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Systemversagen Aufstieg und Fall einer großartigen Wirtschaftsnation - Mit vierfarbigen Infografiken - SPIEGEL-Bestseller

2

31,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Penguin

Seitenzahl

564

Maße (L/B/H)

21,2/16,6/4,9 cm

Gewicht

798 g

Farbe

Senf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60422-8

Beschreibung

Rezension

»›Systemversagen‹ ist ein Buch für Leser, die unbequeme Wahrheiten aushalten. Wer verstehen will, warum Deutschland immer weniger Zukunftsvertrauen ausstrahlt, sollte dieses Buch lesen.« ("Harald Burkart, Cicero")
»Steingart bringt seine jahrelange Expertise in die kritische Betrachtung aktueller Entwicklungen ein.« ("Sven Trautwein, Münchner Merkur")
»Ein Buch, das sich mit einem wichtigen, aber deprimierenden Thema auseinandersetzt. Es beschäftigt sich nicht nur mit der deutschen Wirtschaft, sondern stellt diese in einen globalen Kontext.« ("Roger Köppel, Weltwoche")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Penguin

Seitenzahl

564

Maße (L/B/H)

21,2/16,6/4,9 cm

Gewicht

798 g

Farbe

Senf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60422-8

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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In seinem Buch „Systemversagen…

VolkerM am 26.11.2025

Bewertungsnummer: 3017837

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In seinem Buch „Systemversagen“ beschreibt Gabor Steingart, warum er Deutschland auf einem gefährlichen Weg sieht. Für ihn steckt das Land in einer umfassenden Krise: zentrale Systeme, angefangen von der sozialen Sicherung über die Energieversorgung bis hin zu Bildung, Verwaltung und Politik funktionieren nicht mehr so, wie sie es sollten. Er zeichnet das Bild einer einst starken Wirtschaftsnation, deren „Betriebssystem“ ins Stocken geraten ist („Kernschmelze im produktiven Kern“). Besonders kritisch und daher auch provokant formuliert, sieht er das Sozialsystem: Es verspreche Leistungen ohne entsprechende Arbeit, schwäche damit die Motivation vieler Menschen und belaste die Gemeinschaft finanziell. Auch die Energiepolitik gerät in seine Kritik. Steingart warnt, dass Deutschland seine industrielle Stärke verliere, weil Energie unsicher und teuer geworden sei. Ein weiteres großes Thema ist die Bildung. Nach seiner Analyse bringt das deutsche Schulsystem nicht mehr genügend qualifizierte Fachkräfte hervor, mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft. Die Verwaltung beschreibt er als überfordert und ineffizient: zu langsam, zu bürokratisch, zu wenig digital. Schließlich richtet er den Blick auf die Politik selbst. Fehlfunktionen und mangelnde Entscheidungsfreude lähmen aus seiner Sicht nicht nur die Regierung, sondern auch Unternehmen und Bürger („Die Eliten taumeln von einem Kontrollverlust zum nächsten.“). Die Gründe für den Abstieg Deutschlands liegen in unserer Geschichte, bei unseren Kanzlern, in der Globalisierung und der Rolle der großen Mächte. Steingarts Ursachenforschung reicht daher auch zurück bis in die Anfangsjahre der Bundesrepublik. Er nimmt die Kanzlerschaften von Adenauer, Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder, Merkel und Scholz in den Blick – und arbeitet sich dabei besonders intensiv an Angela Merkel ab, die er spöttisch als „Zauderliese“ bezeichnet. Selbst die kurzen Kanzlermonate von Friedrich Merz bleiben nicht außen vor. Mit einem ausführlichen Blick auf die USA, China, Indien und Russland schließt Steingart seine Analyse ab. Am Ende steht eine ernüchternde Diagnose: Soziales, Energie, Bildung, Verwaltung und Politik greifen in Deutschland nicht mehr ineinander, sondern blockieren sich gegenseitig. Doch Steingart belässt es nicht bei der Kritik, sondern macht auch Vorschläge für Reformen, die aus meiner Sicht eher allgemein bleiben und nicht die gleiche analytische Tiefe haben wie seine Problemdiagnosen. Das Problem sehe ich allerdings auch nicht an mangelnden Reformideen, sondern am Willen und der Fähigkeit der Regierung, diese auch umzusetzen. Steingart versteht es, komplexe Themen so darzustellen, dass sie für jeden nachvollziehbar bleiben – präzise, pointiert und ohne unnötige Fachsprache. Wer seinen Newsletter liest, kennt diesen Stil bereits. Die Fakten sind gründlich recherchiert und anschaulich aufbereitet, sodass man sich gut abgeholt fühlt. Es gibt für mich zwei Kritikpunkte: Erstens sind sämtliche Schaubilder in der Mitte des Buches gesammelt und nicht thematisch in den Text integriert. Zweitens wirkt die Gestaltung insgesamt wenig gelungen. Der Satzspiegel ist gedrungen und teilweise abgeschnitten. „Systemversagen“ ist ein provokantes, sehr gut lesbares und streitbares Buch, das die Debatte über Deutschlands Zukunft sicherlich an- und aufregen wird.

