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Die Liebeshungrigen Roman | »Ein grandioser Roman über Ruhm, Niedergang und den Körperkult in Cannes.« Christian Mayer, Süddeutsche Zeitung

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26,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30895

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,5 cm

Gewicht

511 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

La guerre par d'autres moyens

Übersetzt von

Maja Ueberle-Pfaff + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28522-3

Beschreibung

Rezension

Karine Tuil beschreibt genau beobachtet und genüsslich zugespitzt eine realistisch grundierte Szenerie aus Leidenschaften und Ich-Verwirklichungen, aus Maskeraden, Macht und Manipulationen in der feinen Pariser Gesellschaft. ("Deutschlandfunk")
Die Stärke des Buchs liegt darin, wie Tuil die Erfolgsmenschen auseinandernimmt. ("DER SPIEGEL")
Ein literarischer Geniestreich! ("denglers-buchkritik.de")
Tuil gelingt es, den Fall von Dan Lehmann so spannend und böse aufzuschreiben, dass die gegenwartssatten 400 Seiten wie eine Strandlektüre anmuten. ("Rheinische Post et al.")
Das Buch ist unglaublich unterhaltsam, Karine Tuil schreibt sehr, sehr gut und überrascht ihre Leser immer wieder mit neuen Erkenntnissen. ("SR 2 KulturRadio")
In Frankreich schlug der neue Roman von Karine Tuil wie eine Bombe ein. (…) Tuil schreibt sich indiskret in diese Löwengrube, die mit dem alltäglichen Leben nichts zu tun hat, hinein. Dabei geht es ihr nicht um Voyeurismus, sondern um ethische Fragen. ("Nürnberger Nachrichten online")
Mit eiskalter Unerbittlichkeit, aber auch viel feinem Humor seziert Karine Tuil die Mechanismen der Mediendiktatur. Gruselig, gut. ("IN München")
In dem klugen Gesellschaftsroman aus Frankreich geht es darum wie Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen von der unerbittlichen Medienwelt vernichtet werden können. ("Jolie")
Die Schriftstellerin Karine Tuil gilt als eine feine Beobachterin der französischen Politik und Gesellschaft. ("Straubinger Tagblatt et al.")
Ein kluger, oft eindringlicher Roman über Macht und ihren Verlust. ("Ruhr Nachrichten")

Produktdetails

Verkaufsrang

30895

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,5 cm

Gewicht

511 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

La guerre par d'autres moyens

Übersetzt von

  • Maja Ueberle-Pfaff
  • Alexandra Baisch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28522-3

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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Einfach strak ...

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 15.06.2026

Bewertungsnummer: 3168236

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

DIE LIEBESHUNGRIGEN Karine Tuil ET: 15.05.26 Lehman fühlt sich ausgebrannt, demoralisiert und greift immer häufiger zur Flasche. Was war passiert? Vor einem Jahr war er noch der Präsident Frankreichs. Er hatte seine langjährige Ehefrau, die ihm über Jahre den Rücken freigehalten und ihre eigene Karriere für ihn zurückgestellt hatte, für eine zwanzig Jahre jüngere Schauspielerin verlassen. Es lief alles gut! Dann kriselte auch diese neue Beziehung. Gleichzeitig warfen ihm linke Politiker*innen vor, sich mit den Rechten verbündet zu haben. Sein Ansehen schwand, das Vertrauen seiner Anhänger und Wähler ging verloren, und schließlich verlor er die nächste Präsidentschaftswahl. Er musste den Élysée-Palast räumen. Doch damit nicht genug: Nun soll er sich auch noch einer Befragung der Finanzermittler stellen. Währenddessen erhält seine zweite Ehefrau die Spielfilmrolle ihres Lebens. Für Lehman, der ohnehin an seiner Entmachtung und dem Verlust seines früheren Lebens knabbert, ist all das ein weiterer Grund, noch tiefer ins Glas zu schauen. Wer jetzt denkt, damit sei die Handlung von Karine Tuils neuem, äußerst klugen Roman bereits erzählt, irrt. DIE LIEBESHUNGRIGEN ist ein vielschichtiger, dicht erzählter Roman mit zahlreichen Figuren und Handlungssträngen, der dabei nie überladen wirkt. Es geht um Macht und Anerkennung, um #MeToo, toxische Beziehungen, gesellschaftliche Erwartungen und Femizid. Besonders gefallen haben mir die unterschiedlichen Erzählperspektiven, durch die sich nach und nach ein immer größeres Bild zusammensetzt. Hinzu kommen zahlreiche kleine Wendungen, die die Geschichte durchgehend spannend halten. Lieblingszitat: "Im Leben eines verheirateten Paars kommt der Zeitpunkt, an dem es in einer angenehmen Behaglichkeit, einer tröstlichen Zuneigung erstarrt, das ist angenehm, friedlich, wohltuend. Man unterhält sich mit einer etwas aufgesetzten Zärtlichkeit, man streichelt sich noch ein wenig. Der eine ist für den anderen zu einer Art Haustier geworden.“ (S. 30) Fazit: Ein vielschichtiger und gesellschaftskritischer Roman über Macht, Abhängigkeiten und zwischenmenschliche Dynamiken. Karine Tuil zeigt eindrucksvoll, welchem Druck politische Akteure ausgesetzt sind, und verknüpft dies mit Themen wie Femizid, Beziehungen und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Klug erzählt und absolut lesenswert. 5/5

