Produktbild: Einer reist mit

Einer reist mit

6

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Produktdetails

Verkaufsrang

33926

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

11.08.2025

Verlag

Berenberg Verlag GmbH

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

798 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Patricia Klobusiczky

Sprache

Deutsch

EAN

9783911327138

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

33926

Erscheinungsdatum

11.08.2025

Verlag

Berenberg Verlag GmbH

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

798 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Patricia Klobusiczky

Sprache

Deutsch

EAN

9783911327138

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  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Realität und traumhafte Fiktion

    Anne Serre. Eine französische Autorin mit diesem besonderen Sprachklang. Begeisternd. Inspirierend. Sinnlich. Dunkel. Eine wunderbare Schreibe. Sie hatte mich schon mit ihren beiden Vorgängern, die im wunderbaren Berenberg-Verlag erschienen sind, völlig zu Höhenflügen gebracht. Das erste Buch, welches ich von ihr gelesen hatte, war 2022 das wunderschöne „Im Herzen eines goldenen Sommers“. Kein Roman, nein, „Im Herzen eines goldenen Sommers“ versammelt Kurzgeschichten. Nun stehe ich Kurzgeschichten etwas skeptisch gegenüber, weil ich einem Roman einfach mehr Intensität beimesse. Denn in einem Roman wird eine Geschichte erzählt, die mich während der Lektüre einnimmt, mich im besten Fall anzündet, mich mitfiebern lässt, mich vielleicht sogar auf den letzten Seiten traurig werden lässt, da das Ende naht und ich in diesem Tanz mit den Wörtern zum Ende komme. Kurzgeschichten hingegen entfalten einen kurzen Zauber, der schnell endet, manchmal zu schnell und es gibt die Frage, ob mich die nächstfolgende Kurzgeschichte genauso verzaubern kann, ob sie mich genauso erreicht. Mittlerweile habe ich aber einige Bücher gelesen, die mich genauso in ihren Bann zogen, wie das ein Roman vermag. So geschehen auch bei „Im Herzen eines goldenen Sommers“. Anne Serre machte mich in diesem Buch glücklich. Einerseits weil mir der Sprachklang sehr gefiel, andererseits weil diese Kurzgeschichten Verbindungen aufwiesen, die in Richtung Episodenroman deuten, dann wieder dieses traumhafte, irgendwie schwebende in der Schreibe. Kurz, ich war begeistert, angezündet, wollte mehr von Anne Serre. 