In seinem Buch „Systemversagen…

VolkerM am 26.11.2025
Bewertungsnummer: 3017837
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In seinem Buch „Systemversagen“ beschreibt Gabor Steingart, warum er Deutschland auf einem gefährlichen Weg sieht. Für ihn steckt das Land in einer umfassenden Krise: zentrale Systeme, angefangen von der sozialen Sicherung über die Energieversorgung bis hin zu Bildung, Verwaltung und Politik funktionieren nicht mehr so, wie sie es sollten. Er zeichnet das Bild einer einst starken Wirtschaftsnation, deren „Betriebssystem“ ins Stocken geraten ist („Kernschmelze im produktiven Kern“). Besonders kritisch und daher auch provokant formuliert, sieht er das Sozialsystem: Es verspreche Leistungen ohne entsprechende Arbeit, schwäche damit die Motivation vieler Menschen und belaste die Gemeinschaft finanziell. Auch die Energiepolitik gerät in seine Kritik. Steingart warnt, dass Deutschland seine industrielle Stärke verliere, weil Energie unsicher und teuer geworden sei. Ein weiteres großes Thema ist die Bildung. Nach seiner Analyse bringt das deutsche Schulsystem nicht mehr genügend qualifizierte Fachkräfte hervor, mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft. Die Verwaltung beschreibt er als überfordert und ineffizient: zu langsam, zu bürokratisch, zu wenig digital. Schließlich richtet er den Blick auf die Politik selbst. Fehlfunktionen und mangelnde Entscheidungsfreude lähmen aus seiner Sicht nicht nur die Regierung, sondern auch Unternehmen und Bürger („Die Eliten taumeln von einem Kontrollverlust zum nächsten.“). Die Gründe für den Abstieg Deutschlands liegen in unserer Geschichte, bei unseren Kanzlern, in der Globalisierung und der Rolle der großen Mächte. Steingarts Ursachenforschung reicht daher auch zurück bis in die Anfangsjahre der Bundesrepublik. Er nimmt die Kanzlerschaften von Adenauer, Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder, Merkel und Scholz in den Blick – und arbeitet sich dabei besonders intensiv an Angela Merkel ab, die er spöttisch als „Zauderliese“ bezeichnet. Selbst die kurzen Kanzlermonate von Friedrich Merz bleiben nicht außen vor. Mit einem ausführlichen Blick auf die USA, China, Indien und Russland schließt Steingart seine Analyse ab. Am Ende steht eine ernüchternde Diagnose: Soziales, Energie, Bildung, Verwaltung und Politik greifen in Deutschland nicht mehr ineinander, sondern blockieren sich gegenseitig. Doch Steingart belässt es nicht bei der Kritik, sondern macht auch Vorschläge für Reformen, die aus meiner Sicht eher allgemein bleiben und nicht die gleiche analytische Tiefe haben wie seine Problemdiagnosen. Das Problem sehe ich allerdings auch nicht an mangelnden Reformideen, sondern am Willen und der Fähigkeit der Regierung, diese auch umzusetzen. Steingart versteht es, komplexe Themen so darzustellen, dass sie für jeden nachvollziehbar bleiben – präzise, pointiert und ohne unnötige Fachsprache. Wer seinen Newsletter liest, kennt diesen Stil bereits. Die Fakten sind gründlich recherchiert und anschaulich aufbereitet, sodass man sich gut abgeholt fühlt. Es gibt für mich zwei Kritikpunkte: Erstens sind sämtliche Schaubilder in der Mitte des Buches gesammelt und nicht thematisch in den Text integriert. Zweitens wirkt die Gestaltung insgesamt wenig gelungen. Der Satzspiegel ist gedrungen und teilweise abgeschnitten. „Systemversagen“ ist ein provokantes, sehr gut lesbares und streitbares Buch, das die Debatte über Deutschlands Zukunft sicherlich an- und aufregen wird.

