaupten. Als eine verzweifelte Schwangere ihre Hilfe braucht, wird Elisabeth auf die Probe gestellt.
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