• Produktbild: Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre
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Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre Roman | Ein großer Familienroman über Kindheit und Erziehung vom Kaiserreich bis heute

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39986

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

672

Maße (L/B/H)

19,1/11,5/4,1 cm

Gewicht

438 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14961-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39986

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

672

Maße (L/B/H)

19,1/11,5/4,1 cm

Gewicht

438 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14961-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    27.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zuviel des Guten

    Erst elf Jahre nach ihrem erfolgreichen Debütroman ist im Jahre 2024 ein zweiter Roman von Monika Zeiner unter dem Titel «Villa Sternbald» erschienen. Unter 600 Seiten tut es die Autorin nicht, denn auch dieses Buch ist mit seinen 669 Seiten wieder ein physisches Schwergewicht in der aktuellen Romanliteratur. Anders als bei ihrem ersten, thematisch eher beschwingten Debüt hat man es hier jedoch mit einem äußerst vielschichtigen, melancholischen Familien-Epos zu tun, das gleich zweimal an Thomas Mann erinnert: Als Familienroman an die Buddenbrooks, aber gleichermaßen auch an den Zauberberg, nicht nur was die Zeitdauer des geschilderten Besuchs betrifft, sondern auch was die philosophischen Diskurse und gedanklichen Höhenflüge anbelangt. Protagonist des Romans ist der ziemlich erfolglose TV-Drehbuchautor Nikolaus Finck aus Berlin, der als schwarzes Schaf der Familie nach zwei Jahrzehnten erstmals wieder in das fränkische Dorf seiner Kindheit nahe Nürnberg zurückkehrt, in die titelgebende «Villa Sternbald», um an der Geburtstagsfeier seines Großvaters teilzunehmen. Man bereitet dort gerade auch eine Ausstellung «Das Klassenzimmer im Wandel der Zeit» vor, um das 125jährige Firmenjubiläum ihrer Schulmöbelfabrik zu feiern, deren Columba-Schulbank einst den Wohlstand der Familie begründet hat. Aus dem geplanten Wochenende bei der Familie wird für Niki ein ganzes Jahr. Er, der sich selbst spaßeshalber als «Aerophonautiker» und «Schnurologe» bezeichnet, beginnt – angeregt durch den feierlichen Anlass – sich nun plötzlich für die Familiengeschichte zu interessieren. Beginnend mit seiner Kindheit taucht der Ich-Erzähler dabei immer tiefer in die Vergangenheit hinein, vom Kaiserreich bis in die Gegenwart. Er will den im Dunkeln liegenden Teil der über vier Generationen zurück reichenden Familiengeschichte aufklären. Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Ur-Ur-Großvater aus seiner kleinen, aber immerhin schon dampfbetriebenen Schreinerei ideenreich eine Fabrik für Schulmöbel aufgebaut, die aber nach dem Ende der Wirtschaftskrise 1933 vor dem Konkurs stand. Durch die Arisierungs-Maßnamen der Nazis konnte der Großvater später für einen Spottpreis die erfolgreiche Möbelfabrik eines jüdischen Freundes kaufen. Damit begann der steile Aufstieg der Firma, die danach in eine exportstarke Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. In der Familie aber wird diese Geschichte anders erzählt! Erst der Kauf der Fabrik habe dem jüdischen Eigentümer überhaupt die Geldmittel verschafft, um mit seiner Familie zu emigrieren. «Leider sind sie alle gestorben» erzählt Nikis Mutter beschönigend. In Wahrheit aber wurden sie aus dem Exil in Frankreich in ein Konzentrationslager deportiert, das sie bis auf einen alle nicht überlebt haben, findet Niki heraus. Nach und nach entfaltet sich für ihn die wahre Geschichte seiner Familie, die von unternehmerischem Erfolgsdruck ebenso geprägt ist wie von innerer Kälte. Allein von seinem Großvater erfährt er die nötige Wärme und Zuneigung, die für ein Kind seelisch prägend ist. Ein scheinbar typisches Erbe, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Familiengeschichte zieht. «Ich kann nicht behaupten, dass meine Familie geschwiegen hätte. Es wurde, im Gegenteil, ununterbrochen geredet, und vielleicht reden sie so viel, damit sie keine Fragen beantworten müssen.» Der dickleibige Roman wird in epischer Breite erzählt, anekdotisch hin und her springend und in häufig wechselnden Zeitebenen, die immer wieder ineinander verschwimmen, dem Untertitel «Die Unschärfe der Jahre» entsprechend. Dieses Schwebende der zuweilen unrealistischen Erzählung über Pädagogik und Opportunismus macht den Reiz aus beim Lesen, obwohl das Ganze thematisch doch ziemlich überfrachtet erscheint. Und auch die vielen Zitate, literarischen und philosophischen Verweise sind einfach zu viel des Guten. Ein störendes Manko ist auch die oberflächliche Figurenzeichnung, die keinerlei Emotionen entstehen lässt beim Leser. Wen wundert’s also, dass der von den Feuilletons erwartete Publikumserfolg ausgeblieben ist, - und auch die entscheidenden Buchpreise!

