Produktbild: Vom Licht in die Dunkelheit

Vom Licht in die Dunkelheit Drei Frauen in Wien 1900-1938. Emilie Flöge, Milena Jesenská und Veza Canetti

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

31831

Erscheinungsdatum

30.09.2025

Verlag

Residenz Verlag

Seitenzahl

456 (Printausgabe)

Dateigröße

614 KB

Übersetzt von

Annette Wunschel

Sprache

Deutsch

EAN

9783701747627

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

31831

Erscheinungsdatum

30.09.2025

Verlag

Residenz Verlag

Seitenzahl

456 (Printausgabe)

Dateigröße

614 KB

Übersetzt von

Annette Wunschel

Sprache

Deutsch

EAN

9783701747627

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    aus Villach

    5/5

    18.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei starke Frauen ihrer Zeit

    Was für ein Highlight habe ich mit diesem Werk noch aus dem alten Jahr mitgenommen! Anhand der Biografien von drei Frauen – Emilie Flöge, Milena Jesenská und Veza Canetti – wird die Geschichte Wiens von ca 1900-1938 erzählt. Das Besondere der drei Frauen war: sie nicht den Konventionen ihrer Zeit entsprochen haben. Den Beginn macht Emilie Flöge. Ihr Leben wird von ca 1900-1918, also bis zum Ende des 1. Weltkriegs beschrieben. So beeindruckend ihre Verbindung mit Gustav Klimt, die Eröffnung des Modesalons und die Verbindung mit der Wiener Werkstätte. Anschließend haben die Jahre 1918-ca 1928 Milena Jesenskás Biografie zum Inhalt. So interessant zu lesen über ihren Weg von Prag nach Wien, wie sie zum Schreiben kam und ihre Beziehung zu Franz Kafka („Briefe an Milena“). Die 1930er Jahre erzählen vom Leben der Veza Canetti und ihre Versuche als Schriftstellerin – und warum ihre Werke erst in den 1990er Jahren veröffentlicht wurden. Sehr gut gelungen ist hier, dass neben den drei Biografien die Wiener Historie miterzählt wird: politisch und gesellschaftlich. In diesem Kontext wird auch immer wieder die Stellung der Frau miteingeflochten Kris Lauwery ist ein wirklich rundes Werk gelungen, das sich spannend und interessant liest, mit vielen kleinen und großen Begebenheiten. Wichtige Persönlichkeiten ihrer Zeit werden näher vorgestellt wie bspw der Wiener Bürgermeister Lueger, um so auch die weiteren Entwicklungen besser verstehen zu können. Es beleuchtet die Reichen, die am Ring leben, und jene, die eher selten eine Bühne bekommen: die Arbeiter*innen und Bettgeher*innen, die in Wiens Vorstadt zu Hause sind und wahrlich zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben haben. Absolute Empfehlung!

  • Johanna

    aus München

    5/5

    25.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Frauen in Wien 1900 - 1938

    Mit dem „Anschluss“ ist alles vorbei. Emilie Flöge verliert ihre vermögenden Kundinnen und muss ihren Kleidersalon schließen. Milena Jesenská wohnt da schon längst wieder in Prag. Sechs karge Jahre hat sie in Wien verbracht. Veza Canetti ist wie Emilie Flöge in Wien geboren, muss aber 1938 vor den Nazis fliehen. Kris Lauwerys hat die Wiener Lebensgeschichten der drei Frauen in seinem Buch mit der Geschichte der Stadt verwoben. Frauen, die sonst gern als Muse von … oder Freundin von … oder Ehefrau von … beschrieben werden, bekommen hier ihren prominenten Platz. Für Lauwerys sind sie Ankerfiguren für bestimmte Zeitabschnitte in seiner Wien-Erzählung. Die reicht vom viel beschriebenen Fin de Siècle über die Erste Republik und den Austrofaschismus bis zur Machtübernahme der Nazis. Emilie Flöge (1874-1952) lernt Schneiderin. Durch ihren Bruder kommt sie in Kontakt zu Gustav Klimt, mit dem sie später eine lebenslange Partnerschaft eingeht. Die drei Flöge-Schwestern eröffnen einen Modesalon. Emilie entwirft Kleider, über die viele zunächst die Nase rümpfen, die aber später ihr Markenzeichen werden, sogenannte Reformkleider. Weit fließend, ohne Korsett zu tragen. Der Salon wird berühmt. Emilie stattet die Damen der Gesellschaft aus, Klimt malt sie. Wie sie zu seinen Affären steht, weiß man nicht. Sie führt ein unabhängiges Leben und eine „offene Beziehung“. Milena Jesenská (1896 -1944) ist zwangsweise in Wien gelandet. Ihr Vater lehnt ihre Heirat mit dem jüdischen „Dichter ohne Werk“ Ernst Polak ab, sperrt sie ein Jahr lang in eine Heilanstalt. 1918 muss sie Prag auf Geheiß ihres Vaters verlassen. Die „offene Ehe“ mit dem rücksichtslosen Gatten macht ihr schwer zu schaffen. Sie sieht aus „wie sechs Bände Dostojewski“, sagen ihre Freunde. Aus ihrer Armut schreibt sie sich mit Artikeln für tschechische Zeitschriften heraus. 1920 fragt sie Kafka, ob sie seine Erzählung „Der Heizer“ übersetzen dürfe. Sie darf. Der berühmte Briefwechsel beginnt. Veza Canetti (1897-1963) ist vielleicht die am wenigsten bekannte der drei porträtierten Frauen. Sie stand zu Unrecht im Schatten ihres Ehemanns, des Nobelpreisträgers Elias Canetti. „Noch mindestens bis in die Dreißigerjahre […] galt er nur als der Mann der Schriftstellerin“. Eine „offene Ehe“ auch hier: Mit den Geliebten ihres Mannes ist sie sogar befreundet. Mit Schmerzen. Neben den Porträts der drei Frauen entwirft Lauwerys das der Stadt Wien, von ganz oben bis ganz unten. Informativ, anregend und anschaulich verpackt dargeboten. Zum Weglesen und zum Nachlesen. Ein feines Wien-Buch! Mit einigen Fotos der porträtierten Frauen und einem umfangreichen Literaturverzeichnis im Anhang. Übersetzt von Annette Wunschel.

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