Berlin, 1932: Hulda Gold hat eine neue Wirkungsstätte als Hebamme gefunden. Im berüchtigten FrauengefängnisBarnimstraßeversorgt sie inhaftierte Schwangere und entwickelt einen guten Draht zu den oftmals verzweifelten Frauen. Als innerhalb der Gefängnismauern eine junge Insassin völlig unerwartet stirbt, kann Hulda nicht untätig bleiben. Bald kommen Zweifel wegen der Todesursache auf, und der Verdacht fällt auf Anna Marwitz, die bereits wegen Mordes verurteilt ist. Doch Hulda kann nicht glauben, dass diese verschüchterte Frau, die kurz vor der Entbindung ihres ersten Kindes steht, wirklich eine mehrfache Mörderin sein soll. Mit der Aufklärung des Falls wird ausgerechnet Irma Siegel betraut. Hulda und die Kriminalkommissarin kennen sich von früher, und sie gingen nicht als Freundinnen auseinander. Aber während sich die politischen Kräfte in Deutschland immer mehr radikalisieren, müssen sie nun gemeinsam gegen das Unrecht kämpfen - für die Zukunft aller Frauen und auch die ihrer eigenen Familien.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
buecherwurm_01
Thalia Book Circle Community
5/5
14.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Stück Zeitgeschichte
Die Hebamme Hulda Gold lebt mit ihrem Ehemann Max und ihrer Tochter Meta zusammen in einer schönen Wohnung und beginnt eine neue Arbeit. Sie ist als Selbstständige für die Betreuung von schwangeren Gefangenen in der Frauenhaftanstalt verpflichtet worden. Wie immer ist sie engagiert und hilfsbereit. Eine Hochschwangere findet die Leiche ihrer Freundin und schon ist Hulda mitten in ihrem nächsten Kriminalfall. Auch die Verurteilung ihres Schützlings erscheint ihr suspekt und zusammen mit der zuständigen Kommissarin geht sie den Spuren nach.
Wie in allen Vorgängerbänden schafft die Autorin auch hier die richtigen Beschreibungen für eine authentische Atmosphäre, sowohl in der Haftanstalt als auch im politisch sich verändernden Berlin.
Eine Karte auf der Umschlaginnenseite gibt einen guten Überblick über die relevanten Berliner Viertel in diesem Band. Sicherlich ist es hilfreich, die Vorgängerbände gelesen zu haben, um einige Zusammenhänge besser einordnen zu können, aber da es eine abgeschlossene Geschichte mit Hinweisen zu notwendigen Ereignissen der Vergangenheit ist, lässt sich das Buch auch ohne Vorkenntnisse genießen. Empfehlen möchte ich es allen Lesern historischer Romane.
Bewertung
5/5
14.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Fräulein Gold
eine sehr gute Buchreihe auch für Junge Menschen da die Geschichte sehr gut erklärt wird .Wird es noch mehr Teile geben ?Ich würde mich freuen .Ich kannte eine Frau die so ähnliches erlebt hat .Leider schon verstorben 1997 .Sie war Blumenhändlerin und Sinti. Was Sie selbst erst 1936 erfahren hat .Ihr Laden war in Lichtenberg .
aebbies.buechertruhe
5/5
04.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein starker achter Teil
Auch für die Hebamme Hulda Gold mehren sich die Anzeichen, daß ihr Leben in Berlin im Jahr 1932 nicht mehr sicher ist. Ihr Ehemann liebäugelt mit einer Anstellung in Schweden, ihr Vater redet offen über eine Ausreise nach Palästina und ihre Tochter Meta wird in der Schule von der neuen Lehrerin drangsaliert. Dann wird auch noch ihr Freund Bert auf offener Straße verprügelt. Aber Hulda verdrängt eine Entscheidung immer wieder in den Hintergrund. Sie will in Berlin bleiben, obwohl sie weiß, daß ihre Stelle im Frauengefängnis am seidenen Faden hängt. Erst einmal muß sie sich um die schwangere Giftmörderin Anna Marwitz kümmern. Hulda glaubt nämlich nicht, daß diese schüchterne Frau eine Mörderin ist. Sie kann Kommissarin Irma Siegel davon überzeugen, den Fall wieder aufzurollen. Hat Huldas Spürsinn wieder einmal recht?
