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Anna Rosina Fischer

1. Freitauchen

Freitauchen Roman | »Anna Rosina Fischer bringt mit ihrer intensiven Geschichte die Hippie-Happy-Fassade einer Familie zum Einsturz.« Anika Landsteiner

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Leonie Landa

Spieldauer

10 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

46

Verlag

Ecco Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783753001265

Beschreibung

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Leonie Landa

Spieldauer

10 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.02.2026

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Fassung

ungekürzt

Medium

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Anzahl Dateien

46

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Ecco Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783753001265

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atmosphärisch

Anni<3 aus Erfurt am 28.05.2026

Bewertungsnummer: 3151994

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal kommt ein Buch genau zum richtigen Zeitpunkt und dieses hier war für mich genau so eines. Es hat mich entschleunigt, meinen Kopf beruhigt und mich vollkommen in seine Atmosphäre gezogen. Im Mittelpunkt stehen eine Familie auf El Hierro, alte Verletzungen, Verlust und die Frage, wie unterschiedlich Menschen mit Schmerz und Erwartungen umgehen. Gleichzeitig erzählt die Geschichte viel über Identität, Zugehörigkeit und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Besonders spannend fand ich den Einblick ins Freediving, also das Tauchen ohne Sauerstoffflasche nur mit einem einzigen Atemzug. Normalerweise begeistern mich solche thematischen Schwerpunkte in Romanen eher selten, hier hat mich diese Welt aber total fasziniert. Auch die Figuren haben die Geschichte für mich getragen – vor allem Delphine, die nicht immer leicht zu mögen ist. Sie urteilt oft streng über andere, während sie mit sich selbst deutlich sanfter umgeht. Gerade diese Widersprüche haben sie aber glaubwürdig gemacht. Ein intensiver, atmosphärischer Roman, der zum Nachdenken anregt und einen für einige Stunden komplett aus dem Alltag herauszieht.

atmosphärisch

Anni<3 aus Erfurt am 28.05.2026
Bewertungsnummer: 3151994
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal kommt ein Buch genau zum richtigen Zeitpunkt und dieses hier war für mich genau so eines. Es hat mich entschleunigt, meinen Kopf beruhigt und mich vollkommen in seine Atmosphäre gezogen. Im Mittelpunkt stehen eine Familie auf El Hierro, alte Verletzungen, Verlust und die Frage, wie unterschiedlich Menschen mit Schmerz und Erwartungen umgehen. Gleichzeitig erzählt die Geschichte viel über Identität, Zugehörigkeit und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Besonders spannend fand ich den Einblick ins Freediving, also das Tauchen ohne Sauerstoffflasche nur mit einem einzigen Atemzug. Normalerweise begeistern mich solche thematischen Schwerpunkte in Romanen eher selten, hier hat mich diese Welt aber total fasziniert. Auch die Figuren haben die Geschichte für mich getragen – vor allem Delphine, die nicht immer leicht zu mögen ist. Sie urteilt oft streng über andere, während sie mit sich selbst deutlich sanfter umgeht. Gerade diese Widersprüche haben sie aber glaubwürdig gemacht. Ein intensiver, atmosphärischer Roman, der zum Nachdenken anregt und einen für einige Stunden komplett aus dem Alltag herauszieht.

