Produktbild: Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung

Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.09.2025

Verlag

Edition Nautilus

Seitenzahl

200 (Printausgabe)

Dateigröße

964 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783960544845

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

01.09.2025

Verlag

Edition Nautilus

Seitenzahl

200 (Printausgabe)

Dateigröße

964 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783960544845

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  • Eva

    5/5

    16.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Widerstand, Subkultur und Freiheit in der Unfreiheit

    Karsten Krampitz gelingt mit Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung ein Geniestreich. Irgendwo zwischen Fiktion und historischer Reportage erzählt er von einer Kommune Schwerbehinderter, die aus den Normen des Systems ausbrachen und die Freiheit in der Unfreiheit fanden. Arnstadt, Ende der 1970er Jahre. Gruns, Schröder, Rose und Christian wollen raus aus dem Marienstift, sie wollen ein selbstbestimmtes Dasein führen. Gruns absolviert die Predigerschule in Eisenach, stellt den Kontakt zur thüringischen Landeskirche her und organisiert die Gründung einer Wohngemeinschaft. Als Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung ziehen sie mit ihren Helfern in ein leerstehendes Pfarrhaus. Es wird eine einzigartige Kommune. Intellektueller Wortführer ist Gruns, betreut von Mozek, der auf dem Dachboden Fernschach spielt und nie über die Vergangenheit spricht. Hartroda wird sein Exil auf der Flucht vor den eigenen Dämonen. Nach einigen Personalwechseln stößt Schlotter zur Kommune. Er ist als Roadie mit der Band Mischpoke unterwegs und hat Berlin-Verbot. Der Rest der Band folgt, sie werden fester Bestandteil der Gemeinschaft. Es regiert Offenheit, die Kommune wird im ganzen Land berühmt. Hippies, Punks, Existentialisten, sie alle pilgern nach Hartroda. Hier werden unbehelligt Systemkritik geübt und Musik gemacht. Ein Paradies, das aus dem Land und aus der Zeit gefallen scheint. Doch das Land ist im Umbruch, die Revolutionären Energien bleiben nicht unbemerkt. 1989 verändert alles. Karsten Krampitz rockt einen Roman zu Papier, der schnoddrig, feinsinnig und wild von Menschen erzählt, die sich mit der Kraft der Loyalität und der Gemeinschaft ihre Freiheit suchen. Mit Virtuosität und unbändigem Witz, Rocker-Attitüde und detailliertem Wissen erzählt Karsten Krampitz ein finsteres Kapitel DDR-Geschichte und macht die Ausgestoßenen zu Held*innen. Denn die Krüppelkommune ist Bürgerbewegung, Subkultur und vor allem unüberwacht. Dies. Und Paradies.

  • Bewertung

    5/5

    26.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein anderer Ort...

    Obwohl nach den 198 Seiten des Buches eigentlich alles gesagt ist über die Protagonisten dieser Erzählung, die in den letzten 10 Jahren der DDR spielt, möchte man gerne weiterlesen: über Gruns, den Rolli-fahrenden Laien-Prediger, über Mozek, den ihn pflegenden Fernschach-Virtuosen, über Eisen, den Roadie & Punkrock-Darsteller & noch ein halbes Dutzend weiterer Bewohner der im schützenden Schatten der Kirche und in ihrer Immobilie sich etablierenden "Krüppel-Kommune" aus Behinderten und "Latschern", die sich, jeder auf seine Weise, in dieser Nische den Forderungen des "Resozismus" entziehen können und dort zumindest zeitweise ein freiheitlicheres Leben zu führen vermögen als in den für sie staatlicherseits vorgesehenen Institutionen (Psychiatrie, Behinderten-Heim). Karsten Krampitz gelingt es auch sprachlich, diese Geschichte souverän zu erzählen & die tragischen Brüche nach der Wende weder ideologisch noch kitschig entgleiten zu lassen: starke Empfehlung.-

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