Mit dem Titel "Der Preis der Freiheit" liegt bereits der achte Fall um die Hebamme "Fräulein Gold", geschrieben von Anne Stern, in den Bücherregalen, und auch dieses Buch hat mich wieder begeistert. Wenn man die Bücher von Anfang an verfolgt hat, merkt man genau den Wandel der Zeit. Anne Stern bringt den Lesern diesen Wandel sehr genau nahe, indem sie Einzelschicksale, wie das von Bert, in den Vordergrund stellt. Sie beschreibt einfühlsam, wie die Menschen um den Winterfeldtplatz in dieser Zeit zusammenrücken. Aber der Gegenwind bläst ihnen immer stärker ins Gesicht. Anne Sterns Buchreihe ist ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen fehlgeleitet werden können. Obwohl es in diesem Roman ein wenig nach Abschied riecht, hoffe ich, daß diese Serie noch lange nicht beendet sein wird. Mir würde sie fehlen.
zauberblume
aus Altdorf
5/5
27.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine gigantische Fortsetzung
Voller Spannung und Neugierde habe ich auf den 8. Band der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ aus der Feder der Spiegel Bestsellerautorin Anne Stern gewartet. Eine spannende Saga, in der die Autorin uns ins Berlin der 1930er Jahr entführt.
Der Inhalt: Berlin, 1932: Hulda Gold hat eine neue Wirkungsstätte als Hebamme gefunden. Im berüchtigten Frauengefängnis Barnimstraße versorgt sie inhaftierte Schwangere und entwickelt einen guten Draht zu den oftmals verzweifelten Frauen. Als innerhalb der Gefängnismauern eine junge Insassin völlig unerwartet stirbt, kann Hulda nicht untätig bleiben. Bald kommen Zweifel wegen der Todesursache auf, und der Verdacht fällt auf Anna Marwitz, die bereits wegen Mordes verurteilt ist. Doch Hulda kann nicht glauben, dass diese verschüchterte Frau, die kurz vor der Entbindung ihres ersten Kindes steht, wirklich eine mehrfache Mörderin sein soll. Mit der Aufklärung des Falls wird ausgerechnet Irma Siegel betraut. Hulda und die Kriminalkommissarin kennen sich von früher, und sie gingen nicht als Freundinnen auseinander. Aber während sich die politischen Kräfte in Deutschland immer mehr radikalisieren, müssen sie nun gemeinsam gegen das Unrecht kämpfen – für die Zukunft aller Frauen und auch die ihrer eigenen Familien.
Wow! Was für eine fantastische Fortsetzung. Ich muss gestehen, dass ich schon richtig süchtig nach dieser Buchreihe bin. Die Autorin versteht es jedes Mal, den Leser von Anfang an in den Bann der Geschichte zu ziehen. Mittlerweile sind mir schon fast alle Figuren bestens vertraut. Allen voran die liebenswerte Hulda, die mir schon lange ans Herz gewachsen ist und deren Leben ich voller Spannung begleite. Auch dieses Mal stehe ich nach Beendigung des Buches – indem die Autorin uns längst vergangene Geschichte deutlich vor Augen führt – unter Strom. Der Schreibstil der Autorin ist einfach großartig und der Spannungsbogen enorm. Es hat sich ja einiges getan in Huldas Leben. Nun ist sie Ehefrau und Tochter Meta wird eingeschult. Auch blüht Hilda in ihrem Beruf wieder auf, auch wenn die Wirkungsstätte etwas gewöhnungsbedürftig ist. Doch immer mehr ist der Umbruch zu spüren, in Deutschland verändert sich vieles. Auch Hulda und ihre Lieben verfolgen dies mit großer Sorge. Und Hulda wäre nicht Hulda, wenn ihr nicht manches seltsam vorkommt. Dieses Mal gibt sie Kommissar Siegel einen kleinen Anstoß und plötzlich steckt Hulda wieder mitten in einem neuen Fall. Hier bekomme ich richtig Gänsehautfeeling, wenn ich mir gewisse Szenen vor Augen führe. Doch nicht nur dies stellt Hulda vor eine große Herausforderung und auf einmal kommt sie zum Umdenken, denn was gibt es Wichtigeres als die Familie und eine sichere Zukunft. Die Autorin lässt uns an längst vergangene Geschichte teilhaben und ich bin schon neugierig, welche Auswirkungen diese auf Huldas Leben haben wird.