Bewegende Themen großartig ausgearbeitet

Silke - Buchgespür - am 19.05.2026

Bewertungsnummer: 3143620

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Don’t judge a book by it’s cover. Ich sag’s euch! Hätte dieses Buch ein anderes Cover, es würde komplett andere Leserinnen und Leser ansprechen. In dem Roman „Freitauchen“ von Anna Rosina Fischer finden wir wundervolle Naturbeschreibungen der kleinen, kanarischen Insel El Hierro. Aber Achtung: Wer auf Unterwasserbeschreibungen hofft, ist leider falsch, hier geht’s ums Wettkampftauchen, also darum, wie lange man in freien Gewässern die Luft anhalten kann. Mit dem Meer und einem Taucher wäre definitiv eine andere Leserschaft auf das Buch aufmerksam geworden. Lieben würden es alle, da bin ich mir ziemlich sicher, denn man kann sich wunderbar mit einer Figur identifizieren, Alter, Charaktere und Gefühle sind da so unterschiedlich, dass sich immer jemand findet. Klar, ich könnte jetzt die Dose interpretieren. Öffnet man sie, entweicht Luft, wie aus Delphines Familie, als der Knoten der unausgesprochenen Gefühle und Wahrheiten platzt, oder aus einem guten Taucher, wenn er unter Wasser seine Luft ablässt. Oder aus einem Menschen, der endlich zu sich und seiner Liebe stehen kann. So gesehen passt das zum Roman… aber man muss schon hart drüber nachdenken . Ach, macht euch einfach ein eigenen Bild, bevor ich eine Facharbeit darüber schreibe und lasst mich gern wissen, ob es euch schonmal mit einem Buch, seinem Cover und Inhalt ähnlich gibt. Ich habe selten ein Buch erlebt, bei dem das Cover auf den ersten Blick so gar nicht zu Roman passt. Hier ist das tatsächlich so. Es geht um Familie, Dazugehörigkeit, Extremsport und Liebe. Passt ja erstmal nicht zu diesem krass gelbe Cover, Buch in pink darunter und darauf wird eine Dose geöffnet. Werfen wir aber einen tieferen Blick in die Geschichte, ist diese Dose eigentlich eine mehr als passende Metapher. Schwierig ist es nur, dass durch dieses Cover vielleicht beim Bummel durch den Buchladen andere Erwartungen geweckt werden. In „Frei tauchen“ geht es um eine junge Frau, die sich in ihrer Familie nicht angenommen und gewollt fühlt. Ihre Familie nimmt immer wieder Menschen in ihrer Ferienanlage auf, einige bleiben auch dort und arbeiten mit. Nur sie selbst fühlt sich nicht willkommen. Ihr Bruder, der wie der gemeinsame Vater ein grandioser Apnoetaucher ist, ist auf der Insel geblieben und wurde immer vollkommen akzeptiert, während sie die Insel irgendwann verlassen hat. Dann stirbt ihr Zwillingsbruder ausgerechnet bei einem Tauchunfall und Delphine kehrt zur Beerdigung zurück. Ihre Familie scheint unverändert zu sein. Nicht einmal von Trauer ist bei ihrer Mutter und ihrem Vater zu spüren. Konsequent gehen sie weiter ihrer Arbeit und ihrer Leidenschaft nach. Mag ich beim Cover noch keine feste Meinung haben, wie gut es passt, ist eins sicher: Der Titel passt ganz wunderbar zum Roman. Delphine hat die Insel zwar verlassen, um sich nicht mehr ungewollt zu fühlen, aber richtig frei hat sie sich auch in ihrer neuen Heimat nie gefühlt. Auch Delphine war als Kind eine großartige Taucherin und der ganze Stolz ihres Vaters. Warum sie damit aufhört, dadurch seine Gunst verliert und sich fühlt, wie sie sich fühlt, erfährt man erst am Ende. Freitauchen müssen sich in dieser Geschichte viele. Delphine selbst von den Gefühlen gegenüber ihrer Familie.
Ihre Familie von unterdrückter Trauery
Yann für seine Liebe.
Und vielleicht auch Delphine von ihrer Angst vor dem Meery Was Anna Rosina Fischer gnadenlos gut gelungen ist, ist die Herausarbeitung der Charaktere ihrer Figuren. Als Leserin sitze ich mit ihnen auf der Ranch. Ich kann Delphines Entsetzen darüber, dass niemand um ihren tödlich verunglückten Bruder trauert, körperlich fühlen. Ihre Ungläubigkeit, ihre Wut, dieses Gefühl, ausgeschlossen und nicht willkommen zu sein. Aber auch die Bewohner der Insel und das Taucherteam sind keine Randfiguren. Delphines Mutter, die verdrängt, dass ihr Sohn durch die Jagd nach Rekorden sein Leben verloren hat. Delphines Vater, der zuerst wie ein hochgradiger Narzisst wirkt, sich im Laufe der Geschichte aber vielleicht mit am meisten entwickelt, versteht und daran wächst. Und natürlich Yann, für den Delphine Gefühle entwickelt, mit denen sie niemals gerechnet hätte, weil sie diesem jungen Mann voller Vorurteile begegnet ist. Ach, selbst Alberto, der Besitzer von Yanns Nachbarboots, ist so ein Süßer, dass ich schmunzeln musste, wann immer er mit seinem Kaffee aufgetaucht ist. Wenn dieses Buch eines ganz gewiss zeigt, dann, dass eigentlich nichts so ist, wie es scheint. Keine Ehe, keine Familie und auch nicht die Gründe, warum man sie verlässt. Dass man aufgrund unausgesprochener und nie besprochener Gefühle vielleicht ein Leben verpasst, das eigentlich das eigene wäre. Dass man als Familie wieder zusammenfinden kann, wenn man sich traut, offen aufeinander zuzugehen und Gefühle zuzulassen. Dass jeder zu jeder Zeit neu anfangen darf und kann. Und letztendlich auch, dass man mehr als einen Menschen lieben kann, sei es in Familien oder Beziehungen. Wenn man sich von all dem befreit, das im Grunde auf Ängsten beruht, denn jede Figur trägt ihre eigenen mit sich, dann kann man wieder frei atmen. Oder eben frei tauchen. Genau diese Aussage liebe ich an diesem Buch so sehr. Nichts muss für immer bleiben, wie es ist. Ja, es gibt Figuren, denen keine Veränderung gelingt, wie das auch im echten Leben oft so ist. Es gibt aber auch Charaktere, die zeigen, dass das Leben weitergeht. Dass man Chancen nutzen kann, Hilfe annehmen kann, selbst wachsen kann und dass Vorurteile und Gefühle nicht für immer bestehen bleiben müssen. Dass ein offenes Aufeinanderzugehen möglich ist. Ich hab‘s geliebt. Bis zum letzten Unterwasseratemzug.

