Jutta Heckhausen, University of California, und Heinz Heckhausen legen dieses Standardwerk der Psychologie in der 5. Auflage vor mit einer Fülle von Themen: Einflüsse von Person und Situation, Leistungs-, Macht- und Anschlussmotivation, implizite/explizite Motive, Flow-Erleben, Volition und Handlungsphasen, Kausalattribution, Motivationsentwicklung, biopsychologische Aspekte. Übersichtlich gestaltet im Zweispalten-Textformat mit Merksätzen, Informationskästen, Abbildungen, Diagrammen und vielem mehr.
Besonders interessante Fakten:
Motivation entsteht aus situativen Anreizen und dispositionellen Eigenschaften. Eine Eigenschaft ist eine neuropsychische Struktur, die Handlungen einleitet und lenkt. Allports Big Five waren ein Ausgangspunkt in der Personalauslese, Abraham Maslows Bedürfnispyramide ein allgemein anerkanntes Modell. Die Big Five haben sich in vielen Metastudien als endogene Temperamentsvarianten mit hohem Vorhersagewert bestätigt. Cosmides erklärt diese Eigenschaften als evolutionsbiologisch fürs Überleben entwickelt, wobei das Individuum vieler solcher Tools für verschiedene Situationen braucht, etwa die Fähigkeit, die soziale Zuverlässigkeit seines Gegenübers einzuschätzen.
Der Behaviorismus betonte die situativen Anreize und verzichtete völlig auf Eigenschaftsmodelle.
Menschen aller Kulturen haben ein angeborenes Motiv nach sozialen Beziehungen. Die Bindungstheorie betont dabei die Bindungsprägung im 1. Lebensjahr. Stammesgeschichtlich bietet die Bindung Sicherheit, die erst das Explorationsverhalten ermöglicht. Die Kooperation in der Gruppe optimiert die Bündelung individueller Kompetenzen. Die sehr lange Brutpflege ist laut Eibl-Eibesfeldt die Wurzel der Liebe, die diese intensive Investition in das Kind ermöglich und den Partnern die gemeinsame Aufzucht erleichtert.
Machtmotive sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Bei Schimpansen verbessert dominantes Verhalten den Fortpflanzungserfolg und den Zugang zu Ressourcen. Dies lässt sich auf Menschen übertragen, die ein starkes Motiv haben, Einfluss auf andere auszuüben, um sich stark und wichtig zu fühlen.
Einige Hirnstrukturen sind als Motivationsursachen identifiziert: Die Amygdala erkennt Belohnungen und Bestrafungen, Dopamin und Striatum dienen der Antwortverstärkung und –selektion, der orbitofrontale Cortex bewertet Belohnungen und der laterale präfrontale Cortex die der Motivationsregulation. Besonders motivierend sind Essen, Anschluss, Dominanz und Sexualität.
Die intrinsische Motivation (Übereinstimmung von Mittel und Zweck, Selbstbestimmung, Kompetenz, Interesse) erleichtert das Zustandekommen von Flow-Erlebnissen, in denen der Mensch völlig in einer Tätigkeit aufgeht.
Das Buch ist umfassend und detailliert und braucht psychologische Vorkenntnisse. Ältere Leser werden mit dem sehr kleinen Druck Schwierigkeiten haben.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Zaubere dein Leben. Erfülle dir alle Träume und erreiche jedes Ziel.“
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.