Ein Weckruf mit ordentlich Druck auf dem Kessel

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.05.2026

Bewertungsnummer: 3129326

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch kommt nicht auf leisen Sohlen daher, es tritt eher die Tür ein, stellt den Aktenkoffer auf den Tisch und fragt: So, Deutschland, was ist hier eigentlich los? Gabor Steingart nimmt sich in Systemversagen nicht weniger vor als den Zustand der Republik. Wirtschaft, Politik, Bildung, Verwaltung, Sozialstaat, alles wird einmal aufgeschraubt, durchgeleuchtet und mit ziemlich spitzer Feder kommentiert. Das liest sich nicht wie ein trockenes Sachbuch, sondern eher wie ein politischer Weckruf mit eingebautem Kaffeevollautomaten: stark, heiß und manchmal ein bisschen bitter. Besonders gefallen hat mir, dass Steingart komplizierte Zusammenhänge verständlich macht. Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um mitzukommen. Viele Stellen haben bei mir dieses unangenehme Nicken ausgelöst, bei dem man denkt: Mist, ganz falsch liegt er da nicht. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass hier jemand bewusst zuspitzt. Manche Thesen wirken so knallig formuliert, dass man innerlich kurz die Augenbraue hochzieht und denkt: Na, Gabor, jetzt aber langsam mit den jungen Pferden. Trotzdem hat mich das Buch gepackt. Es macht wütend, nachdenklich und stellenweise sogar hoffnungsvoll. Kein Wohlfühlbuch, eher ein Tritt gegen das bequeme Sofa. Aber manchmal braucht es genau das, damit man wieder gerade sitzt. Für alle, die politische und wirtschaftliche Debatten mögen, ist Systemversagen eine spannende, unbequeme und sehr lesbare Lektüre. Nicht jede Pointe sitzt perfekt, aber der Weckruf hallt ordentlich nach.

Ein Weckruf mit ordentlich Druck auf dem Kessel

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.05.2026
Bewertungsnummer: 3129326
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch kommt nicht auf leisen Sohlen daher, es tritt eher die Tür ein, stellt den Aktenkoffer auf den Tisch und fragt: So, Deutschland, was ist hier eigentlich los? Gabor Steingart nimmt sich in Systemversagen nicht weniger vor als den Zustand der Republik. Wirtschaft, Politik, Bildung, Verwaltung, Sozialstaat, alles wird einmal aufgeschraubt, durchgeleuchtet und mit ziemlich spitzer Feder kommentiert. Das liest sich nicht wie ein trockenes Sachbuch, sondern eher wie ein politischer Weckruf mit eingebautem Kaffeevollautomaten: stark, heiß und manchmal ein bisschen bitter. Besonders gefallen hat mir, dass Steingart komplizierte Zusammenhänge verständlich macht. Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um mitzukommen. Viele Stellen haben bei mir dieses unangenehme Nicken ausgelöst, bei dem man denkt: Mist, ganz falsch liegt er da nicht. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass hier jemand bewusst zuspitzt. Manche Thesen wirken so knallig formuliert, dass man innerlich kurz die Augenbraue hochzieht und denkt: Na, Gabor, jetzt aber langsam mit den jungen Pferden. Trotzdem hat mich das Buch gepackt. Es macht wütend, nachdenklich und stellenweise sogar hoffnungsvoll. Kein Wohlfühlbuch, eher ein Tritt gegen das bequeme Sofa. Aber manchmal braucht es genau das, damit man wieder gerade sitzt. Für alle, die politische und wirtschaftliche Debatten mögen, ist Systemversagen eine spannende, unbequeme und sehr lesbare Lektüre. Nicht jede Pointe sitzt perfekt, aber der Weckruf hallt ordentlich nach.

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