Für mich ist ein diese interessante und spannende Lektüre ein absolutes Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre, mit der ich Traumlesestunden verbracht habe, 5 Sterne. Das Cover hat für mich auch schon einen gewissen Wiedererkennungswert. Finde ich klasse.
Bewertung
5/5
25.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Fräulein Gold 8: Der Preis der Freiheit
Inhalt siehe Klappentext.
Ich kenne bereits alle anderen Teile von Anne Sterns „Fräulein Gold“-Reihe, die meisten als Hörbücher; dieser 8. Band „Der Preis der Freiheit“ mit seinen 432 Seiten, welcher im Jahr 1932 in Berlin spielt, lässt sich sehr flüssig lesen. Hulda Gold kann endlich wieder im Hebammenberuf aufgehen, Meta ist sicher in der ersten Klasse der Grundschule angekommen, und Huldas Mann Max Dessauer nimmt diesmal einen größeren Part ein. Seine politische Meinung, die er in Zeitschriften kundtut und ein Jobangebot in Schweden entzündet Feuer und eine Krise zwischen den Eheleuten. Schade, dass erst eine weitere Zerreißprobe die Beiden wieder näher- und zusammenbringt und Hulda zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben. Nach diesen schlimmen Tagen finde ich, Hulda hat es verstanden und ist, trotz ihres tatsächlichen Alters noch mal etwas mehr erwachsen geworden. Aber hat die aktuelle Situation eine gemeinsame Zukunft? Ich freue mich schon auf Band 9, dessen Leseprobe am Ende zu finden ist.
Es wäre ungewöhnlich, würden sich Hulda und Kommissarin Siegel nicht erneut begegnen, allerdings sehen sich die beiden Frauen nicht mehr als Konkurrentinnen, aber auch nicht als Freundinnen, sondern, so mein Eindruck, als gleichgestellte Frauen, die für ihren Beruf, ihre Berufung leben und gegen die Ungerechtigkeit kämpfen. Irma und Hulda könnten sich gut ergänzen, wenn sie es zulassen, aber beide tun sich eben mit diesem Gedanken schwer. Ebenso wichtig finde ich den inzwischen freundschaftlichen Kontakt zu Karl, hat ja lange genug gedauert und die gelegentlichen Besuche von Hulda und Meta bei Johanns Eltern. Viktoria erscheint mir immer noch unterkühlt und geziert, das wird sich nicht mehr ändern. Friedemann ist da etwas lockerer (geworden), aber auch noch angespannt, was Hulda angeht.
Auf die Gefahr hin, dass meine Rezension aufgrund meiner Meinung aussortiert wird: Es ist traurig zu lesen, wie sich 1932 alles entwickelte und man meint heute, 2026, fast 100 Jahre später, es wiederholt sich, unfassbar, die Menschen haben wirklich nichts gelernt!
Ich hatte spannende Lesestunden, Hulda und ihr Umfeld 2 Wochen lang zu begleiten. Der Ausflug ins Frauengefängnis, das „Leben“ der Insassinnen, war wirklich aufschlussreich und grausam gleichzeitig, aber auch die alltäglichen Probleme der Familie waren Thema, dazu die politische Situation, Anne Stern versteht es einfach, ihre Leser mitzureißen! Ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt und kann guten Gewissens 5 Sterne mit Leseempfehlung vergeben.
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