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Gelb, auch ein schöner Gedanke Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19/11,9/2,8 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Olive

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00870-8

Beschreibung

Rezension

»Ein Buch, das zugleich wohl- und wehtut.« ("Lesefutter")
»Nefeli Kavouras schreibt leichtfüssig und mit einer erstaunlichen Wendung über einen Abschied.« ("NZZ am Sonntag")
»mit welch poetischer Zartheit, welch leisem Witz, ja welch tiefgründigem Scharfsinn sie indes von diesem viel zu langen Abschied erzählt, ist eindrucksvoll: sehr eindrucksvoll« ("Stadtmagazin 07 (Jena und Umgebung)")
»Nefeli Kavouras hat einen überraschenden, lustigen, traurigen, tiefgründigen Roman über den Tod geschrieben – und das Leben mit ihm.« ("Bücher Magazin")
»Nefeli Kavouras hat mit ›Gelb, auch ein schöner Gedanke‹ einen berührenden, aber auch überraschenden Roman über das Sterben geschrieben.« ("Brigitte")
»In nüchterner und doch poetischer Sprache erzählt Nefeli Kavouras in ihrem Romandebüt von großen Gefühlen wie Trauer, Wut, Scham und Liebe und davon, wie Verlust Beziehungen neu ordnet.« ("Emotion")
»Mit unverstellter, geradliniger Sprache nähert sich Kavouras den zwei wohl universellsten Fragen des Sterbeprozesses: Was vom Menschen bleibt, wenn er geht ‒ und was zwischen den Menschen geht, wenn einer bleibt. Simpel, funktional, mitten ins Herz.« ("Kulturnews")
»Es ist kein trauriges Buch, obwohl es die ganze Zeit ums Sterben geht, es hat eine Sprache die mich auch an Saša Stanišić erinnert hat, und es hat eine Leichtigkeit bei einem schweren Thema, ich wirklich toll und überzeugend fand.« ("Podcast NDR eat.READ.sleep")
»›Gelb, auch ein schöner Gedanke‹ ist ein kreatives und angenehm windschiefes Romandebüt über Nähe, Tod und Trauer.« ("WDR 5")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19/11,9/2,8 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Olive