2023 kam dann dieses Mehr in Gestalt der Erzählung „Die Gouvernanten“. Wieder ist dieses traumhafte, schwebende in der Erzählung zu finden, auch etwas surreales, märchenhaftes schwingt hier mit und auch eine dunkle Sinnlichkeit. Ich entbrenne förmlich für diese Gouvernanten, Jägerinnen mit einer dunklen Kraft, die den Blick auf das Weibliche in völlig andere Bahnen lenken und damit liefert dieses Buch auch eine gewisse Kritik am Hier und Jetzt. Mein Hunger nach mehr von Anne Serre wuchs. Und nun dieses Jahr konnte er gestillt werden. Mit dem Buch „Einer reist mit“. Wieder völlig anders konstruiert. Diesmal ist es eine Art Essay, es ist dem Reisen gewidmet, dem die Schriften erstellende Zunft nun einmal frönt, dem sie frönen muss. Denn da gibt es Besuche der Verlage, Besuche von Literaturfestivals, Besuche von Lesungen etc.. Was passiert auf diesen Reisen? Vielleicht nicht viel. Aber vielleicht auch das Gegenteil. Denn die Fantasie des Autors/der Autorin ist auf diesen Reisen mit von der Partie. Und so kann aus einer vielleicht banalen Reise durchaus etwas anderes werden, was Anne Serre hier durchaus bezaubernd zu beschreiben weiß. „Einer reist mit“ ist eine Art Essay über das Reisen, ein Essay über die Literatur, eine Hommage an einen Lieblingsschriftsteller, der auch über die Kraft der Fantasie mitwirkt auf der Reise. Anne Serre sinniert über sich selbst, über das Gestern und das Heute, über ihre Umgebung, über ihr Werden und über das Vielleicht. Und Anne Serre lässt auch das Surreale einwirken, lässt Enrique Vila-Matas auf der Reise und im Hotel auftauchen, wie auch eine Schauspielerin ihren Auftritt hat, die berühmte Anna Magnani. Reales und Surreales werden fein verwoben und die Leserschaft darf diesem realen Traum beiwohnen und dessen Zauber genießen. Einfach wunderschön! Gegliedert ist „Einer reist mit“ in drei Teile, der erste Teil ist ein Essay über das Reisen, ein Blick auf das eigene Tun Anne Serres, dennoch ist reales und surreales miteinander verwoben, so dass kein reines Essay hier zu finden ist. Der zweite Teil ist eine Geschichte um den Schriftsteller Enrique Vila-Matas. Der dritte Teil ist dann wieder eine Reise zu Anne Serre selbst und ihrem Tun.  Ein wunderschön verwobenes Buch, in dem Reales und Surreales miteinander um ihren Platz ringen und die Leserschaft mitreist, verzaubert und bezaubert von dem Blick von Anne Serre. Ebenso bezaubert hier irgendwie auch die auftauchende Frage, was hier real und was hier surreal ist. Doch welchen Nutzen hätte dies? Für mich zählt die wunderschöne literarische Reise, die ich immer wieder durch Anne Serre erleben durfte. Ich war und bin begeistert von Anne Serre und ich sage Danke für die großartige Übersetzung von Patricia Klobusiczky, die dieses Erleben von Anne Serre erst möglich gemacht hat. Sehr traurig macht mich die Entscheidung des Berenberg-Verlags! Ich werde diese wirklich wunderschön gestalteten Bücher des Berenberg Verlags vermissen. Und diese drei hier werde ich hüten, wie es Schätzen einfach gebührt. Dennoch hoffe ich einfach darauf, dass mir auch weitere Bücher von Anne Serre vor die Nase hüpfen werden. Sehr! ❤ 

