Geschehen ist es auf der Alp Falätscha, weit hinten im Safiental. Doch was genau ist dort passiert, in jener Nacht, vor 28 Jahren, als die Leute unten im Turrahus am Tanzfest waren?Im Tal wissen alle mehr, als sie zu sagen bereit sind. Die Ermittler Calonder und Rauch hinterfragen, wo alle schweigen.Was ihre Nachforschungen zutage fördern, ist ein Verbrechen, bei dem die Grenzen zwischen Opfer und Täter, zwischen Gut und Böse, verschwimmen. Ein Mord, dessen Konturen sich im Nebel der Zeit aufgelöst haben.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
15.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tief eintauchen in ein verschwiegenes Tal
Auf den ersten Seiten war ich von dem gemächlichen Erzähltempo noch leicht irritiert. Aber erst dadurch entsteht im Laufe des Buchs eine unfassbar dichte, rohe Atmosphäre zwischen herrlicher Alpenkulisse und eigenbrötlerischen Bergbewohnern. Man findet sich in einem undurchsichtigen Netz aus sozialen Beziehungen wieder, das die beiden Kommissare zu durchleuchten versuchen. Wer ist der Mörder und warum treffen die Ermittler auf so viel Schweigen?
Ein toller, kunstvoll geschriebener Roman, spannend bis zur letzten Seite!
Funfact: Einer der Kommissare hört gerne die rätoromanische Rockband Hades. Nachdem ich reingehört habe, läuft die Gruppe bei mir in Dauerschleife. Die Nachwirkungen des Buchs bleiben mir also noch etwas erhalten.
Bewertung
aus Bern
5/5
29.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Lese-Erlebniss!
Weit hinten im Safiental, auf der Alp Falätscha, ist ein Mord geschehen. Ein Mann wurde mit einer Mistgabel erstochen und … von den drei Männern, die ihn gefunden haben, einfach verscharrt.
Achtundzwanzig Jahre später kommt einer der drei zur Polizei in Chur. Den Ermittlern Calonder und Rauch bleibt nichts anderes übrig, als der Sache nachzugehen. Aber wer weiss noch genau, was wirklich geschehen ist, in jener Nacht? In einem sind sich alle Befragten einig: der Ermordete war ein böser Mensch und niemand hat ihn vermisst, als es hiess, er sei mit einer deutschen Touristin auf und davon.
Langsam verschwimmt für Calonder die Grenze zwischen Gut und Böse. Er taucht ein, in seine Jugenderinnerungen an das Safiental und versteht die Menschen immer besser. Aber er muss seine Arbeit tun und einen Mord aufklären.
Was für ein tolles Buch! 650 Seiten mit vielen Landschaftsbeschreibungen, Nebenhandlungen und mit tiefen Einblicken in die Gedanken der Protagonisten. Ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Aber wer es tut, wird nicht enttäuscht!
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