  • Anne

    aus Bad Kreuznach

    2/5

    02.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Langatmig und ohne Fokus

    Ich mag Familiengeschichten eigentlich sehr, auch sprach mich der Klappentext direkt an. Für die ersten 100 Seiten benötigte ich einen Abend, danach ging es immer schleppender voran. Das Buch ist an sich nicht uninteressant, aber mit fehlte der Fokus. Der zweite Teil des Buchtitels "Die Unschärfe der Jahre" passt damit perfekt. Ich würde es - im Nachhinein betrachtet - nicht mehr lesen.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familienroman

    Die Schriftstellerin Monika Zeiner ist Sängerin und Drehbuchautorin. Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre, ist ein interessanter Roman, der in die Vergangenheit geht. In der Villa wohnt der Begründer der Schulmöbelfabrik, mit seinem Sohn und den Enkeln. Der Protagonist Nicky ist Drehbuchautor und hat gerade eine Flaute. Er fährt zum Geburtstag seines Vaters nach Hause. Da merkt man schnell, das er eine Art Au0enseiter in der Familie ist.So richtig mag ich seine Art nicht, aber das tut der Leselust keinen Schaden. Man erfährt noch viel von seinem Großvater und seinem Vater, die in all den Jahren auch für jeweiligen Herrscher arbeitete. Die Autorin hat eine melodische Sprache und auch die Musik ist ein Thema. Es ist ein Roman der gut unterhält.

  • Bewertung

    aus Korbach

    4/5

    24.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergangenheitsbewältigung einer anderen Zeit

    Die Geschichte des Nikolas Finck, über die hier berichtet wird, gleicht einer Kindheit in einer Zeit, wo die Dunkelheit der Lebensjahre beginnt. Das Elternhaus, dass Nikolas wieder betritt, fast nicht ganz freiwillig und doch mit entscheidenden Mut, wird nicht nur für ihn zur Belastung. Seine Ursprungsfamilie ist noch immer so, wie er sie als Kind erlebt hat. Weitreichende Veränderungen, die alle hätten voranbringen können, waren ausgeblieben. Eine Gegenüberstellung mit Wahrheitsfindung, echten Gefühlen und dem sich Gegenüberstellen von Empfindsamkeit und Anerkennung seiner selbst, blieb aus. Nikolas weiß, dass er seinen Plan zu Ende führen muss, wenn er etwas erreichen will. Doch nicht nur er will seinen Frieden finden und mit allem abschließen. Das dunkle Familiengeheimnis, dass viele Familien auch haben, muss er ans Tageslicht holen. Auch um das Leben und die Erinnerungen, ja, die Zukunft seiner geliebten Neffen zu retten. Fazit: Eine düstere Geschichte, ein mutiger Schritt in die Vergangenheit, der wir uns vielleicht alle einmal stellen sollten. Die Autorin schreibt authentisch, lebensecht, minutiös darauf bedacht, die Stille der Gedanken und der Zeit mitzunehmen. Ein Buch, dass bewegt, ein Kopfnicken bei mir hinterlässt und Erleichterung, dass ich in dieser Zeit noch nicht gelebt habe. 4 von 5 Sternen für dieses Buch, dass für diese dramatisch-traumatische Erlebnissschilderung ein wenig zu ausführlich war, auch wenn es für die vorsichtigen Bewegungen von Gedanken und der Schilderung der entsprechenden Situationen erforderlich war.

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