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00870-8

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • MarieOn

    5/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr glaubhaft vermittelt

    Lea sprach wochenlang über Verantwortung und ihre Pläne, wie sie sich um einen Hund kümmern würde, wenn sie denn einen bekäme. Der Vater war dafür, die Mutter dagegen. Lea bekam den alten, humpelnden Ernie aus dem Tierheim. Als ihr Vater dann krank wurde, war das Körbchen verwaist, als Lea aus der Schule kam. Ihre Mutter sprach von Überforderung, Lea von Bevormundung. Ruth hatte Ernie der blöden Kristina drei Straßen weiter gegeben. Im Krankenhaus sagen die Ärzte Ruth und Lea, dass Georg dort nicht länger bleiben kann, ob sie sich schon mit dem Gedanken an ein Hospiz angefreundet hätten. Palliativpflege sei jetzt die richtige Wahl. Ruth verlässt das Zimmer, geht wortlos raus, in ihr toben Stürme. Die wollen ihn einfach sterben lassen, aber nicht mit ihr. Sie wird ihn gesund pflegen, ist doch klar. Lea setzt sich zu ihm, blickt in seine grünen Augen, sucht das Leben darin, das Leuchten. Sie hält dieses ewige Hin und Her nicht mehr aus, die ständige Alarmbereitschaft. Sie kann nicht mehr mit ihm reden, seine Antworten sind selten und dann hauchdünn. Deswegen fotografieren sie ihn manchmal. Auf einem der Fotos schaut er aus dem Fenster und blickt wie ein Kind, süß irgendwie. Sie kannte ihn als strengen Mann, als lustigen Vater, als konzentrierten Morgenmenschen in seinem Arbeitszimmer, wenn er seine legendäre Pastasoße kochte, sah er vergnügt aus, süß, das war er nie. Seite 21 Und dann lag Georg eines Tages mitten in der Pastasoße. Er war vor dem Herd zusammengebrochen. Lea saß am Küchentisch, gerade hatte er noch gescherzt und Lea hatte seinen Sturz als Slapstickeinlage verbucht, aber dann kam Ruth angelaufen und rief den Notarzt. Seitdem verrinnt Leas Jugend und Ruths Leben. Fazit: Die Autorin, Podcasterin (laxbrunch) und Literaturvermittlerin Nefeli Kavouras hat in ihrem Romandebüt eine etwas andere fiktionale Familiengeschichte erzählt. Die sechzehnjährige Lea möchte nichts anderes, als sich einmal zu verlieben. Sie hat schon längst ihren Vater verloren, das sollte doch Strafe genug sein. Ruth, ihre Mutter, wünscht sich einmal nur wieder in einem Café zu sitzen und einen Cappuccino zu trinken oder eine Freundin zu treffen, aber sie hat ja gar keine Freunde mehr. Sie verliert ihren Mann und versucht doch nur die Kontrolle zu behalten. Ruth verliert sich in der Sorge um Georg, sie schottet sich zunehmend ab und klammert an ihrem Mann, hält sich an den besseren Zeiten fest. Zeitgleich wünscht Lea sich, dass er endlich stürbe. Lea ist vernachlässigt, sie soll in diesem Klima fehlender Wärme und Mütterlichkeit einfach nur funktionieren, dem verlorenen Vater die Thrombosespritzen geben. Und natürlich ist Lea wütend. Die Autorin zeigt mir kapitelweise abwechselnd, was in Lea und Ruth vorgeht und macht es mir, mit ihrer Gabe des Erzählens, möglich mich in die beiden hineinzuversetzen. Die Überforderung beider und die Entfremdung, die jede gleich einsam macht, sind realistisch eingefangen und transportiert. Ich habe mich innerlich etwas gewehrt, als ein mystisches Stilmittel dazukam, weil das einfach nicht so mein Ding ist, muss aber gestehen, dass damit eine Verbindung, ein Loslassen und ein Zurück in die Normalität möglich wurde. Ich liebe es zu verstehen, was Menschen bewegt und das hat Nefeli Kavouras mir auf einfühlsame und nachvollziehbare Weise geschenkt.

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    16.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tröstlicher Roman zum Leben UND Sterben

    'Sterben dauert. Niemand bereitet einen auf das Warten vor.' Acht Jahre schon liegt Georg im Sterben, warten Ruth und ihre fünfzehnjährige Tochter Lea auf diesen einen, unvermeidlichen Tag - haben sich dabei ungewollt immer weiter voneinander entfernt. In wechselnden Perspektiven erhalten wir einen Einblick in den Alltag der beiden, der unterschiedlicher nicht sein könnte. Ruths Leben hat sich über die Jahre auf die fürsorgliche, aufopfernde, aber auch erschöpfte Rolle der pflegenden Ehefrau reduziert. Der nahende Tod Georgs ein Verlust der vermeintlich letzten Lebensaufgabe, oder doch die Lösung aus der totalen Erschöpfung?! 'Eigentlich bin ich zu müde, um Mutter oder Ehefrau zu sein.' Lea hingegen empfindet den Vater als Belastung, vielleicht als eine Art Bremse auf dem Weg in ein ungestümes, freies und glückliches Teenagerinnen-Leben. 'Aber immer sind wir im Ausnahmezustand, nie hört das auf, bald bin ich erwachsen, und meine ganze Jugend über begleitet mich das Sterben meines Vaters.' Als es zu einer ungewöhnlichen Wendung im Leben der Familie kommt, beginnen sich plötzlich die Sichtweisen zu verschieben und es kommt wieder Bewegung und Energie in Ruths und Leas Alltag – und in ihre Beziehung zueinander. Nefeli Kavouras erzählt mit diesem Roman wahrlich eine wunderschöne wenngleich sensible und traurige Geschichte. Die innere Zerrissenheit ihrer beiden Figuren fängt sie so authentisch und echt ein, dass man jeden Satz, jeden Moment mit Ruth und Lea mitfühlt. Die tägliche Konfrontation mit dem Sterben, die ihre Spuren hinterlässt. Pflege bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung aber gleichzeitig auch den unbändigen Drang, das Leben, die Jugend und Freiheit zu genießen. Das schlechte Gewissen, das aber doch immer präsent ist. Diese vielen gegensätzlichen Gefühle in all ihren Facetten machen den Roman sehr intensiv und nahbar. Die Wendung der Geschichte fand ich zunächst befremdlich, hat mich dann aber so fasziniert und emotional getroffen, dass ich jetzt, mit ein bisschen Abstand sagen kann: Genau SO! Großartig, mutig und unglaublich gut!

