Gutscheinbedingungen

**Gültig bis 24.06.2026 auf tolino vision color (4016621130183, 4016621131456) online auf thalia.at, in der Thalia App und in allen Thalia Buchhandlungen in Österreich. In den Buchhandlungen nur gültig auf lagernde Ware. Pro Einkauf einmal einlösbar. Nur gültig gegen Vorlage oder im Onlineshop hinterlegter Bonuscard. Infos zur Einlösung in der Buchhandlung sind auf der Bonuscard-Vorteilspreisseite zu finden. Click & Collect nur bei Onlinevorabzahlung möglich. Keine Einlösung bei Scan & Go-Bezahlung. Keine Barauszahlung. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen und Gutscheinen. Nicht gültig für Geschenkkarten, Versandkosten und Services. Nur solange der Vorrat reicht.

Produktbild: Medulla
Artikelbild von Medulla
Verena Güntner

1. Medulla

Medulla

Gesprochen von
8
0,00 € * inkl. gesetzl. MwSt.
* im Probemonat gratis danach 7,95 €/Monat

Im Hörbuch-Abo laden

  • Monatlich einen Titel wählen & behalten
  • Jederzeit pausieren oder kündigen
  • Weitere Hörbücher im Abo für max. 7,95 €

Unser Thalia Hörbuch-Abo

Wie finde ich ein Hörbuch?

Sie können den gewünschten Titel einfach direkt über die Suchmaske finden oder Sie lassen sich über den Reiter „Hörbücher“ inspirieren.

Wie kann ich einen Titel hören?

Genießen Sie Ihre Hörbücher in der kostenlosen Thalia Lesen & Hören App auf Ihrem Smartphone und Tablet oder mit dem tolino Webreader direkt in Ihrem Browser.

Unsere Abo-Vorteile für Sie:

Den ersten Monat gratis testen. Danach zahlen Sie monatlich den Festpreis von 7,95 €.

Mit unserem Thalia Hörbuch-Abo haben Sie die Auswahl aus einer Vielzahl an Titeln verschiedener Genres.

Bleiben Sie flexibel. Pausieren Sie Ihr Abo, wenn Ihnen die Zeit fehlt. Eine Kündigung ist monatlich möglich.

Nutzen Sie den exklusiven Rabatt gegenüber dem Einzelkauf und zahlen Sie immer max. 7,95 €.

In der Thalia Lesen & Hören App können Sie Ihre Hörbücher mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen und hören.

So einfach funktioniert unser Abo!

Thalia Hörbuch-Abo abschließen

Testen Sie das Hörbuch-Abo 30 Tage kostenlos, danach zahlen Sie monatlich nur 7,95 €.

Abo-Guthaben einlösen

Wählen Sie pro Monat einen Titel aus einer großen Auswahl an Hörbüchern und lösen Sie Ihr monatliches Abo-Guthaben ein.

Herunterladen & sofort hören

Installieren Sie die Thalia Lesen & Hören App zum schnellen Starten und Verwalten Ihrer Hörbücher.

Bei jedem weiteren Hörbuch sparen

Jedes weitere Hörbuch erhalten Sie zum vergünstigten Thalia Hörbuch-Abo Preis von max. 7,95 €.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Lisa Hrdina

Spieldauer

6 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

101

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848599

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Lisa Hrdina

Spieldauer

6 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

101

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848599

Kundinnen und Kunden meinen

8 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Provokante, diskussionswürdige Geschichte