  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    05.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Realität und traumhafte…

    Realität und traumhafte Fiktion Anne Serre. Eine französische Autorin mit diesem besonderen Sprachklang. Begeisternd. Inspirierend. Sinnlich. Dunkel. Eine wunderbare Schreibe. Sie hatte mich schon mit ihren beiden Vorgängern, die im wunderbaren Berenberg-Verlag erschienen sind, völlig zu Höhenflügen gebracht. Das erste Buch, welches ich von ihr gelesen hatte, war 2022 das wunderschöne „Im Herzen eines goldenen Sommers“. Kein Roman, nein, „Im Herzen eines goldenen Sommers“ versammelt Kurzgeschichten. Nun stehe ich Kurzgeschichten etwas skeptisch gegenüber, weil ich einem Roman einfach mehr Intensität beimesse. Denn in einem Roman wird eine Geschichte erzählt, die mich während der Lektüre einnimmt, mich im besten Fall anzündet, mich mitfiebern lässt, mich vielleicht sogar auf den letzten Seiten traurig werden lässt, da das Ende naht und ich in diesem Tanz mit den Wörtern zum Ende komme. Kurzgeschichten hingegen entfalten einen kurzen Zauber, der schnell endet, manchmal zu schnell und es gibt die Frage, ob mich die nächstfolgende Kurzgeschichte genauso verzaubern kann, ob sie mich genauso erreicht. Mittlerweile habe ich aber einige Bücher gelesen, die mich genauso in ihren Bann zogen, wie das ein Roman vermag. So geschehen auch bei „Im Herzen eines goldenen Sommers“. Anne Serre machte mich in diesem Buch glücklich. Einerseits weil mir der Sprachklang sehr gefiel, andererseits weil diese Kurzgeschichten Verbindungen aufwiesen, die in Richtung Episodenroman deuten, dann wieder dieses traumhafte, irgendwie schwebende in der Schreibe. Kurz, ich war begeistert, angezündet, wollte mehr von Anne Serre. 2023 kam dann dieses Mehr in Gestalt der Erzählung „Die Gouvernanten“. Wieder ist dieses traumhafte, schwebende in der Erzählung zu finden, auch etwas surreales, märchenhaftes schwingt hier mit und auch eine dunkle Sinnlichkeit. Ich entbrenne förmlich für diese Gouvernanten, Jägerinnen mit einer dunklen Kraft, die den Blick auf das Weibliche in völlig andere Bahnen lenken und damit liefert dieses Buch auch eine gewisse Kritik am Hier und Jetzt. Mein Hunger nach mehr von Anne Serre wuchs. Und nun dieses Jahr konnte er gestillt werden. Mit dem Buch „Einer reist mit“. Wieder völlig anders konstruiert. Diesmal ist es eine Art Essay, es ist dem Reisen gewidmet, dem die Schriften erstellende Zunft nun einmal frönt, dem sie frönen muss. Denn da gibt es Besuche der Verlage, Besuche von Literaturfestivals, Besuche von Lesungen etc.. Was passiert auf diesen Reisen? Vielleicht nicht viel. Aber vielleicht auch das Gegenteil. Denn die Fantasie des Autors/der Autorin ist auf diesen Reisen mit von der Partie. Und so kann aus einer vielleicht banalen Reise durchaus etwas anderes werden, was Anne Serre hier durchaus bezaubernd zu beschreiben weiß. „Einer reist mit“ ist eine Art Essay über das Reisen, ein Essay über die Literatur, eine Hommage an einen Lieblingsschriftsteller, der auch über die Kraft der Fantasie mitwirkt auf der Reise. Anne Serre sinniert über sich selbst, über das Gestern und das Heute, über ihre Umgebung, über ihr Werden und über das Vielleicht. Und Anne Serre lässt auch das Surreale einwirken, lässt Enrique Vila-Matas auf der Reise und im Hotel auftauchen, wie auch eine Schauspielerin ihren Auftritt hat, die berühmte Anna Magnani. Reales und Surreales werden fein verwoben und die Leserschaft darf diesem realen Traum beiwohnen und dessen Zauber genießen. Einfach wunderschön! Gegliedert ist „Einer reist mit“ in drei Teile, der erste Teil ist ein Essay über das Reisen, ein Blick auf das eigene Tun Anne Serres, dennoch ist reales und surreales miteinander verwoben, so dass kein reines Essay hier zu finden ist. Der zweite Teil ist eine Geschichte um den Schriftsteller Enrique Vila-Matas. Der dritte Teil ist dann wieder eine Reise zu Anne Serre selbst und ihrem Tun. Ein wunderschön verwobenes Buch, in dem Reales und Surreales miteinander um ihren Platz ringen und die Leserschaft mitreist, verzaubert und bezaubert von dem Blick von Anne Serre. Ebenso bezaubert hier irgendwie auch die auftauchende Frage, was hier real und was hier surreal ist. Doch welchen Nutzen hätte dies? Für mich zählt die wunderschöne literarische Reise, die ich immer wieder durch Anne Serre erleben durfte. Ich war und bin begeistert von Anne Serre und ich sage Danke für die großartige Übersetzung von Patricia Klobusiczky, die dieses Erleben von Anne Serre erst möglich gemacht hat. Sehr traurig macht mich die Entscheidung des Berenberg-Verlags! Ich werde diese wirklich wunderschön gestalteten Bücher des Berenberg Verlags vermissen. Und diese drei hier werde ich hüten, wie es Schätzen einfach gebührt. Dennoch hoffe ich einfach darauf, dass mir auch weitere Bücher von Anne Serre vor die Nase hüpfen werden. Sehr! ❤

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Allerhöchster Literaturgenuss – über die Kunst die Gedanken schweifen zu lassen