  • Bewertung

    5/5

    10.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Empfehlung

    Das ist eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe. Es ist traurig, witzig, schön,skurril und versöhnend zugleich. Ich werde es oft verschenken und bestimmt auch nochmal lesen.

  • Daniela

    5/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Seiten der Trauer

    Ruth pflegt seit Jahren ihren sterbenskranken Ehemann. Georg ist immer weniger da, genauso wie die Tochter Lea. Diese entfremdet sich noch mehr von ihrer Mutter und versucht mit dem Druck Zuhause und dem jahrelangen nicht-sterben des Vaters zu verarbeiten. Wir beobachten Mutter und Tochter bei dem Versuch mit der Ausnahmesituation umzugehen sowie herauszufinden was wirklich im Leben zählt. Gespickt wird die Geschichte mit Erzählungen über Georg, mit dem im Laufe des Romans etwas wundersames geschieht und den Perspektivwechsel der Protagonistinnen forciert. Die Autorin schafft es der Leserschaft zwei sehr unterschiedliche Charaktere darzustellen, die sich eigentlich sehr ähnlich sind, es aber erstmal nicht erkennen können. Nefeli Kavouras nutzt einen leichten, fluiden Sprachstil, welcher aber in der Lage ist, einem kleine Stich oder aber auch kleine Pflaster auf das Herz zu kleben wie zB "Wenn jemand Geburtstag hat, gibt es Kuchen, aber wenn der eigene Ehemann einem wegstirbt, gibt es gar nichts. "(S75/76) Oder"Ich kann mir gar nicht vorstellen dass so etwas Leichtes einmal ein Leben in sich trug. Ein Leben muss doch Gewicht haben." (S140) Die Autorin verpackt den Schmerz und die Sehnsucht, nach sich selbst, einem anderen Leben oder auch dem alten Leben mit sanften Worten in einer klaren Darstellung. Gezielt seziert sie die Bedürfnisse und Wünsche einer Ehefrau und einem jungen Mädchen welche eine lange Zeit ihres Lebens von einem trauernden Umstand umgeben sind. Die Realität einer pflegenden Person oder, wie Ruth es nennt, eine "Mitsterbende" wird durch die dauerhafte Aufgabe der Pflege und dem zusätzlichen Verzicht auf das bisherige Leben sowie der Vereinsamung im Roman skizziert. Der Ausbruch und Entfremdung von Lea von ihrer Mutter in das normale Leben einer Heranwachsenden, ohne Warten auf den Tod stellt die andere Seite des Romans dar. Nefeli Kavouras nimmt die Leserschaft mit auf eine emotionale Reise der ambivalenten Gedanken der Familie eines Sterbenden. Große Empfehlung!

  • Esther

    5/5

    16.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kafkaeske Wendung

    …wenn ich vorher gewusst hätte, was hier passiert, hätte ich das Buch nie angefangen. Vielleicht muss man sich einfach auf die Story einlassen und den Text fliessend weiterlesen, es ist sicherlich hilfreich sich mit anderen Lesenden austauschen zu können und ich kann total verstehen, dass dieser Roman die Meinungen spalten wird. Mich hat die Geschichte zu 100 Prozent mitgenommen, überrascht und gerührt. Mich hat das Buch gut abgeholt aber ich kann total verstehen, wenn es Kritikpunkte gibt. Ich würde es nur weiterempfehlen, wenn man mal etwas lesen möchte, was ein wenig verstörend ist.

Kundinnen und Kunden meinen

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