Einfach strak ...

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 15.06.2026
Bewertungsnummer: 3168236
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

DIE LIEBESHUNGRIGEN Karine Tuil ET: 15.05.26 Lehman fühlt sich ausgebrannt, demoralisiert und greift immer häufiger zur Flasche. Was war passiert? Vor einem Jahr war er noch der Präsident Frankreichs. Er hatte seine langjährige Ehefrau, die ihm über Jahre den Rücken freigehalten und ihre eigene Karriere für ihn zurückgestellt hatte, für eine zwanzig Jahre jüngere Schauspielerin verlassen. Es lief alles gut! Dann kriselte auch diese neue Beziehung. Gleichzeitig warfen ihm linke Politiker*innen vor, sich mit den Rechten verbündet zu haben. Sein Ansehen schwand, das Vertrauen seiner Anhänger und Wähler ging verloren, und schließlich verlor er die nächste Präsidentschaftswahl. Er musste den Élysée-Palast räumen. Doch damit nicht genug: Nun soll er sich auch noch einer Befragung der Finanzermittler stellen. Währenddessen erhält seine zweite Ehefrau die Spielfilmrolle ihres Lebens. Für Lehman, der ohnehin an seiner Entmachtung und dem Verlust seines früheren Lebens knabbert, ist all das ein weiterer Grund, noch tiefer ins Glas zu schauen. Wer jetzt denkt, damit sei die Handlung von Karine Tuils neuem, äußerst klugen Roman bereits erzählt, irrt. DIE LIEBESHUNGRIGEN ist ein vielschichtiger, dicht erzählter Roman mit zahlreichen Figuren und Handlungssträngen, der dabei nie überladen wirkt. Es geht um Macht und Anerkennung, um #MeToo, toxische Beziehungen, gesellschaftliche Erwartungen und Femizid. Besonders gefallen haben mir die unterschiedlichen Erzählperspektiven, durch die sich nach und nach ein immer größeres Bild zusammensetzt. Hinzu kommen zahlreiche kleine Wendungen, die die Geschichte durchgehend spannend halten. Lieblingszitat: "Im Leben eines verheirateten Paars kommt der Zeitpunkt, an dem es in einer angenehmen Behaglichkeit, einer tröstlichen Zuneigung erstarrt, das ist angenehm, friedlich, wohltuend. Man unterhält sich mit einer etwas aufgesetzten Zärtlichkeit, man streichelt sich noch ein wenig. Der eine ist für den anderen zu einer Art Haustier geworden.“ (S. 30) Fazit: Ein vielschichtiger und gesellschaftskritischer Roman über Macht, Abhängigkeiten und zwischenmenschliche Dynamiken. Karine Tuil zeigt eindrucksvoll, welchem Druck politische Akteure ausgesetzt sind, und verknüpft dies mit Themen wie Femizid, Beziehungen und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Klug erzählt und absolut lesenswert. 5/5