    Einer reist mit – wer oder was das wohl sein mag? Denn: Wer eine Reise macht, hat bekanntlich etwas zu erzählen. So auch die Ich-Erzählerin in diesem autofiktional angehauchten Roman. Die Autorin folgt der Einladung einer Schriftstellerin zum Literaturfestival nach Montauban in den Pyrenäen. Eigentlich mag sie ja solche Zusammenkünfte, freut sich auf die Treffen und Gespräche unter Gleichgesinnten. Auf der anderen Seite aber fallen ihr kurzfristig hundert und mehr plausible und weniger glaubhafte Gründe ein, solche Reisen in letzter Sekunde abzusagen. Auch in diesem Fall, aber sie setzt sich dennoch in den TGV mit der fixen Absicht, ihren Vortrag, der sich um ihren letzten Roman drehen soll, vorzubereiten. Aber ach – all diese Ablenkungen, und Gedanken. Und eine befreundete Autorin ist am selben Bahnsteig. Sie wird doch nicht neben ihr sitzen und fünf Stunden Small-Talk betreiben müssen? Zu beider Glück nicht, man trifft sich sporadisch, verzettelt sich dennoch ein wenig. Der Müßiggang der Bahnfahrt nimmt seinen Lauf, die Gedanken kreisen von einer Autor*in zur nächsten mit den verschiedensten Anekdoten,driften in der Weltliteratur auf hohem Niveau herum, und bleiben immer öfter am Spanier Enrique Vila-Matas hängen. Die Zugfahrt ist beendet, das Hotel wird erreicht, der Abend gestaltet, die Gedanken kreisen nach wie vor, manchmal auf unterhaltende Weise, wie die Wespen im Kopf nun mal so sind und vom Hundertsten ins Tausendste wandern, die eigenen Familiengeschichten verheddern, nur um sie wieder auszuwickeln, andere Gedankensplitter drängen sich wieder in die Literatur, dann endlich die ersehnte Nachtruhe im Zimmer, doch leider, nein, Gäste. Wohl vom Festival kommend, zwei Uhr nachts, machen Lärm, belagern die Bar, wollen Party machen. Aus dem ersten Ärger heraus für den verpassen Schlaf nimmt sie dann doch noch am improvisierten berauschendem Fest teil, es wird ein Hit, und schließlich taucht letztendlich auch noch die vielgerühmte Anna Magnani auf (gest. 1973). Und mitten drin und immer präsent: Enrique Vila-Matas. Um als Leser selbst mal zu Atem zu kommen, setzt der Roman mit einer eingefügten Kurzgeschichte fort, die uns dieser Autor (Enrique Vila-Matas ) als Ich-Erzähler näherbringt. Wunderbar unterhaltsam und sprachlich brillant. Und somit verschwimmen alle Grenzen, man fischt im Trüben, Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen, wie es die Literatur nun mal an sich hat. Man kann nur staunen, raten und interpretieren, welche wirren, teils bizarren und dennoch immer herrlich zu lesenden Gedankengänge Anne Serre dazu inspiriert haben, dieses Buch zu verfassen. Es ist Literatur in seiner höchsten Form. Literatur, die erzählt, die berichtet und vermutet, die näherbringt und raten lässt, sprich, den Geist im selben Moment zu unterhalten und zu verwirren vermag. Ganz große Kunst! Daher gibt es auch eine ganz große Leseempfehlung

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Allerhöchster Literaturgenuss…

