• Produktbild: Selbst schuld!
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Selbst schuld! Mit Beiträgen von Christian Baron, Dietmar Dath, Aladin El-Mafaalani, Sebastian Friedrich, Sarah-Lee Heinrich, Özge İnan, Şeyda Kurt, Sophie Lewis, Maximilian Pichl, Anke Stelling und Matthias Ubl

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15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.05.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19,2/12,1/2,1 cm

Gewicht

228 g

Farbe

Magenta

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28604-7

Beschreibung

Rezension

»Kein Beitrag, der nicht zum Nachdenken und Nachfühlen anregt.« Sebastian Klauke, ak analyse & kritik, Dezember 24

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.05.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19,2/12,1/2,1 cm

Gewicht

228 g

Farbe

Magenta

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28604-7

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    27.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über Schuld und wer sie trägt.

    Schuldzuweisung findet in unserer Gesellschaft oft auf einer persönlichen Ebene statt. Ob es um Armut geht, Rassimus oder Konsum, Schuld wird gerne der Person zugesprochen, die eigentlich betroffen ist. Diese Sammlung an Essays legt verschiedene Arten der Schuld (oder zumindest augenscheinliche Schuld) sehr verständlich dar. Es werden (zum Teil schädliche), gesellschaftliche Narrative hinterfagt und gefordert. Es ist ein Buch, was zum kritischen Denken anregt, dazu nicht immer jede Schuldzuweisung so hinzunehmen, sodass wir als Gesellschaft vielleicht endlich mal anfangen zu Verstehen, dass die Schuldtragenden meist nicht neben uns stehen, sondern von oben kommen. Eine große Leseempfehlung!

  • xxholidayxx

    5/5

    09.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jede:r ist des eigenen Glückes Schmied:in... oder doch nicht?

    „Selbst schuld!“ ist ein Essayband, der sich mit dem immer präsenter werdenden Druck auf das Individuum auseinandersetzt, Verantwortung und Schuld für gesellschaftliche Krisen zu übernehmen. Die Herausgeber:innen Wolfgang M. Schmitt und Ann-Kristin Tlusty gehören zu den aufstrebenden Stimmen der aktuellen Kulturkritik: Schmitt ist bekannt durch seinen Youtube-Kanal Die Filmanalyse und den wirtschaftskritischen Podcast Wohlstand für alle, Tlusty arbeitet als Kultur- und Redaktionswissenschaftlerin bei Zeit Online und hat bereits eigene Essays veröffentlicht. Sie haben für diesen Band dreizehn Autor:innen eingeladen, die in persönlichen Essays über soziale Schuldzuschreibungen und gesellschaftliche Missstände schreiben. Worum geht's? Die Essays widmen sich der Frage, warum das Individuum immer wieder die Schuld für gesellschaftliche Probleme tragen soll, die in Wahrheit systembedingt sind. Ob Klimawandel, Armut oder soziale Gerechtigkeit – immer öfter wird suggeriert, dass einzelne Menschen ihre Probleme nur durch Eigenverantwortung lösen könnten. Die Autor:innen gehen darauf ein, wie das neoliberale System das Individuum zum Sündenbock macht, um von strukturellen Ursachen abzulenken. Die Beiträge reichen von sachlichen Analysen über autobiografische Berichte bis hin zu Essays mit ironischen Untertönen. Ein Beispiel ist das Vorwort, in dem bereits deutlich wird, wie der „Schuldvorwurf“ als Instrument genutzt wird: Statt das System zu hinterfragen, wird Schuld auf Streikende, Betroffene sexualisierter Gewalt oder den Klimaschutz übertragen. Ein wichtiges Thema ist auch, wie sich Scham und Schuld zu einer sozialen Kontrolle verbinden und die Eigenverantwortung dem Gemeinwohl entgegenstellt. Meine Meinung Als große Liebhaberin von Essaybänden, besonders wenn sie aktuelle und sozialkritische Themen ansprechen, hat mich "Selbst schuld!" sofort angesprochen, und meine Erwartungen wurden wieder einmal mehr nicht enttäuscht. Essays wie „Aufstiegsgeschichten“ von Sarah-Lee Heinrich, „Recht“ von Maximilian Pichl und „Instagram“ von Şeyda Kurt bieten spannende Perspektiven auf die Frage, wie gesellschaftliche Strukturen und ihre Missstände Menschen subtil zur Selbstbeschuldigung drängen. Besonders gefallen haben mir die abwechslungsreichen Formate und der Ansatz, Themen mal sachlich-analytisch und mal autobiografisch-persönlich zu behandeln, was dem Essayband eine schöne Vielfalt verleiht. Die Texte zeigen, wie tief verankert die neoliberale Überzeugung ist, dass jede:r das eigene Glück schmieden kann, und wie diese Ideologie Probleme wie Armut und Ungleichheit ignoriert oder sogar auf die Betroffenen selbst projiziert. Das Vorwort bringt dies hervorragend auf den Punkt, wenn es aufzeigt, wie bequem es ist, wenn Einzelne die Verantwortung übernehmen sollen – anstatt das System infrage zu stellen. Mich hat der Band in vielen Themen neu sensibilisiert, besonders im Hinblick auf Klassismus, den ich bisher nicht im Detail betrachtet hatte. Einzige kleine Schwäche: Einige Essays hätten einheitlich gegendert sein können, da das teils uneinheitlich gehandhabt wird, was den Lesefluss stört. Dennoch verstehe ich, dass hier die persönliche Schreibweise der Autor:innen Vorrang hatte. Und natürlich sprechen einen manche Beiträge mehr an als andere. So waren bspw. meine Highlights die Beiträge von Sarah-Lee Heinrich ("Aufstiegsgeschichten"), Maximilian Pichl ("Recht"), Özge İnan ("Sexualisierte Gewalt") Sophie Lewis ("Familie"), Şeyda Kurt ("Instagram") und Sebastian Friedrich ("Klima"). Fazit "Selbst schuld!" ist ein hochaktueller und reflektierter Essayband, der wichtige Fragen stellt und deutlich macht, dass gesellschaftliche Verantwortung nicht allein bei den Einzelnen liegen kann. Eine klare Empfehlung für alle, die sich kritisch mit den Mechanismen der Schuldzuschreibung und dem Einfluss des Neoliberalismus auseinandersetzen möchten. 4,5 von 5 Sternen.

  • Bewertung

    4/5

    04.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Junge Stimmen gegen alte Dogmen

    Die Texte sind literarisch ansprechend und die darin behandelten Themen sind gute Diskussions- und Gedankenspielgrundlagen. Wohltuend ist ausserdem, dass hier eher junge kluge Köpfe zum Zuge kommen. Der Lesegenuss wird allerdings von der mangelhaften physischen Qualität des Buches, insbesondere den Einband.

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