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Himmelsfeuer Ein berührender Coming-of-Age-Roman über Familie, Heimat und den Weg zu sich selbst - vielfach ausgezeichnet

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

29.01.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/2,7 cm

Gewicht

320 g

Farbe

Mint / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Himlabrand

Übersetzt von

Anu Stohner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-65048-9

Beschreibung

Rezension

Moa Backe Åstot fängt diese inneren und äußeren Stimmungen so lebensnah ein, weil sie ihre Figuren nicht von außerhalb oder gar von oben herab betrachtet, sondern ihre Geschichte aus dem Milieu heraus erzählt, das sie offensichtlich selbst sehr gut kennt und liebt. ("Deutschlandfunk")
Der Roman hat einen ruhigen, positiven Ton, (…) ist sehr locker, sehr leicht, sehr lebendig geschrieben. (…) Damit ist dieser Roman auch ein starkes Plädoyer für Toleranz und Liebe. ("Deutschlandfunk Kultur, Lesart")
›Himmelsfeuer‹ ist ein berührendes Buch über die tiefe Verbundenheit mit Vorfahren und Lebensraum, eine feinfühlige Liebesgeschichte und eine innige Hommage an Sápmis Landschaft, Menschen und Tiere.
Dieser herausragend erzählte Roman bietet tiefe Einblicke in Ántes Gefühlswelt, ohne ihm zu nahe zu treten. ("Eselsohr")
Himmelsfeuer ist ein packender Text über Identität und den Kampf eines Jungen, zu seinen eigenen Gefühlen zu stehen. Darin ein nahbarer liebenswerter Antiheld, dem man über 250 Seiten lang die Daumen hält, dass er am Ende glücklich werden darf. ("WDR 5, Westart lesen")
Himmelsfeuer ist ein ruhiges, unaufgeregtes Buch, getragen von einem klaren, leichten Schreibstil. Man fühlt mit Ánte, man bleibt bei ihm, man friert und hofft mit ihm. Ich bin an einem winterlichen Nachmittag förmlich durch die Seiten geflogen. ("queer.de")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

29.01.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/2,7 cm

Gewicht

320 g

Farbe

Mint / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Himlabrand

Übersetzt von

Anu Stohner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-65048-9

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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Jugendroman mit Herz und nordic flair

