Was passiert, wenn die große Liebe endet, bevor sie richtig beginnen kann?
«Die vielleicht ungewöhnlichste Liebesgeschichte des Jahres – und was für ein Pageturner!» Meike Werkmeister
Ein verregneter Tag, eine zufällige Begegnung: Als Rosa vor Nikolas steht, macht ihr Herz den ersten von vielen Sprüngen. Zwischen dem humorvollen Mann mit den perfekten Haaren und ihr funkt es gewaltig; sollte es da stören, dass er sie trotz großer Innigkeit nie seinen Freunden vorstellt? Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall – und lässt Rosa mit zwei Fragen zurück: Was war das zwischen ihnen, und hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Auf der Suche nach Antworten trifft sie seine Exfreundin, seinen besten Freund, der überraschend feindselig ist, und ein Kind mit dem Charme einer Naturgewalt. So lernt Rosa eine neue Seite von Nikolas kennen: eine, die sie hätte lieben können?
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Ein bewegender und tiefgründiger Romsn
Claudia liest aus Swisttal am 16.06.2026
Bewertungsnummer: 3170214
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Rosa lernt Nikolas, den Sohn ihrer Nachbarin im Treppenhaus kennen. Rosa ist fasziniert von dem gutaussehenden Mann und kann es gar nicht fassen, dass er sich ausgerechnet für sie interessiert. Sie ist sehr unsicher und findet sich wenig attraktiv. Die Beziehung entwickelt sich sehr langsam. Rosa hat immer wieder Zweifel, was nicht zuletzt auch an dem manchmal seltsamen Verhalten von Nikolas liegt. Er schließt sie aus seinem Leben aus. Außerdem hat er einen seltsamen Hang dazu, sich in höchste Gefahr zu bringen. Das sind für Rosa Momente, die ihr den Atem rauben. Oft zieht er sich zurück und beantwortet keine ihrer Nachrichten. Und so hegt sie immer wieder Zweifel, ob er sie wirklich liebt. Gerade als es nach einem klärenden Gespräch und Nicks Versprechen, ihr endlich mehr aus seinem Leben zu erzählen, geschieht dieser schreckliche Unfall, bei dem Nikolas stirbt. Knapp drei Monate nach ihrem Kennenlernen.
Nach dem Tod von Nick
Das Buch hat mich schnell in den Bann gezogen. Es ist eine Geschichte, die sehr nachdenklich macht und mich auch emotional manchmal sehr angefasst hat. Den Schreibstil fand ich sehr gut. Eindringlich und ruhig, aber es entwickelt sich ein Spannungsbogen, sodass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Auch die Einteilung fand ich sehr gut. Die Zeitebene wechselt zwischen der Zeit vor und nach dem Tod von Nikolas. Und das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Die Überschrift von beiden Teilen lautet: Ich hab dich zweimal kennengelernt. Beim ersten Mal warst du dabei. Eine sehr treffende Aussage.
Rosa sieht sich nach dem Tod von Nikolas mit Erwartungen an ihre Emotionen konfrontiert, die sie gar nicht erfüllen kann. Man erwartet von ihr, das sie verzweifelt und in tiefer Trauer ist. Seine Mutter klammert sich an sie und redet immer davon, dass sie jetzt gemeinsam stark sein müssen. Rosa sei doch ihre einzige Stütze. Das belastet sie enorm und sie fühlt sich bedrängt und vereinnahmt.
Darf es Anspruchsdenken an Trauernde geben? Jeder geht doch anders damit um. Nicht der, der am lautesten weint und leidet, trauert mehr als andere.
Natürlich trauert Rosa. Sie ist traurig über den Verlust eines Menschen, der ihr etwas bedeutet hat und der sie drei Monate lang intensiv begleitet hat. Aber sie stellt sich auch die Frage, was die Zukunft für sie als Paar gebracht hätte. Wie es z.B. gewesen wäre, den Sommer mit Nikolas zu erleben.
Sie trauert darum, dass sie diese Erfahrung nicht machen konnte und ihr die Chance genommen wurde, ihn richtig kennenzulernen. Denn, dass sie ihn wirklich kaum kannte und es Dinge in seinem Leben gab, von denen sie keine Ahnung hatte, erfährt sie erst nach seinem Tod. Und das war für sie eine emotionale Achterbahnfahrt.
Ihre Gedanken schreibt sie in ein Notizbuch. Fragen, die ihr durch den Kopf gehen, Erinnerungen an ihre früheren Beziehungen und ihre Jugend. Durch diese Einträge, die immer mal wieder eingefügt sind, erhält man einen ganz besonderen Zugang zu ihrem Seelenleben.
Ihre Freundinnen, und hier ganz besonders Steffi, sind für Rosa enorm wichtig. Sie ziehen sie oft einfach mit, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Steffi kennt Rosa wie keine Zweite und sie bringt mit ihrer Offenheit die Dinge auf den Punkt. Ob sie Rosa nun gefallen, oder nicht. Ein Zitat von ihr: “Rosa, ich liebe dich wirklich sehr, aber manchmal schäme ich mich für dich, weil du so wenig Respekt vor dir selber hast.” So eine Aussage kann nur eine wirklich gute Freundin machen.
Zuspruch und emotionale Unterstützung bekommt sie aber auch ausgerechnet von dem Menschen, bei dem sie es am wenigsten erwartet hätte.
Ich habe ein Buch gelesen über Trauer, Verlust und die Frage, was ist Liebe.
Es beschreibt, wie Geheimnisse und Lügen aus der Vergangenheit das Leben vieler Menschen entscheidend beeinflussen und prägen. Aber es hat einen leisen Humor, deshalb ist es auch kein tieftrauriges Buch. Für mich war es ein Highlight.
Liebe, Verlust und die Frage nach dem echten Menschen
Christina aus Bamberg am 16.06.2026
Bewertungsnummer: 3169813
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Liebe ohne Sommer hat mich vor allem durch seine ungewöhnliche Ausgangssituation berührt. Während viele Liebesgeschichten davon erzählen, wie zwei Menschen sich kennenlernen, beginnt hier die eigentliche Suche erst nach dem Verlust.
Besonders gefallen hat mir, dass Rosa Nikolas nach seinem Tod auf eine ganz neue Weise kennenlernt. Mit jeder Begegnung und jeder neuen Information entsteht ein vollständigeres Bild eines Menschen, den sie geliebt hat und den sie vielleicht doch nie ganz kannte. Dadurch geht es nicht nur um Liebe, sondern auch um Erinnerung, Trauer, Freundschaft und die Frage, wie gut wir andere Menschen tatsächlich kennen können.
Der Schreibstil liest sich angenehm und emotional, ohne ins Kitschige abzurutschen. Die Geschichte hat eine melancholische Grundstimmung, die mich durch das ganze Buch begleitet hat. Manche Wendungen haben mich überrascht und zum Nachdenken gebracht.
Ein berührender Roman über die großen und kleinen Wahrheiten einer Beziehung, der noch eine Weile nachhallt.
Meinung aus der Buchhandlung
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Rosa ist erst seit Kurzem mit Nikolas zusammen, als er plötzlich stirbt. Zurück bleiben viele Fragen – und das Gefühl, ihn nie wirklich gekannt zu haben. Durch Gespräche mit seinen Freunden und eigene Nachforschungen nähert sie sich ihm nach seinem Tod noch einmal auf eine ganz neue Weise.
Insgesamt ganz nett zu lesen.
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