Bewegende Themen großartig ausgearbeitet

Silke - Buchgespür - am 19.05.2026
Bewertungsnummer: 3143620
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Don’t judge a book by it’s cover. Ich sag’s euch! Hätte dieses Buch ein anderes Cover, es würde komplett andere Leserinnen und Leser ansprechen. In dem Roman „Freitauchen“ von Anna Rosina Fischer finden wir wundervolle Naturbeschreibungen der kleinen, kanarischen Insel El Hierro. Aber Achtung: Wer auf Unterwasserbeschreibungen hofft, ist leider falsch, hier geht’s ums Wettkampftauchen, also darum, wie lange man in freien Gewässern die Luft anhalten kann. Mit dem Meer und einem Taucher wäre definitiv eine andere Leserschaft auf das Buch aufmerksam geworden. Lieben würden es alle, da bin ich mir ziemlich sicher, denn man kann sich wunderbar mit einer Figur identifizieren, Alter, Charaktere und Gefühle sind da so unterschiedlich, dass sich immer jemand findet. Klar, ich könnte jetzt die Dose interpretieren. Öffnet man sie, entweicht Luft, wie aus Delphines Familie, als der Knoten der unausgesprochenen Gefühle und Wahrheiten platzt, oder aus einem guten Taucher, wenn er unter Wasser seine Luft ablässt. Oder aus einem Menschen, der endlich zu sich und seiner Liebe stehen kann. So gesehen passt das zum Roman… aber man muss schon hart drüber nachdenken . Ach, macht euch einfach ein eigenen Bild, bevor ich eine Facharbeit darüber schreibe und lasst mich gern wissen, ob es euch schonmal mit einem Buch, seinem Cover und Inhalt ähnlich gibt. Ich habe selten ein Buch erlebt, bei dem das Cover auf den ersten Blick so gar nicht zu Roman passt. Hier ist das tatsächlich so. Es geht um Familie, Dazugehörigkeit, Extremsport und Liebe. Passt ja erstmal nicht zu diesem krass gelbe Cover, Buch in pink darunter und darauf wird eine Dose geöffnet. Werfen wir aber einen tieferen Blick in die Geschichte, ist diese Dose eigentlich eine mehr als passende Metapher. Schwierig ist es nur, dass durch dieses Cover vielleicht beim Bummel durch den Buchladen andere Erwartungen geweckt werden. In „Frei tauchen“ geht es um eine junge Frau, die sich in ihrer Familie nicht angenommen und gewollt fühlt. Ihre Familie nimmt immer wieder Menschen in ihrer Ferienanlage auf, einige bleiben auch dort und arbeiten mit. Nur sie selbst fühlt sich nicht willkommen. Ihr Bruder, der wie der gemeinsame Vater ein grandioser Apnoetaucher ist, ist auf der Insel geblieben und wurde immer vollkommen akzeptiert, während sie die Insel irgendwann verlassen hat. Dann stirbt ihr Zwillingsbruder ausgerechnet bei einem Tauchunfall und Delphine kehrt zur Beerdigung zurück. Ihre Familie scheint unverändert zu sein. Nicht einmal von Trauer ist bei ihrer Mutter und ihrem Vater zu spüren. Konsequent gehen sie weiter ihrer Arbeit und ihrer Leidenschaft nach. Mag ich beim Cover noch keine feste Meinung haben, wie gut es passt, ist eins sicher: Der Titel passt ganz wunderbar zum