Zauberberggast aus München am 17.02.2026

Bewertungsnummer: 3049458

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Über die Sámi in Nordskandinavien gibt es einige Bücher und Romane. Mich hat allerdings noch keiner so berührt wie “Himmelsfeuer” von Moa Backe Åstot (1998), die selbst Sámi und Rentierzüchterin ist. Der Roman ist bereits 2021 im Original erschienen, hat viel positives Feedback von der Kritik bekommen und wurde jetzt für den dtv Verlag Reihe Hanser von Anu Stohner ins Deutsche übersetzt. “Gibt es homosexuelle Rentierzüchter?” Diese Frage stellt sich jemand in einem Forum im Internet. Der junge Sámi Ánte liest sie und stellt sie sich auch, denn er ahnt, dass er selbst einer sein könnte. Ánte ist ein samischer Schüler, 16 Jahre alt. Er lebt in der Nähe von Jokkmokk, einem Zentrum der samischen Kultur und Lebensweise in Schweden, wo er zur Schule geht. Seine Eltern sind Rentierzüchter, er hat noch eine Schwester, Ida. In letzter Zeit hat Ánte Gefühle für seinen besten Freund Erik, (der ebenfalls Rentierzüchter-Background hat) entwickelt. Der ist allerdings in einer Beziehung mit Julia und eben: sein bester Freund. Ánte ist nicht geoutet und seine Eltern eher konservativ. Im Roman wird ganz in der Tradition der Coming-of-Age-Thematik die Frage gestellt: Findet Ánte zu sich selbst und kann das mit ihm und Erik etwas werden? Sehr behutsam, sehr sanft geht es hier zu. Ein Sensitivity Reading war hier sicher nicht nötig. Man merkt, dass die Autorin sich voll und ganz mit der Kultur auskennt, über die sie schreibt - sie ist ein Teil davon. Die Kulturhistorie der Sami und auch die dunklen Seiten davon werden sehr gut ausgeleuchtet. Ante setzt sich - unfreiwillig - mit seiner Kultur auseinander und stellt dabei fest, dass er beides sein möchte: Sami und dennoch er selbst, was auch seine sexuelle Orientierung beinhaltet. Das Thema queere Liebe wird mit großem Respekt von der Autorin behandelt, ohne die nötige Lockerheit und Leichtigkeit dabei zu verlieren. Also einfach perfekt, sonst hätte der Roman auch nicht so einen Erfolg gehabt. Auch die Gefühle, die Ánte empfindet, kommen wunderbar rüber. Die Prosa der Autorin ist ganz zart und doch mit einer gewissen Kraft versehen. Ich würde sagen, sie hat als Mensch ein großes Herz, das man zwischen den Zeilen pulsieren spürt. Der Roman ist für Jugendliche gedacht, die selbst in der Findungsphase sind, aber auch Erwachsene können, so wie ich, davon profitieren und nochmal in Erinnerungen schwelgen: erste Liebe, Auseinandersetzungen mit den Eltern, etc. Wenn man Skandinavien und die nordische Kultur mag, dann ist dieser zauberhafte Jugendroman auch perfekt, denn hier findet man die Sehnsuchtsorte für die Sonnenmüden und die Nordlicht-Suchenden perfekt beschrieben. Man ist wirklich nach der Lektüre kurz davor, eine Reise nach Jokkmokk zu buchen und einen Kolt anziehen zu wollen. Um Rentiere und deren Zucht geht es allerdings nur am Rande, aber dafür gibt es ja die Bücher von Ann-Helén Laestadius, die das sehr ausführlich beleuchten. Kurzum: Ein absolut lesenswertes Buch, dem mal wieder viel mehr Aufmerksamkeit gebührt als es derzeit noch bekommt - zumindest hier in Deutschland. Eine Mini-Serie könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.