MarieOn am 13.10.2025

Bewertungsnummer: 2624382

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Vater hat Kuchen mitgebracht, versucht sie zu überreden, mit ihm heimzukommen, die Mutter wird sich freuen. Als sie ihn aus ihrer Wohnung hinauszitiert hat, klingelt das Telefon. Sie weiß, egal wie oft sie drangehen, sich melden und auflegen wird, wird es wieder klingeln, so als müsste es das letzte Wort haben. Siv und Hanna sind im Hallenbad angekommen. Sie drehen einige Runden, springen unter die Gemeinschaftsduschen, pinkeln gleichzeitig im großen Strahl auf die Fliesen und lachen über entsetzte Gesichter. Wieder in Hannas Wohnung werfen sie ihre nackten Körper aufs Bett und feiern ihre Vertrautheit, bis Siv einfällt, dass sie mit Jan im Theater verabredet ist. Jan hat seine Siebdruckespressomaschine minutiös gereinigt. Er setzt sich mit der ersten Tasse des heißen, bitteren Gebräus an den Küchentisch und ist zufrieden. Siv hat schon um sieben die Wohnung verlassen und eine riesige Essiggurke mit einer Kerze darin auf dem Tisch platziert. Er würde eine gut eingelegte essigsaure Gurke jederzeit einer Torte vorziehen und beißt auch gleich beherzt hinein, dass es kracht und spritzt. Sein Handy gibt einige einfallslose Glückwünsche her, Luftballons, Sektflaschen und Herzfeuerwerke. Jan ist enttäuscht. Er hat sich für den helllila Samtanzug entschieden und fährt mit dem Taxi ins Lepperts, sein Fast-Sterne-Lokal, um seinen Fünfzigsten zu feiern. Als er eintritt, ist Siv schon da. Sie will das Blumenarrangement abholen. Jan geht vor ihr in die Knie, hält sie an der Hüfte fest und kippt dabei den ersten Humpen hinunter. Siv lacht und macht sich los. Jan gleitet rücklings zu Boden und sieht in die Gesichter der ersten Gäste. Fazit: Verena Güntner hat eine provokante, diskussionswürdige Szenerie erschaffen und sie hat mich gefordert. Im Vordergrund stehen drei Paare. Siv, deren Mutter Dänin ist, lebt mit dem Gastronom Jan in einer offenen Beziehung. Sie vergnügt sich wahlweise mit ihrer besten Freundin Hanna und/oder deren Freund Hans. Sie wird schwanger und weiß sofort, dass sie das Kind nicht austragen wird. Der pedantische Jan hat den richtigen geschäftlichen Riecher gehabt und lebt und ermöglicht Siv ein sorgenfreies Leben. Die Afghanin Leyla und David wollen unbedingt ein Kind, aber seine Spermien sind müde geworden. Als es dann doch klappt, erkennt Leyla, dass David nicht der Richtige für eine Familie ist. Esther ist die narzisstische, beruflich erfolgreiche Perfektionistin, die sich eine Weile in Jacobs Bewunderung gesonnt hat. Als sie schwanger ist, erliegt Jacob einem jahrelangen Irrtum und Esther bricht aus. Die Autorin gibt den Beteiligten kapitelweise eine Stimme, die mich mitten in die Beziehungsdynamiken wirft. Mit offenem Mund verfolge ich Sivs Freizügigkeit und Konsequenz, Leylas psychologischer Konstellation, es allen recht machen zu wollen und Esthers Kaltschnäutzigkeit. Die Autorin entzaubert die Männer, die alles andere als Helden oder „echte Kerle“ sind. Die Frauen wollen ihre selbstbestimmten Entscheidungen treffen und die Männer wollen das verhindern. Soweit der Konflikt. Sie will was das er nicht will, so funktionieren die meisten Beziehungen. Geflasht hat mich, was die Autorin mit mir gemacht hat. Alle Darsteller sind alles, was ich nicht sein möchte und eben doch stellenweise bin. Unsympathisch, verantwortungslos, eigensinnig, unsensibel, exzentrisch. Ich konnte mich mit niemandem wirklich verbünden und keine moralische Keule auspacken, denn irgendwie haben alle für sich gesehen recht. Darf ich als Frau dem Erzeuger meines Kindes das Recht absprechen, mitzuentscheiden? Darf der Erzeuger meines Kindes mir das Recht absprechen, frei über meinen Körper und damit gegen das Kind zu bestimmen? Eine denkwürdige, kontroverse, feministische, unterhaltsam erzählte Geschichte, die hängen bleibt.