Roman. Delphine hat die Insel zwar verlassen, um sich nicht mehr ungewollt zu fühlen, aber richtig frei hat sie sich auch in ihrer neuen Heimat nie gefühlt. Auch Delphine war als Kind eine großartige Taucherin und der ganze Stolz ihres Vaters. Warum sie damit aufhört, dadurch seine Gunst verliert und sich fühlt, wie sie sich fühlt, erfährt man erst am Ende. Freitauchen müssen sich in dieser Geschichte viele. Delphine selbst von den Gefühlen gegenüber ihrer Familie.
Ihre Familie von unterdrückter Trauery
Yann für seine Liebe.
Und vielleicht auch Delphine von ihrer Angst vor dem Meery Was Anna Rosina Fischer gnadenlos gut gelungen ist, ist die Herausarbeitung der Charaktere ihrer Figuren. Als Leserin sitze ich mit ihnen auf der Ranch. Ich kann Delphines Entsetzen darüber, dass niemand um ihren tödlich verunglückten Bruder trauert, körperlich fühlen. Ihre Ungläubigkeit, ihre Wut, dieses Gefühl, ausgeschlossen und nicht willkommen zu sein. Aber auch die Bewohner der Insel und das Taucherteam sind keine Randfiguren. Delphines Mutter, die verdrängt, dass ihr Sohn durch die Jagd nach Rekorden sein Leben verloren hat. Delphines Vater, der zuerst wie ein hochgradiger Narzisst wirkt, sich im Laufe der Geschichte aber vielleicht mit am meisten entwickelt, versteht und daran wächst. Und natürlich Yann, für den Delphine Gefühle entwickelt, mit denen sie niemals gerechnet hätte, weil sie diesem jungen Mann voller Vorurteile begegnet ist. Ach, selbst Alberto, der Besitzer von Yanns Nachbarboots, ist so ein Süßer, dass ich schmunzeln musste, wann immer er mit seinem Kaffee aufgetaucht ist. Wenn dieses Buch eines ganz gewiss zeigt, dann, dass eigentlich nichts so ist, wie es scheint. Keine Ehe, keine Familie und auch nicht die Gründe, warum man sie verlässt. Dass man aufgrund unausgesprochener und nie besprochener Gefühle vielleicht ein Leben verpasst, das eigentlich das eigene wäre. Dass man als Familie wieder zusammenfinden kann, wenn man sich traut, offen aufeinander zuzugehen und Gefühle zuzulassen. Dass jeder zu jeder Zeit neu anfangen darf und kann. Und letztendlich auch, dass man mehr als einen Menschen lieben kann, sei es in Familien oder Beziehungen. Wenn man sich von all dem befreit, das im Grunde auf Ängsten beruht, denn jede Figur trägt ihre eigenen mit sich, dann kann man wieder frei atmen. Oder eben frei tauchen. Genau diese Aussage liebe ich an diesem Buch so sehr. Nichts muss für immer bleiben, wie es ist. Ja, es gibt Figuren, denen keine Veränderung gelingt, wie das auch im echten Leben oft so ist. Es gibt aber auch Charaktere, die zeigen, dass das Leben weitergeht. Dass man Chancen nutzen kann, Hilfe annehmen kann, selbst wachsen kann und dass Vorurteile und Gefühle nicht für immer bestehen bleiben müssen. Dass ein offenes Aufeinanderzugehen möglich ist. Ich hab‘s geliebt. Bis zum letzten Unterwasseratemzug.

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