Jugendroman mit Herz und nordic flair

Zauberberggast aus München am 17.02.2026
Bewertungsnummer: 3049458
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Über die Sámi in Nordskandinavien gibt es einige Bücher und Romane. Mich hat allerdings noch keiner so berührt wie “Himmelsfeuer” von Moa Backe Åstot (1998), die selbst Sámi und Rentierzüchterin ist. Der Roman ist bereits 2021 im Original erschienen, hat viel positives Feedback von der Kritik bekommen und wurde jetzt für den dtv Verlag Reihe Hanser von Anu Stohner ins Deutsche übersetzt. “Gibt es homosexuelle Rentierzüchter?” Diese Frage stellt sich jemand in einem Forum im Internet. Der junge Sámi Ánte liest sie und stellt sie sich auch, denn er ahnt, dass er selbst einer sein könnte. Ánte ist ein samischer Schüler, 16 Jahre alt. Er lebt in der Nähe von Jokkmokk, einem Zentrum der samischen Kultur und Lebensweise in Schweden, wo er zur Schule geht. Seine Eltern sind Rentierzüchter, er hat noch eine Schwester, Ida. In letzter Zeit hat Ánte Gefühle für seinen besten Freund Erik, (der ebenfalls Rentierzüchter-Background hat) entwickelt. Der ist allerdings in einer Beziehung mit Julia und eben: sein bester Freund. Ánte ist nicht geoutet und seine Eltern eher konservativ. Im Roman wird ganz in der Tradition der Coming-of-Age-Thematik die Frage gestellt: Findet Ánte zu sich selbst und kann das mit ihm und Erik etwas werden? Sehr behutsam, sehr sanft geht es hier zu. Ein Sensitivity Reading war hier sicher nicht nötig. Man merkt, dass die Autorin sich voll und ganz mit der Kultur auskennt, über die sie schreibt - sie ist ein Teil davon. Die Kulturhistorie der Sami und auch die dunklen Seiten davon werden sehr gut ausgeleuchtet. Ante setzt sich - unfreiwillig - mit seiner Kultur auseinander und stellt dabei fest, dass er beides sein möchte: Sami und dennoch er selbst, was auch seine sexuelle Orientierung beinhaltet. Das Thema queere Liebe wird mit großem Respekt von der Autorin behandelt, ohne die nötige Lockerheit und Leichtigkeit dabei zu verlieren. Also einfach perfekt, sonst hätte der Roman auch nicht so einen Erfolg gehabt. Auch die Gefühle, die Ánte empfindet, kommen wunderbar rüber. Die Prosa der Autorin ist ganz zart und doch mit einer gewissen Kraft versehen. Ich würde sagen, sie hat als Mensch ein großes Herz, das man zwischen den Zeilen pulsieren spürt. Der Roman ist für Jugendliche gedacht, die selbst in der Findungsphase sind, aber auch Erwachsene können, so wie ich, davon profitieren und nochmal in Erinnerungen schwelgen: erste Liebe, Auseinandersetzungen mit den Eltern, etc. Wenn man Skandinavien und die nordische Kultur mag, dann ist dieser zauberhafte Jugendroman auch perfekt, denn hier findet man die Sehnsuchtsorte für die Sonnenmüden und die Nordlicht-Suchenden perfekt beschrieben. Man ist wirklich nach der Lektüre kurz davor, eine Reise nach Jokkmokk zu buchen und einen Kolt anziehen zu wollen. Um Rentiere und deren Zucht geht es allerdings nur am Rande, aber dafür gibt es ja die Bücher von Ann-Helén Laestadius, die das sehr ausführlich beleuchten. Kurzum: Ein absolut lesenswertes Buch, dem mal wieder viel mehr Aufmerksamkeit gebührt als es derzeit noch bekommt - zumindest hier in Deutschland. Eine Mini-Serie könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.

„Gibt es schwule Rentierzüchter?“

VolkerM am 07.02.2026

Bewertungsnummer: 3038341

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ante ist nicht gut mit Worten. Aber wie soll er in Worte fassen, dass er seinen besten Freund liebt? Ante versteht auch die Menschen oft nicht. Aber wie soll er Eriks Signale verstehen? Da sind die leisen Berührungen, die sanften Blicke, aber da ist auch Eriks Freundin Hannah und warum bleibt Erik stumm, wenn es darauf ankommt? Ante ist zerrissen zwischen seinen Gefühlen und dem, was seine Umwelt von ihm erwartet. Die homophoben Bemerkungen an seiner Schule und von seinem Vater machen ihm Angst, denn genauso sehr, wie er Erik liebt, liebt er auch seine Heimat Lappland und das Leben seiner Eltern als Rentierzüchter. Muss er sich entscheiden zwischen seiner Liebe und der Heimat? Gibt es wirklich nur ein entweder oder? Der Roman ist so spannend und fesselnd, dass ich ihn kaum weglegen konnte. Man sitzt wie auf glühenden Kohlen, dass Ante endlich über seinen Schatten springt und die richtigen Fragen stellt. Ich kenne keinen schwulen Coming-of-Age-Roman, der die innere Verzweiflung einer unglücklichen Liebe so hautnah beschriebt, wie „Himmelsfeuer“. Diese bohrende Unsicherheit und das gleichzeitige Unvermögen, die Dinge klar auszusprechen, nicht nur aus Angst vor der Reaktion der Mitmenschen, sondern viel mehr noch aus Angst vor der Ablehnung des geliebten Menschen. Ante will es lieber gar nicht wissen, als mit Eriks „Nein“ leben zu müssen. So beobachtet Ante jede von Eriks Reaktionen, interpretiert jedes kleine Wort und jedes kleine Wort kann ihn in den Himmel heben oder das Universum kollabieren lassen. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, voller Höhen und Tiefen und die vorsichtigen Annäherungsversuche der Beiden sind so anrührend und herzzerreißend, dass man die Geschichte nicht loslassen kann und nicht loslassen will. Buchstäblich bis zur allerletzten Seite wird die Spannung aufrecht erhalten und wie ein Tennisball, der auf die Netzkante prallt und bei dem man nicht weiß, in welches Feld er fallen wird, so fällt die Entscheidung erst ganz am Schluss. Etwas bemüht wirkt die mit eingeflochtene Problematik der samischen Ethnie in Lappland, die vor 100 Jahren von den Schweden zwangsassimiliert wurden und die mit der Identitätsfindung von Ante verknüpft wird. Das ist inhaltlich nicht immer ganz stimmig, aber lenkt auch nicht vom Kern der Geschichte ab. Ein wunderbares, fesselndes, hervorragend geschriebenes Buch, das man auch ein zweites Mal lesen kann, ohne dass es seine Wirkung verfehlt.