Provokante, diskussionswürdige Geschichte

MarieOn am 13.10.2025
Bewertungsnummer: 2624382
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Vater hat Kuchen mitgebracht, versucht sie zu überreden, mit ihm heimzukommen, die Mutter wird sich freuen. Als sie ihn aus ihrer Wohnung hinauszitiert hat, klingelt das Telefon. Sie weiß, egal wie oft sie drangehen, sich melden und auflegen wird, wird es wieder klingeln, so als müsste es das letzte Wort haben. Siv und Hanna sind im Hallenbad angekommen. Sie drehen einige Runden, springen unter die Gemeinschaftsduschen, pinkeln gleichzeitig im großen Strahl auf die Fliesen und lachen über entsetzte Gesichter. Wieder in Hannas Wohnung werfen sie ihre nackten Körper aufs Bett und feiern ihre Vertrautheit, bis Siv einfällt, dass sie mit Jan im Theater verabredet ist. Jan hat seine Siebdruckespressomaschine minutiös gereinigt. Er setzt sich mit der ersten Tasse des heißen, bitteren Gebräus an den Küchentisch und ist zufrieden. Siv hat schon um sieben die Wohnung verlassen und eine riesige Essiggurke mit einer Kerze darin auf dem Tisch platziert. Er würde eine gut eingelegte essigsaure Gurke jederzeit einer Torte vorziehen und beißt auch gleich beherzt hinein, dass es kracht und spritzt. Sein Handy gibt einige einfallslose Glückwünsche her, Luftballons, Sektflaschen und Herzfeuerwerke. Jan ist enttäuscht. Er hat sich für den helllila Samtanzug entschieden und fährt mit dem Taxi ins Lepperts, sein Fast-Sterne-Lokal, um seinen Fünfzigsten zu feiern. Als er eintritt, ist Siv schon da. Sie will das Blumenarrangement abholen. Jan geht vor ihr in die Knie, hält sie an der Hüfte fest und kippt dabei den ersten Humpen hinunter. Siv lacht und macht sich los. Jan gleitet rücklings zu Boden und sieht in die Gesichter der ersten Gäste. Fazit: Verena Güntner hat eine provokante, diskussionswürdige Szenerie erschaffen und sie hat mich gefordert. Im Vordergrund stehen drei Paare. Siv, deren Mutter Dänin ist, lebt mit dem Gastronom Jan in einer offenen Beziehung. Sie vergnügt sich wahlweise mit ihrer besten Freundin Hanna und/oder deren Freund Hans. Sie wird schwanger und weiß sofort, dass sie das Kind nicht austragen wird. Der pedantische Jan hat den richtigen geschäftlichen Riecher gehabt und lebt und ermöglicht Siv ein sorgenfreies Leben. Die Afghanin Leyla und David wollen unbedingt ein Kind, aber seine Spermien sind müde geworden. Als es dann doch klappt, erkennt Leyla, dass David nicht der Richtige für eine Familie ist. Esther ist die narzisstische, beruflich erfolgreiche Perfektionistin, die sich eine Weile in Jacobs Bewunderung gesonnt hat. Als sie schwanger ist, erliegt Jacob einem jahrelangen Irrtum und Esther bricht aus. Die Autorin gibt den Beteiligten kapitelweise eine Stimme, die mich mitten in die Beziehungsdynamiken wirft. Mit offenem Mund verfolge ich Sivs Freizügigkeit und Konsequenz, Leylas psychologischer Konstellation, es allen recht machen zu wollen und Esthers Kaltschnäutzigkeit. Die Autorin entzaubert die Männer, die alles andere als Helden oder „echte Kerle“ sind. Die Frauen wollen ihre selbstbestimmten Entscheidungen treffen und die Männer wollen das verhindern. Soweit der Konflikt. Sie will was das er nicht will, so funktionieren die meisten Beziehungen. Geflasht hat mich, was die Autorin mit mir gemacht hat. Alle Darsteller sind alles, was ich nicht sein möchte und eben doch stellenweise bin. Unsympathisch, verantwortungslos, eigensinnig, unsensibel, exzentrisch. Ich konnte mich mit niemandem wirklich verbünden und keine moralische Keule auspacken, denn irgendwie haben alle für sich gesehen recht. Darf ich als Frau dem Erzeuger meines Kindes das Recht absprechen, mitzuentscheiden? Darf der Erzeuger meines Kindes mir das Recht absprechen, frei über meinen Körper und damit gegen das Kind zu bestimmen? Eine denkwürdige, kontroverse, feministische, unterhaltsam erzählte Geschichte, die hängen bleibt.

