TATTOO ARTIST meets YAKUZA: Eigentlich sollte es ein ruhiger Abend in seiner Wohnung am Rande Osakas werden, eingekuschelt mit Katze und Kater auf dem Sofa. Dieser Plan verzögert sich allerdings wegen eines blonden Unsympathen, der kurz vor Ladenschluss sein Tattoostudio betritt. Er ist unfreundlich, wirkt gehetzt und geht ihm schon jetzt auf die Nerven, doch Tora gelingt es dennoch nicht, ihm einen Termin zu verweigern.
Spätestens als der verhängnisvoll gut aussehende Europäer mit bewaffneten Männern im Schlepptau bei einem Überfall auf sein Studio auftaucht und Tora kurz darauf in fremder Umgebung erwacht, dämmert es ihm. Dieser Mann ist nicht nur ein mies gelaunter Tattookunde, sondern Mitglied der japanischen Mafia.
Doch Tora blickt hinter die Fassade, sieht den Mann unter all den Narben. Er will verstehen, warum dieser Fremde ihn schützt, nur um ihn dann auf Abstand zu halten; warum er so müde und gebrochen wirkt. Aber vor allem, warum sein Herz so viel schneller schlägt, wenn sie sich nur ansehen ...
Band 1 der 'MADNESS'-Trilogie von Nina Linz - Softe MM-Romance trifft auf darkes Setting in Osaka, Japan.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
WortWuff
aus Würzburg
5/5
30.01.2026
Buch (Taschenbuch)
I Love it
Ich habe Entering Madness Verfallen gerade erst zur Seite gelegt. Wirklich vor wenigen Minuten. Und ich bin immer noch komplett geflasht. Dieses Buch ist anders als alles, was ich bisher von Nina Linz gelesen habe. Nicht schlechter, im Gegenteil, aber anders. Tiefer. Näher. Intensiver.
Mit Mafia Romance und düsteren Themen komme ich grundsätzlich klar. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist eher, dass Ninas Bücher nicht an der Oberfläche bleiben. Sie gehen tiefer als viele andere. Und dieses Buch geht tiefer als alles, was ich in dem Genre bisher gelesen habe. Die Szenen sind so eindringlich geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, direkt neben Tora zu stehen. Nicht, weil alles explizit beschrieben wird, sondern weil Gefühle und Atmosphäre so stark transportiert werden, dass die eigene Vorstellungskraft den Rest übernimmt. Und das teilweise zu gut.
Ich musste das Lesen mehrmals unterbrechen. Nicht, weil es verstörend war, sondern weil es emotional zu viel wurde. Zu nah. Zu intensiv. Manche Stellen habe ich einfach nicht ausgehalten, ohne kurz Abstand zu nehmen. Vielleicht lag das auch daran, dass bei mir selbst gerade viel aufgewühlt ist. Aber genau das zeigt, wie sehr dieses Buch trifft.
David und Tora haben mich komplett abgeholt. David war am Anfang für mich ehrlich gesagt fragwürdig. Ein Tierarzt in diesem Umfeld. Ich habe mich ständig gefragt, wie er da hineingeraten ist. Als später aufgeklärt wird, wie alles zusammenhängt, hat es mir regelrecht das Herz zerrissen. Was für ein herzensguter Mensch. Und wie sehr muss man sich selbst ausschalten, um in so einer Welt zu funktionieren.
Besonders schmerzhaft ist dabei die Geschichte rund um seinen Bruder Marek. Marek hat Sca geschwängert, wollte aber weder Verantwortung übernehmen noch Kazi großziehen. Dass Dawid Kazi schließlich adoptiert, obwohl er selbst schon mehr als genug Last trägt, sagt alles über seinen Charakter. Er trägt Schuldgefühle, Verantwortung und emotionale Narben, ohne sich jemals wirklich darüber zu beklagen.
Und Kazi. Ganz ehrlich. Was ist dieses Kind bitte für ein Sonnenschein. Können wir darüber reden, wie unfassbar gut sowohl Dawid als auch Tora mit Kindern umgehen. Diese eine Szene war so warm und so süß, dass sie mir richtig nahegegangen ist. Auch wenn sie später einen bitteren Beigeschmack bekommt, bleibt sie im Herzen.
Wie in jedem Buch von Nina Linz gibt es auch hier mindestens eine Hassperson. Für mich ist Marek ganz vorne dabei. Sein Verhalten war von Anfang an ein Warnsignal und bestätigt sich im Verlauf der Geschichte immer wieder. Der Anführer bleibt ebenfalls schwierig. Das, was er tut, ist nicht richtig. Trotzdem schätze ich, dass er Dawids Grenzen toleriert und ihm einen Platz schafft, an dem er nicht Dinge tun muss, die er nicht kann. Dass Dawid sich bis zum Berater hocharbeitet, zeigt seine extreme Menschenkenntnis und seine Beobachtungsgabe.
Auch die Nebenfiguren wirken real und greifbar. Nicht alle sind sympathisch, aber sie fühlen sich echt an. Selbst Charaktere, die wenig empathisch erscheinen, wirken im Vergleich zu anderen fast schon erträglich. Wer das Buch gelesen hat, weiß genau, wen ich meine.
Ein absolutes Highlight ist Toras beste Freundin. Diese Art von Freundschaft, in der man albern sein kann, reden oder schweigen darf und selbst in den schlimmsten Zuständen akzeptiert wird. Die kleinen Gesten, das Drücken, die Bändchen. All das wirkt leise, aber unglaublich wertvoll. Ich bin ein riesiger Fan von ihr.
Und dann dieses letzte Kapitel. Ich war emotional ohnehin schon komplett offen. Die Situation war traurig, hoffnungslos und schmerzhaft. Ich war mir sicher, dass sie getrennte Wege gehen müssen, auch wenn klar ist, dass es einen zweiten Teil gibt. Und dann treffen sie diese Entscheidung. Diese Nacht. Dieses bewusste Wissen, dass es wehtun wird. Ich verstehe es vollkommen. Und trotzdem wollte ich beide anschreien, weil man beim Lesen spürt, dass sie sich damit keinen Gefallen tun. Die letzten Seiten machen das gnadenlos deutlich.
Entering Madness Verfallen ist kein leichtes Buch. Es ist intensiv, emotional und tiefgehend. Es fordert einen heraus und lässt einen nicht unberührt zurück. Ich bin unfassbar froh, dass ich es gelesen habe, und genauso froh, dass der zweite Teil bereits draußen ist. Nach diesem Ende kann man diese Geschichte nicht einfach loslassen
Bewertung
5/5
14.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Mein neues Lieblingsbuch
Dieser erste Teil ist sooo verdammt guuut!
Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil und Storytelling so gefesselt, dass ich kaum den zweiten Band abwarten kann!
Die Geschichte von Tora und Dawid ist so spannend und wird nie langweilig! Der erste Teil der Trilogie hat sehr starkes Suchtpotenzial und ich freue mich sehr auf den nächsten Teil (ist schon bestellt :P).
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