Little Hollywood
Laut GLAMOUR »die vielleicht beste Coming-of-Age-Story des Jahres 2026« | der Sommer-Roman 2026 | Für Fans von Caroline Wahl und Benedict Wells
Ein Sommer voller Freiheit zwischen Angst, Mut und Neubeginn Das echte Leben ist eine herbe Enttäuschung. Leonie, genannt Leo, will sich nach der Schule kopfüber in die Freiheit stürzen und landet stattdessen auf dem Boden der Realität. Streit mit der Mutter, Strafanzeige gegen den Vater und Ferientage mit dem kleinen Bruder, statt ein Sommer mit Olli, der sie erst geküsst und dann sitzengelassen hat. Zum Glück gibt es »Little Hollywood«, die Videothek an der Ecke, deren einziger Nachteil Jo heißt, »Schnaps und Unfug« auf den Arm tätowiert hat und Leo jedes Mal zwingt, »Wahrheit oder Pflicht« zu spielen, obwohl sie sich doch nur in einen Film flüchten will. Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sich ins Leben zu werfen und der Angst vor dem Absturz, beginnt für Leo ein unvergesslicher Sommer, in dem sie lernt, was es bedeutet, mutig zu sein. Eine Hommage an die späten 90er: Inga Hanka erzählt mit viel Charme in die Wochen des Lebens hinein, in denen gefühlt alles und nichts gleichzeitig passiert – die Wochen des letzten Sommers vor dem endgültigen Erwachsenwerden
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Coming-of-Age in den 90ern
Island aus Nürnberg am 18.04.2026
Bewertungsnummer: 3113141
Bewertet: Hörbuch-Download
Was das Cover angeht, hat mich die Farbgestaltung zunächst nicht sofort angesprochen, wenn man dann weiß, dass der Roman in den 90ern spielt, ist sie wiederum recht passend.
Protagonistin Leonie, genannt Leo, hat gerade ihre letzte Abiturprüfung geschrieben, was ihre Familie angeht, hat sie es aber nicht gerade leicht. Ihre Mutter ist alleinerziehend und depressiv, mit dem Vater gab es Konflikte und er kümmert sich nicht, ihr kleiner Bruder weist autistische Züge auf und das Geld ist immer knapp, die Wohnung zu klein. Oft flüchtet sie sich daher in die Videothek um die Ecke, namens "Little Hollywood", wo Jo aus ihrem Abi Jahrgang jobbt, der ihr eigentlich suspekt ist und der immer "Wahrheit oder Pflicht" oder Filmzitate raten mit ihr spielen will.
Für mich war die Geschichte wie eine kleine Zeitreise in meine eigene Abi-Zeit, in der so einiges noch ganz anders war als heute und in der es wirklich noch mehrere Videotheken in jeder mittelgroßen Stadt gab, aber noch quasi kein Social Media. In Leo als Protagonistin und ihre Sorgen und Probleme konnte ich mich daher gut hineinversetzen, zumal alles authentisch erzählt ist, ohne zu sehr ins Extreme abzugleiten. Auch Jo war mir sympathisch.
Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar und anschaulich und auch die Sprecherin des Hörbuchs empfand ich als passend für diesen Roman gewählt.
Zwischen Freiheit und Verantwortung
Newspaper (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 07.04.2026
Bewertungsnummer: 3102438
Bewertet: Hörbuch-Download
Ein Sommer zwischen Aufbruch und Absturz: Leo steht nach dem Abi an genau diesem Punkt, an dem alles offen ist und gleichzeitig nichts sicher. Eigentlich will sie nur raus, frei sein, ihren eigenen Weg finden. Doch das Leben funkt dazwischen: familiäre Spannungen, Verantwortung, die sie sich nicht ausgesucht hat, und Gefühle, die komplizierter sind als gedacht. Zwischen all dem wird die Videothek „Little Hollywood“ zu einem Rückzugsort, ein Platz voller Geschichten, an dem Leo langsam beginnt, ihre eigene zu verstehen.
Es ist kein Hörbuch, das laut sein will und genau darin liegt seine Stärke. Es zieht einen nicht mit großen Wendungen rein, sondern mit Atmosphäre, Gefühl und dieser leisen Ehrlichkeit, die sich erst nach und nach entfaltet. Man hört zu und merkt plötzlich, wie nah einem das alles geht.
Was sofort hängen bleibt, ist dieses unglaublich authentische Lebensgefühl. Leo wirkt nicht wie eine klassische Romanfigur, sondern wie jemand, den man kennen könnte. Ihre Gedanken sind roh, manchmal widersprüchlich, oft unsicher aber genau deshalb so glaubwürdig. Dieses Hörbuch trifft diesen seltsamen Schwebezustand zwischen Jugend und Erwachsensein erstaunlich präzise.
Die 90er Jahre sind dabei nicht nur Setting, sondern fast schon ein eigener Charakter. Ohne aufgesetzt zu wirken, entsteht dieses besondere Gefühl von damals: ein bisschen langsamer, ein bisschen direkter, irgendwie greifbarer. Die Videothek als zentraler Ort verstärkt das noch. Sie steht für Eskapismus, aber auch für Orientierung in einer Zeit, in der noch nicht alles digital und sofort verfügbar war.
Inhaltlich passiert viel, aber nichts wirkt überladen. Themen wie Familie, Verantwortung, erste Liebe, Selbstfindung oder auch Überforderung fließen ganz natürlich ineinander. Es fühlt sich nicht konstruiert an, sondern wie echtes Leben: chaotisch, manchmal unfair, oft leise.
Ein großes Plus ist die Umsetzung als Hörbuch: Die Stimme trägt die Geschichte wunderbar. Unaufgeregt, nahbar und genau richtig dosiert. Es wird nicht überdramatisiert, sondern Raum gelassen, für Zwischentöne, für eigene Gedanken. Genau das macht das Zuhören so intensiv.
Am Ende bleibt kein spektakulärer Höhepunkt, sondern ein Gefühl, das sich festsetzt. So ein leises, ehrliches Nachklingen. Und irgendwie ist genau das viel stärker als jedes große Finale.
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