My body, my choice – unterhalt…

MarcoL aus Füssen am 05.10.2025

Bewertungsnummer: 2963516

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

My body, my choice – unterhaltsam in einem tollen Roman untergebracht Berlin. Drei Paare. Drei Frauen, drei Männer. Sie kennen einander, verbringen manchmal etwas Zeit zusammen. Und sie sind einfach verschieden, so wie sich eben die Menschen unterscheiden. Doch eines verbindet die Paare – im Speziellen die Frauen. Sie sind schwanger. Und die Männer? Die glauben immer noch, über den Körper ihrer Partnerinnen bestimmen zu können. Siv und Jan leben eine offene Beziehung. Besonders Siv scheint ein ausschweifendes Sexualleben zu haben, und berichtet Jan, 50, immer davon. Sie genießen beide die Freiheiten und Annehmlichkeiten, die das Leben zu bieten hat. Und Siv möchte das nicht aufgeben, auch wenn Jan es anders sieht und glaubt, ein Mitspracherecht zu haben und auch durchsetzen zu können Leyla und David ereilt Ähnliches, auch wenn deren Leben anders strukturiert ist. Ihnen geht ein langer, unerfüllter Kinderwunsch voraus. Als es dann unverhofft dann doch noch passiert, ändert sich Leylas Einstellung dazu. Und auch hier sieht es David anders. Und dann sind noch Esther und Jacob. Esther unterscheidet sich in einem Punkt von Siv und Leyla, aber auch sie möchte das heranwachsende Kind in ihrem Leib nicht, während Jacob sich schon auf seine Vaterrolle vorbereitet. Verena Güntner beschreibt ihre Protagonist*innen sehr genau, lässt sie aus den Zeilen springen als wären sie die Nachbarn, die man Tag wie Nacht um sich hat. Die Sprache ist direkt, ohne Umschweife und Schnörkel kommt sie auf den Punkt. Grundthema ist der scheinbar fix im patriarchalischen Denkmuster verankerte Ansatz, dass die Männer/Partner über den Körper ihrer Frauen/Partnerinnen entscheiden können. Was mit solchen Beziehungen passieren kann, wenn sich die Frauen dagegenstellen und ihre eigenen Entscheidungen fällen, erzählt dieser Roman sehr genau. Und es kann eine wahre Freude sein, dabei stiller Beobachter zu sein. Das Buch ist ein wunderbarer Roman über das Thema 'My body, my choice' – über etwas, das in unserer Gesellschaft nach wie vor in großem Stil tabuisiert wird, und besonders die y-Chromosomenträger glauben, in gewissen Dingen den Frauen jegliches Recht absprechen zu können. PS: Medulla ist laut Wikipedia der unterste Teil des Gehirns, der sich aus dem Embryonalstadium entwickelt, und den Übergang zum Rückenmark bildet. Und nun ja, in gewissen Situationen scheinen Männer tatsächlich nur rückenmarkgesteuerte Zombies zu sein. Große Leseempfehlung für diesen glasklaren, fingerzeigenden und unterhaltenden Roman aus der Feder von Verena Güntner.

My body, my choice – unterhalt…

MarcoL aus Füssen am 05.10.2025
Bewertungsnummer: 2963516
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

My body, my choice – unterhaltsam in einem tollen Roman untergebracht Berlin. Drei Paare. Drei Frauen, drei Männer. Sie kennen einander, verbringen manchmal etwas Zeit zusammen. Und sie sind einfach verschieden, so wie sich eben die Menschen unterscheiden. Doch eines verbindet die Paare – im Speziellen die Frauen. Sie sind schwanger. Und die Männer? Die glauben immer noch, über den Körper ihrer Partnerinnen bestimmen zu können. Siv und Jan leben eine offene Beziehung. Besonders Siv scheint ein ausschweifendes Sexualleben zu haben, und berichtet Jan, 50, immer davon. Sie genießen beide die Freiheiten und Annehmlichkeiten, die das Leben zu bieten hat. Und Siv möchte das nicht aufgeben, auch wenn Jan es anders sieht und glaubt, ein Mitspracherecht zu haben und auch durchsetzen zu können Leyla und David ereilt Ähnliches, auch wenn deren Leben anders strukturiert ist. Ihnen geht ein langer, unerfüllter Kinderwunsch voraus. Als es dann unverhofft dann doch noch passiert, ändert sich Leylas Einstellung dazu. Und auch hier sieht es David anders. Und dann sind noch Esther und Jacob. Esther unterscheidet sich in einem Punkt von Siv und Leyla, aber auch sie möchte das heranwachsende Kind in ihrem Leib nicht, während Jacob sich schon auf seine Vaterrolle vorbereitet. Verena Güntner beschreibt ihre Protagonist*innen sehr genau, lässt sie aus den Zeilen springen als wären sie die Nachbarn, die man Tag wie Nacht um sich hat. Die Sprache ist direkt, ohne Umschweife und Schnörkel kommt sie auf den Punkt. Grundthema ist der scheinbar fix im patriarchalischen Denkmuster verankerte Ansatz, dass die Männer/Partner über den Körper ihrer Frauen/Partnerinnen entscheiden können. Was mit solchen Beziehungen passieren kann, wenn sich die Frauen dagegenstellen und ihre eigenen Entscheidungen fällen, erzählt dieser Roman sehr genau. Und es kann eine wahre Freude sein, dabei stiller Beobachter zu sein. Das Buch ist ein wunderbarer Roman über das Thema 'My body, my choice' – über etwas, das in unserer Gesellschaft nach wie vor in großem Stil tabuisiert wird, und besonders die y-Chromosomenträger glauben, in gewissen Dingen den Frauen jegliches Recht absprechen zu können. PS: Medulla ist laut Wikipedia der unterste Teil des Gehirns, der sich aus dem Embryonalstadium entwickelt, und den Übergang zum Rückenmark bildet. Und nun ja, in gewissen Situationen scheinen Männer tatsächlich nur rückenmarkgesteuerte Zombies zu sein. Große Leseempfehlung für diesen glasklaren, fingerzeigenden und unterhaltenden Roman aus der Feder von Verena Güntner.

Kundinnen und Kunden meinen

Medulla

von Verena Güntner

0 Bewertungen filtern

  • Produktbild: Medulla