Milieustudie mit Blick hinter die Kulissen der Eliten

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 14.06.2026

Bewertungsnummer: 3167785

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit „Die Liebeshungrigen“ legt Karine Tuil einen vielschichtigen Gesellschaftsroman vor, der die Verflechtungen von Macht, Begehren, öffentlicher Inszenierung und persönlichem Scheitern mit Präzision ausleuchtet. Vor der glanzvollen Kulisse von Politik, Medien und Filmindustrie entfaltet sie das Porträt einer Gesellschaft, in der Anerkennung zur Währung geworden ist und Liebe allzu oft mit Besitzanspruch, Abhängigkeit oder Selbstbestätigung verwechselt wird. Im Zentrum der Handlung steht Dan Lehman, ein ehemaliger französischer Präsident, der ein Jahr nach seiner Wahlniederlage an den Folgen seines jähen Machtverlustes zerbricht. Einst Mittelpunkt des politischen Geschehens, findet er sich nun in einer existenziellen Leere wieder, die er zunehmend mit Alkohol zu betäuben versucht. Tuil zeichnet dabei eindrucksvoll das Bild eines Mannes, dessen Identität untrennbar mit seinem öffentlichen Amt verbunden war und der ohne dieses Fundament den Halt verliert. Besonders gelungen finde ich die Erzählweise des Romans. Durch die wechselnden Perspektiven entsteht ein facettenreiches Panorama der handelnden Figuren, deren Sehnsüchte, Verletzungen und Widersprüche mit psychologischem Feingefühl offengelegt werden. Hervorzuheben sind insbesondere die Kapitel aus der Sicht von Marianne, Lehmans erster Ehefrau. Ihre reflektierte, bisweilen scharfsinnige Beobachtungsgabe verleiht dem Roman eine zusätzliche Tiefenschärfe und eröffnet einen Blick hinter die Fassaden gesellschaftlichen Erfolgs. Karine Tuil interessiert sich dabei weniger für politische Programme als für die Mechanismen der Macht und deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen. Politik, Filmbranche und Literaturbetrieb erscheinen als eng miteinander verflochtene Systeme, in denen öffentliche Wahrnehmung oftmals wichtiger ist als persönliche Integrität. Besonders eindringlich gelingt der Autorin die Darstellung des gefeierten Regisseurs Romain Nizan, dessen Charisma und Einfluss die problematischen Machtstrukturen der Kulturindustrie exemplarisch sichtbar machen. Die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und den Nachwirkungen der MeToo-Debatte fügt sich dabei organisch in die Handlung ein und vermeidet erfreulicherweise plakative Vereinfachungen. Beeindruckt hat mich zudem die differenzierte Darstellung von Dan Lehmans Alkoholismus. Seine schleichende Selbstzerstörung wird weder romantisiert noch moralisch verurteilt, sondern als Symptom eines tieferliegenden Verlustes beschrieben. Der Roman zeigt eindringlich, wie schwer es sein kann, nach Jahren öffentlicher Bedeutung in die Unsichtbarkeit zurückzukehren. Zugleich wirft Karine Tuil grundlegende Fragen nach Liebe, Alter, Attraktivität und gesellschaftlicher Anerkennung auf. Besonders die weiblichen Figuren bewegen sich in einem Spannungsfeld aus Selbstbestimmung und äußeren Erwartungen. Die junge Léonie etwa verkörpert die Widersprüche einer Generation, die sich ihrer politischen Überzeugungen bewusst ist und dennoch nicht frei von emotionalen und gesellschaftlichen Verstrickungen bleibt. Für mich überwiegt der positive Gesamteindruck deutlich. „Die Liebeshungrigen“ ist ein klug komponierter, sprachlich eleganter und gedanklich anregender Roman, der weit über eine bloße Milieustudie hinausgeht. Hinter der glänzenden Oberfläche von Ruhm, Macht und öffentlicher Aufmerksamkeit offenbart Karine Tuil die Verletzlichkeit ihrer Figuren und die oft schmerzhafte Diskrepanz zwischen Selbstbild und Wirklichkeit.

