Meeresforschungen Ein Frauenroman auf einem Bauernhof an der Nordsee - im Jahr 1947
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
29.08.2025
Verlag
TreditionSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
574 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783384681300
Nach dem Krieg flieht Anna Margarete Schrader, Ende zwanzig, aus dem zerstörten München nach Schleswig-Holstein. Sie findet Zuflucht auf einem abgelegenen Hof an der Nordseeküste, den die Altbäuerin Ida mit ihrer Schwiegertochter Frauke bewirtschaftet.
Zwischen den zwei Frauen herrscht ein stiller Kampf: Wer bestimmt auf dem Hof? Wer entscheidet über das Kind? Sie beide warten auf Paul - Idas Sohn, Fraukes Mann -, der noch in Kriegsgefangenschaft ist. Der Städterin begegnen sie distanziert.
In wachsender Einsamkeit, verstärkt durch die karge nördliche Landschaft und die Kälte der Bäuerinnen, stellt Anna sich dem, was sie hinter sich gelassen hat. Nur Irene, die Tochter der Jungbäuerin, durchbricht ihre Stille. Das Kind sucht Kontakt und schließt sich Anna immer öfter an. Schließlich entwickeln sie eine gemeinsame Leidenschaft: Sie lesen Bücher aus der Husumer Städtischen Bücherei - über die Geheimnisse der Tiefsee und die abenteuerliche Welt der Meere.
Allmählich gehen auch die Bäuerinnen auf den Hausgast zu, gemeinsam wirtschaften sie auf dem Hof, das Leben wird leichter.
Doch dann stellt die Rückkehr Pauls die Frauen brutal auf die Probe. Krieg und Gefangenschaft haben ihn verändert. Seine Heimkehr bringt keine Erleichterung, sondern Kontrolle und Gewalt. Er verlangt Gehorsam. Von dem Kind, das ihn nicht kennt. Von den Frauen, die ihn nicht mehr brauchen.
Es ist die Geschichte von Frauen. Eine Geschichte vom Aushalten und Aushandeln. Vom Weitergeben und Verschweigen. Von Schicksalsschlägen, Unterordnung und weiblicher Solidarität. Sie ringen um Würde, Nähe, Selbstbestimmung - und bleiben zugleich verstrickt im Ungesagten: in Trauer, Bitterkeit, Ohnmacht.
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Die Autorin Ami Tan (Das Kurtisanenhaus) sprach in einem Zeit-Interview einmal von der blinden Tragödie über die Generationen in ihrer Familie, durch die Schändung der Oma. In diesem Roman ist es erfahrene Ohnmacht, die die Frauen prägt. Durch die Begegnung der Bäuerinnen und der Städterin entsteht ein Raum, in dem Befreiung möglich erscheint.
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