„Gibt es schwule Rentierzüchter?“

VolkerM am 07.02.2026
Bewertungsnummer: 3038341
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ante ist nicht gut mit Worten. Aber wie soll er in Worte fassen, dass er seinen besten Freund liebt? Ante versteht auch die Menschen oft nicht. Aber wie soll er Eriks Signale verstehen? Da sind die leisen Berührungen, die sanften Blicke, aber da ist auch Eriks Freundin Hannah und warum bleibt Erik stumm, wenn es darauf ankommt? Ante ist zerrissen zwischen seinen Gefühlen und dem, was seine Umwelt von ihm erwartet. Die homophoben Bemerkungen an seiner Schule und von seinem Vater machen ihm Angst, denn genauso sehr, wie er Erik liebt, liebt er auch seine Heimat Lappland und das Leben seiner Eltern als Rentierzüchter. Muss er sich entscheiden zwischen seiner Liebe und der Heimat? Gibt es wirklich nur ein entweder oder? Der Roman ist so spannend und fesselnd, dass ich ihn kaum weglegen konnte. Man sitzt wie auf glühenden Kohlen, dass Ante endlich über seinen Schatten springt und die richtigen Fragen stellt. Ich kenne keinen schwulen Coming-of-Age-Roman, der die innere Verzweiflung einer unglücklichen Liebe so hautnah beschriebt, wie „Himmelsfeuer“. Diese bohrende Unsicherheit und das gleichzeitige Unvermögen, die Dinge klar auszusprechen, nicht nur aus Angst vor der Reaktion der Mitmenschen, sondern viel mehr noch aus Angst vor der Ablehnung des geliebten Menschen. Ante will es lieber gar nicht wissen, als mit Eriks „Nein“ leben zu müssen. So beobachtet Ante jede von Eriks Reaktionen, interpretiert jedes kleine Wort und jedes kleine Wort kann ihn in den Himmel heben oder das Universum kollabieren lassen. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, voller Höhen und Tiefen und die vorsichtigen Annäherungsversuche der Beiden sind so anrührend und herzzerreißend, dass man die Geschichte nicht loslassen kann und nicht loslassen will. Buchstäblich bis zur allerletzten Seite wird die Spannung aufrecht erhalten und wie ein Tennisball, der auf die Netzkante prallt und bei dem man nicht weiß, in welches Feld er fallen wird, so fällt die Entscheidung erst ganz am Schluss. Etwas bemüht wirkt die mit eingeflochtene Problematik der samischen Ethnie in Lappland, die vor 100 Jahren von den Schweden zwangsassimiliert wurden und die mit der Identitätsfindung von Ante verknüpft wird. Das ist inhaltlich nicht immer ganz stimmig, aber lenkt auch nicht vom Kern der Geschichte ab. Ein wunderbares, fesselndes, hervorragend geschriebenes Buch, das man auch ein zweites Mal lesen kann, ohne dass es seine Wirkung verfehlt.

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