Milieustudie mit Blick hinter die Kulissen der Eliten

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 14.06.2026
Bewertungsnummer: 3167785
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit „Die Liebeshungrigen“ legt Karine Tuil einen vielschichtigen Gesellschaftsroman vor, der die Verflechtungen von Macht, Begehren, öffentlicher Inszenierung und persönlichem Scheitern mit Präzision ausleuchtet. Vor der glanzvollen Kulisse von Politik, Medien und Filmindustrie entfaltet sie das Porträt einer Gesellschaft, in der Anerkennung zur Währung geworden ist und Liebe allzu oft mit Besitzanspruch, Abhängigkeit oder Selbstbestätigung verwechselt wird. Im Zentrum der Handlung steht Dan Lehman, ein ehemaliger französischer Präsident, der ein Jahr nach seiner Wahlniederlage an den Folgen seines jähen Machtverlustes zerbricht. Einst Mittelpunkt des politischen Geschehens, findet er sich nun in einer existenziellen Leere wieder, die er zunehmend mit Alkohol zu betäuben versucht. Tuil zeichnet dabei eindrucksvoll das Bild eines Mannes, dessen Identität untrennbar mit seinem öffentlichen Amt verbunden war und der ohne dieses Fundament den Halt verliert. Besonders gelungen finde ich die Erzählweise des Romans. Durch die wechselnden Perspektiven entsteht ein facettenreiches Panorama der handelnden Figuren, deren Sehnsüchte, Verletzungen und Widersprüche mit psychologischem Feingefühl offengelegt werden. Hervorzuheben sind insbesondere die Kapitel aus der Sicht von Marianne, Lehmans erster Ehefrau. Ihre reflektierte, bisweilen scharfsinnige Beobachtungsgabe verleiht dem Roman eine zusätzliche Tiefenschärfe und eröffnet einen Blick hinter die Fassaden gesellschaftlichen Erfolgs. Karine Tuil interessiert sich dabei weniger für politische Programme als für die Mechanismen der Macht und deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen. Politik, Filmbranche und Literaturbetrieb erscheinen als eng miteinander verflochtene Systeme, in denen öffentliche Wahrnehmung oftmals wichtiger ist als persönliche Integrität. Besonders eindringlich gelingt der Autorin die Darstellung des gefeierten Regisseurs Romain Nizan, dessen Charisma und Einfluss die problematischen Machtstrukturen der Kulturindustrie exemplarisch sichtbar machen. Die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und den Nachwirkungen der MeToo-Debatte fügt sich dabei organisch in die Handlung ein und vermeidet erfreulicherweise plakative Vereinfachungen. Beeindruckt hat mich zudem die differenzierte Darstellung von Dan Lehmans Alkoholismus. Seine schleichende Selbstzerstörung wird weder romantisiert noch moralisch verurteilt, sondern als Symptom eines tieferliegenden Verlustes beschrieben. Der Roman zeigt eindringlich, wie schwer es sein kann, nach Jahren öffentlicher Bedeutung in die Unsichtbarkeit zurückzukehren. Zugleich wirft Karine Tuil grundlegende Fragen nach Liebe, Alter, Attraktivität und gesellschaftlicher Anerkennung auf. Besonders die weiblichen Figuren bewegen sich in einem Spannungsfeld aus Selbstbestimmung und äußeren Erwartungen. Die junge Léonie etwa verkörpert die Widersprüche einer Generation, die sich ihrer politischen Überzeugungen bewusst ist und dennoch nicht frei von emotionalen und gesellschaftlichen Verstrickungen bleibt. Für mich überwiegt der positive Gesamteindruck deutlich. „Die Liebeshungrigen“ ist ein klug komponierter, sprachlich eleganter und gedanklich anregender Roman, der weit über eine bloße Milieustudie hinausgeht. Hinter der glänzenden Oberfläche von Ruhm, Macht und öffentlicher Aufmerksamkeit offenbart Karine Tuil die Verletzlichkeit ihrer Figuren und die oft schmerzhafte Diskrepanz zwischen Selbstbild und Wirklichkeit.

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