    Allerhöchster Literaturgenuss – über die Kunst die Gedanken schweifen zu lassen Einer reist mit – wer oder was das wohl sein mag? Denn: Wer eine Reise macht, hat bekanntlich etwas zu erzählen. So auch die Ich-Erzählerin in diesem autofiktional angehauchten Roman. Die Autorin folgt der Einladung einer Schriftstellerin zum Literaturfestival nach Montauban in den Pyrenäen. Eigentlich mag sie ja solche Zusammenkünfte, freut sich auf die Treffen und Gespräche unter Gleichgesinnten. Auf der anderen Seite aber fallen ihr kurzfristig hundert und mehr plausible und weniger glaubhafte Gründe ein, solche Reisen in letzter Sekunde abzusagen. Auch in diesem Fall, aber sie setzt sich dennoch in den TGV mit der fixen Absicht, ihren Vortrag, der sich um ihren letzten Roman drehen soll, vorzubereiten. Aber ach – all diese Ablenkungen, und Gedanken. Und eine befreundete Autorin ist am selben Bahnsteig. Sie wird doch nicht neben ihr sitzen und fünf Stunden Small-Talk betreiben müssen? Zu beider Glück nicht, man trifft sich sporadisch, verzettelt sich dennoch ein wenig. Der Müßiggang der Bahnfahrt nimmt seinen Lauf, die Gedanken kreisen von einer Autor*in zur nächsten mit den verschiedensten Anekdoten,driften in der Weltliteratur auf hohem Niveau herum, und bleiben immer öfter am Spanier Enrique Vila-Matas hängen. Die Zugfahrt ist beendet, das Hotel wird erreicht, der Abend gestaltet, die Gedanken kreisen nach wie vor, manchmal auf unterhaltende Weise, wie die Wespen im Kopf nun mal so sind und vom Hundertsten ins Tausendste wandern, die eigenen Familiengeschichten verheddern, nur um sie wieder auszuwickeln, andere Gedankensplitter drängen sich wieder in die Literatur, dann endlich die ersehnte Nachtruhe im Zimmer, doch leider, nein, Gäste. Wohl vom Festival kommend, zwei Uhr nachts, machen Lärm, belagern die Bar, wollen Party machen. Aus dem ersten Ärger heraus für den verpassen Schlaf nimmt sie dann doch noch am improvisierten berauschendem Fest teil, es wird ein Hit, und schließlich taucht letztendlich auch noch die vielgerühmte Anna Magnani auf (gest. 1973). Und mitten drin und immer präsent: Enrique Vila-Matas. Um als Leser selbst mal zu Atem zu kommen, setzt der Roman mit einer eingefügten Kurzgeschichte fort, die uns dieser Autor (Enrique Vila-Matas ) als Ich-Erzähler näherbringt. Wunderbar unterhaltsam und sprachlich brillant. Und somit verschwimmen alle Grenzen, man fischt im Trüben, Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen, wie es die Literatur nun mal an sich hat. Man kann nur staunen, raten und interpretieren, welche wirren, teils bizarren und dennoch immer herrlich zu lesenden Gedankengänge Anne Serre dazu inspiriert haben, dieses Buch zu verfassen. Es ist Literatur in seiner höchsten Form. Literatur, die erzählt, die berichtet und vermutet, die näherbringt und raten lässt, sprich, den Geist im selben Moment zu unterhalten und zu verwirren vermag. Ganz große Kunst! Daher gibt es auch eine ganz große Leseempfehlung

  • yellowdog

    4/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reisen mit Vila Matas

    Von der französischen Schriftstellerin Anne Serre kommt ein ungewöhnlicher, fantasievoller Roman, den sie spielerisch gestaltet. Die Protagonistin, die mit der Autorin viel gemeinsam hat, macht eine Reise zu einem Literaturfestival, bei sie eingeladen ist. Auf der Zugreise liest sie ein Buch von Enrique Vila-Matas, ein Autor, den sie bewundert. Aber auch Kafka, Modiano, Thomas Bernhard erwähnt sie. Literatur ist ein wichtiges Thema im Buch. Das Buch har drei Teile. Nach dem erwähnten Anfang mit der Zugfahrt gibt es eine kurze Story, in der Vila Matas mitwirkt. Der dritte Teil reflektiert dann noch mal über die ersten beiden. Die Leichtigkeit bestimmt den Roman, aber gleichzeitig ist er eigentlich sehr raffiniert gemacht.

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